Mir fällt es auch schwer das zu definieren. Mein Hund hat situativ Angst bis Panik. Leider bin ich mir sicher, wäre sie nicht gesichert wäre sie weg und würde in den Wildnisüberlebensmodus kippen. Deshalb ist sie sehr oft vorsorglich angeleint, was ich ein bisschen schade finde, weil ich nicht weiß, wie ich an so einem tief verankerten Verhalten arbeiten soll.
Ansonsten ist sie ein ganz normaler Hund, im Gegenteil ich empfinde sie sogar als sehr mutig. Mutig ist nicht der, der niemals Angst hat, sondern diejenige, die sich ihren Ängsten stellt.
Ihre Bedenkenphasen finde ich schlimm, da kann ich schlecht mit umgehen. Die Sorge, dass ihr der Himmel auf den Kopf fällt und bestimmt gleich was Schlimmes passiert. Sind aber glücklicherweise nur Phasen und ich habe die Hoffnung das die sich noch etwas verwachsen. Zumindest werden sie seltener und schwächer.
Ihre Unsicherheiten finde und fand ich im Nachhinein dagegen sogar oft hilfreich. Wir haben einen ganzen Blumenstrauß an bewährten Strategien wie wir so was meistern und ich empfinde sie als unglaublich resilent. Und besonders schön sind natürlich die vielen kleinen Erfolgserlebnisse, wenn man wieder etwas gemeinsam geschafft hat.
Ob ich meinen Hund als Angsthund bezeichnen würde. Keine Ahnung. Es gibt Umfelder in denen ich mir sicher bin, da würde sie nicht klarkommen. Aber das galt für alle meine Hund, ganz ohne Angst. Dann waren sie halt reizempfindlich oder unverträglich oder oder oder.