Bei uns wars aus der Situation heraus geboren. Ich hab hier etliche Jahre eine Kettenhündin im Dorf mitbetreut und auf langen Touren mitgehabt - sie und Ronja waren Topf und Deckel, es hat einfach gepasst und war eine dicke Freundschaft mit Rüpelspiel. Nur leider ist diese Hündin vor 5 Jahren gestorben - an Leberkrebs. Und es hat einfach was gefehlt, nur so zu zweit bzw. dritt unterwegs.
Naja - und dann war da eines Tags etwa ein Jahr später bei einem regionalen Tierheim eine Anzeige zu einer sehr ängstlichen Hündin, die gerne zu einer souveränen Ersthündin möchte (Check), unbedingt in eine ländliche Umgebung muss (Check), zu Menschen, die Erfahrung mit Angsthunden haben (Check) und ihr mit viel Geduld und Liebe das Leben zeigen.
Tja - hat gepasst. Und so haben wir unserer knapp elfjährigen alten Dame einen erwachsenen Zweithund vor die Nase gesetzt ![]()
Dadurch, dass Ronja mittlerweile nicht mehr fit ist und Lilly im besten Alter, ist es schon mehr Aufwand. Und war es auch die ganze Zeit, als Lilly sich ins Leben hier erst einfinden musste. Wir haben auch von Anfang an das Verhältnis der beiden Damen moderiert. Aber das haben wir uns ja so ausgesucht - es hätte einfachere Möglichkeiten gegeben als mit einer ängstlichen Ex-Straßenhündin mit Deprivationsschaden.
Die Kehrseite ist: Dass Ronja trotz Krankheit immer noch so verhältnismäßig fit und agil ist, ist zu einem nicht unerheblichen Teil Lilly zu verdanken. Wir sind vollständiger mit ihr und das macht jeden Aufwand wett.
Mal ein Foto von heute, das spricht für sich: