Beiträge von Vriff

    Die laufen auch nicht gezielt weg oder suchen die Lücke im System, um blitzschnell wegzurennen. Die sind aus welchem Grund auch immer zu weit weg und 'vergessen' ihren Menschen. Das kann auch toben mit anderem Hund sein, kurz innehalten, feststellen das man auf dem weiten Feld ganz allein ungeschützt ist und zack weg.

    Da läuft dann das ganze genetische Programm was sie mitbringen können. Können nicht müssen! Also misstrauisch sein, Abstand halten, sich verstecken.

    Oft sieht man diese Hunde und hat trotzdem keine Chance sie einzusammeln. Typisch ist, wenn man sie fängt und im Arm hat schalten sie sofort wieder um, sind richtiggehend erleichtert wieder Sofahund zu sein.

    Das kann mit jedem Hund passieren. Gab es da nicht mal einen Sheltie der seit Jahren in Schweden oder Finnland rumrennt und immer mal wieder gesehen wird. Kann, nicht muss! Die Wahrscheinlichkeit beim klassischem Auslandshund ist nur einfach sehr viel höher und man weiß eben nicht, ob es in diesem konkreten Hund steckt.

    Der wird doch nicht in der "Wildtiermodus" umschalten, wenn er nie als Wildtier gelebt hat?

    Täusche dich nicht. Geschichte meiner Hündin, im Shelter geboren. Eingezogen mit 7 Monaten, vorher nochmal im deutschen Tierheim.

    Ich wäre mir bis heute nicht sicher, dass sie, wenn sie einmal läuft nicht weg wäre.

    Ich fände es sehr gut, wenn das nicht so wäre. Finde ich so viel schwieriger zu trainieren als alles Andere.

    Das ist halt der klassische Trigger wenn es um Auslandshunde geht. Es wird aufgeklärt, es wird in Verträge geschrieben, usw.

    Da wird man genauso mürbe wie beim dritten Frenchie in Folge :ka:

    Ein unbelehrbarer Mensch wäre egal, blöd nur, dass es eben immer die Hunde trifft. Und in deinem Fall, selbst wenn es nur indirekt ist. Als Pflegestelle repräsentierst du den Verein nach außen. Du bist die Anlaufstelle für einen ersten Eindruck im realen Leben.

    Ich kann es übrigens verstehen. Mich hat das erste Mal Wildnismodus bei meiner Hündin total überrumpelt. Es war Nichts, es gab keinen direkten Auslöser, einfach nur von mir weggeschnüffelt und trotzdem saß sie unterm Busch und ich war heilfroh, dass sie angeleint war, sonst keine Chance da ranzukommen. Im gesicherten Garten übrigens, später ist sie mir dann mal über den 1,8m hohen Zaun gesprungen.

    Erfahrungen auf die ich gerne verzichtet hätte. Im Alltag ist der Hund übrigens mit sehr kleinem Radius ausgestattet und immer eng am Menschen.

    Fand ich lehrreich. Ich gehöre sonst zu den Menschen deren Welpe keine Leine kennt. Kann man ja auf den Arm nehmen und später noch üben. Und die auch mit gewisser Fehlertoleranz leben kann.

    Hab grade mal bei Tasso geschaut. 2023 wurden 30.000 entlaufene Hunde gemeldet.

    Das waren wahrscheinlich 30.000 Besitzer, die sehr selbstsicher wussten dass sie Hunde sicher einschätzen können und genau ihr Tier nicht weglaufen würde. Eine Bekannte von mir ist Vorsitende von einem Verein

    Entlaufene Tiere .............. Ich weis wie schwer es ist den Besitzern gegenüber freundlich zu bleiben wenn das Entlaufen eine Folge von Leichtsinn ist.

    Hatten wir letztens in der Siedlung, der Hund sollte doppelt gesichert werden, war auch erst paar Tage im neuen zu Hause. Der Hund trug zum letzten Gassigang nur ein Halsband, hat sich erschrocken, ist rückwärts aus dem Halsband raus und war weg. Er wurde nach drei Tagen gefunden, alles organisiert vom Tierschutzverein, seine ehemalige Pflegestelle hat ihn dann mitgenommen, die neue Besitzerin hat ihn nicht mehr zurückbekommen, sie durfte ihn gar nicht mehr sehen, Geld gab es auch nicht zurück. Finde ich gut, das hat ja alles reichlich Zeit und Nerven und fast ein Tierleben gekostet.

    Wie geht das denn, rein rechtlich? Verkauft ist verkauft. Wäre ja schlimm, wenn das so einfach ginge.

    Das man es moralisch gerne würde kann ich verstehen.

    Selbst über die Tierquälerei, Beschlagnahmungsschiene wird es schwierig. Blödheit ist halt kein Grund.