Beiträge von Phonhaus

    Gelesen Kategorie 4 und 5:

    4. Lies ein Buch, das ein englisches Wort im ansonsten deutschen Titel hat: Ned Vizzini - „Eine echt verrückte Story“:

    Hat mir gefallen. Ein Coming of Age-Roman der etwas anderen Art, in dem Protagonist und Autor eine Depression und 5 Tage Aufenthalt in der Psychiatrie verarbeiten. Viele Rezensenten fanden es wohl zum Schreien komisch. Ich nicht. Aber es ist gut, locker und mit viel Selbstironie erzählt, ohne in Flapsigkeit gegenüber dem Leid der gezeichneten Charaktere zu verfallen.

    Die Verfilmung soll wohl auch ganz gut sein, muss mal gucken, ob die irgendwo läuft.

    Kategorie 5: lies ein Buch eines Selfpublishers, das Du noch nicht kennst. Da habe ich einfach mal nach Sherlock Holmes Pastiches geguckt und wurde fündig: Samuel Obahor - „Der Marionettenspieler“.

    Auf dem großen Markt der S. H. Pastiches ist das eine der Besseren. Sicher keine allzu ausgefeilte oder logische Handlung (aber das ist beim Originalkanon ja auch nicht der Fall :D). Und über ein paar Fehler darf man auch hinwegsehen. Aber es ist solide gemachte Unterhaltung. Holmes ist etwas milder gezeichnet, aber es passt. Watson ist wohltuenderweise nicht wie in vielen deutschen Pastiches (allen voran denen von Klaus-Peter Walther) als absoluter Hanswurst gezeichnet. War ein nettes Betthupferl.

    Begonnen mit Kategorie 6: Autoren entdecken - Historisches. Gelandet bin ich bei Bernard Cornwell mit „Galgendieb“. Ein Krimi zur Regency-Zeit. Fängt gut erzählt an, eine Hinrichtung wird für meinen Geschmack ein bisserl ausufernd geschildert. Ich musste da unwillkürlich an die neulich aufgetauchte Frage denken, ob Menschen in früheren Zeiten empathischer waren.

    Okay. Dann ist er im Hausflur sehr gestresst, wenn er draußen Leckerchen nimmt und dort nicht. Dann würde ich es direkt im Flur tatsächlich auch nicht mit „Schönfüttern“ probieren. Sondern wirklich genau da, wo der Stress einsetzt. Wenn der Metabolismus schon im Fluchtmodus ist, kommt ein Essensangebot eher störend. Wann setzt denn das Meideverhalten bei ihm ein: Schon wenn klar wird, dass es rausgeht, beim Anleinen oder erst, wenn die Tür aufgeht?

    Ansonsten finde ich es total klasse, dass er mit fremden Menschen und Verkehr nicht so ein Problem hat. Achtet nur ein bisserl darauf, ihn da nicht gar zu sehr zu fordern. Er ist noch sehr jung. Auswirkungen mangelhafter Frühsozialisation können sich auch erst später zeigen.

    Danke für den Tipp. Ich hatte die Wiener neulich gekocht und fand sie gruselig. Muss sie vielleicht nochmal roh probieren.

    Hier gabs heute Valesse Schnitzel. Definitiv nicht zu verwechseln. Gut essbar, aber die Panade war mir nix, die hat künstlicher geschmeckt als der Fleischersatz.

    Schweineschnitzel mit Pommes, Morchelrahmsauce und frischem Rote Bete-Salat für Mann (die Pommes muss man sich denken, die waren in einer Extraschüssel :smile:):

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    Und Valesse Veggieschnitzel mit Pommes und Gemüsesalat für mich (und die Hunde):

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    Aber hier im Thread hat das Training doch noch nicht mal angefangen? :???: Verstehe gerade den Zusammenhang nicht. Hier gehts doch erstmal darum, den Hund nicht weiter zu frustrieren und sich selbst weitere Steine für die Zusammenarbeit in den Weg zu legen, bis für die hundeunkundigen Halter von Jerry ein vernünftiger Trainingsbeginn unter Anleitung möglich ist. Und ja - so lange würde ich tatsächlich, wenn irgendwie möglich, auf Besuch verzichten.

    @Buttercup99

    Ich weiß jetzt natürlich nicht, warum es nicht möglich ist und das geht mich auch überhaupt nix an. Aber vielleicht gibt es ja Alternativen und die Möglichkeit, Treffen (ich geh mal davon aus, dass die im Rahmen des gegenwärtig Erlaubten stattfinden - wenn nicht, dann gibts da noch zusätzlich was zu bedenken) woanders hin zu verlagern?

    Ich schaue mal, danke! =)

    Ich persönlich fand den dunklen Turm großartig. Aber Horrorelemente hat es auch. Ebenso „Der Talisman“ (wenns Dir um die eher phantastische Richtung geht), aber noch weniger.

    „Dolores“ ist, meine ich mich zu erinnern, recht frei von Horrorelementen. Und - lang, lang ists her - auch „Needful Things“. Letzteres aber ohne Gewähr, das hab ich bestimmt vor 20 Jahren gelesen.

    Nochmal ganz zurück: Euer Hund betrachtet Fremde in Eurer Wohnung als unerwünscht. Jetzt mal egal, aus welcher Motivation heraus er so stark verteidigt - er tut es. Da Ihr im Moment nicht die Erfahrung habt, ihn zu führen, anzuleiten und ihm zu vermitteln, dass das nicht sein Job ist, steht er völlig alleine damit da und muss selbst entscheiden, wie er das tut. Nur jetzt halt einer Verteidigungsmöglichkeit beraubt. Was Anderes als das hat sich ja nicht geändert.

    Das macht Stress und Frust. Massig. Es putscht Hormonhaushalt hoch und verschleißt das Nervenkostüm. Es untergräbt jeglichen Ansatz von Vertrauen zu und Zusammenarbeit in solchen Situationen mit Euch. Und Dauerstress ohne Bewältigungsmöglichkeiten macht krank.

    Aktuell zerschlagt Ihr mit jedem weiteren Besuch mehr Porzellan und erschwert Euch und ihm weiter das künftige Training. Und das zu sehen, ist keine hohe Kunst des Hundeverständnisses, sondern schlicht gesunder Menschenverstand. Wenn mal ein paar Wochen auf Besuch zu verzichten so unmöglich für Euch ist: Dann gebt den Hund bitte ab. Bevor er dauerhaft geschädigt ist. Die Empfehlung eines Maulkorbs ist für draußen und unvermeidbaren Menschenkontakt.