Beiträge von Vriff

    Dann tanze ich aus der Reihe, der Babyhund ist der erste Hund, für den Mann sich in irgendeiner Weise begeistern kann. Und ganz ehrlich, es nervt. Können wir bitte zurück zu den Zeiten in denen Hunde für ihn existiert haben.

    Ja seelenruhig daneben stehen während der Hund Essen vom Tisch klaut war skurios, aber so im Nachhinein betrachtet, wünsche ich mir sowas zurück.

    Keine Diskussionen, keine Sorgerechtsstreits, kein Erklärbär spielen, kein wenn ich nein sage, sagt er ja, keine Massen an Hundezubehör, keine missglückten Hundefotos zu denen man was Nettes sagen muss, weil er sonst traurig ist, Achja habe ich schon keine Diskussionen erwähnt.

    Das Konzept gemeinsamer Hund ist doch schon von vornherein zum Scheitern verurteilt. Aber solange ich einen sich frei entfaltenden Husky vetoe muss ich da wohl durch. Auch das, seit Kindesbeinen an "will" er einen Husky, war nie ernsthaft ein Thema. Aktuell befürchte ich Schlimmstes.

    Naja ich verbringe wahrscheinlich mehr Zeit an meinem Arbeitsplatz als an jedem anderen Ort in meiner Wohnung. Da darf ich mich auch einfach wohl fühlen und Spaß haben.

    Wenn ich überlege wie viel meine Küche gekostet hat. Ich koche nicht gern, das ist für mich Mittel zum Zweck. Dagegen sind die Ausgaben für das bequeme Headset mit der Riesenreichweite lächerlich.

    Ich arbeite auf dem Sofa oder in der Hängematte oder auf dem Beifahrersitz vom Auto oder auf dem Boden oder laufe mit Headset durch die Welt.

    Auch ich, bekomme sofort Schmerzen an allen möglichen und unmöglichen Stellen, wenn ich länger als eine Stunde sitzen muss und spätestens nach 2 Stunden werde ich hibbelig.

    Nö, aber ich erwarte schlicht und ergreifend, dass ein guter Vermittler ein entsprechendes Netzwerk hat und wenn wir auf kleine Ebene gehen, von mir aus Tierheim, auch die Hunde schlicht und ergreifend besser kennt.

    Wer auf, das biete ich, das wünsche ich mir, haben Sie was Passendes, finden wir zusammen, nur, schauen Sie sich um, antwortet, ist bei mir sowohl als Züchter, als auch als Tierheim raus :ka:

    Das man das im Hundebereich gerne irgendwie anders nennt, sei es Beratung, sei es Kennenlernen und es absolut unüblich ist dafür zu bezahlen, ändert ja Nichts daran, dass es mir etwas Wert ist und ich durchaus bereit wäre für so was zu zahlen.

    Ich gehe aber auch zu einem Makler, wenn ich eine Immobilie suche und bin froh, wenn mir ein Versicherungsmakler erklärt, was ich da gerade unterschreibe und würde es feiern, wenn ich jemanden dafür bezahlen könnte all die Formulare und Anträge auszufüllen, bei denen ich Nichts verstehe, außer die Belehrung, dass ich mich strafbar mache, wenn ich Falschangaben in Feldern mache, die auch nur angeblich in meiner Muttersprache verfasst sind.

    wenn sie für die Hundesuche einen Trainer brauchen.

    Brauchen nicht, aber ehrlicherweise hätte ich es schön gefunden. Mag ja sein, dass es Menschen gibt, denen Hundesuche Spaß macht. Ich wäre froh gewesen, wenn jemand Anderes Anzeigen gewälzt hätte, merkwürdig komische Vereine aussortiert hätte, usw. und ich am Ende eine Auswahl an Hunden präsentiert bekomme, die meinen Kriterien entspricht.

    Zwischendurch hatte ich schon überhaupt keine Lust mehr. Die ganze Selektiererei, der Frust, wenn man keinen passenden Hund findet oder noch schlimmer sympathische Kandidaten aus rationalen Gründen ablehnen muss, die enttäuschten Hoffnungen, da hätte ich durchaus drauf verzichten können.

    Mal unabhängig von der Eignung, ich bezweifel irgendwie das es genug Kundschaft für morgens/vormittags gibt. Nicht ohne Grund sind die ganzen Hundespaßveranstaltungen Abends oder am Wochenende.

    Einzeltraining am Vormittag wäre die Nische der Nische, die gewinnbringend zu füllen stelle ich mir als Neueinsteiger schwierig vor.

    Und jetzt mal ganz salopp gesagt. Trainerstunde Pferd war bei mir schon immer teuerer als Trainerstunde Hund. Mal unabhängig davon, dass Trainer beim Pferd dauerhaft üblich ist und beim Hund Einzelstunden nur sporadisch genommen werden.

    Aus finanzieller Sicht würde ich da eher das Pferd ausbauen und da bietet sich Hufbearbeitung an. Da kommt man schnell zu einem Vertrauensverhältnis, bei dem man auch alleine arbeiten darf.

    Ich mag technischen Schnickschnack jeglicher Art. Nur der altert halt schlecht. Mein Auto ist volljährig und stand kurz vor verschrotten wegen Elektrikproblemen, trotz Werkstatt die noch reparieren kann und nicht nur Teile tauscht.

    Im Vergleich zu heutigen Autos ist mein Auto puristisch, möchte mir nicht vorstellen wie das mal wird.

    Ich gehöre zu den Menschen, deren optische Vorlieben nicht zu den Eigenschaften passen die man so erwartet.

    Trotzdem würde ich mir nie einen Hund holen den ich häßlich finde. Ich finde ich mache bei der Optik Riesenabstriche, so von außen betrachtet wahrscheinlich marginal.

    Mein Senior ist mir viel zu massig und kräftig, allein diese Kartoffelstampfer, furchtbar. Wir reden von einem kompakten Border Collie mit Rüdenausdruck. Jeder AL Labrador ist dagegen eine Schrankwand und Molosserfans müssen mit der Lupe suchen, was mich stört.

    Farblich hatte ich noch nie einen Hund der mir gefallen hat, da gewöhne ich mich aber wirklich dran, man schaut halt weg. Meine Hündin hat es da aber echt übertrieben, wenn ich nicht 2 Jahre auf Hundesuche gewesen wäre und sonst alles gepasst hat, hätte ich sie allein deshalb nicht genommen und ganz ehrlich weiße Haare sind nicht nur in meinen Augen unästhetisch, man sieht sie auch überall und das ständige Entfusseln nervt und ist ein echter Zeitfresser, die Zeit würde ich lieber mit ihr als mit dem Staubsauger verbringen.

    Und neben aller Kompromissbereitschaft, es gibt auch einfach Grenzen. Rauhaar geht nicht. Kann ich nicht anfassen. Ich "muss" meinen Stockhaarhund schon regelmäßig waschen, weil mir sonst das Fell zu harsch ist. Da helfen auch alle Herzchen dieser Welt und das sie so verschmust ist nicht mehr weiter, wenn ich mich überwinden muss, meinen eigenen Hund anzufassen geht das nicht.

    Das mag spleenig und unverständlich sein, aber genauso wie ich es meinem Hund zugestehe so zu sein wie er ist, nehme ich mir das Recht auch für mich raus.