Beiträge von kamue

    bonitadsbc Ja ich verstehe, was du meinst. Ich meinte mit Fehlverhalten jetzt auch nicht, das gehetzt etc. wird. Aber auch da hat man zumindest wahrscheinlich am Anfang die Situationen, dass der Hund eben dieses Fehlverhalten (z.B. Reh jagen wollen oder zu anderen Hunden laufen wollen) zeigt, nur eben durch eine Schleppleine gesichert ist. Und dann muss ich eben überlegen, wie ich damit umgehe/ korrigiere/ im Vorfeld trainiere. Da haben ich dann eben "gesichertes" Fehlverhalten, was ich (wie auch immer) korrigieren/abbrechen muss.

    Am einfachsten, einem Hund sowas beizubringen ist, von vorneherein den Hund so zu "führen", dass er den Fehler erst gar nicht machen kann.

    Aber wie soll er lernen, dass er auf 'raus da' wieder auf den Weg soll, wenn er nie den Weg verlassen kann?

    Also ich find absolut nicht, dass man Fehlverhalten vermeiden soll damit der Hund ekn Verhalten lernt. Das macht ja keinen Sinn.

    Aber man übt zB ein 'raus da' halt direkt neben sich, so dass man die Aufmerksamkeit des Hundes hat, lässt ihn zu Anfang in reizarmer (nur zum schnüffeln zB) den 'Fehler' machen und kann dann die Aufmerksamkeit auf mich lenken und den Hund wieder raus holen. Verhalten + Kommando dann verknüpfen und Ablenkung steigern..

    Und vorneweg: bei einem Hund, der für mich nicht ansprechbar ist und dessen Aufmerksamkeit ich nicht bekomme draußen, brauche ich nicht drüber nachdenken wie ich nen RR und ein Raus da aufbaue, sondern 3 Schritte mal vorher, indem ich die Grundhaltung meines Hundes so aufbaue, dass der mich net ausblendet..

    Ich sehe das wie bonitadsbc . Wenn ich etwas nie zulasse, dann lernt der Hund doch auch nicht, dass es verboten ist. Ich sehe da keinen Lernfortschritt, wen eine Situation einfach nie stattfindet.

    :ka:Ich reguliere auch Aufregung, Hibbelei und Stress.

    Und ein Hund, der nicht entspannt mit den normalen Gassigerüchen ist, kommt bei mir nicht in den Freilauf. :sweet:

    Das kommt aber denke ich auch sehr stark auf den Hund an. Also wenn ich an meinen Hund denke, dann wird sie bei Wildfährten nie entspannt sein. Eine gewisse Aufregung schwingt da immer mit, aber das ist bei einem Jagdhund meiner Meinung nach natürlich. Ich finde sie darf dann auch aufgeregt sein, aber sie darf eben nicht Ohren und Kopf ausschalten und abdüsen. Aber solange das gegeben ist, sehe ich nichts, was gegen Freilauf spricht.

    Eben. Ich trainiere Kooperation. Umorientierung auf Name, stopp/warten/bleib in steigender Ablenkung.

    Wenn ein Hund das kann und kooperiert, behaupte ich, ist raus da ein Zuckerschlecken. Die Kooperationswilligkeit und Ansprechbarkeit ist die Basis für ein Raus da und Wegtreue.

    Das sehe ich auch so. Ich habe nie explizit "Raus da" trainiert. Aber Gypsi hat einen (würde ich behaupten) relativ guten Grundgehorsam und auch eine gute Impulskontrolle. Da war das dann gar kein Problem, obwohl die Sache bei ihr ja noch etwas schweriger ist, da sie eben auch stöbern und jagend darf. Aber sie kann da schon gut differenzieren.

    Also so 10kg sollte ein Hund für mich schon haben.

    Bei allem anderen hätte ich eher ein ungutes Gefühl.

    Bei Zwerghunden ganz besonders. Und das nicht nur, weil sie durch andere Hunde gefährdet sind. Sondern ich empfinde dabei einfach auch den Alltag als teilweise gefährlich.

    Ich kenne zwei Fälle, in denen so ein Kleinsthund in alltäglichen Situationen zu Tode gekommen ist. Einmal ist der Hund zwischen den Beinen rumgeflitzt und es wurde versehentlich auf den Kopf getreten. Der Besitzer war ewig lange fix und fertig. Und einem ist der Hund auf einen Dekostamm geklettert, der dann umgefallen und auf den Hund drauf gefallen ist. Der Hund war so schwer verletzt, dass er letztendlich eingeschläfert werden musste.

    Sowas wäre absolut nichts für mich.Ich möcte nicht ständig in Angst sein, dass der Hund ausversehen schwer verletzt wird.


    Aber wenn wir gerade beim Thema sind: Kommt einer der hießigen Jäger zufällig aus dem tiefen Osten (Sachsen) und würde mich mal mitnehmen. Bisher wurde mir von Jägern nur "großzügig" angeboten gegen Geld bei Drückjagden daneben stehen zu dürfen und das sehe ich a) nicht ein und b) weiß ich dann sicher, dass ich sofort vergrault bin.

    Gegen Geld auf Drückjagden mitgehen/mitansitzen? Was ist das denn für eine Sitte?! :skeptisch:

    Ich weiß ja nicht, wie es bei euch so ist? Bei uns sind die Sauen irgendwie das ganze Jahr schon verschwunden. Wir haben keine Schäden auf den Wiesen, auf den Wildkameras ist nichts drauf und auch bei der Drückjagd war keine im Treiben. Lediglich ein einziges Mal hatten wir in diesem Jahr Sauen im Mais.

    Und auch auf den anderen Drückjagden, auf denen ich war, hatten wir nur einmal welch im Treiben.

    Wir vermuten ja, da wir sehr Borkenkäfergeplagt sind, dass sie sich aufgrund der ganzen Unruhe im Wald (Fällarbeiten, Coronawanderer etc.) irgendwo anders hin verzogen haben.

    So habe ich das auch gehandhabt. Zu Beginn was sie (halt Jagdhundtypsich) auch eher angespannt bei Wildbegegnungen. Ihr hat es auch am besten geholfen die Spannung dann in form von anderer Bewegung rauszulassen. Gleichzeitig habe ich auch viel an der Impulskontrolle mit ihr gearbeitet, denn sie muss solche Situationen eben auch aushalten können und darf da nicht den Kopf ausschalten (voralllem eben wegen der Jagd).

    Von der letzten Rehbegegnung konnte ich mal ein Video machen, da macht sie das schon echt gut für 1,5 Jahre.

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