Beiträge von Vriff

    Eigentlich darf ich ja nicht mitmachen, so als weder Veganer noch Vegetarier. Aber wenn es nicht um einen kompletten Lebenstilwechsel geht finde ich einzelne Mahlzeiten vegan ganz normal. Nennt man nur im Alltag nicht so, Nudeln mit Tomatensauce, Salat mit gerösteten Kichererbsen, Nüssen und was es sonst noch so gibt, Pizzabrötchen, ...

    Vegetarisch ist noch schneller passiert ohne das man es 'will'.

    Über die Zusammensetzung meiner Ernährung kann ich mir Gedanken machen, muss ich aber nicht. Macht man doch meistens auch nicht und nur weil man ein Würstchen isst, ist eine Mahlzeit nicht ausgewogener als ohne.

    Mir hilft sich bewusst zu machen, was ist in meiner Ernährung sowieso schon tierfrei und mag ich. Dann gibt es das eben häufiger und von da aus kann man sich durchprobieren ohne direkt diesen Fancy Kram zubereiten zu müssen.

    Ich kann backen, da weiß ich, bei welcher Konsistenz des Teiges ich den Kuchen wie retten kann. Wann man besser kürzer knetet und wann besser länger. Wie lange das Ganze in meinen Ofen muss. Die ersten veganen Kuchen waren ungenießbar und ich hielt es für unmöglich was Leckeres veganes zu backen. Inzwischen kein Problem mehr. Übrigens immer mit dem selben Rezept, daran lag es nicht. Ich gebe aber offen zu, ohne vegane Arbeitskollegen wäre ich da nicht so hartnäckig geblieben und hätte das Experiment viel früher aufgegeben. Man will sich aber doch mal revanchieren und sich nicht immer nur durchfuttern.

    Ich glaube gerade, wenn man vorher schon kochen kann ist ein Umstieg schwer. Es fehlen die Erfahrungswerte und es klappt nicht alles sofort. Ist eben anders. Da hilft nur dranbleiben, leider.

    Die letzten Hunde egal ob Eigene oder Sitterhunde hatten alle ein eher großes Päckchen zu tragen als sie einzogen, sei es gesundheitlich, sei es verhaltenstechnisch.

    Alle waren später alltagstauglich und fit. Perfekt war niemand, das war aber auch nie das Ziel.

    Und dann kam der Babyhund, jung und gesund. Man sollte meinen, gerade mit einer Vorgeschichte 'schwieriger' Hunde wird das ein Kinderspiel. War übrigens auch der Grund, warum genau so ein Hund eingezogen ist, ich wollte mir das Leben mal leicht machen. Was ist? Ich habe ständig Angst den Hund kaputt zu machen :mute:

    Du bist Gast, ich finde es schon außergewöhnlich Gastfreundlich, dass sich dein Hund in einer fremden Wohnung frei bewegen darf. Mit in die Küche darf. Usw. Ist in meiner Lebensrealität absolut unüblich, bei meiner Familie darf mein Hund nur ins Erdgeschoss, bei meiner Schwiegermutter weder ins Bad, noch in den Keller, vom empfindlichen Sofa wird bitte zwei Meter Abstand gehalten, bei meiner Freundin nur in den Garten, .... Bei allen ist der Hund übrigens sehr Willkommen und alle mögen Hunde.

    Gerade, weil es noch einen anderen Hund im Haushalt gibt.

    Da finde ich es nicht verwunderlich, wenn der Gastgeber auch ein paar Freiheiten für sich wünscht :ka:

    Auch bei Kindern bleibt man noch Erziehungsberechtigter, nur weil man es vielleicht absolut unnötig findet, wenn die Schwiegermutter dem Kind erlaubt im Schlafzimmer mit Edding die Wände zu bemalen. Ihr Haus, ihre Regeln, auch wenn ich vielleicht sonst sehr darauf bedacht bin, dass mein Kind nur und ausschließlich auf Papier malt. Will ich das absolut nicht, unter keinen Umständen lasse ich die zwei nicht in einen anderen Raum verschwinden und passe eben selbst auf mein Kind auf :ka:

    Man darf Grenzen ziehen, man muss sich nicht alles gefallen lassen. Hat man es mit einem auf Harmonie bedachtem Menschen oder einem Schussel der es im 'Reflex' vergisst hilft reden und freundliche Erinnerungen.

    Bei allen Anderen ist den eigenen Hund sichern eine Form von Grenze ziehen. So kann er nicht mehr gefüttert werden. Man entzieht dem Gegenüber die Möglichkeit.

    Ansonsten kommt man in den Bereich, Erwachsene erziehen. Und ganz ehrlich, da würde ich mich auch gegen wehren, geht gar nicht.

    Mit 'Gewalt' den eigenen Willen durchdrücken ist genau das, was die Schwiegermutter tut. Aber andersrum soll es in Ordnung sein?

    Anderes Beispiel, wenn mich ein freilaufender Hund anflirtet und ich ihn sympathisch finde streichele ich den. Wenn der Besitzer das nicht möchte, darf er nicht zulassen, dass der Hund sich frei entfaltet und mit seiner Umwelt agiert. Ich fände es in dieser Situation vollkommen unangemessen, wenn der Besitzer mich auch nur freundlich bittet seinen Hund nicht anzufassen, schließlich hat sein Hund mich gerade 'belästigt' geschweige denn es wagt mich anzuschnauzen. Wenn er seinen angeleinten Hund auf die abgewandte Seite nimmt und einen Bogen um mich läuft, darf er mich gerne anschnauzen, sollte ich mich von hinten auf seinen Hund stürzen, um ihn zu streicheln.

    Es geht nicht immer nur um die reine Handlung, sondern sehr oft auch um die gesamte Situation.

    Hundehaltung ist unvernünftig. Was sollte da entscheiden, wenn nicht das Herz? Solange keine handfesten Gründe dagegen sprechen natürlich.

    Aber, ich bin so neugierig auf das Clavonen Projekt. Da musst du dich jetzt leider für die Wissenschaft äh das Forum opfern.