Beiträge von Vriff

    Kommt auf den Hund an. Mein erster Hund wäre hinter direkt vor ihr aufspringendem Wild hinterhergehetzt hatte aber einen so bombensicheren Rückruf, dass es mir schlicht egal war. Auf dem Level wäre es mir das heute auch noch. Das kommt so selten vor und aufgescheucht ist dann sowieso schon.

    Die Nachfolger, man entwickelt sich ja weiter, haben das Antijagdtraining unbewusst bei der Alltagserziehung mit abgehakt. Das Ergebnis war diese ominösen überall ableinbaren Hunde wo man Hunde eben ableinen kann. Ohne sich Gedanken um irgendwas zu machen, ohne ständig aufzupassen.

    (Auch die waren nicht perfekt, die hatten andere Macken.)

    Und jetzt habe ich einen Hund der Gehorsam für ein Gerücht hält und Kontrollierbarkeit am Wild aus, ich füttere sie bevor wir paddeln gehen, weil sie sonst die ganze Zeit diskutiert, ob man nicht doch fischen könnte, besteht. Satt haben wir da beide mehr Spaß. Das sie wenn sie gestresst ist, ins Jagdverhalten kippt habe ich akzeptiert und manage entsprechend. Ziel ist eher es gar nicht so weit kommen lassen.

    Wahrscheinlich habe ich einfach jegliche Hundekompetenz verloren. Oder einfach mal keinen Hund erwischt wo, lass den Mist, funktioniert :ka:

    Nervt mich, nervt mich sehr, das der Hund schon 2 1/2 ist. Dafür hat sie jede Menge andere Stärken und läuft hier nicht ohne Grund unter Streberhund.

    Einen Welpen im Tierheim zu holen ist heute auch nicht mehr "billig".

    Mir geht's auch so. Ich sehe das alles ein, auch die Züchterpreise. Aber zugegeben es fällt mir schwer das zu zahlen.

    Mal harte Fakten auf den Tisch, sowohl mein Pferd als auch mein Auto haben weniger gekostet als so mancher Preis der für einen Welpen aufgerufen wird.

    Auch keine VDH-Zucht, da nicht weit entfernt, wäre das, (wenn ich aktuell suchen würde) einen Besuch wert.

    Der sehr hochwertige Chip hat mich auch überzeugt. Nicht so wie sonst überall, diese seltsamen Chips.

    Mal ernsthaft ich erkenne genau 0 Schema in deiner Hundesuche. Pudel magst du nicht (was völlig in Ordnung ist), weil zu freundlich und fröhlich, aber ein Labrador das wäre es. Irgendwie wirkt das nach Hauptsache Welpe.

    Die hier skizzierten Hundewiesenideale erinnern mich an Flyerverteiler in der Innenstadt. Müssen freundlich sein, aber es hat eigentlich nur ein sehr geringer Bruchteil ihrer Mitmenschen Interesse an Kontakt. Der Rest findet es wahlweise nervig, übergriffig oder unangenehm. So mancher nimmt im Affekt einen Flyer obwohl er ihn nicht haben wollte. Andere nehmen ihn, um einem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Bin mir sicher, sie werden auch häufig brüsk zurückgewiesen oder bepöbelt.

    Aus aktueller Wahlkampferfahrung kann ich sagen: So isses. Wir retrievermäßigen Flyerverteiler*innen lassen aber meist Platz, einen höflichen Bogen zu laufen. Kann nur sein, dass der arme Passant dann in den Retriever der nächsten Partei donnert.

    Und um das nochmal zu betonen, am Typ Flyerverteiler ist Nichts falsch. Der ist total in Ordnung, genauso wie alle Anderen auch! Aber er ist ein extrem, genauso wie die auf's Maul, weil du geatmet hast Typen, die im Gegensatz zu den gemäßigten Typen viel mehr Sozialisation brauchen, um sich gesellschaftskompatibel zu verhalten.

    Wenn es zu viele schlecht sozialisierte Flyerverteiler gibt, fangen alle Anderen an ihren Bereich weiträumig zu meiden. Mal einen Flyerverkäufer zurückweisen gehört zum Leben dazu, bei den anderen Reaktionen merkt der übermotivierte Verteiler ja nicht, dass er unerwünscht war, ständig möchte das niemand. Dann wäre es eigentlich spannend zu beobachten, was passiert. Weil Flyer bekommen wollen sie als Verteiler ja auch nicht. Wobei ich mir fast sicher bin, wenn sich doch mal ein Passant zu ihnen verirrt stürzen sie sich gemeinsam auf ihn, Chance gewittert und so.

    Die sozialisierten Flyerverteiler stehen dann halt doof rum ohne Kontakt, weil wenn alle verteilen wollen und niemand haben will ist dann doch nicht was gewollt war.

    Wenn da ein Passant kommt, herrscht Aufregung, vielleicht hat er ja Interesse oder man hat doch wieder Pech.

    Die Chance auf ein befriedigendes Hundewiesen äh Innenstadterlebnis steigt, wenn alle sich wohl fühlen und niemand ausgeschlossen wird.

    Man kann ja auch mal überlegen wie menschliche Gemeinschaften funktionieren.

    Innerhalb der Familie interagiert intensiv und feinnuanciert. Dann kommen noch Freunde dazu und Bekannte. Man lebt in einem sozialen Gefüge aus Nachbarn, etc. Da wo man sehr selten fremde Menschen trifft im Nirgendwo, da grüßt man und fragt, ob alles in Ordnung ist. Wenn man nur alle paar Tage Menschen trifft und die nächste Zivilisation weit weg ist, tut das Not. Auf dem Land, wo man regelmäßig, aber nicht ununterbrochen Menschen trifft, grüßt man. In der Stadt beschränkt sich der Kontakt zu Fremdmenschen auf Anwesenheit.

    Könnte man auch für Hunde so übernehmen.

    Die hier skizzierten Hundewiesenideale erinnern mich an Flyerverteiler in der Innenstadt. Müssen freundlich sein, aber es hat eigentlich nur ein sehr geringer Bruchteil ihrer Mitmenschen Interesse an Kontakt. Der Rest findet es wahlweise nervig, übergriffig oder unangenehm. So mancher nimmt im Affekt einen Flyer obwohl er ihn nicht haben wollte. Andere nehmen ihn, um einem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Bin mir sicher, sie werden auch häufig brüsk zurückgewiesen oder bepöbelt.

    Mit Sozialkontakten wie sie viele Menschen bereichernd finden hat das Nichts zu tun. Und eine Innenstadt die ausschließlich aus Flyerverteilern besteht finde ich nicht erstrebenswert. Auch wenn einzelne davon einfach dazugehören und Stadtmenschen lernen müssen damit umzugehen. Und eigentlich wäre es wünschenswert, wenn nur diejenigen Flyer verteilen, die ihre Mitmenschen so gut lesen können, das sie Desinteressierte nicht belästigen müssten.