Beiträge von Phonhaus

    Wenns hier Raclette gibt, dann bleibe ich halt bei den Pfännchen, das funktioniert ganz gut.

    PipilaPfütz

    Kartoffeln, Süßkartoffeln (die nur nicht so lang, sonst wirds bitter) kann man gut ohne Teig frittieren. Bedingt auch Zucchini, Möhren, Blumenkohl und Romanesco. Broccoli würd ich nicht nehmen, die Röschenenden „suppen“ schnell aus.

    Gyoza- oder Filoteig, Reispapierteig oder Bätterteig flocken nicht so in das Öl aus wie Backteig. Da kann man mit netten Täschchen experimentieren.

    Ich würde aber auch eher auf Brühe gehen. Mir schmeckt Frittiertes auch nur alle Jubeljahre einmal.

    Es ist imho auch sehr schwierig für einen Ersthundehalter, geeignete Trainer zu erkennen, vom schnellen finden in der Jetztzeit mal ganz abgesehen!

    Nun ja - schon: Aber hier haben doch auch Leute - u. A. ich - Trainertipps angeboten und angeboten, sich kundig zu machen. Ich hab dafür alte Kontakte angepingt und gesucht und einen Tipp gefunden (näher zur TE als Gelnhausen :smile:).

    Aber er ist halt nicht gewünscht :ka:

    Ich mag die Gehässigkeit in dem Thread irgendwie nicht.

    Vor allem auf den letzten Seiten..


    Ich glaube, hier gehts nicht um Gehässigkeit. Mir zumindest nicht. Und solltest Du da meinen Beitrag mit gemeint haben - Deine Aussage steht jetzt ja auch sehr pauschal anklagend im Raum - dann hast Du mich falsch verstanden.

    Selbstverständlich können sich auch Hundeanfänger und Hunde mit speziellen Bedürfnissen an Führung zusammenraufen und ein tolles Team werden. Gerade bei so „speziellen“ Rassen ist es fast wichtiger, ob der Typ Mensch und der Typ Hund zusammenpassen, als vorhandene Hundeerfahrung (mit ganz anderen Typen Hund).

    Und jetzt schau mal zurück an den Anfang des Threads. Da klang das halt wirklich nicht so, als kämen die Vorstellungen vom Hund und das, was der Hund bieten kann, wirklich unter einen Hut. Das haben sehr viele Leute hier sehr ernst genommen und sehr großzügig Hilfe angeboten.

    Jetzt hat sich das Blatt gewendet. Gut, auch da kann vorkommen, man kann jeden Tag ein Stück dazu lernen. Und ja, es kann immer noch ein tolles Team werden. Nur gehört eins dazu: Seine Erwartungen beiseite zu schieben und den Hund als das zu betrachten und zu nehmen, was er nun mal ist. Spätestens jetzt - es ging doch schon ein paar Wochen schief. In denen die TE und vor allem der Hund sehr gelitten haben. Das ist jetzt doch von einem netten Gespräch nicht weggewischt? Auch wenn der Hund heute unter kundiger Anleitung wieder gezeigt hat, was in ihm steckt und was die TE anfänglich so begeistert hat?

    Der Satz und die dahinter stehende Sichtweise „auch ein ... (beliebige anspruchsvollere Rasse einsetzbar) ist nur ein Hund“ ist halt leider etwas, was dann wieder in eine Richtung wie die Ausgangslage dieses Threads führen kann. Mit weiterer Verschlimmerung. Ich habe da Erlebnisse vor Augen. Und scheinbar nicht nur ich.

    Sich zu wünschen, das Hund und Halterin das erspart bleibt - und versuchen, so gut Rat zu geben, wie man halt kann: Was ist daran gehässig?

    Hmh. Ja, ich verstehe Deinen Einwand. Aber leider fängt mit solchen Sätzen gerne mal eine Trauergeschichte an. Hab ich im Tierschutz leider öfter erlebt.

    Zelda ist weder eine „hündische Baustelle“ noch „nur“ ein Hund. Hunde sind eigene Wesen, die anders ticken als Menschen. Für die man Verständnis und Wissen um ihre spezifischen Bedürfnisse braucht, wenn man gut mit ihnen zusammenarbeiten will. Und je mehr Potenzial der Hund hat, umso wichtiger ist es, ihn nüchtern und ohne rosa Wunschvorstellungen und leichtfertige „wird schon klappen“-Mentalität zu betrachten.

    Du wirst ein gerütteltes Maß an Souveränität, Standing und Präsenz, Ausgeglichenheit und Pragmatismus in Eurer Zusammenarbeit brauchen. Und ganz klare, stringente Vorstellungen. Und die vermisse ich hier.

    Also - die „wachen Phasen“ und das auffordernde Verhalten bedeuten vermutlich erstmal, dass er aus dem Umgebungsschock und der totalen Anpassung (nicht jeder Hund lässt sich den Schock deutlich anmerken) rauskommt und sich etwas aktiver mit seiner Umgebung auseinandersetzt. Und dem Wesen, dass da immer wieder mal was von ihm will. Ich würde das erstmal freundlich interessiert zur Kenntnis nehmen und ihn in Ruhe machen lassen. Und ein Auge darauf haben, wo er anfängt, auch nicht so Genehmes auszuprobieren.

    Für erste Beschäftigung - wenn er leckercheninteressiert ist - finde ich einen Schnüffelteppich ganz praktisch.

    Jaa - die Sache mit dem Lernfenster. Die wird so gerne falsch verstanden und zitiert.

    Bis zur 16. Woche bilden sich im Hundehirn massenhaft neuronale Verbindungen aus. U. A. die, die - wie Runa-S geschrieben hat - für den leichten Erwerb und das Generalisieren von Erfahrungen zuständig sind (letztlich bildet sich da also die spätere Fähigkeit zu lernen aus). Und wenn sich diese neuronalen Verknüpfungen in dieser Zeit nicht ausbilden können, weil der Hund isoliert und mit kaum neuen Erfahrungen aufgewachsen ist, dann bilden sich diese Verknüpfungen nicht mehr. Da ist wirklich was „zu“. In dem Fall spricht man von einem Deprivationsschaden (beim Menschen auch Kaspar-Hauser-Syndrom). Auch dann kann der Hund übrigens lernen. Aber ungleich schwerer und begrenzter.

    Das heißt aber nicht, dass man das Hundehirn bis zur 16. Lebenswoche mit allem überfluten soll, was da zu haben ist. Im Gegenteil: Reizüberflutung bringt den Hirmonhaushalt durcheinander, verhindert Ruhe und Schlaf und damit die Verarbeitung der Reize. Sprich: Das Gehirn macht dicht, kann die erlebten Reize nicht verarbeiten und bildet effektiv auch weniger Verknüpfungen aus.

    Der Hund sollte im Idealfall in dieser Zeit schon mal gesehen haben, was ihn erwartet. Also bei kurzen Runden die Umgebung kennengelernt haben. Zeit gehabt haben, zu schnuppern, zu erkunden und bei kleinen Spielchen eigene Lösungsansätze gefunden haben. Erlebt haben - z. B. mit einem kleinen Tauschgeschäft - dass sich die Zusammenarbeit mit dem Menschen lohnt. Dass er Sicherheit hat, zur Ruhe kommen kann und ein Plätzchen in einem sozialen Gefüge für ihn da ist. Mit ersten Regeln. Einen Abbruch kennen.

    Das sind die Grundlagen, auf denen er dann gut aufbauen kann.

    Sitz, Platz und Komm muss der Hund übrigens nicht lernen, der kann sich von ganz alleine setzen, legen und zu einem kommen. Lernen braucht er da nur, das zu tun, wenn es von ihm erwartet wird. Und das steht und fällt damit, als wie freudig und lohnend er die Zusammenarbeit mit dem Menschen erlebt. Und die wird einfach schöner, wenn nicht so viel Druck und Stress dabei ist :smile:

    Und zu den Facebook oder sonstigen SM-Geschichten: Früher war das Angler- oder Jägerlatein. Und von den Pilzsammlern kenne ich da auch einige :lol: Lass Dich da nicht beirren, sondern genieß Deine Zeit mit Deinem Hund. Und erwerbe dabei selbst eine ganz neue und im weiteren Verlauf sehr wertvolle Fähigkeit: Ungewollte Erziehungstipps souverän und im besten Fall wohlwollend zu ignorieren.

    Du wirst sie brauchen :smile: