Beiträge von katzenpfote

    Ich weiß gar nicht, ob Deine Sichtweise privilegiert ist oder nicht eher kurzsichtig. Jeder Job lässt sich im Kern auf das Austauschverhältnis Zeit gegen Geld reduzieren - auch wenn sich häufig eingeredet wird, seine Erfüllung, einen Sinn oder was auch immer gefunden zu haben.

    Man sollte jegliche berufliche Tätigkeit daher nicht überhöhen und sie mit seinem Hund auch nur auf eine Ebene zu stellen, erscheint mir fernliegend.

    Also, ich hatte meinen jetzigen Beruf schon, als ich den Hund bekam. Hätte ich damals festgestellt, dass unsere Arbeitszeiten keinen Hund zulassen, hätten wir keinen geholt. Daher stand der Hund schon von vornherein ‚unter‘ dem Job. Genauso, wie ich mir keinen Hund gekauft hätte, wenn mein Mann keinen gewollt hätte.

    Der Traumhund meines Mannes ist ein Sarplaninac, deswegen haben wir jetzt aber keine Schafe und sind in eine Alleinlage gezogen - für mich war der Stand halt „ich liebe mein Leben und will dem jetzt noch ein Sahnehäubchen in Hundeform dazu“. Aber mein Leben wär auch ohne Hund mega, ich brauche ihn nicht unbedingt.

    Ich finde das auch, das ist aber wieder ne völlig andere Baustelle. ME braucht man inzwischen überhaupt keine Filmtiere mehr, weil CGI soviel besser geworden ist. Auch Zirkusse mit Tiernummern sind mE anachronistisch.

    Warum die gesichert haben (Versicherung, worst case-Szenario, …) wissen wir nicht.

    Wie gesagt. Ich verteidige nicht das Konzept und auch nicht diesen Park - ich hatte von beidem noch nie gehört, es ging mir nur um den o.g. Punkt.

    Wobei natürlich ein Wolf, der für Filmaufnahmen o.ä. verwendet wurde, vermutlich eine Handaufzucht ist und jeden Tag mit Tierpflegern/Trainern interagiert etwas anderes ist als ein ‚echtes Wildtier‘ das da in eine komplett überfordernde Situation geworfen wird.

    Beim Meet and Greet in Hannover hat das „wilde“ Nashorn sich komplett unfixiert (allerdings mit Gitter dazwischen) von mir füttern lassen, hat mir die Nase und nachher den Hintern zum Kraulen hingehalten und wirkte dabei absolut nicht gestresst…

    All das macht den Vorfall/das Konzept dieses Filmparks immer noch nicht toll oder gut, aber es ist auch vermutlich für das Tier nicht die Hölle, als die es hier grad dargestellt wird…

    So halb und halb - offenbar wurde ja klar kommuniziert, dass die Begegnung nur unter besonderen Umständen stattfinden kann und es gab klare Anweisungen. Dass die zugehörigen Erwachsenen das Kind nicht entsprechend ‚gesichert‘ haben, dafür kann der Park nichts (auch wenn sie ein bissel dämlich waren, sich auf das Verantwortungsbewusstsein der Besucher zu verlassen).

    Aber „so nah ran wie möglich“ ist doch das Ziel der meisten Shows und Zoos usw. Daher doch die „unsichtbarer Zaun“-Konzepte, Pelikan- und Nutztierstreichzoos etc.

    Wie auch immer - ich kann die Menschen verstehen, die das mal wollen (ich hab mit Gehege-Wölfen gearbeitet, und da war ich auf die Tiere, die kuscheln wollten, auch immer besonders jeck). Ich hab vor ein paar Jahren in Hannover eine halbe Stunde mit den Nashörnern verbracht, das war phantastisch, und ich erinnere mich sehr gern daran.

    Es ginge der Welt aber auch nichts verloren, wenn man sowas nicht mehr anbieten würde/dürfte - in den meisten Fällen, v.a. im Ausland, wäre ein Verbot sogar superviel besser.

    Wenn die Tiere es stressfrei und/oder sogar gerne mitmachen, seh ich dabei nicht mehr Probleme als bei Hundeaustellungen, Reitturnieren mit Zuschauern usw.

    Edit: Der Zirkus-Vergleich des letzten Beitrags wegen des Zusammenhangs Wildtier - Entertainment.