Beiträge von Vriff

    Das erklärt dann aber nicht, warum die Golden Retriever die anders, von mir aus auch weniger Arbeitsintensiv aufgezogen wurden, genausoviel kosten.

    Preisunterschiede gibt es zwischen Rassen und kaum innerhalb einer Rasse.

    Deshalb ist das ja auch im ersten Moment unglaublich, weil der Preis eben nicht mit dem Aufwand zusammenhängt.

    Ich bin heute auch sehr Stolz auf

    Babyhund.

    Um mal die Geschichten aus dem ganz normalen Alltag fortzuführen.

    Mich fasziniert ja immer wieder auf's Neue, was sie so alles mitkriegt und wie fein sie kommuniziert. Gerade war sie sichtlich nervös und im

    inneren Konflikt, melden oder nicht melden. Auf jeden Fall wusste sie nicht so Recht was tun. Also habe ich sie mir geschnappt und bin mit ihr runter, um nachzuschauen, was los ist.

    Der Postbote ist da. Komisch, der ist schon lange in der Kategorie, der darf das und kein Grund für die Aufregung. Also mal anquatschen und nachfragen was los ist. Der Ständer von seinem Fahrrad hat geklemmt und beim überprüfen hat er sich den Finger eingeklemmt und geflucht. Postboten mit Pflaster versorgt, Hund schon lange wieder entspannt, weil ich mich um das Problem gekümmert hat und selbst verblüfft zurückgeblieben.

    Das sie wacht weiß ich, das sie das auch mit viel Hirn macht auch, dass sie aber so fein unterscheidet, was ist normal, was ist bemerkenswert, finde ich dann doch erstaunlich.

    (Da steckt viel, viel Arbeit drin. Sowohl was die Einordnung meldens- und nicht meldenswert als auch in, ich entscheide wer auf's Grundstück darf, betrifft.)

    Mir geht's da oft mehr um die äußeren Bedingungen, als wirklich um das Mindset.

    Niemals müde trainieren, wirklich niemals. Ich habe eh einen ausgeprägten inneren Wutgnom und neige zu Rumpelstilzchen Verhalten, an sich kein Problem ich habe mich da im Griff, aber müde werde ich noch dazu grantelig. Hat alles im Hundetraining Nichts zu suchen.

    Und absolut konträr dazu, ich bin Konfliktscheu. Mich muss schon etwas wirklich sehr stören, um eine klare Grenze zu ziehen, ansonsten ist das alles eher so halbgar.

    Geholfen hat ganz viel Akzeptanz. Ich bin so und es hat den sehr charmanten Vorteil, dass hier alles entspannter läuft, wenn ich abgelenkt bin. Hund und Pferd und Handy, kein Problem, wir schlappen so durch den Wald. Auch Kopfhörer sind ein sehr effektives Mittel um den Rundumalarm und meine Angespanntheit abzuleiten.

    So richtig echtes Training gibt es dafür nur, wenn die Mondphase stimmt, niemand hungrig ist und kein Vogel es wagt störend zu zwitschern.

    Eine meiner Alternativen in der Hundezucht wäre, die Gesundheitsprüfungen und Protokolle zu trennen von Rassehundevereinen und dem VDH.

    Sind sie doch jetzt schon. Ich kann jeden Hund Röntgen und auswerten lassen und ich kann jeden Hund auf alle möglichen und unmöglichen Krankheiten testen lassen.


    Wer also seriös züchten möchte, kann dem nichtVDH-Verein beitreten, der bestimmte Auflagen in Bezug Wurfzahl pro Hündin etc hat, wie jetzt der VDH, wo es auch nachvollziehbar ist, Ahnentafeln also nicht nur einfach selbst gedruckt werden können und somit auch Züchter ausserhalb des VDHs die Möglichkeit haben, als seriös eingestuft zu werden.

    Das ist doch auch kein Unterschied zu jetzt. Jeder Verein kann selbst entscheiden, welche Regeln er z.B. für eben die Wurfzahl aufstellt. Niemand streitet ab, dass es auch außerhalb des VDHs seriöse Zucht gibt. Der einzige Unterschied ist doch, dass der VDH so viele Rassen vereint, bei denen es ein Mindestmaß an Regeln gibt, dass es übersichtlicher für den Käufer wird und es ist auch einfach ein großer Verein. Es wird doch nur noch übersichtlicher und noch komplexer, wenn man sich erst durch 10 Statuten lesen muss, bevor man dann trotzdem noch den einzelnen Züchter unter die Lupe nehmen muss.

    Im Gegenteil, ich bin gegen noch mehr klein-klein und jeder kocht sein eigenes Süppchen. Es sollte viel mehr Austausch geben, sei es Wissen, seien es Hunde. Das ist doch mit eines der Hauptprobleme aktuell und lässt sich nicht durch noch mehr Vereine lösen.

    Ich war es, ich war es! Dabei habe ich nicht mal was gegen Doodle oder generell Mixe, im Gegenteil, ich mag die oft lieber als die Ursprungsrassen.

    Ich habe nur was dagegen, wenn man auf der einen Seite aktuelle Zucht kritisiert, durchaus berechtigt und auf der anderen Seite Verpaarungen einfach so, ohne irgendwas, als die bessere Alternative darstellt.

    Nur weil geschlossene Zuchtbücher Probleme machen, heißt das doch nicht, dass man gänzlich auf Abstammungsnachweise verzichten sollte. Nur weil Übertypisierung ein Problem ist, heißt das doch nicht, dass man jeden mit jedem kreuzen sollte. Gilt genauso für genetische Vielfalt.

    Mixe können verschiedene Erkrankungen schlichtweg nicht haben, weil sie sie nicht erben können.

    Stimmt und ich bin auch absolut nicht gegen Mixe, Gebrauchskreuzungen und ähnliches.

    Nur gehört eben auch da ein Mindestmaß an Wissen dazu. Wenn ich da an unsere früheren Dorfhunde denke, hatten die eben doch wieder alle die gleichen Krankheiten, weil sie eben auch miteinander verwandt waren. Nur hat sich da niemand einen Kopf drüber gemacht, weil der Rüde kam doch von 3 Dörfern weiter.

    Krankheiten die heute kaum mehr ein Problem sind = HD um mal ein Beispiel zu nennen.

    Selbst bei einer als schlecht ausgewerteten Hüfte kann man davon ausgehen, dass sie dem Hund keine Probleme machen wird. Ist halt nicht oder nur bedingt zuchttauglich. Bei den Mischlingen schaut es da ganz anders aus, gerade bei den lustige Multimixen aus Rumänien Und Co (hier lebt genau so einer, ganz bewusst ausgesucht) und das obwohl man die im Normalfall nur röntgt wenn sie auffällig sind statt nur zur Auswertung, wo man eben auch findet, was nicht klinisch auffällt.

    Und gerade Pudelmixe sind doch ein gutes Beispiel für mach das nicht. Addison ist eine wirklich blöde Krankheit. So selten, dass für mich Pudel keine Qualzucht sind, auch wenn es wünschenswert wäre da besser aufzuklären, sich auszutauschen, usw. was eben großflächig nur funktioniert, wenn man irgendwie zusammenarbeitet. Aber warum man, wenn man mixt, das Risiko eingehen sollte so eine Krankheit in eine bis dahin unbelastete Population zu bringen ist mir völlig unverständlich. Und das auch noch ohne jegliche Möglichkeit der Rückverfolgbarkeit, damit man irgendwelche Erkenntnisse über Vererbbarkeit oder sonstige Faktoren gewinnen könnte, um es zukünftig besser zu machen.

    Nö, ist nur die Frage, ob der Mischling gesünder ist. Und ob man es gut findet, dass versucht wird Erbkrankheiten einzudämmen und trotzdem ein gewisses Krankheitsrisiko zu haben oder ob man nur das Krankheitsrisiko nimmt.

    Und auch nicht zu vergessen, es gibt Krankheiten und Tests auf Krankheiten. Ein Hund wird nicht gesünder, nur weil man nicht testet, aber genauso wird er nicht kränker, nur weil man weiß, dass er XYZ hat.

    Sicher werden die als Fohlen verkauft.

    Ein Fohlen vs. im Durchschnitt mehr als ein Welpe.

    11 Monate Trächtigkeit vs. keine 3 Monate.

    6 Monate Abgabealter vs. 8 Wochen.

    Usw.

    Mal ganz unabhängig davon, auch beim Pferd gibt es einen Sockelbetrag unter dem bekommt man kein Warmblut keinen Haflinger, keinen Isländer ... Finde ich durchaus vergleichbar mit unterschiedlichen Preisen einzelner Hunderassen. Alles was darüber hinausgeht sind dann die erwähnten Träume und Hoffnungen.

    Und da muss man jetzt einfach mal sagen, dass ist beim Hund echt unüblich. Die Kosten alle ähnlich viel. Deshalb verstehe ich da den Wunsch nach handeln nicht so ganz. So aus Käufersicht ist doch schon verhandelt, wenn überhaupt müsste man jetzt anfangen für jeden Welpen einen eigenen Preis festzusetzen und dann evtl. runterzuhandeln.

    Und noch viel cooler, alle kosten ähnlich viel und als Käufer kann man noch viel mehr Auswahlkriterien anlegen, als beim Pferd zum Beispiel die Aufzucht. Ist die andere Art zu handeln, wenn man nicht über den Preis selektiert dann über die Qualität des Züchters.

    Das ist beim Pferd tatsächlich anders. Gute Aufzucht bringt kein Geld, genauso wie "unnötiger" Luxus wie Hufbearbeitung der Mutter und ähnliches. Ein echter Hundevorteil, dass man da als Käufer viel mehr Einfluss hat, weil man es mitkriegt.