Ist hier auch so. Wenn er Hunde sieht, fliegt ihm das Hirn raus. Normalerweise interessiert ihn dann kein Futter und Spielzeug. Aber gestern hat er tatsächlich für ein Stück Fleischwurst einen Hund auf der Straße vorbeilaufen lassen ohne extrem zu dem hin zu ziehen. Entweder Zufall oder mein geduldiges Training zahlt sich langsam aus.
Also auf der Straße aneinander vorbeilaufen klappt eigentlich ganz gut. Bei allem was zwei Köpfe größer ist als sie, können wir gesittet vorbeigehen (und viel Abstand gibts nicht, die meisten Wege hier sind 2, max. 3m breit). Einziges Problem sind andere Kleinsthunde, die genauso gerne zu Grace wollen, wie Grace zu ihnen.
Diese Erwartungshaltung ist aber auf meinem Mist gewachsen. Wir konnten auch an Kleinhunden früher problemlos vorbeigehen. Aber ich weiß nicht was das ist mit den Kleinhundehaltern hier, dass man da immer Zwangskontakten muss. Ich nehme Grace bei egal welchem Hund der kommt, auf die abgewandte Seite. HH mit großen Hunden, machen das zum Großteil ebenso, oder zumindest wird die Leine kurzgehalten und man geht schnell aneinander vorbei. Aber Kleinsthunde? Die dürfen zu uns rüberziehen, da gibts keinen Stopp an der Flexi, die Zugkraft des 3kg Flauschs ist das 100-fache seines Eigengewichtes. Höchstens ein: "Die dürfen doch bestimmt kurz hallo sagen?" bekommt man dann noch zugeworfen.
Tja, und da ich so konfliktscheu bin, hab ich das dann meist zugelassen.
Ergebnis seh ich jetzt und muss das wieder ausbaden.
Meiner hatte bei mir bis zur zweiten Impfung keinen Hundekontakt und danach nur wenige, ausgewählte Kontakte. Er flippt trotzdem aus, wenn er Hunde sieht und will unbedingt hin. Also an "zuviel Kontakt zugelassen" kann es da nicht liegen. Vielleicht eher zu wenig.