Beiträge von Fenjali

    Ich bin als Kind mal von einem Hofhund auf dem Bauerhof eines Schulkameraden gebissen worden (er hat geschnappt) und der einzige Kommentar meines Vaters war: „Hoffentlich hast du aus deiner Dunmheit gelernt!“

    Ja, so kenne ich das auch. Früher wurde einem als Kind gesagt, wie man mit Hunden umgehen soll und wie nicht. Hat man sich nicht dran gehalten, war man selber schuld. Ich bin z.B. von einem Hund in die Hand gebissen worden, weil der nicht am Kopf angefasst werden wollte. Das hatte man mir vorher aber auch gesagt.

    Heutzutage wäre der Halter/Hund schuld (der hat sich gefälligst von jedem streicheln zu lassen, sonst Maulkorb) und die Eltern würden direkt mit dem Anwalt auf der Matte stehen. Das bringt die Kinder meiner Meinung nach automatisch in eine Opfer-Rolle: Es wird ihnen beigebracht, dass sie selbst (und ihr Verhalten) überhaupt keinen Einfluss haben. Und das schürt dann wiederum unnötig Ängste.

    Ich würde jedenfalls irre gern mal mit ihm ein Bier trinken und - sicher auch in Teilen kontrovers - mit ihm diskutieren wollen. Es wäre bestimmt ein kurzweiliger Abend.

    Ja, das glaube ich auch. Kurzweilig wäre es bestimmt, mit ihm zu diskutieren. :D

    Gut finde ich, dass er ein großes Publikum erreicht und Menschen dazu bringt, sich mit ihrem Hund auseinanderzusetzen, die es sonst nicht getan hätten. Für mich ist das eine gute Sache

    Aber der Nachteil ist, dass seit Rütter die Erwartungen an Hunde enorm gestiegen sind. Zumindest kommt es mir so vor, als ob sich heute jeder Hund wie das perfekte Stofftier verhalten soll. In den Sendungen sieht es ja immer so aus, als könnte man jedem Hund alles an- oder abtrainieren. Aber nur mit der rein positiven Futterbeutel-Nummer ála Rütter, versteht sich.

    … mir stellt sich eine Frage.

    Bei Kindern ist inzwischen klar, dass sie auf Grund dieses Verhaltens der Eltern massive Probleme bekommen (wenig Stressresistent, motorische Defizite, deutliche Defizite im sozialen Umgang, …).

    Wie seht Ihr es beim Hund?

    Habt Ihr das Gefühl, er hat ebenfalls Probleme auf Grund Eures Verhaltens?

    Nein, eigentlich nicht. Für meine Hündin war Vorsicht überhaupt kein Begriff und der Kleine ist genauso. Ich sage manchmal zu ihm, er soll froh sein, dass wenigstens bei einem von uns beiden das Hirn nicht aus bunter Knete besteht. :lol: Also dass ich vorsichtig und vorausschauend bin, färbt da überhaupt nicht ab.

    Aber bei sensibleren Hunden könnte das sicher eine Rolle spielen.

    Heute war nicht so tolles Wetter also haben wir beschlossen, dass jetzt endlich unten die Wohnwand (Expedit/Kallax 4x4) dran glauben muss.

    Die ist schwarz und in unserem kleinen Wohnzimmer erschlägt sie einen.

    Also wird sie jetzt "Grau mit blau".

    Ist auch nicht viel heller. Bei weißen Wänden würde ich das Regal weiß streichen oder bei schwarzem Regal die Wände schwarz. Damit das Möbelstück optisch "verschwindet".