Beiträge von Phonhaus

    Na denn ... Ich hätte eigentlich eher einen Erklärung zur Fehleinschätzung und zur Korrektur erwartet. Aber gut, kann sich aus der Situation ergeben haben.

    Wie gesagt, mein Fall wäre das von Vorneherein her nicht gewesen, jedenfalls nicht für normales Training. Kenne ich so auch nicht, bei uns hieß es in der Junghundgruppe strikt: „Jeder handelt seinen eigenen Hund.“ Ganz selten, dass der Trainer mal die Leine übernommen hat. Das gabs im normalen Training eigentlich nur, wenn mehrfache Erklärungen nicht gefruchtet haben.

    Bei Einzeltraining mit wirklich problematischen und auffälligen Hunden war das anders, aber davon reden wir hier ja nicht.

    Sooo - fertig mit „Mord in Dingley Dell“.

    Genau, was ich mir erhofft habe: Ein schöner Kriminalroman mit Anklängen an altmodische Agentenromane. Deutschland kommt mal wieder nicht so gut weg :hust: Nichts sehr Anspruchsvolles - die „normalen“ Krimis von Reginald Hill haben mehr Gehalt in allen Sinnen des Worts. Aber schön und entspannt wegzulesen.

    Und es geht winterlich weiter mit russisch inspirierter Fantasy: „Das Mädchen und der Winterkönig“ von Katherine Arden. Der zweite Band zu „Der Bär und die Nachtigall.“ Schön geschrieben mit viel Bezug auf alte russische Volksmärchen. Im zweiten Band hat unter anderem das Schneemädchen (die Snegurotscka) einen kurzen Auftritt als Geschichte in der Geschichte :smile:

    Wäre nicht meins. Ich hätte weder das „Aus“ so aufgebaut, noch wäre ein Training mein Fall, bei dem nicht ich (unter Anleitung) mit dem Hund agiere, sondern der Trainer. Und dann käme es gar nicht zu solchen Irritationen. Ich bin aber kein Trainer.

    Ob ich auf ein Abschnappen eines Hunds mit ner körperlichen Korrektur reagieren würde, hinge von den Umständen und dem Hund ab. Eher nicht, aber ich würds nicht zu 100% ausschließen. Faktisch hat das (jenseits von Welpenspielen) erst unsere Angsthündin überhaupt jemals versucht. Und da haben wir nicht mit körperlicher Korrektur reagiert, das wäre auch definitiv eine katastrophale Reaktion gewesen.

    Ehrlich gesagt: Wenn das Lehrgeld beim verlorenen Kaufpreis bleibt, dann bist günstig davongekommen. Das hätte, wenns blöd gelaufen wäre, auch ganz anders ausfallen können.

    Mir einzugestehen, dass ich die Verantwortung für ein Lebewesen übernommen habe, ohne mir im Vorfeld Gedanken zu machen, ob ich seinen Bedürfnissen gerecht werden kann: Ja, mir wäre die Erkenntnis Einiges an Lehrgeld wert. Wenn der Hund dafür dann in Händen ist, die ihm gerecht werden.

    Leid tut mir hier vor allem der Hund :( :

    Heute knisterten die Kalender verheißungsvoll :lol:

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    Und die erbeuteten Leckerchen wurden auch ganz eifrig verschlungen. Sowohl aus den tollen Wichtelkalemdern und den tiierisch -Adventskalendern. Wobei die Wichtelleckerchen zuerst weg waren.

    Lilly schleppt ihre Beute leider gerne in mein Bett.

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    Zu den Beispielen von terriers4me Und die (Fernseh-)Modehunde:

    Beagle, Dalmatiner, Cockerspaniel, Retriever, Collie. Jeweils in den Phasen, in denen sie „in“ waren, mit Unmengen Problemen behaftet. Ja, Massenproduktion und Zucht nur auf Optik hin hat keiner Rasse gut getan. Ist eigentlich ein anderes Thema, spielt aber mit rein. Denn was passiert, wenn man die Rassen eben nicht mehr auf ihre „Gebrauchseigenschaften“ züchtet - sondern auf die Optik hin - ist auch nicht schön. Und machts umso schwerer, sie adäquat zu führen und auszulasten. Weil man eben nicht mehr genau weiß, was auf einen zukommt.

    Und weil die hier schon erwähnte „Nervenstärke“ leidet.

    Ich hab hier zwei Hunde, die - unter Berücksichtigung der körperlichen Einschränkungen einer fünfzehnjährigen Hundedame - stundenlang mit Spaß an der Freude mit mir durch die Pampa marschieren könnten. Das war nicht immer so.

    Unsere alte Dame ist ein Rassenmischunfall. An nicht so sozialkompatiblen Interessen hat sie Rüpelhaftigkeit und Jagdtrieb mitgebracht. Die ersten zwei Jahre war an „ruhige entspannte Gassigänge“ gerade hier im wildreichen Spessart nicht zu denken - sobald was Interessantes am Horizont war, war der Hund auf Habacht. Geistig weg und körperlich auch, wenns die Schleppi nicht verhindert hat. Also haben wir daran gearbeitet. An Hund- bzw. Menschbegegnungen dahingehend, dass wir regeln, wie die Begegnung verläuft. Über Vertrauensaufbau und die Vermittlung, dass sich Kooperation lohnt. Am Jagdtrieb mit Dummyarbeit. Grob gesagt, hat sie gelernt, wann sie draußen einen Job hat und wann sie die Seele baumeln lassen darf.

    Erst auf dieser Basis war dann ausgiebiges und entspanntes Wohlfühlgassi mit Schnüffeln, Erkunden und Hundedinge - in einem für alle angenehmen Radius ums Restteam herum - möglich. Denn ab da wurde sie nicht mehr von jedem kleinen Bewegungs- oder Geräuschreiz in vollen „Actionmodus“ versetzt und konnte sich entspannen.

    Und genau das ist umso wichtiger bei einem Arbeitshund. „Schlendergassi“ ist dann für den ok, wenn er gelernt hat, dass er dabei nicht im Arbeitsmodus ist. Und das geht ebenso weit, wie die genetischen Komponenten des Hunds, die Umgebung und die Ausbildung durch und Kooperation mit dem Hundeführer es zulassen. Und die Frage berücksichtigt wird, wie sehr der Hund rassegerechte Auslastung braucht und eben nicht mit nur Gassierkunden zufrieden ist.

    Und da war - ganz erkennbar, dafür muss man kein Maliexperte sein - im Ausgangsthread die Basis einfach (noch) nicht vorhanden. Konnte sie gar nicht sein.

    Rein hormonell: Wenn ein Hund draußen im „Arbeitsmodus“ ist, dann reagiert der Körper auf auftretende Reize mit „Stress“. Mit der Ausschüttung von Cortisol und Adrenalin. Was den Körper in noch höhere Angespanntheit, Aufmerksamkeit und damit Reizempfänglichkeit bringt. Und dieses hormonelle Hoch sucht sich seinen Ausgleich (wer mal Prüfungsangst hatte, weiß, wie widerlich es ist, in der Situation nicht wegrennen oder kämpfen zu können :smile:). Und das kann je nach Rasse echt unangenehm werden, wenn dieser Ausgleich ohne Ausbildung und Anleitung gelebt wird. Auf unterschiedliche Weise.

    Ein dauerhaft erhöhter Adrenalin- und Cortisolspiegel hat ernsthafte gesundheitliche Folgen und kann über „normale Bewegung“ nicht mehr reguliert werden. Im Gegenteil: Wenn diese Bewegung mit Reizen gekoppelt ist, spult der Körper sich dadurch hoch.

    Ich hab hier auch noch eine Angsthündin. Für die ist Gassi ein sehr neues Konzept gewesen, die kannte es ja nur, draußen im „Überlebenskampf“ zu sein. Auch hier haben wir viel über Vertrauen gearbeitet. Und über Entspannung, Ruhe und Strukturen. Und Aufbau der Umgebung als „safe place“. Gekoppelt mit „Arbeitsspaziergängen“, die aus dem Alltag heraus immer dann entstehen, wenn der Hund sich in einer Umgebung nicht sicher fühlt. Oder zwar in vertrauter Umgebung ist, aber die Umstände anspannend sind. Da sind wir als Hundeführer gefragt, zu erkennen, dass der Hund vom Entspannungs- in den Arbeitsmodus wechselt und entsprechend zu reagieren, enger zu führen, anzuleiten.

    Gestern z. B. : Wir haben eine wunderschön entspannte Waldrunde begonnen. Und dann hat die Treibjagd eingesetzt. Hätten wir erwartet, dass der Hund wunderbare Entspannungsrunde fortsetzt, wäre die uns spätestens abends aber so richtig um die Ohren geflogen. Mit einem erheblichem Trainingsrückfall, der dank Deprivationsschaden bei ihr auch mühsam wieder einzuholen ist.

    Doch das mit berücksichtigt laufen wir gerne täglich stundenlang gemeinsam durch die Gegend und haben Spaß dabei. Und die Hunde sind zufrieden.

    LPaxx

    Ich denke, darauf bezog sich die Kritik und beziehen sich viele der Stimmen hier nach „Ruhe“: So lange man seinen Hund noch nicht gut genug kennt - und er einen auch nicht - dass mannsieht, ob er draußen entspannt ist oder nicht; so lange der Hund noch nicht gelernt hat, dass er seinen „Jobmodus“ in die Hände des Hundeführers legen soll und darf; so lange die entsprechende Vertrauensbasis nicht da ist, so lange macht man einfach besser langsam. Weil gerade bei hoch reaktiven und zum Junkietum neigenden Hunden Fehleinschätzungen teuer bezahlt werden können. Und in den Threads, die auf jeden Fall ich und möglucherweise auch Du im Kopf haben, war genau dieses schon der Fall, dass Hund und Halter Fehleinschätzungen „bezahlt“ haben.

    Hier gabs heute hausgemachte Vollkornpizza vom Blech mit dreierlei Käse. Mit Fenchel- und scharfer Paprikasalami und Champignons für Mann:

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    Und mit Tomaten und Basilikum für mich:

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