Beiträge von katzenpfote

    Vielleicht ist die Frage auch nur etwas unglücklich gestellt.

    Der Hund unterscheidet nicht zwischen Sport und Arbeit.

    Die Leute, die hier ‚erfolgreich‘ Malis führen, machen alle (soweit ich weiß) was zur rassegerechten Auslastung - halt nicht nicht beruflich, also sind die Hunde arbeitslos aber eben nicht ohne Aufgabe.

    Mali ohne Aufgabe - das will eigentlich keiner, der nicht ne bepelzte Schwanzverlängerung sucht.

    In seinem Podcast stellt Martin Rütter (man mag von ihm halten, was man will) die These auf, als Privatperson einen Mali als Schutzhund auszubilden sei gleichzusetzen mit einer Privatperson, die einen Waffenschein macht. Völlig unnötig und reine Machtdemonstration. Was sagt ihr dazu?

    Ich hoffe, der Gute hat in dem Podcast nicht vergessen zu erwähnen, dass ein Schutzhund was ganz anderes ist als ein Hund, der Schutzsport macht.

    Dobi98 Das ist auch ehrlich total verständlich - und ich erlebe, auch wenn das kein Trost ist, dasselbe mit unseren 0815-Hunden aus‘m Tierheim.

    TH: Der Hund kann nicht alleine bleiben, das war der Abgabegrund

    Interessent: Ja klar, kein Thema, muss sie nicht.

    (Zwei Wochen später, Rückgabe)

    Interessent: Also, wir waren nur mal im Kino und der hat das ganze Haus zusammengeschrien.

    TH: Aber wir haben doch gesagt…

    Interessent: Jaaaaaaaa, aber nach zwei Wochen, dachten wir… so geht das halt nicht.

    Ein Verein, mit dem zusammenarbeiten (Hunde aus Rumänien) vergibt inzwischen überhaupt keine Hunde mehr an Ersthundehalter, weil sie so viele Rückläufer hatten weil der Hund nach ein paar Wochen/Monaten immer noch kein easy-überall-mitnehm Hund war und die Leute reihenweise keine Lust haben, sich ein bisschen auf das Tier einzustellen.

    Aber ehrlich, mir als 0815-Halter ist ein Gebrauchshund, der sein Leben im TH verbringt und mit kompetentem Gassigänger gut gesichert rauskommt, lieber als ein Gebrauchshund, der in einer Wohngegend von einem HH geführt wird, der wirklich Angst vor dem eigenen Hund hat…

    Das Problem ist doch - was ist die Alternative? Wenn der/die TE vor dem zehnwöchigen Hund Angst hat, was wird dann, wenn der erwachsen wird/ist?

    Ein Leben lang drinnen/draußen Mauli? Irgendwann ein Leben im Zwinger, weil der Besitzer sich nicht mehr dran traut? Da ist doch Abgabe ehrlich besser…

    Du hast doch nach Tipps gefragt - warum bist du jetzt böse, wenn sie kommen? Ich meine, mein Beitrag war sicher nicht besonders konstruktiv, aber hier kommen doch gute Ideen.

    Wenn du mit 50 Jahren Hundeerfahrung nicht weiterkommst, dann ist es doch besonders wichtig, dass Leute dir Wege aufzeigen, die du ausprobieren könntest…

    Auch vermehrt aus Osteuropa? Erlebe diese Hunde oft (natürlich nicht immer) als wesentlich schwieriger als die südlicheren Importe

    Das ist mir übrigens auch schon aufgefallen.

    Ich hab seit 20 Jahren über professionellen Gassiservice und Tierheim-Arbeit immer wieder mit Auslandshunden zu tun, und die südlichen (Spanien, Italien) waren im Durchschnitt weit weniger auffällig als die östlichen (Rumänien, Ungarn, Ukraine).

    Ich glaube aber, dass das zum Teil an den verschiedenen Hundetypen liegt (aus‘m Süden waren früher oft eher Jagdhunde, aus‘m Osten kommt halt viel HSH) und daran, dass Urlaubsmitbringsel/Ex-Straßenhunde oft viel weniger belastet sind als Shelterhunde, die zB bei Konflikten oft nicht ausweichen können, je nach Wirtschaftslage des Shelters im Schlamm schlafen oder zu wenig Futter kriegen etc