Da unterscheiden sich Katzen und Hunde schon ziemlich.
Meine Katzen sind durchaus beeinflussbar, wenn ich da bin. Und genau da liegt der Knackpunkt, der Hund erlaubt sich sicher auch Einiges, wenn er weiß ich kriege es nicht mit, aber nie so viel, wie die Katzengetiere.
Ist für mich aber auch eine Lebensraumfrage. Wir haben Wohnungskatzen, die Leben hier. Die Toben, die erkunden, die pflegen ihre Sozialkontakte, sind also richtig aktiv im Vergleich zum Hund, der eigentlich in der Wohnung mehr oder weniger nur ruht. Wenn man da den Lebensraum nicht massiv einschränken würde, müssen sich alle über den Weg laufen.
Für den Hund ist es normal, mehr oder weniger nebeneinander herzuleben. Weil er meistens schläft, während die Katzen rennen. Weil wir draußen ständig Hundebegegnungen haben und er das aushalten muss. Unter Anderem darauf sind Hunde ja auch selektiert.
Katzen gehen sich da bedeutend weitläufiger aus dem Weg, wenn sie sich nicht grün sind oder kämpfen, bis geklärt ist, wessen Revier das ist. Deshalb könnte ich mir da auch nur in sehr speziellen Situationen vorstellen, wie man gleichzeitig Tiere hält, die sich nicht verstehen.
Ich empfinde aber auch das Zusammenleben gut eingespielter Katzengruppen als intensiver. Hunde sind da oft, nicht immer, eher Fan von Stundenplänen zu denen man auch gerne gemeinsam im Rudel aufbricht. Futterzeit, Training, Gassi, Kuscheln, ... Aber richtig innige Interaktion gibt es auch nur bei Sympathie, sonst lebt man halt mit Nr 2 zusammen, Hauptsache genug coole Dinge für alle, solange es keine explizite Feindschaft ist.