Warum nicht beim Aussi bleiben?
Scheint zu passen und es gibt doch massig Züchter. Da wird doch was bei sein für jemanden, der schon 5 Aussies erzogen hat und die an sich passend findet.
Ich bin mir sicher, dass ich da fündig werde. Ist eine moralische Grundsatzfrage, kann ich es verantworten einen Hund nicht rassegerecht zu fördern und die Anlagen anderweitig zu missbrauchen.
Nur weil der Aussie passt heißt das ja nicht, dass Anderes nicht auch oder sogar besser passt.
Welpe oder erwachsener Hund?
Ist an sich egal, sind beide die ersten 2 Jahre nicht voll nutzbar (oh Gott, das hört sich furchtbar an) und machen zwar unterschiedliche Arbeit, aber der Aufwand ist der Gleiche.
Tendenziell eher Welpe, in der Hoffnung das man da länger was von hat. Außerdem habe ich mal wieder Lust auf alle 2 Stunden aufstehen und zerkaute Socken, statt der Suche nach dem Trigger für den Panikanfall.
Um mal mit den Vorurteilen zum Distanztraining aufzuklären. Ich bin Amateur und das ist mein Hobby, ich trainiere nicht für Meisterschaften und mein Pferd ist langsam für ein Distanzpferd. Dann gibt es noch saisonale Schwankungen, Zyklisierung im Trainingsplan und irgendwas ist gefühlt immer, weswegen man gerade nicht so trainieren kann wie man möchte. Da wird nicht täglich 30km in Endgeschwindigkeit durch den Wald geheizt.
Der Normalfall sind da eher 2x die Woche ungefähr 20-25km in gemäßigter Geschwindigkeit. Da kann ein Hund entspannt nebenher joggen, trainierte fallen da für gewöhnlich nicht mal in einem Galopp, eigentlich nur wenn sie mal zum pinkeln stehen bleiben und dann wieder aufholen. Im Training wird auch gerne langsam gemacht bis Hund der Hund mal eben schnell in den nächsten Nach gehüpft ist. Auch Fußgänger etc. verlangsamen das Durchschnittstempo massiv, kann doch keinen umpanzern, nur weil ich trainiere.
Schnelleres Tempo, deutlich mehr Kilometer oder Ritte sind Belastungsspitzen und viel seltener. Da bleibt Hund daheim.
Das Wissen auch viele Reiter nicht, da herrschen zum Teil sehr abenteuerliche Vorstellungen. Auch Pferde leiden unter Verschleiß, Übertraining und brauchen Regeneration und Pause. (Und Ausgleichssport, da wird es dann richtig kompliziert, das alles sinnvoll unter einem Hut zu kriegen.)
Ganz normale Ausritte so wie jeder sie kennt waren laut der Mehrheit meiner Hunde mindestens genauso anstrengend, wenn nicht "schlimmer".
Da reitet man gemütlich mit Freunden quasselnd los und schlurft so durch die Gegend. Leider passt meisten Tempo Pferd im Schritt und Tempo Hund nicht zusammen. Also wird ständig zwischen gehen und joggen gewechselt. Jeder Gangartwechsel bedeutet Muskelarbeit und kostet Energie. Dann wird mal flott über ein Stoppelfeld galoppiert. Absolute Belastungsspitze und Adrenalinrausch für den Hund. Dann wieder Schritt. Hund wechselt die ganze Zeit hin und her. Kleine Pause mit planschen am See. Nach Hause wieder viel Schritt und noch der ein oder andere Trab über einen schönen Wiesenweg.
Meine Hunde behaupten, dass war beides ähnlich anstrengend. Nur eins hört sich nach voll krass Sport an und das Andere nach nettem Ausflug.