Beiträge von Vriff

    Definiere solchen.

    Es gibt kaum eine Sache über die so viel spekuliert wird, wie der Wesenstest. Es gibt kaum leicht zu findende, öffentliche Infos. Ein Großteil der Hundehalter hat keine persönlichen Erfahrungen.

    Ich würde den als Grundlage nehmen:
    Wesenstest_Broschuere_032003 (11).pdf

    Ja, das Problem mit den unterschiedlich beurteilenden Gutachtern teile ich. Ich sag ja auch nicht, dass alles gut ist, aber ich teile diese Angst nicht. Der niedersächsische Wesenstest gilt als einer oder sogar der schwerste in Deutschland und trotzdem fallen kaum Hunde durch, einfach weil es nicht so viele wirklich gefährliche Hunde in Deutschland gibt und zweitens, weil sich die Teilnehmer natürlich in der Regel ernsthaft vorbereiten.

    Ich fände es übrigens gar nicht so schlecht, wenn sich jeder Hundebesitzer diese Situationen einmal ansehen würde und überlegen würde, wie eigentlich sein Hund so reagieren würde und zwar nicht mit dem Gedanken, dass der Test eine Zumutung ist.

    Der Link geht leider nicht.

    Ansonsten ja natürlich wäre das wünschenswert, aber da hat man oder zumindest ich wüsste jetzt spontan nicht wie keinerlei Berührungspunkte.

    Ich google niedersächsischer Wesenstest. Mit einer der ersten Hinweise, der Test soll nicht in gewohnter Umgebung des Hundes und auf gar keinen Fall auf dem Hundeplatz stattfinden. Ich lese Pünktchen86 Erfahrungen. Ich bin immer noch nicht schlauer, was mich in der Realität erwarten würde.

    Mal unabhängig davon, sobald ich unsicher bin, ob mein Hund etwas nicht könnte oder tun würde lasse ich es im Alltag. Also werde ich ohne Realtest niemals herausfinden, ob mein Hund den Wesenstest besteht oder nicht.

    Jedoch sollte man sich schon Gedanken machen, ob der eigene Hund tatsächlich den Anforderungen unserer Gesellschaft an Ungefährlichkeit genügt, wenn er einen solchen Wesenstest nicht bestehen würde.

    Definiere solchen.

    Es gibt kaum eine Sache über die so viel spekuliert wird, wie der Wesenstest. Es gibt kaum leicht zu findende, öffentliche Infos. Ein Großteil der Hundehalter hat keine persönlichen Erfahrungen. Es sind immer Einzelfälle abhängig vom Prüfer.

    Ich empfinde es nachvollziehbar, dass bei so einer weitreichenden Sache, die so nebulös ist, eine gewisse Angst vorherrscht.

    Ist ja jetzt keine BH wo man weiß, was erwartet wird und dann beurteilen kann, mein Hund erfüllt die Voraussetzungen, mein Hund erfüllt die Voraussetzungen nicht.

    Und selbst da gibt es jede Menge Fehlinformationen und -interpreationen unter Hundehaltern. Dabei ist das eine folgenlose Popelprüfung im Vergleich zum Wesenstest.

    Vielleicht dürfen die entsprechenden Tiere auch in dieser so eloquenten, alles bis zum Erbrechen ausdiskutierenden und wattebäuschchenwerfenden Gesellschaft einfach mal ihren Job tun, auf den sie so viele Jahrhunderte lang gezüchtet wurden?

    Dürfen sie eben nicht. Wollen "wir" als Gesellschaft nicht. Kann man gut finden, kann man schlecht finden, aber derzeit ist es so Gesetz.

    Man darf trotzdem dieser Meinung sein, man darf trotzdem so einen Hund halten, aber wenn was passiert hat nunmal der Hund ein Problem.

    (Ich habe auch so einen Hund bzw. bis auf bei einem wäre ich mir bei allen meinen Hunden sicher gewesen, dass bei echten Übergriffen, bei denen ich auch nicht in der Lage gewesen wäre sie wegzuschicken, mehr passiert wäre als Wuffwuff. Aber glücklicherweise musste ich das bisher nie ausprobieren und ich halte das Risiko für so gering, dass ich auch weiterhin *solche* Hunde halte.)

    Welchen Sinn hätte ein Wesenstest, wenn der Hund nicht in Situationen gebracht werden würde, in denen er potentiell auslösen könnte? Wer das als übergriffig empfindet, der muss ja nicht teilnehmen.

    Also ich finde schon, dass es da mehr als schwarz und weiß gibt und man sich mal darüber unterhalten kann, wo die Grenze des Zumutbaren liegt.

    Nur weil ein Hund beißt, weil der Besitzer angegriffen, womöglich zu Fall gebracht wird, heißt das noch nicht, dass das ein Problem sein muss. Wenn selber Hund Alkoholisierte, Kinderhände aus Kinderwägen, Radfahrer und fliegende Bälle cool ignoriert.

    Irgendwo ist die Grenze zu, was ist noch Alltag, was ist Schikane. Ich hoffe doch nicht, das körperliche Angriffe als normal gelten und simuliert werden sollten.

    Ich habe keine Erfahrung mit Kindern. Aber mit Kitten aus allen Umständen.

    Rückzugsräume schaffen, ja, nach Möglichkeit nicht irgendwo rauszerren, ja. Aber nicht zulassen, dass sie sich im Nirgendwo verstecken. Solchen Kandidaten hat es geholfen, dass sie sich im selben Raum aufhalten mussten.

    Bei den Zwergen ist spielen auch oft ein Eisbrecher. Also Zwerg sitzt unterm Sofa, Federpuschel bewegt sich wie zufällig davor und meist sehr kurze Zeit später angeln da schon die ersten Pfötchen. Und die Zwerge vergessen ganz schnell, dass sie sich eigentlich verstecken wollten und kommen ganz raus.

    Ganz wichtig, erstmal gemeinsame Anwesenheit im Freien normal werden lassen. Jetzt nicht mit Anfassen überrumpeln, nur weil sie greifbar sind.

    Das braucht etwas Fingerspitzengefühl, dann ist der Spuk meist sehr schnell vorbei.

    Aber ja, bei Züchterkatzen würde mich das auch verwundern. So nach dem ersten Umzugsstress sind die doch eigentlich alle neugierig und schauen sich mal um.

    Die Möglichkeit geben euch im Schlaf zu beobachten und auf den Boden setzen, nicht beachten und vorlesen.

    Wenn das nach einer Woche nicht fruchtet kommen die Tipps für halbwilde Streuner. Aber ich hoffe nicht, dass das bei solchen Kätzchen nötig ist.

    Geht, wenn man beim Einkaufen sinnvoll plant.

    Ich finde Lebensmittel aber inzwischen irre teuer, bin ein Fresssack und ja Reneclauden für 9€/kg sind nicht drin xD

    Wie man darauf kommt, dass man nur, weil man dauerhafte Konflikte nicht für in Ordnung hält gegen den Wolf zu sein. Keine Ahnung, aber gut.

    Ich finde einfach das derzeitige Management für niemanden einen Gewinn. Habe da auch keine Lösung für. Aber die Zahl der Wolfsgegner wird größer, Dinge die Wölfe nicht lernen sollten werden mehr und außer früher hat es mal Wölfe gegeben also muss es die jetzt auch geben und zwar überall kommt da nicht.

    Die Welt ist so viel komplexer als Dafür oder Dagegen.

    Ich bin übrigens gegen wolfssichere Zäune, weil es die nicht gibt. Und für mich überwiegen da ganz klar die vielen Nachteile gegenüber der vermeintlichen Sicherheit.

    Je tiefer die erste Litze desto kürzer, großflächiger und häufiger muss freigeschnitten werden. Schlecht für die Insekten, schlecht für Bodenbrüter. Das waren bisher immer Schutzstreifen. Weil verlotterte Zähne kosten Nichts und machen keine Arbeit. Eine effektivere Maßnahme kann es nicht geben.

    Je mehr Litzen, desto weniger andere Wildtiere können durch den Zaun. Seit Jahrzenten gibt es eine friedliches Miteinander mit Reh und Co. Denen soll jetzt also eine Menge Lebensraum genommen und damit böse, böse vergrämt werden. Warum nochmal?

    Je aufwändiger der Zaunbau, desto wahrscheinlicher sind Standweiden statt Wechselweiden. Schlecht für die Natur.

    Je teurer der Zaun, desto kleiner die Fläche die eingezäunt wird. Tendenziell höherer Besatz auf der selben Fläche, schlecht für die Natur.

    Und da kann man jetzt noch lange weitermachen.

    Bei, ich möchte nicht in einer Welt leben in der alles bestmöglich verrammelt ist und finde es schade das letzte bisschen Aussicht mit Zaunanlagen zu verschandeln. Ja da gebe ich voll und ganz zu, dass wäre ein Punkt bei dem ich sagen würde, da müsste man zum Wohle des Wolfes mit Leben, auch wenn man es persönlich doof findet.

    Aber irgendwie werden alle Argumente in einen Topf geworfen und wer was dagegen sagt ist doof :ugly:

    Heißt wenn man nicht vergrämen will, muss man darüber diskutieren, ob Nutztierhaltung überhaupt noch vertretbar ist. Kann man machen, ist für mich aber sehr weit von der Frage, Wolf ja oder nein weg. Und hat auch Nichts mehr mit kleinen Kompromissen seitens des Menschen zu tun, sondern das ist ein sehr großer gesellschaftlicher Wandel.

    Das zum Prinzip und natürlich bin ich Mensch. Mein Pony wird natürlich eingeknastet, solange mein Zaun besser ist als der, der Nachbarn sind wir aller Wahrscheinlichkeit sicher. Und ich bin echt froh über die "Opferschafe" nebenan.

    Das ist menschlich, das geht jedem so. Die eigenen Liebsten sind immer wichtiger als der Rest. Aber das ist doch kein Wolfsmanagement, das ist den Buhmann jemand Anderem zuschieben.