Beiträge von Vriff

    'Warum kochst du morgens Kartoffelbrei?'

    "Weil ich heute Nacht den Katzen zu viel Futter gegeben habe und bevor es schlecht wird, wollte ich die Reste dem Hund geben."

    ' Ok, aber was hat das mit dem Kartoffelbrei zu tun?'

    "Ja also so kaltes Katzenfutter zum Frühstück ist doch nix. Was Warmes ist bestimmt besser und nur Katzenfutter ist doch etwas dröge und keine richtige Mahlzeit. Mag der Hund eigentlich lieber Käse - oder Sahnesauce? "

    Irgendwie ätzend, wenn man sich an die Regeln hält und es dann auch wieder keinem recht machen kann. Puh. Wie hätten's es denn dann gern? :lepra:

    Bleibt zuhause und genießt Balkonien!

    Ernsthaft, die meisten Leute wissen gar nicht, wie schön ihre unmittelbare Umgebung ist. Man muß nicht hunderte Kilometer reisen um eine schönen Urlaub zu verbringen, direkt bei euch gibt es viele schöne Ecken, die ihr noch nie gesehen habt.

    Extreme haben noch nie geholfen :ka:

    Hier ist Wohnungsnot auch ganz ohne Touristen Thema. Jährliche Studentenschwemme im Herbst, die nehmen alles, stapeln sich in WGs und ziehen so oft um, dass man regelmäßig erhöhen kann. Niemand bindet sich da geldarme Langzeitmieter ans Bein, wenn er diese Alternative hat. Dabei sind es mitunter wirklich schäbige Bruchbuden. Und auf der anderen Seite gibt es sündhaftteure Luxusbuden. Dazwischen wird es echt schwer was zu finden.

    R

    Probleme sind nicht bei eindimensional wie man glaubt.

    Meine Highlights bisher:

    Erst auf der Wiese picknicken und dabei den Schlüssel verlieren. Aber ist ja kein Problem, man kam später mit dem Rasenmäher wieder.

    Katzen bei uns aussetzen, weil ist ja allgemein bekannt auf sämtlichen Bauernhöfen vermehren die sich völlig unkontrolliert. Da kommt es wohl auf eine mehr nicht an.

    Obstbäume abernten.

    Und der Klassiker: füttern.

    Das sind aber bitte die Idioten und davon sollte sich niemand angesprochen fühlen!

    Aber auf Folgenden Smalltalk könnte ich wirklich verzichten :mute:

    "Ich könnte die ja nicht essen" in allen Ausführungen während man gerade das Discounterwürstchen snackt.

    "Muss schön sein draußen zu arbeiten." Am einzigen Tag mit 21°C, lauem Lüftchen und Sonnenschein, wo man gefühlt alles abarbeitet was die letzten 100 Tage Dreckswetter liegen geblieben ist und man auch viel lieber einfach mal frei hätte, um das Wetter zu genießen.

    "Ich will doch nur mal gucken. Das Tor war offen." Nachdem man unter letzter Höflichkeit rauskomplimentiert wurde, weil das Tor für den Tierarzt offen war und man gerade besorgt einen Notfall behandelt. An langweiligen Durchschnittstagen will nie jemand gucken.

    Das sind aber alles keine reinen Touristenprobleme. Das ist wirklich inzwischen Freilandmuseum.

    *Landwirtstochter die inzwischen in der Großstadt lebt und es bis heute faszinierend findet wie erholsam einsam man auf einer Parkbank sitzen kann.

    Die Masse macht es. Wenn man irgendwann das Gefühl hat, nie seine Ruhe zu haben. Und eben kurz mal gucken ist was Anderes als beobachten. Auch ansprechen ist meistens nicht schlimm, ab Person X und mag sie auch noch so höflich und nett sein wird es anstrengend.

    Ich lade ganz herzlich mal alle ein zum Zaun bauen im Frühling, wenn die Kälber noch besonders süß sind. Wir sind keine Touristenregion und es ist vergleichsweise wenig los.

    Hangkoppel, knüppelharter Boden und Sonnenschein wer es da nicht unangenehm findet mit Fernglas von der Bank beobachtet zu werden, jeden Fußgänger mit Gesprächsbedarf unterhält und gerne wahlweise Kinder tröstet oder sich von den Eltern bepöbeln lässt, weil der Strom nicht überall aus war und man dachte, nur weil gearbeitet wird könnte man doch... der hat ab sofort einen neuen Job. Und das sind keine exotischen Einzelfälle, sondern der ganz normale Alltag.

    Spaziergänger die einfach nur mal kurz schauen nimmt man da überhaupt nicht wahr. Man schwitzt, man konzentriert sich, man ist beschäftigt, aber doch beobachtet werden ist unangenehm.

    Selbst wenn dabei eventuell ein übermütiger Junghund eins abbekommt.

    Ein übermütiger Junghund ist für gewöhnlich weder erfahren noch selbstbewusst genug, um so dermaßen irgendwo reinzuscheppern.

    Die halten 5-10 Meter Sicherheitsabstand und hüpfen da im Kreis rum. Wahlweise mit Spielaufforderungen oder mit Scheinangriffen. Genauso ist ein übermütiger Junghund leicht beeindruckbar, da reicht ein bisschen Leine schleudern ohne den Hund zu erwischen.

    Trifft obiges nicht zu, ist es für mich kein übermüttiger Junghund mehr, sondern eine gefährliche Situation und mir das Alter des Hundes egal.

    Bevor ich schwere Geschütze gegen den Hund auffahre würde ich vorher dem Besitzer eine Ansage machen. Man kann ja freundlich erklärend anfangen und bei fehlender Einsichtigkeit im Laufe des Gesprächs die unausweichlichen Konsequenzen erläutern.

    Wir haben völlig andere Szenarien im Kopf. Bei mir ist der Hund immer näher als der Hundehalter. Bei mir ist der Hundehalter max. in Brüllreichweite, aber niemals nah genug um ernsthaft zu kommunizieren. Wenn ich überhaupt weiß zu wem der Hund gehört bzw. ich keinen Menschen sehe. Bis ich überlegt habe, was ich dem Menschen sage ist der Hund schon längst da.

    Hier rennen Hunde für gewöhnlich, nix mit abwarten, nix mit ewig Zeit. Blickkontakt und los ist die Hallo sagende Kanonenkugel.

    Und ja die wird unsanft gestoppt :ka:

    Mein Bein ist so ca. 90cm lang, also ein Hund in Trittreichweite ist schon extrem nah.

    Eine Dressurgerte hat 1.20m in seltenen Fällen auch 1.40m.

    Eine Hundeleine 2-3 Meter.

    Keine Ahnung wie weit man mit Pfefferspray sprühen kann geschätzt max. 5 Meter eher deutlich weniger.

    Wessen Hund sich von etwas Körperspannung und einem Brüller stoppen lässt, der muss sich keine Sorgen machen. Der Hund wird niemals nah genug kommen, um Gewalt zu erfahren.

    Wenn ich einen Hund noch näher kommen lasse, weil ich keine Gewalt anwenden möchte, dann kann ich nicht mehr blocken. Dann kann ich nur noch mit den Folgen des Kontakts leben.

    Aber wo seht ihr die ernsthafte Gefahr für so drastische Mittel?

    Dobermann = groß = schwer = potentieller Schaden durch umgerannt.

    Biss ist da eher eine kleinere Sorge, auch ohne Maulkorb. Ist einfach unfair, wenn Einer rennt und Einer gehend unter die Räder kommt.

    Wenn der Dobermann auch geht oder steht, kann man sich ja ganz bequem aus dem Weg gehen. Wird er aber nicht tun, sonst gäbe es das Problem wahrscheinlich nicht.

    Und auch Angst vor potentiellem Schaden reicht als Grund, solange man nicht präventiv auf andere Hunde losgeht. Als Verteidiger, wenn auch als sehr rabiater, ist man in der passiven Reagiererrolle.