Ich kann mir eigentlich gut vorstellen, dass für viele Menschen die Krise tatsächlich den idealen Zeitpunkt für eine Hundeanschaffung darstellt. Das muss ja nicht zwangsläufig unüberlegt sein. Jetzt haben viele die Zeit, einen Hund im neuen zuhause einzugewöhnen und das allein bleiben zu trainieren.
Das unsere Züchter und Tierheime da überrannt werden - wenn es denn tatsächlich so ist - ist ja dann eigentlich auch klar. Die Grenzen sind/waren dicht, Auslandstierschutz und ausländische Welpenmafia war keine Option.
Insgesamt denke ich nicht, dass Coronahunde groß schlimmer werden als die jährlichen Weihnachtshunde. Ich meine, nur weil viele Leute plötzlich Interesse an einem Hund haben, bekommen sie nicht automatisch auch einen. Viele Würfe sind verschoben oder gänzlich abgesagt worden, durch die hohe Nachfrage könnten Züchter und Tierheime sich ja das beste vom besten raussuchen und am Ende gibt es ja auch wieder viele Interessenten, die über die längere Wartezeit plötzlich doch keinen Hund mehr wollen, oder aus anderen Gründen abspringen müssen.
Hier soll dieses Jahr auch ein Coronahund einziehen. Der ist aber auch schon seit Jahren geplant. In meinem Umfeld hat niemand einen unüberlegten Hundekauf angestrebt. Die meisten haben genug mit ihren gelangweilten Kindern zu tun, da werden die sich nicht noch eine Aufgabe ans Bein binden. Zum Glück ist da keiner so doof zu denken, ein Hund würde den Eltern die arbeit mit den Kindern abnehmen. ![]()