Beiträge von Phonhaus

    @Alana3010

    Danke. Ich mache Rohgeröstete, also einfach Kartoffeln schälen, schnippeln und in die Pfanne. Angebraten in Rapsöl, mit etwas Pfeffer, Salz, Chipotle Chili und Muskat, die Hitze reguliere ich nach Gefühl. Weil das Gemüse direkt dazu in die Pfanne kam, habe ich noch einen Hauch Gemüsebrühe darüber gegeben.

    Wichtig bei den Bratkartoffeln ist, keinen Deckel, sondern einen Spritzschutz mit Löchern draufzuhaben, damit das Wasser abzieht. Und den Mann dazu aktiviert zu haben, hinterher Herd und Granit sauberzumachen :lol:

    Oh, die machen das auch schon unter sich aus.

    Das hab ich nie gesagt?

    .

    Äähhm - doch - und zwar genau in dem Satz über meinem Post :smile: War aber auch nicht böse von mir gemeint, sondern nur eine Bekräftigung, dass ich das (wie Du selbst scheinbar auch) nicht für eine gute Idee halte. Und auch der Bezug darauf, wie ich das bei meinen Hunden reguliere, war nicht böse oder persönlich gemeint. Nur: Die Individualdistanz des älteren Hunds zu unterschreiten ist nicht nett. Auch nicht, wenns mit Beschwichtigungsgesten einhergeht. Und durchaus eine Strategie.

    Oder Kaninchen. Besonders, wenn Zwergkaninchen und „Stallhaas (wie man hier sagt)“ in einer Familie leben. Hatte ich in der Nachbarschaft und die Eltern haben einen Riesenspagat um das Thema gemacht, wenn die Kinder mal gefragt haben (was aus meiner Sicht gar nicht nötig gewesen wäre, die waren damit unverkrampfter als die Erwachsenen).

    Daa braucht man nicht mal in andere kulturelle Kontexte gucken :smile:

    Ich denke, bei diesem Vergleich gings eher darum, etwas zu verbildlichen :smile: Ja, wir machen einen kulturell bedingten ideologischen Unterschied zwischen domestizierten Tieren, die wir als Kumpel oder Partner bei gemeinsamer Arbeit wahrnehmen und solchen, die wir zur Ernährung halten. Oder als Versuchstiere. Schön finde ich das auch nicht, widerspricht einem gewissen „Fairneßgefühl“. Sich dem ganz zu entziehen wiederum wäre eine Sisyphosaufgabe, dazu fühle ich mich auch nicht berufen.

    Auf der anderen Seite heißt, bei der Ernährung des Hunds auch das Leben des verfütterten Tiers im Auge zu behalten, nicht, dass man ihm das gute Biosteak verfüttert. „Abfallfleisch“ kann man nicht nur aus der industriellen Massentierhaltung beziehen.

    Ob es „Sinn macht“ das so zu bedenken? Kommt drauf an, aus welcher Perspektive man es betrachtet, denke ich :smile:. Wenn man davon ausgeht, dass industrielle Lebensverwertung auf lange Sicht hin zu unserem gesellschaftlichen gehören wird und nicht zu ersetzen ist bzw. der Preis fürs Abschaffen zu hoch ist, wohl eher nicht.

    Wenn man es sich anders wünscht, dann gehts halt nur, indem man anfängt, erstmal hinzuschauen und nicht mehr wegzusehen und dann ggf. in kleinen Schritten was anders zu machen. Mit einkalkuliert, dass es da Irrwege geben kann (und wird).

    kathymaus2005 Hinschauen muss nun aber auch nicht bedeuten, sich bewusst mit Schreckensbildern zu martern. „Schlechtes Gewissen“ ist auch ein kulturelles Produkt und kann durchaus auch sehr lebensfeindlich werden :smile: Eine gewisse Abgrenzung ist wichtig und dafür haben Menschen unterschiedliche Strategien und Herangehensweisen.

    Oh, die machen das auch schon unter sich aus. Es gibt nur keine Garantie dafür, dassEuch das Ergebnis gefällt.

    Würde ich nicht machen. Mache ich schon hier bei meinen eigenen Hundedamen nicht(Altersunterschied irgendwas zwischen 6 und 9 Jahren, der Seniorhund ist 15). Draußen beim Laufen darf mal kurz miteinander gerüpelt werden, drinnen gibts kein schleimen, mobben, stänkern, schubsen oder bedrängen. Umso mehr würde ich es vermeiden, wenn es eh nur für eine kurze Zeit klappen soll.

    Und, wie gesagt: Ich würde mich an Deiner Stelle sehr auf den Aufbau der Beziehung zu Dir konzentrieren und darauf, dass Du ihm Regeln, Struktur und Sicherheit vermittelst. Das Drumherum war ja schon recht turbulent und wird es, wenn ich das recht interpretiere, auch erst noch mal weiter verändern. Was dann an Sicherheit und Verlässlichkeit durch stabile Umgebung fehlt, sollte er aus dem Teamwork mit Dir ziehen wollen. Damit er sich weniger seine eigenen Strategien ausdenken muss, um sich jeweils sein Plätzchen zu sichern.

    Wenn ich recht mitgezählt habe, dann hast Du den Junior jetzt seit zweieinhalb Monaten. Und er hatte einem früheren Thread zufolge schon Besitzerwechsel, bevor er zu Euch kam. Er hat nach Deinen Beschreibungen auch schon dazu tendiert, Unsicherheit mit „Dicker Hose“ zu kompensieren. Und sollte eigentlich ein Hofhund werden, mit der Begleitung durch einen anderen Hund - Hund Deines Freunds. Ist der denn auch dabei?

    Jetzt hat er gerade noch eine Umstellung und einen „Platzchef“ vor seiner Nase. Und eine Struktur, in der er ein - vorübergehendes? - Plätzchen finden muss. Dass er da alles in seiner Trickkiste versucht, um sich einzuschmeicheln und gleichzeitig zu behaupten, ist schon verständlich. Genauso verständlich, dass der Senior davon amtlich genervt ist.

    Das kann sich alles setzen und ruhiger werden, aber es kann halt auch mal richtig Stunk geben - kann hier keiner beurteilen, wir sehen die Hunde ja nicht.

    Ich würde die Hunde bei Begegnungen anleiten und den Senior vom Junior schützen. Die Hunde „gleich“ zu behandeln wirst Du eh nicht schaffen, wichtiger ist, dass jeder Hund das bekommt, was er braucht. Und da würde ich beim Junghund auf Struktur und Sicherheit tippen, und Ausbau der Zusammenarbeit mit Dir.

    Zum Senior kann ich nun nix sagen, da sind zu wenig Infos. Aber wenn Du aktuell eh keine primäre Bezugsperson für ihn bist, dann würde ich an Deiner Stelle auch gar nicht versuchen, das (wieder) zu werden.

    Ansonsten gibts da ein paar ganz einfache Sachen, mit denen man selbstbewusstes Auftreten üben kann:

    - Atemübungen, Bauch raus

    - Haltungsübungen (sicherer Stand, physiologische Haltung)

    - Übungen fürs Entspannen und „Bei sich bleiben“ (je nach Vorliebe progressive Muskelentspannung, Yoga, Meditation ...)

    Und mach Dir ein Stück weit bewusst, wo Deine Grenzen sind und wo Du ein Stoppzeichen setzen möchtest. Hilft im Umgang mit Mensch und Tier. Ich bin selbst nicht die Selbstbewussteste und ein äußerst höflicher Mensch, aber ich verbitte mir jede Form von uneingeladener Einmischung in meine Angelegenheiten. Meine Angelegenheiten=Kein anderer wird davon belästigt oder geschädigt. Jeder darf mir gerne was mitteilen, was ihn stört. Wenn etwas ihn aber nur stört, weil er der Meinung ist, es besser zu können oder zu wissen, dann darf er das gerne besser können, wissen und tun. Mit seinem eigenen Hund, nicht mit meinem.

    Und sowas artikuliere ich gerne mal, dafür muss man nicht grob werden. Wichtig halt: Nicht diskutieren, nicht rechtfertigen. Einfach nur „Sehe ich anders“, „Möchte ich nicht“, „Passt so für uns“. Wenns gar penetrant wird, kommt der Satz „Vielen Dank für Ihre Meinung, aber ich hab schon eine Eigene.“

    Und dann gehe ich auch. Ich werde den anderen mit einer festen vorgefassten Meinung eh nicht überzeugen können. Und warum sollte ich auch - sein Tanztee, nicht meiner.

    Horch dazu einfach mal in Dich rein, wo Du sagst (oder sagen willst): Meine Sache. Und probiere es einfach mal aus ;)