Ich bin als Kind mal von einem Hofhund auf dem Bauerhof eines Schulkameraden gebissen worden (er hat geschnappt) und der einzige Kommentar meines Vaters war: „Hoffentlich hast du aus deiner Dunmheit gelernt!“
Ja, so kenne ich das auch. Früher wurde einem als Kind gesagt, wie man mit Hunden umgehen soll und wie nicht. Hat man sich nicht dran gehalten, war man selber schuld. Ich bin z.B. von einem Hund in die Hand gebissen worden, weil der nicht am Kopf angefasst werden wollte. Das hatte man mir vorher aber auch gesagt.
Heutzutage wäre der Halter/Hund schuld (der hat sich gefälligst von jedem streicheln zu lassen, sonst Maulkorb) und die Eltern würden direkt mit dem Anwalt auf der Matte stehen. Das bringt die Kinder meiner Meinung nach automatisch in eine Opfer-Rolle: Es wird ihnen beigebracht, dass sie selbst (und ihr Verhalten) überhaupt keinen Einfluss haben. Und das schürt dann wiederum unnötig Ängste.