Beiträge von Phonhaus

    Was mich an dieser Diskussion im Augenblick stört (mal abgesehen davon, dass man in der Kritik an der Instrumentalisierung der Hunde andere Lebewesen heranzieht, also argumentativ instrumentalisiert, um seinen Standpunkt zu untermauern. Ohne sie danach gefragt zu haben, ob das ok für sie ist. Und von den teilweise wirklich heftigen bis beleidigenden Unterstellungen, egal, aus welcher Richtung):

    Es wird ganz viel kritisiert an unschönen Umgangsweisen des Menschen mit seiner Umwelt und seinen Mitgeschöpfen. Nach meinem eigenen Wertekanon übrigens völlig zu recht. Ich verstehe nur das gewählte Schlachtfeld nicht.

    Klar kann ich es fürchterlich finden, in welcher Weise Menschen ihre Umgebung schlussendlich abtöten, um sie ihren eigenen Bedürfnissen nutzbarer zu machen. In welcher Weise Mitgeschöpfe gezwungen und teils auch gequält werden, um effizienter der Konsum- und Bedürfnisbefriedigung zu dienen. Wie völlig man sich und Anderes aus ästhetischem oder sonstigem Empfinden dem entfremdet, was einem gott- oder sonstwiegegeben in die Wiege gelegt wurde (hach, das werde ich genauso meiner Nachbarin erzählen, wenn sie mich das nächste Mal morgens entgeistert anguckt - weil ich ungekämmt, mit Schlafknisten in den Augen und Mundgeruch, im Schlafanzug mit alter Strickjacke und Schlappen die Hunde pinkeln lasse).

    Aber da gibts doch ganz andere Felder, an denen man das ausdiskutieren kann (und mMn sollte) als an gefärbtem Fell? :ka: Allerdings auf eigene Gefahr, da ganz schnell die Moralapostel- und Missionierungskeule auf den Kopf gehauen zu bekommen.

    Der „freie Wille“ - das ist ein Begriff, über den man nicht nur seitenlang, sondern bibliothekenlang diskutieren kann. Und sämtliche älteren Menschen, Babys und Tiere, die ich bisher erlebt habe, konnten ihren Willen äußern. Sehr effektiv sogar, am eindrücklichsten ist mir die Willensäußerung in Form einer Glaswasserflasche auf meinem Kopf in Erinnerung geblieben xD.

    Interessant wird die Frage, inwieweit der Wille wahrgenommen wird, respektiert wird und Beachtung bei demjenigen findet, demgegenüber er geäußert wird. Und da dreht sich das Rad gerade wieder von vorne ...

    Ich persönlich finde es nicht respektvoll - für keine der betroffenen Partien - Hunde quasi als synonym mit älteren dementen Menschen oder Babys zu vergleichen. Ebenso wenig würde ich demente ältere Menschen als synonym oder vergleichbar mit Babys betrachten. Warum tut Ihr das? Das sind meiner Erfahrung nach völlig unterschiedliche Mitgeschöpfe mit völlig unterschiedlichen Bedürfnissen :???:

    @Rübennase und das habe ich ja auch hier schon mal geschrieben, es ist und bleibt Geschmacksache. Aber wenn es nicht auch um Aussendarstellung geht, um was geht es dann wenn ich ein Lebewesen äußerlich gestalte?

    Das finde ich übrigens genau den richtigen Ansatz. Wenn man was nicht versteht: Den Betreffenden einfach mal fragen, warum er das tut :smile: Ist aber schwierig, wenn man nicht bereit ist, die Antwort zu glauben. @Rübennase hat diese Frage jetzt doch schon mehrfach beantwortet: „Weil es ihr gefällt“.

    Die Suche nach „etwas dahinter“: Die ist ja uralt. Und natürlich kann man jetzt auch weiter fragen: „Warum gefällt Dir das? Warum findest Du das Fell Deines Tiers nicht am Schönsten so, wie (wahlweise) Gott, die Natur oder die Genetik es ihm mitgegeben haben.“ Ist dann Rübennases Entscheidung, ob sie das beantworten möchte oder nicht.

    Aber die Frage nach der Motivation des Anderen gleich selbst beantworten: Das verhindert, dass man auf dessen Standpunkt überhaupt erstmal einlässt.

    Edit: Sorry, hat sich mit der erneuten Antwort von @Rübennase überschnitten. Musste beim Tippen dem alten Hund erstmal ins Körbchen helfen und nachknuddeln.

    Gerade fühlt sich mein innerer SozWiss getriggert. Diese Frage, inwieweit eine manifeste Variable (=Färbung des Fells) auf eine latente Variable (=spezifische Geisteshaltung - was ein Wort übrigens) hindeutet. Wäre eine klassische Aufgabe für Statistik 1 und 2.

    Wäre ich da angekommen mit Sätzen wie „aber irgendwas muss da schon dahinter stehen“, „das macht man nicht einfach so“, „irgendwas Psychologisches hat das schon“ ... wäre ich nicht nur methodologisch durchgefallen, sondern hätte auch einen Rüffel für unkonkrete und nicht greifbare Hypothesen bekommen. Weil man darüber nicht sachlich diskutieren kann. Die mitschwingenden Vorwürfe sind so wenig greifbar, dass man sie weder benennen noch sich am konkreten Beispiel damit auseinandersetzen kann. Das bringt denjenigen, der mit diesen Vorwürfen bedacht wird, in eine defensive Position. Mit nur sehr eingeschränkten Möglichkeiten, da herauszukommen. Deshalb empfinde ich das als ziemlich unbehaglich.

    Sehr spannend wiederum finde ich die doch bei den meisten (nicht allen)sehr durchgängige Tendenz zu sagen „Bei den Hunden von @Rübennase ist das was Anderes, die dürfen ja Hund sein“. Ich frage mich da jeweils, wie viele gefärbte Hunde die betreffenden Menschen kennen, bei denen das nicht der Fall ist.

    Für mich kann ich diese Frage übrigens ganz konkret beantworten: Ich kenne keinen einzigen gefärbten Hund. Das sekundäre ausschnittweise Erleben über irgendwelche Medien heißt für mich aber auch nicht „kennen“. Ich harre jetzt also erstmal der Begegnungen, die da kommen mögen. Oder vielleicht finde ich auch irgendwo methodologisch überzeugende Untersuchungen. Vorher kann ich streng genommen nicht über Fakten diskutieren, nur über Bilder, Vorstellungen und Interpretationen in meinem Kopf.

    Ist auch spannend, keine Frage. Aber ich müsste mir da schon klarmachen, dass ich, wenn ich auf dieser Basis was verurteile, nur mein gedankliches Bild verurteile. Und über den betreffenden Menschen nicht wirklich was weiß.

    Ich habe heute morgen 3 junge Katzen gefunden. Keine Babies mehr aber ich schätze die auch nicht älter als 6 Monate. Unkastriert (zumindest die beiden Männchen ganz sicher).

    Ich war gerade auf dem Weg zum Zug/zur Arbeit. Hatte deshalb keine Möglichkeit die kleinen mitzunehmen oder irgendwo hinzubringen. Jetzt mache ich mir aber schon Gedanken und wollte gleich schauen ob sie noch da sind. Habe Futter und Wasser gekauft. Die 3 sahen ganz eindeutig wie Geschwister aus. Wie wahrscheinlich ist es, dass sich jemand 3 kleine Katzen aus einem Wurf anschafft und die dann so jung ohne Halsband etc draußen rumrennen lässt? Ich befürchte irgendwie dass die eher ausgesetzt wurden. Seit 2020 gibt es hier nämlich erhöhte Gebühren für unkastrierte Katzen.

    Ich habe das übrigens auch so einer Katzen-Rescue-Organisation gemeldet und meine Kontaktdaten hinterlassen aber ich denen hab ich nichts gehört. Komme mir bescheuert vor wenn die doch jemandem gehören, aber ich verstehe auch nicht dass man die dann da so rumstromern lässt, die waren wirklich noch sehr jung und haben mitten auf der Straße gespielt obwohl da Autos kamen. :(

    (Sorry für die schlechte Qualität)

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    Bist Du bei Facebook? Hier gibts eine örtliche Gruppe für Tiersichtungen und entlaufene Tiere, da könnte man sowas versuchsweise posten.

    Hier im Dörfchen würde ich auch in der Nachbarschaft rumfragen, aber das ist ja nicht überall möglich.

    Ein Anruf bei Tasso wäre auch eine Möglichkeit. Auch wenn Du keinen Chip auslesen lässt, könnte man fragen, obs Vermisstenmeldungen für die Region gibt.

    Hier wären draußen stromernde Katzen im Alter von 3 bis 6 Monaten allerdings auch nichts Ungewöhnliches, wie gesagt, Dörfchen.

    Um mal auf die Eingangsfrage zurück zu kommen:

    Geschmackssache? Ja, ganz klar. Meiner ist es nicht - wie auch Kiwi am teuren Dessert und die Progrocksammlung des Göttergatten. Da die beiden Letzteren mich direkt betreffen, nerven sie mich. Ersteres betrifft mich nicht und nervt mich daher nicht.

    Ein Tier wegen seiner Färbung auszulachen wäre mir völlig fremd. Leider ist es mir nicht völlig fremd, meine Hunde auszulachen, wenn ihnen was Albernes passiert :ops: Als Lilly den Quadratmeter Hoch- und Weitsprung aus dem Stand gemacht hat, weil ein Schmetterling gegen sie geflogen ist z. B. Und (vermenschlicht) würde ich schon sagen, dass ich dafür einen vorwurfsvollen Blick kassiert habe. Ja, ein Empfinden für das eigene Selbst haben Hunde meiner Meinung nach. Nur weiß ich darüber nichts Konkretes. Unabhängig davon:

    Ich glaube, wer die gedankliche Möglichkeit oder den Wunsch hat, Tiere als Witzfigur zu betrachten, hat das unabhängig von deren Färbung.

    Gegen die Natur? Da wüsste ich gar nicht, wo ich anfangen sollte. Pauschal gesprochen ist unser gesamtes Lebenskonstrukt gegen das, was in solchen Zusammenhängen meistens als „Natur“ bezeichnet wird. Da finde ich, gibt es viel Problematischeres als ungiftige Farbe.

    Heißt, seinen Hund zu färben, zwangsläufig, ihm kein artgerechtes Leben zu ermöglichen? Das glaube ich nicht. Wäre es bei einem Hundehalter so, dann würde ich die bedürfniswidrige Haltung kritisieren und nicht die Farbe.

    Just my 2 Cent.