Die meisten Pferdehalter übrigens auch
Das Pony wartet hier auf dich ![]()
Gute Besserung den Patienten. Hoffentlich hat es sich mit einmal schneiden dann auch getan.
Die meisten Pferdehalter übrigens auch
Das Pony wartet hier auf dich ![]()
Gute Besserung den Patienten. Hoffentlich hat es sich mit einmal schneiden dann auch getan.
Jeder möchte doch die beste Behandlung für sein Tier. Die Beste ist aber meistens weder die Teuerste noch die Billigste.
Meistens hilft reden, manchmal werden sich Arzt und Besitzer nicht einig und manchmal spricht der Geldbeutel ein Veto aus.
Weder sehe ich da einen raffgierigen Arzt, noch einen geizigen Besitzer. Beides mag es geben, aber in meiner Welt sind es die Ausnahmen.
Jeder Hund hat irgendeinen Trieb, individuelle Bedürfnisse und einen eigenen Charakter. Deshalb will man ja einen Hund.
Aber mal ein Plädoyer für moderaten Wachtrieb am Stall. Draußen sein ist der Job und die Leidenschaft dieser Hunde, gemeinsam "arbeiten" verbindet. Und ganz menschlich, es ist super praktisch und bequem, wenn man nach einem langen Draußentag reinkommt, der Hund glücklich ist und man gemeinsam auf dem Sofa kuschelt.
Das heißt ja nicht, dass man nicht auch noch ein gemeinsames Hobby pflegt, an freien Tagen wandern geht oder bei gutem Wetter den Feierabend am See verbringt, aber man muss nicht.
Ich musste mich bei meinem ersten Hund der eben keine Lust auf Wachen hatte echt umstellen. Der stand am Ende des anstrengenden Tages vor mir und hat gefragt, was wir denn jetzt Schönes machen? Der hatte Langeweile am Stall und angefangen sich lustige Dinge auszudenken. Der hatte bei schlechtem Wetter schlicht und ergreifend keine Lust auf draußen sein.
Alles kein Drama, war der nützlichste Suchhund überhaupt. Spezialisiert auf verlorene Hufeisen und die Drahtzange. Eine Kuschelecke im Stroh muss man bei Regen nicht verlassen und bei großer Ablenkung meinerseits half die Leine.
War einfach eine ganz andere Art von Stallhund, weder besser noch schlechter, nur anders.
Stimmt, aber der Hund soll doch in der Nähe des Menschen bleiben. Alleine waren meine auch anders drauf, der Grund, warum sie nicht alleine waren.
Und die lernen auch, das Publikumsverkehr normal ist. Meine haben mir irgendwann zur Hauptverkehrszeit nicht mehr jeden angezeigt, aber zu exotischen Uhrzeit noch das ungewöhnliche Rascheln im Gebüsch auf der anderen Straßenseite.
Spitz hatte ich nie, nur Aussies. Wachtrieb ja, aber sicher keine dezidierten Wachhunde. Und ehrlicherweise lagen die schon meistens "nur" rum.
Auf dem Hügel, auf der Kreuzung, auf dem Tisch um "nur" zu gucken. Beim Koppel bauen ist man auch mal "zufällig" mit 50 Meter Abstand parallel zu Wanderern am Zaun entlanggeschlendert.
Aber es gab immer viel Kommunikation mit mir. Blick zum Eindringling, Blick zu mir und wenn dann nicht mein, alles ok Nicken, kam, dann wurde sich mal in Bewegung gesetzt. Wobei dann auch nicht sofort wild losgebellt wurde, sondern erstmal im stehen geguckt wurde, sich ein besserer Platz zum gucken gesucht wurde und irgendwann später war man dann auch beim Kläffen am Tor.
Das war am Anfang Arbeit, aber später echt entspannt. Selbst wenn man mal den Frageblick übersehen hatte, hatte man noch 5 Eskalationsstufen bevor was passiert ist. "Bekannte" waren sowieso egal, die wurden nach Sympathie begrüßt oder ignoriert. Und bekannt war jeder nachdem 2. Besuch, mein Hund kannte mehr Menschen als ich.
Man musste nur die frühen Zeichen sehen und damit arbeiten. Aber das gilt für jeden Hund, hat doch jeder seine eigenen "Probleme" .
Mein Border wacht nicht, dafür musste er lernen am Stall nicht dauerhaft im Allzeitbereitmodus unter Strom zu stehen, falls nicht doch mal was passiert und er was tun soll. Anderes Problem, aber genauso viel Arbeit bis er entspannt mit am Stall war.
Nicht zu kompliziert denken. Genau diesen Hundejob haben hier bisher erledigt: 2x Australian Shepherd, 1x Aussiemix, 4x Dogge (die brauchten im Winter Zugang zu warm), 2x Schäferhundmix (Einer konnte nicht mit fremden Menschen und war bei Publikumsverkehr in der Box), 3x Dackel (solange in Bewegung alles gut, warten bitte mit Mantel), 1x Dackelmix, 1x großer Multimix, 1x kleiner Multimix, 1x HSH Mix (wollte nicht mit reiten), 1x Border Collie (den würde ich nur bedingt empfehlen).
Du siehst bis auf extreme Spezialisten kann das fast jeder Hund. Da darf man ruhig ein bisschen nach eigenen Vorlieben entscheiden. Das waren nicht alle Meine, der Rest von Kollegen, aber Stallarbeitsbegleithund ist Stallarbeitsbegleithund.
Mir persönlich ist wenig Jagdtrieb und von mir gut zu erziehen wichtig und nicht zu klein, weil die so schnell auskühlen und ich mich ungern bücke, mal eben schnell ins Halsband greifen ist so praktisch. Aber das ist meine Liste, wenn man sich die Liste an Hunden anschaut, macht das noch keinen Stallhund. Unsere Jagdsäue unterschieden genau zwischen unseren Katzen, unseren Hühner und unseren Zäunen. Draußen sah das anders aus ![]()
Ich habe einen ganz Wichtigen vergessen: 1x Havaneser, der hatte aber ganz schnell einen Kurzhaarschnitt.
Ganz ehrlich, habe ich bei einem Hundeeinzug nie anders gemacht, aus Überzeugung. Egal ob Welpe oder Erwachsen. Was ich mache ist mehr Pufferzeit einplanen und Besonderes auf später verschieben. Entschleunigen und dem Welpen mit einem, wir haben alle Zeit der Welt, Gefühl das neue Leben zeigen.
Was soll er denn Lernen bei einem mehrwöchigen Urlaub? Das ich den ganzen Tag da bin und sich alles um den Hund dreht? Sobald man dann wieder arbeiten muss, muss Hund das gerade Gelernte wieder umlernen. Für mich ist da Nichts gewonnen.
Solange die Haltung artgerecht ist, finde ich es absolut vertretbar, Tiere hinter Gittern/Glas zu halten.
In der Natur ist das Leben ja nicht rosarot: Dort haben Tiere tagtäglich mit der Witterung zu kämpfen, müssen ihre Nahrung finden oder hungern, Verletzungen oder Krankheiten sind häufig ein Todesurteil, sie müssen immer wachsam sein, damit sie nicht gefressen werden usw. usf.
Trotz allem wiegt Freiheit für Wildtiere auf jeden Fall mehr. Tiere in Gefangenschaft zeigen oft psychische Verhaltensauffälligkeiten. Re-Wilding ist heute DAS Ziel des Tierschutzes. Ich halte es da auch mit Kant, ich würde mein Leben selbst nicht auf wenigen Quadratmetern eingesperrt verbringen wollen, auch wenn mir da nichts zustoßen kann, und will das deshalb auch anderen Lebewesen nicht zumuten (va nicht nur zu meinem Spaß).
Kann ich nachvollziehen und akzeptieren, aber wie ist das mit Hundehaltung vereinbar?
Ich glaube nicht an Freiheit. Niemand ist wirklich frei, weder Mensch noch Tier. Alle sind irgendwelchen Zwängen oder Grenzen unterworfen. Und wenn es das Meer, eine Felswand, körperliche Einschränkungen, Nahrungsangebot oder Wetter sind. Daher kann ich mit dem Anspruch an einen bestmöglichen Kompromiss, sehr gut mit Tierhaltung leben. Aber ich glaube auch genausowenig an perfekt.
Unterm Strich bleibt es immer dabei, will ich, dass ein Tier zutraulich wird, muss ich Zeit mit ihm verbringen und biete ich ihm angebrachte medizinische Betreuung kann das auch bei Echse, Hamster, Wellensittich und Co so richtig ins Geld gehen. Gleiches gilt für vernünftiges Equipment bei den "nur zum Angucken" Tieren.
Der Großteil dieser Haustiere gilt in der breiten Bevölkerung nur deswegen als günstig und/oder pflegeleicht, weil es bei unerfahrenen Haltern Usus ist, sie zu vernachlässigen.
Kannst du das "vernachlässigen" genauer erläutern?
Was geht für dich unter vernachlässigen bzw. welche Tiere benötigten mehr Zuspruch als gängig angenommen?
Katzen. Um mal den Klassiker zu nennen. Aber da bist du ja selbst der Ansicht, dass sie etwas mehr Ansprache brauchen.
Aber Schale Trockenfutter und fertig ist heute immer noch üblich. Schlechte Zähne, Nierenprobleme und Lethargie sind ja normal oder so.
Kaninchen im Käfig sind auch billig. Wer impft die schon...
Fische in viel zu kleinen Aquarien mit unpassender Einrichtung und Fütterung.
Schildkröten im Terrarium.
Selbst ein Hund im Zwinger ist günstig. Mundgeruch gehört doch dazu, filziges Fell ist normal, Krallen schneiden braucht man nicht und wer kein Gassi geht spart an Leine und Kotbeuteln.
Soo teuer ist nur Futter nicht.
Selbst ohne unnötigen Schnickschnack können alle Tiere teuer werden. Sei es bei der Anschaffung oder im Unterhalt.
Um mal noch eine Alternative in den Raum zu werfen: Axolotl. Die Tiere sind lautlos und Kühlung braucht man hauptsächlich tagsüber.
Ist aber auch schwer so als Neue. Erinnere mich gerade an einen lauschigen Frühlingstag an dem die Omi all ihre arabische Extrovertiertheit durch das Tal trompetete während ich das weidemüde Pony putzte.
Die Neue stellt sich zu mir und versucht freundlich die Ponyreiter müssen zusammenhalten Tour, weil so nervige Schreihälse gehen ja gar nicht... Nach der ersten schweren Phase, weil ich meine Araberomi doch sehr gern mochte, waren wir gute Freunde und der Araber mit Nerven aus Drahtseilen hat ihrem Babypferd die große weite Welt gezeigt.