Die Geste zählt ja auch. Ich kenne Leute, die schenken sich gegenseitig Socken und Klorollen zum Geburtstag (schön eingewickelt in Geschenkpapier, versteht sich). 
Ja, die Geste zählt- aber nur, wenn man sich auch Gedanken macht. Beispiel: Ich bin ein Bücherfreak. Mir Bücher oder Büchergutscheine zu schenken ist immer eine sichere Bank. Eigentlich. Es gibt nur ganz wenige Genres, die ich echt nicht mag. Liebesromane zum Beispiel. Das wissen auch alle. Wer sich nicht sicher ist schenkt mir seit Jahren Gutscheine, über die ich mich wahnsinnig freue.
Ich bekam einmal ein Buch zum Geburtstag geschenkt. Einen Liebesroman. Gut, dachte ich- dann hat diejenige sich bestimmt etwas bestimmtes dabei gedacht, war jetzt kein Bestseller oder so- also dachte ich, sie will vielleicht auf unsere gemeinsame Geschichte oder einen Insider hinaus und es ist ein persönlicher Scherz oder sowas drin versteckt. Da ich auch nach längerem Nachdenken nicht drauf kam, fragte ich sie, warum sie sich gerade für dieses Buch entschieden hat. Antwort:
Ich lief vorbei und das Cover sah schön aus. Ausserdem war es zufällig im Angebot. Joah.
Ehrlich, über solche Geschenke freue ich mich nicht. Dann lieber gar nichts, das ist voll okay. Aber irgendwas, nur damit irgendwas geschenkt wird, find ich blöd. Für mich müssen Geschenke etwas persönliches sein. Der Beschenkte muss merken, dass ich mir Gedanken gemacht habe und er mir wichtig ist.