Beiträge von Fenjali

    Ich glaub nicht, dann Fenjali absichtlich dachte, heut Abend mach ich jemanden das Leben schwer, sondern einfach nur durch war.

    Kurzschluss Reaktionen kommen durchaus mal vor.

    Vllt hast du in deiner Nähe eine Eingezäunte Hundewiese? Oder suchst privat nach jemandem, wo du deinen Hund mal rennen lassen kannst.

    Er hat die Möglichkeit, in einem umzäunten Bereich zu rennen, aber das ist ja nicht dasselbe wie Freilauf.

    Dirk Biller/Stadtfelle sagt auch in einem Video zum Thema Freilauf, die Hunde merken das natürlich.

    Und ich will, dass er mir folgt. Ich bin kurz davor, alleine durch den Wald zu laufen, um endlich mal wieder einen entspannten Spaziergang zu haben und nicht auch noch selbst unter Bewegungsmangel zu leiden.

    Wenn er mitkommt und an der Leine ist, ist das einfach nur ätzend. Ich trainiere fleißig Tag und Nacht, quasi jede Alltagssituation ist Training.

    Zuhause klappt ja auch alles super, da kann ich mich nicht beklagen. Fahren mit den Öffis ist inzwischen auch problemlos, auch und gerade wenn es voll ist.

    Wenn es gute Leckerchen gibt, kann er auch streckenweise an lockerer Leine laufen und aufmerksam zu mir hochschauen. Manche Leute sagen dann sogar "Wow, der ist aber gut erzogen" (ähm.. ja). Aber die Aufmerksamkeit gilt halt nur den Leckerchen und nicht meiner Person, deshalb ist diese vermeintlich gute Leinenführigkeit bei Ablenkung nur so lange belastbar wie das Leckerchen wichtiger ist als die Ablenkung. Am Ende der Leckerchen ist dann auch Schluss mit der Leinenführigkeit. Und wenn ein anderer Hund in Sicht ist, dann sowieso. Da hilft dann gar nichts mehr.

    Ich sage meinem Hund, dass das Verhalten nicht erwünscht ist. Stimmlich und körpersprachlich. Forder konsequent ein, dass er sich an mir orientiert. Ansonsten gehen wir keinen Schritt weiter.

    Kannst du mal sagen, wie das genau abläuft?

    Gestern erzähle ich die Geschichte beim Trailen, da kommt als erster Gedanke, auch Magendrehung, die eben nicht komplett war, sondern eher so Magen verrutscht und dann wieder selbst zurück gefunden.

    Ich bin total verunsichert...

    Vielleicht ist es möglich, den Magen vorsorglich fixieren zu lassen?

    SavoirVivre

    Hundesportverein ist so eine Sache. Da sind erfahrene Leute, ja. Aber manche Trainingsmethoden, die ich in einem Verein kennengelernt habe, kommen mir sehr hart vor und sind mMn nur für Leute anwendbar, die einem widerspenstigen Boxer körperlich einiges entgegenzusetzen haben. Ich kann und will solche Kämpfe mit meinem Hund nicht führen, obwohl mir auch schon gesagt wurde, dass es nur so geht und wenn ich das nicht will, dann soll ich mich nicht wundern, wenn mein Hund nicht aufmerksam ist.

    Wundern tut mich das auch nicht, denn meiner Meinung nach müsste er sich mehr auspowern, um Stress abzubauen und dann eben auch ruhiger und ansprechbarer zu sein.

    Es ist ja bei jedem Fehlverhalten so: Man soll dem Hund keinen Erfolg ermöglichen. Nur wie will man das bewerkstelligen, wenn dem Hund der Dampf so aus den Ohren quillt, dass er dich und jeden, der dicht genug vorbeigeht, anspringen möchte oder eben vorwärts zieht. "Lass dich nicht ziehen, bleib stehen". Ja und dann? Dann gibt es keine Gassirunde und man steht eine Stunde da. Es ist einfach nicht praktizierbar.

    Ich hab sie dann eingefangen, sie das ganze direkt danach nochmal gemacht und ab da hatte sie keinen Freilauf mehr bzw. nochmal mit 11 Wochen und da war sie auch mehr mit 'ich renn jetzt daaaaaa hin und will das erkunden. Dich Mensch brauch ich nicht' beschaeftigt und wir Menschen sind ihr staendig nach und haben sie eingefangen!

    Richtigen Freilauf gabs dann glaub erst mit 6 oder 7 Monaten wieder |)

    Was hat da den Wendepunkt gebracht?

    "Es läuft immer dann am besten, wenn's dir eigentlich egal ist." Oder so ähnlich.

    Abendliche Gassirunde durch einen großen Park. Zwockelchen zieht wie ein Berserker, weil er den ganzen Tag nur Leinenspaziergänge hatte und mächtig ungemütlich unterwegs ist. Man kann es ihm nicht verübeln. Dauernd Leine ist doch Mist für einen jungen Hund. Wollte jeden Dreck aufsammeln, alles anspringen, was sich bewegt und keine Maßregelung akzeptieren. In weiter Ferne ein anderer Hund in Sicht: *hechel* *hechel* *zerr* *spring* *röchel* *japs nach Luft*.

    Ein Spaziergang zum Abgewöhnen. Anstrengender geht es kaum.

    Und ich so: Ok, weißte was? Dann lauf halt. Geh sonstwohin, ich kann nicht mehr. Leine ab. Und er so: Öh? Wassn jetzt los? Na gut, ich bin dann mal weg. Rannte Richtung Hund, ich in die entgegengesetzte Richtung. Da ist er dann glatt wieder umgekehrt und rannte hinter mir her.

    "Ach guck mal, was willst du denn hier? Ich dachte, du wolltest zu dem Hund? Los, hau doch ab."

    Ich wieder in Richtung des anderen Hundes gelaufen. Er wieder zum Hund gerannt. Ich wieder weggerannt. Er wieder hinterher. Dann sind wir noch ein bisschen rumgelaufen. Wenn ich stehengeblieben bin, hat er sich ins Gras gelegt, wenn ich weitergelaufen bin, kam er immer hinterher. Als ich ihn wieder anleinen wollte, hat er sich gewehrt, inklusive Springen und Zwicken in Leine und Ärmel. Als ich mich endlich durchgesetzt hatte, war der restliche Weg ganz entspannt.

    Also irgendwie klappt es ja manchmal mit der Freifolge. Aber warum nicht immer? :(

    Das geht mit aktuell ähnlich mit meinem 1,5 jährigen Pubertier.

    Menschen, Fahrradfahrer, Wild, alles kein Problem (trotzdem sichere ich oft mit der Leine ab). Aber wenn ein Hund am Horizont auftaucht, ist er taub und düst hin. Dazu hatte er zwar seit Monaten keine Gelegenheit mehr, aber es beschäftigt mich trotzdem.

    Außer wir sind zusammen mit anderen Hunden unterwegs. Dann sind Fremdhunde nicht mehr interessant genug, und die Taubheit ist geheilt :face_with_rolling_eyes:

    Das kann ich eins zu eins so unterschreiben.

    Und ich weiß nicht, ob sie sich auf dem Weg zum Fremdhund zurück rufen lassen würde - ich kann es ja nicht ausprobieren :see_no_evil_monkey:(Weil halt rechtzeitig mit Leine gesichert...)

    Stimmt, wenn ich gemeinsam mit einem anderen Hund/Halter unterwegs bin, ist es etwas einfacher, aber bei Weitem nicht so, dass er sich von Fremdhunden abrufen lassen würde. Nein, ich schätze, er würde dann einfach dort mitlaufen, wenn ihn der fremde Hund mehr interessiert.

    Kein Kontakt zu anderen Hunden ohne Rücksprache und Ok vom anderen Halter, und schonmal gar nicht wenn ich es nicht will.

    Habe ich von Anfang an so gemacht. Hat nicht geholfen, im Gegenteil. Ich habe den Eindruck, Hunde sind auch deshalb so interessant, weil er so selten Kontakt haben darf.

    Meine größte Sorge ist aber der mangelnde "Folgetrieb", wenn man das so nennen kann. Der ist ja eigentlich unabhängig vom Gehorsam und vom Training.

    Es wird deutlich entspannter wenn Dein Boxer locker an der Leine geht, dann kann man auch gemütlich die Flexi ranmachen bzw. auch Leinenspaziergänge sind entspannt.

    Der rennt so in die Flexi, dass er mir trotz Ruckdämpfer die Leine aus der Hand reißt.

    Normale Leine geht schon, aber nur mit viel Lob und Leckerli. Und am besten, wenn er sich vorher ausgetobt hat. Geht ja aber nicht, denn dazu müsste er ja erstmal frei laufen können. Ein Teufelskreis.

    Aber hach, ich beneide dich trotzdem. Ich würde die Zeit gerne um 20Monate zurückdrehen und alles nochmal erleben,

    Ich wäre schon echt zufrieden, wenn nicht jeder andere Hund so ein Magnet für ihn wäre, dass er dann einfach weg ist. Vorhin hat er einen Hund samt Halter abgenervt und ich konnte dann ja nun nicht einfach weitergehen und abwarten, ob er wohl doch noch hinterherkommt. Ich schätze mal: Nein, wäre er nicht. Ich bin dann also hinterher und habe ihn abgeholt. Fand er blöd und hat sich voller Wucht in die Schleppleine geworfen. Zum Glück war der Waldboden noch trocken und nicht rutschig..

    In solchen Momenten habe ich ehrlich gesagt, nicht die Hoffnung, dass der mir jemals folgen wird, wenn andere Hunde/Reize da sind. Warum laufen alle anderen Hunde einfach hinter ihren Haltern her? Selbst Gassihunde sind immer hinter mir hergekommen, trotz Interesse an anderen Hunden.

    Meine vorige Hündin hat als Junghund auch nicht gehört, war auch extrem kontaktfreudig, war auch nicht ansprechbar, wenn irgendwo Spielzeug flog. Aber die kam trotzdem von Anfang an hinterher, wenn ich weitergegangen bin. Deshalb konnte sie viel Freilauf haben, um sich auszutoben. Deshalb war dann auch weniger "Dampf" dahinter. Dass das mit meinem Kleinen nicht möglich ist, frustriert mich ehrlich gesagt sehr. Und ihn ja auch.

    Gustaf liebt Menschen einfach und freut sich über Aufmerksamkeit und Interaktion.

    Na, ist doch klar, ist eben ein Boxer. :D

    Ich arbeite daran, dass meiner meine Freigabe abwarten lernt und nicht einfach hingeht. Bei Leuten, die er kennt, ist das gar nicht so einfach. Da schmeißt er sich schonmal fiepend in die Leine. :hundeleine04:

    War das bei Gustaf auch so oder war er von Anfang an eher gemäßigt?