Ich weiß gar nicht, ob Deine Sichtweise privilegiert ist oder nicht eher kurzsichtig. Jeder Job lässt sich im Kern auf das Austauschverhältnis Zeit gegen Geld reduzieren - auch wenn sich häufig eingeredet wird, seine Erfüllung, einen Sinn oder was auch immer gefunden zu haben.
Man sollte jegliche berufliche Tätigkeit daher nicht überhöhen und sie mit seinem Hund auch nur auf eine Ebene zu stellen, erscheint mir fernliegend.
Also, ich hatte meinen jetzigen Beruf schon, als ich den Hund bekam. Hätte ich damals festgestellt, dass unsere Arbeitszeiten keinen Hund zulassen, hätten wir keinen geholt. Daher stand der Hund schon von vornherein ‚unter‘ dem Job. Genauso, wie ich mir keinen Hund gekauft hätte, wenn mein Mann keinen gewollt hätte.
Der Traumhund meines Mannes ist ein Sarplaninac, deswegen haben wir jetzt aber keine Schafe und sind in eine Alleinlage gezogen - für mich war der Stand halt „ich liebe mein Leben und will dem jetzt noch ein Sahnehäubchen in Hundeform dazu“. Aber mein Leben wär auch ohne Hund mega, ich brauche ihn nicht unbedingt.