Beiträge von kamue

    Hier ist sehr viel Mais mittlerweile eingezäunt.


    Wird das woanders nicht so häufig gemacht?

    Bei uns haben die Landwirte in den letzten beiden Jahren das Einzäunen deutlich zurückgefahren, da es hier wenig Schweine gab. Dieses Jahr hatten wir sie aber wieder ein paar Mal im Mais.

    Aber ganz ehrlich, die meisten Zäune sind absoluter Mist. Entweder so zugewachsen, dass gar kein Bums mehr drauf ist, oder eben so lächerliche 20cm hohe Dinger. Da lachen sich die Schweine ja kaputt

    Ich weiß leider nicht, wie das umsetzbar sein soll. Ja, es ist wahrscheinlich unrealistisch. Es erschwert unsere Arbeit sehr und macht das noch unangenehmer, als es sowieso schon ist. Es waren mehrere Jäger, die am Maisfeld in verschiedenen Hochständen angesessen haben, sicher mit der Hoffnung Wildschweine zu schießen.

    Ich meine, ja, natürlich vertreiben wir das Wild durch unsere Anwesenheit. Und gerade wenn ein Jäger vielleicht eine längere Anfahrt hatte, ist es sicherlich auch ärgerlich wenn dann Menschen durch Wald und Feld rennen. Auf der anderen Seite muss man sich dann auch nicht so furchtbar verhalten, als gehöre ihnen die ganze Landschaft und die jungen Studentinnen dermaßen angehen und verängstigen.

    Ich hoffe auch sehr auf den Generationen wechsel!

    Aber ihr hab doch auch sicher Kontakt zu den Pächtern des Reviers?

    Dann sagt man vorher mal kurz bescheid, dass man an dieser Stelle an jenem Tag ist und dann müsste das ja kein Problem sein. Wäre es bei uns auf jeden Fall nicht.

    Also wir würden uns auch ärgern, wenn wir sowas planen und dann laufen da plötzlich die ganze Zeit Leute im dunkeln rum und vertreiben alles. Zumal das eben auch echt häufig mit Absicht vorkommt. Da stellt sich Frau Schmidt zufälligerweise direkt auf die Wiese vor dem Sitz und wirft ihrem Fifi 100x mal den Ball und guckt immer wieder provozierend hoch :woman_shrugging: Kommt oft genug vor.

    Wir haben in diesem Jahr leider massive Probleme während unserer Arbeit mit ansitzenden Jägern gehabt und ich würde mir mittlerweile wünschen, dass darüber informiert werden MUSS wann wo jemand mit einer scharfen Waffe herumsitzt

    Das wird nicht umsetzbar sein, wie soll sowas gemanagt werden?

    Ihr seid ja auch nicht in eine Jagd im klassischen Sinne hineingeraten, sondern einfach einem ansitzenden Jäger über den Weg gelaufen.

    Dieses Verhalten ist absolut inakzeptabel. Ich weiß auch, dass es unter den Jägern viele schwarze Schafe gibt. Daher kommen diese ganzen Vorurteile auch nicht von ungefähr. Man kann nur hoffen, dass sich das ganze durch eine neue Generation Jäger ändern wird.

    Ich muss sagen, dass ich auch Reviere kenne, in denen Fasane eingesetzt werden. Den Sinn habe ich bis heute nicht verstanden.

    Füchse und anderes Raubwild jagen wir bei uns im Revier nicht. Und wir können nicht feststellen, dass sich das in irgendeiner Weise negativ auf den Hasen- oder Federwildbestand auswirkt.

    Das sind nur unsere Erfahrungen, aber wir werden es weiter so handhaben.

    Was ist Problem daran Vorsteher auf Drückjagden einzusetzen, und warum geschieht das jetzt trotzdem vermehrt?

    Vorstehhunde werden ursprünglich, wie der Name schon sagt, zum Vorstehen gezüchtet. Also zur kurzen Jagd unter der Flinte vor allem auf Federwild und Hase.

    Dazu jagen diese Hunde eng mit dem Hundeführer zusammenzusammen und steht dabei eng unter der Kontrolle des Hundeführers.

    Auf einer Drückjagd (hauptsächlich auf Schalenwild, also Rehwild, Schwarzwild, Rotwild, soll das Wild von laut jagenden Stöberhund (Hauptsächlich Bracken, Herren, Spanieln, Wachteln) beunruhigt und aus den Einständen getrieben werden. Das heißt die Hunde machen das Wild hoch und jagen es an sodass es die Dick verlässt. Die eher langsameren Stöberhunde verlieren dann nach eher kurzer Zeit den Kontakt zum Wild und das Wild wird in seiner Flucht langsamer. Ergo kann ein Schütze einfacher einen sauberen Schuss antragen.

    Bei Vorstehen sieht das anders aus, die jagen extrem schnell, dass Wild wird über lange Strecken schnell gejagt (Adrenalinausstoß schlecht für die Fleischqualität) und kommt dann meist viel zu schnell bei den Schützen an (können also nicht schießen). Zudem kommt es vor allem bei Rehwild nicht selten vor, dass sich Vorsteher auch ein gesundes Stück packen und reißen. Das habe ich schon mehrfach erlebt und glaub mir, das ist weder schön noch tierschutzgerecht.

    Warum das galt wird... ja, die Vorsteherfraktion ist groß, man macht sich vorher nicht die genauen Gedanken, wofür der Hund verwendet werde soll... Wie im sonstigen Dogforumleben eben auch

    Ich interpretiere die oben zitierten Paragraphen des Waldgesetzes eher so, dass nicht einfach grundlos betimmte Waldflächen für die Bevölkerung gesperrt werden dürfen. Was ja auch sinnvoll ist.

    Jagd oder auch Baumfällarbeiten gehen ja wohl über die normalen Gefahren der Waldnutzung hinaus und da erwarte ich schon, dass ich in irgendeiner Weise gewarnt werde, z.b. durch Flatterband und/oder Hinweisschilder.

    Theoretisch ja, sehen viele Jäger sich so.

    Praktisch erteilt das Forstamt die Genehmigung nur sehr selten.

    Hinweisschilder darf man ja aufstellen. Macht man eigentlich auch. Aber eben auch nicht auf jedem Trampelpfad.

    Wir stellen hier die Schilder meistens früh morgens vor der Jagd auf.

    Vorher geben wir nichts mehr bekannt. Das führt nur zu Ärger. Zerkratzte Autos, umgeschmissene Sitze und geklaute Schilder brauchen wir nicht mehr...

    Bei uns laufen auch regelmäßig Passanten durch die Drückjagden. Die aller meisten allerdings wissentlich "Ja ich wollte mal gucken was hier so los ist" "Ja ich dachte um die Uhrzeit ist das schon vorbei" :woman_shrugging:

    Wenn man wirklich wissen will, wann die Jagden stattfinden sollte man bei der Kreisjägerschaft nachhöre, di

    Warum ist das denn verboten? :ugly: Das ist doch unlogisch!

    Ja, dafür können die Jäger dann freilich überhaupt nichts. Ein "Zettelchen" an einem Baum am Wegrand ist halt leider auch versehentlich schnell mal übersehen...

    Steht im Forstgesetz.

    Ich bin mal so frei und zitiere aus dem für NRW:

    §2 Betreten des Waldes (Zu § 14 Bundeswaldgesetz)

    (1) Das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung ist auf eigene Gefahr gestattet, soweit sich nicht aus den Bestimmungen dieses Gesetzes oder aus anderen Rechtsvorschriften Abweichungen ergeben. Das Betreten des Waldes geschieht insbesondere im Hinblick auf natur- und waldtypische Gefahren auf eigene Gefahr. Zu den natur- und waldtypischen Gefahren zählen vornehmlich solche, die von lebenden und toten Bäumen, sonstigem Aufwuchs oder natürlichem Bodenzustand ausgehen oder aus der ordnungsgemäßen Bewirtschaftung des Waldes entstehen.

    §4 Sperren von Waldflächen (Zu § 14 Bundeswaldgesetz)

    (1) Der Waldbesitzer kann den Zutritt zu bestimmten Waldflächen tatsächlich ausschließen, untersagen oder zeitlich beschränken (Sperren von Waldflächen). Er bedarf hierzu der vorherigen Genehmigung durch die Forstbehörde.

    Und diese Genehmigung wird bei uns nur selten erteilt. Zu großer Eingriff in das allgemeine Betretungsrecht der freien Natur...