Beiträge von Phonhaus

    Wir wohnen recht ländlich, und da gehören getrocknete Erbsen, vorwiegend Schälerbsen, zum Grundnahrungsmittel, die kriegt man überall. Sogar in der Lebensmittelecke von Rossmann. Gelegentlich sogar noch Erbswurst :dead: Im Rewe am Frankfurter HBF habe ich keine gefunden.

    Wenns um Erbsensuppe oder Erbsenpürree geht, dann gehen als Ersatz wirklich nur gefrorene Erbsen.

    Ich hab für mich einfach aufgehört, diese Diskussion zu führen :ka: Höre das jetzt set 36 Jahren und irgendwann hat man mehrfach alles dazu gehört, was es zu hören gibt und alles dazu gesagt, was es zu sagen gibt.

    Wir haben hier den unglaublichen Luxus, völlig frei entscheiden zu können, ob wir uns mangelhaft ernähren oder nicht. Egal mit welchem Ernährungsstil. Und das genieße ich ganz einfach und versuch dabei, den Anteil an Raubbau in für mich vertretbaren Grenzen zu halten.

    Ich glaube gar nicht mal, dass hier irgend jemand diese Frage von Dir beantwortet haben wollte :smile: Sondern nur, dass Du sie Dir im Vorfeld selbst beantwortest, weil es wichtig ist, dass Du sie Dir stellt.

    Deinen Frieden - so lese ich es zumindest gerade - hast Du nicht mit Deiner Entscheidung. Auch da muss man sagen: Du triffst sie nur für Dich selbst, nicht für Andere. Es ist toll, wenn Du Dir Input hier holst, um Deine Entscheidung so gut informiert wie möglich zu treffen. Aber damit leben musst Du, also klopfe es für Dich einfach nochmal ab.

    Zu dem „Probewochenende“: Aus Sicht des Hunds, wenn er einigermaßen stabil ist, spricht nicht soo viel zumindest gegen einen Probetag. Das ist nicht so lang, dass er sich fest einrichten würde. Und Hunde nehmen den Tag so, wie er kommt.

    Nur wird er in dieser Zeit halt sehr wahrscheinlich noch nicht zeigen, was in ihm steckt. Der Erkenntnisgewinn wäre also erstmal nur, wie Du es grundsätzlich so findest, ein fremdes Wesen in Deiner Wohnung zu haben.

    Deswegen z. B. gibt es bei mir keine Probetage bei den Tierschutztieren. Ist sinnlos, was einmal hier gewohnt hat zieht ohne allerhöchste Not nicht weg :lol:.

    Das mit „dem Satz“ war doch einfach nur ne Reaktion auf den Text darüber, das würd ich jetzt echt nicht so hoch bewerten.

    Magst Du mir mal per PN schreiben, wo im Rhein-Main Gebiet Du wohnst? Ich hätte vielleicht (dank des Forums hier) einen bisher nicht benötigten Tipp für einen gebrauchshundeerfahrenen Trainer.

    Ansonsten verstehe ich Dich schon. Dir gehts nicht um einen Mali an sich. Oder einen krassen Hund. Oder überhaupt einen Hund. Sondern um diesen einen Hund.

    Das ist eine Herzenssache, und das kann ich nachvollziehen. Hatte ich auch mal bei einen Hund, den ich als Gassigänger betreut habe. Der war richtig, richtig toll. Höflich, leinenführig, irgendwie sehr ehrwürdig, verträglich, gelassen und nach angemessener Kennenlernzeit auch verspielt, liebevoll und albern, ich konnte danach auch alles mit ihm machen. Nur ging er blöderweise ansatzlos direkt an den Hals, wenn ihn eine „Nicht-Bezugsperson“ falsch, grob oder respektlos angepackt hat und auf sein Steifwerden nicht gleich zurückgerudert ist. Nicht aus schwachen Nerven heraus, sondern weil er das nicht geduldet hat. Ich neige nicht dazu, Hunde respektlos anzupacken und hatte in den vier Jahren Betreuung nie auch nur einen Hauch von Problem mit ihm und konnte alles mit ihm machen.

    Und hätte ihn unglaublich gerne genommen. Aber zum Einen war da mein Mann und meine Schwiegermutter. Und ich wäre Pendlerin zumindest zeitweise auf Fremdbetreuung angewiesen gewesen. Und Letzteres war für mich das „geht nicht“. Ich wohne ruhig, im Eigentum, hätte einen Zwinger bauen können, habe hier abgelegene Strecken und es gibt kaum Tutnixe, das hätte alles gepasst. Aber die Verantwortung dafür, dass ein Anderer ihn sachkundig behandelt - die hätte ich nicht übernehmen wollen.

    Stattdessen bin ich halt für den Rest seines Lebens mit ihm Gassi gegangen. Bis er im Tierheim gestorben ist. Das hängt mir heute noch nach.

    Ich denke nicht, dass es unmöglich ist. Aber nur, wenn Dein Umfeld passt und wenn Du bereit wärst, im Zweifelsfall für diesen einen Hund Dein Leben komplett umzukrempeln. Wenn er das Potential zeigt, das rasse- und herkunftsbedingt recht wahrscheinlich ist, brauchst Du durchgängig Aufmerksamkeit beim Hund. Du musst ihn im Auge haben und die Umgebung. Einfachmal entspannt durch die Gegend schlendern ist nicht. Es kann sein, dass Du einen Zwinger brauchst. Dass er dauerhaft Maulkorb tragen muss. Dass Du seine Körpersprache genauestens lesen musst, um schon feinste Anzeichen fürs „Loslegen“ zu sehen. Oder dafür, ob jetzt ein Tag ist, an dem man jeden zusätzlichen Stress vermeiden sollte.

    Das bei jeder Planung für Urlaub, Ausflug, Wochenende die Bedürfnisse des Hundes einbezogen werden müssen. Das etwaige Freunde/Partner da irgendwann überhaupt keinen Bock mehr drauf haben ...

    Und gleichzeitig muss eine artgerechte Versorgung da sein, wenn Du mal verhindert bist.

    Das ist unglaublich anstrengend und erfordert neben Empathie, Selbstbewusstsein und Ahnung viel Disziplin und Konzentration. Und an Deiner Stelle würde ich nur in Erwägung ziehen, den Hund aufzunehmen, wenn Du bejahen kannst, dass Du das alles - für diesen Hund - wollen würdest. Sorry für den Roman.