Beiträge von Vriff

    Verstehe, aber mein Junggemüse ist halb so alt und im Tierheimzwinger groß geworden. Bei Einzug hatte sie Panik vor Sand und war motorisch nicht in der Lage durch Matsch zu laufen ohne hinzufallen. Da habe ich Verständnis für, Himmel hilf, die Welt ist groß.

    Besonders weil sie nicht wirklich blöd oder hirnlos wird, sondern nur ein bisschen grummelig und fahrig. Vielleicht sind meine Ansprüche niedrig, aber von mir gibt es da den, hey diesmal habe ich echt Glück mit den Nerven vom Hund, Aufkleber.

    (Aber ich bin auch vom Senior geprägt. Mit dem zwar prinzipiell alles geht, aber nur und ausschließlich, wenn ich die heile Welt Blase um ihn stülpe und gefühlt die Atemfrequenz vorgebe. Dagegen ist alles Andere entspannt und Modell Selbstläufer :mute: )

    Ehrliche Antwort, hier ist es dreckig. Wobei ich die Haare und Nassfutter schlimmer finde. So oft kann ich gar nicht putzen und lüften, dass man es weder sehen noch riechen könnte, dass hier Katzen leben.

    Klos stehen im Badezimmer und der Sisalteppich im Flur verhindert Streu im Rest der Wohnung. Direkt davor hat sich nicht bewährt, sammelt zwar das Meiste, aber der Rest verteilt sich. Jetzt gibt es ein Krümmelbad, dafür eine barfußtaugliche Wohnung.

    Ich habe gerade ein Junghundetief. Nicht mal, weil der Hund was falsch macht, aber ich habe Urlaub und will was machen und sie braucht mal ein paar Tage Pause. Und lang genug alleine bleiben, dass es sich lohnt was alleine zu machen, kann sie noch nicht.

    Und jetzt habe ich Langeweile und schaue dem Hund beim Schlafen zu.

    Kannst du nicht vielleicht einen Sitter organiseren, damit du selber etwas unternehmen kannst?

    Muss ich nicht mal, hier ist immer jemand zu Hause, aber länger als 2-3 Stunden hat sie auch Stress und dann muss sie wieder schlafen und dann können wir ja wieder Nichts machen :ugly:

    Ich verdränge einfach immer wie anstrengend mein Alltag für einen Hund ist. Morgens ein paar Stunden am Stall, tagsüber 5x mit dem Auto durch die Gegend gefahren und 3x durch die Stadt gelaufen und abends wundere ich mich dann, warum der Hund müde ist.

    (Ja sie wäre allzeit bereit, aber dann überdreht selbst Prinzessin Valium, hat ja auch niemand was davon.)

    Warte doch nur sehnsüchtig darauf, bis sie endlich alt genug für's Wandern ist. Verzichte doch da seit Jahren darauf, aber jetzt, jetzt könnte ich doch endlich wieder einen Hund für so was haben.

    Ich habe gerade ein Junghundetief. Nicht mal, weil der Hund was falsch macht, aber ich habe Urlaub und will was machen und sie braucht mal ein paar Tage Pause. Und lang genug alleine bleiben, dass es sich lohnt was alleine zu machen, kann sie noch nicht.

    Und jetzt habe ich Langeweile und schaue dem Hund beim Schlafen zu.

    Also ich hab zu Junghundezeiten von Emil und auch von Lucifer (bei Chica und Fiete war das kein Thema) solche Phasen äußerst dankbar angenommen. Das heißt ich saß erleichtert und bewegungslos herum, damit sie bloß nicht wieder aufwachen. Bei Lucifer war das eine sehr kurze Phase, bei Emil eine seeeehr lange.

    Deshalb habe ich doch nach der Stresspustel, was Entspanntes gekauft. Wobei ich tatsächlich mit elektrisch, besser kann, als mit dieser, erstmal gucken, Art.

    Aber ich habe das Problem bei jedem Junghund und verdränge es jedes Mal auf's Neue. Hunde haben einfach ein höheres Ruhebedürfnis als ich :ka:

    Zu ihrer Ehrenrettung muss man aber auch sagen, wir waren gerade im Urlaub und jeden Tag stundenlang unterwegs und Donnerstag fahren wir direkt wieder.

    Ich habe gerade ein Junghundetief. Nicht mal, weil der Hund was falsch macht, aber ich habe Urlaub und will was machen und sie braucht mal ein paar Tage Pause. Und lang genug alleine bleiben, dass es sich lohnt was alleine zu machen, kann sie noch nicht.

    Und jetzt habe ich Langeweile und schaue dem Hund beim Schlafen zu.

    Irgendwie hast du da eine selektive Wahrnehmung. Ich lese das im Forum ganz anders, sowohl beim Tierschutz, als auch beim Züchter, da wird durchaus kritisch hinterfragt.

    Persönlich bin ich beim Tierschutz sogar bedeutend nachsichtiger und kompromissbereiter als beim Züchter. Eben weil es um einen guten Zweck geht und weil es um das Individuum geht. (Was das Menschliche und die Ideale angeht, nicht beim Hund.)

    Trotzdem ist es glücklicherweise die Wahrheit, dass es schwierig ist einen deutschen Tierschutzhund zu finden. Nicht weil Tierheime und Organisationen so doof oder anspruchsvoll sind, sondern schlicht und ergreifend, weil die Nachfrage größer ist als das Angebot.

    Aber vielleicht bin ich auch zu ungeduldig, weil ich nach über zwei Jahren Suche keinen Hund im Umkreis von 300km gefunden habe ;-). Als ich irgendwann meine Ideale über Bord geworfen habe und Hunde mit Migrationshintergrund nicht mehr ausgeschlossen habe, konnte ich Kataloglike aussuchen. Übrigens beim Tierheim vor Ort, bei dem ich bezahlt habe und samt Hund gegangen bin :ka:

    Nur sehe ich da wirklich das Problem nicht, warum kein Welpe vom Züchter. Wird der Nächste, weil ich Welpen mag. Und ich es für einen 6er im Lotto halte, dass dann zufällig passende Welpen im Tierheim sind und ausgerechnet ich auch einen bekomme. Da gebe ich offen zu, so lange möchte ich nicht warten und halte ich auch nicht für nötig.

    Noch eine Stufe niedriger, gelebter Tierschutz ist es, wenn ich meinen Hund gut versorge. Ihn vom wildern abhalte, mich weiterbilde, das Wohl der Futtertiere im Blick habe, usw.

    Es muss nicht erst Missstände geben, um etwas zu tun. Im Gegenteil es wäre wünschenswert, die nicht entstehen zu lassen. Auch wenn es langweilig und wenig spektakulär ist.

    Ich finde nur die extreme Fokussierung auf die Optik unschön und bedenklich, weil es anders als bei der Jeans um mehr gehen sollte als die richtige Farbe und die richtige Zeichnung.

    Aber das spricht doch pro Züchter und gegen Tierschutz. So ein Rassestandard sagt mir doch bedeutend mehr über den zu erwartenden Charakter als ein Foto, eine Kurzbeschreibung und

    ein Blinddate.

    Außerdem kann ich neben die Rasse passt, auch noch Anforderungen an den Züchter stellen. Im Tierschutz gibt es gefühlt nur die Wahl zwischen gute Arbeit, leider keine passenden Hunde oder möchte ich nicht unbedingt unterstützen, aber passende Hunde in der Vermittlung.

    Für mich ist TS eine lokale Sache, weil ich nur vor meiner eigenen Tür kehren kann. Aber da bin ich ehrlicherweise ziemlich stolz auf unser Tierheimnetz. Wir haben, salopp gesagt, ein Problem mit bissigen Schäferhunden und ähnlichen Kalibern, aber alle Anderen kann man als Einzelfälle bezeichnen. Egal ob Welpe, Pudelmix von Verstorbenen oder Scheidungsopfer und sie alle werden flott vermittelt. Ich finde das ziemlich, ziemlich gut und freue mich in einem Land zu leben, in dem das so ist.

    (Bei Katzen schaut es da z.B. ganz anders aus.)

    Jetzt kommen wir zu den Auslandshunden. Da gilt für mich das Seesternprinzip, für diesen einen Hund verändere ich die Welt. Aber mit Tierschutz hat das für mich erstmal wenig zu tun. Es ändert sich doch Nichts, ich habe keinen Einfluss auf die Zustände andernorts.

    Mir fällt es schwer, bis ich empfinde es als nahezu unmöglich einen seriösen Auslandsverein zu finden. Deshalb kommt für mich nur moderner Hundehandel über das Tierheim in Frage. Aber ob ich da einen netten Wuschel kaufe oder eine Spende für gute Arbeit hinterlasse und meinen Hund beim Züchter kaufe, macht für mich moralisch so überhaupt keinen Unterschied. Einfach weil mein Beitrag zum Tierschutz Geld ist. Ich rette niemanden, ich möchte einen netten, unkomplizierten Hund :ka: