Beiträge von Fenjali

    Nun hat sie gestern diese Dosis bekommen und ist heute wie auf Drogen :woozy_face: Starrt ins leere, läuft im Kreis und pinkelt wo sie gerade steht weil sie anscheinend gar nicht weiß wo sie ist.

    Habt ihr so etwas schon mal gehört?

    Naja, Ephedrin ist ein Aufputschmittel, stärker als Kaffee. Wer das selbst schon einmal probiert hat, weiß, wie unangenehm sich das anfühlt.

    Niemand hier hat spaß daran, andere Hunde abzuwehren. Aber grade mit Kleinhunden, nicht mehr fitten Senioren oder anderen kann es eben im Ernstfall sehr schlimme Auswirkungen haben. Und ich verstehe jeden Hundebesitzer, der seinen eigenen Hund schützt und nicht den Fremdhund über den eigenen stellt.

    Deshalb bin ich mit meinem alten Hund in solche Freilaufbereiche nicht mehr gegangen, als ich damit rechnen musste, dass sie Rennspiele mit unerzogenen Jungspunden nicht mehr packt. Ja, es sollte auch dort jeder seinen Hund im Griff haben. Aber in der Realität ist es halt selten der Fall, dass die Hunde desinteressiert aneinander vorbeilaufen. Deshalb erwarte ich das nicht und springe in der Regel nicht gleich aus dem Anzug, sobald diese Erwartung nicht erfüllt wird. Aber auch ein großer, körperlich fitter Hund kann sich beim wilden Spielen Verletzungen zuziehen. Da habe ich schon auch immer drauf geschaut, dass es nicht zuviel wird. Und ggf. auch mal die anderen Hundehalter freundlich drauf angesprochen, wenn ich der Meinung war, dass sie eingreifen sollten. Die wenigsten haben dann pampig reagiert, obwohl es die natürlich auch gibt.

    Wer denkt schon darüber nach, wenn er mit einer Axt bedroht wird? "Ok Schnuffi, ein bisschen Zwicken reicht. Jetzt lass die armen Angreifer wieder in Ruhe."

    Der Angegriffene wird selbst nicht gewusst haben, wann die Angreifer ablassen. Woher soll es der Hund wissen?

    Also für innen, da wo das Wasser steht schwört mein Mann auf heißes Wasser mit viel Essigessenz.

    Das kippt er rein, wartet 20 Minuten und schrubbt dann einfach mit der Klobürste nach, alles sauber.

    Das hab ich ja schon 2 mal gemacht. Über Nacht sogar, ohne Wasser und dennoch brauner Rand. :ka:Spülmaschinentabs hab ich sowieso da. Vielleicht probiere ich das dann als nächstes.

    Zitronensäure mit kochendem Wasser. Wenn dann nicht alles weg ist: Sauerstoffbleiche oder Blondiercreme.

    Wie hätte er es denn stattdessen lernen sollen?

    Ich versuche es mit ablenken. Also mit "schau zu mir" und Leckerli. Manchmal schaut er dann schon von selbst zu mir.

    Ich arbeite jetzt mit einem Abbruch anstatt einer Ablenkung. „Schau“ habe ich auch damals in der Hundeschule gelernt. Das Problem war nur, dass kein Leckerli der Welt wertvoller für ihn ist als einen fremden Hund anzuspringen. Ich möchte mittlerweile, dass er aus Respekt auf mich achtet und nicht, weil er auf Futter hofft. Bei mir läuft er aber immer an der 2,5m Leine. Deswegen kann ich ihn aktuell gut abbrechen. Er braucht schon noch deutliche Grenzen. Das schaff ich nur im Nahbereich.

    Beim Versuch, ihm beizubringen, dass ihn fremde Leute und Dinge nichts angehen, finde ich es besonders schwierig, wenn Leute sehr dicht an ihm vorbeigehen und ihm z.B. deren Handtasche ins Gesicht baumelt. Klar interessiert er sich dann dafür, will evtl. hinterher, was ich dann abbrechen muss. Wenn er dann aufgibt und sich mir wieder zuwendet, bekommt er aber auch etwas dafür. Also quasi Zuckerbrot und Peitsche.

    Bei Hundebegegnungen hilft eigentlich gar nichts, da müsste ich schon mit enormer Härte vorgehen, damit er überhaupt noch irgendwas mitkriegt.

    Wenn der Hund noch weit weg ist, kann ich ihn ablenken. Aber wenn er schon zu nah dran ist, brauche ich das gar nicht erst probieren.

    Bei der "Rasseauswahl" spielte Sympathie die größte Rolle. Boxer mochte ich schon immer, schon als Kind. Ich finde sie einfach so unfassbar liebenswert mit ihrer fröhlichen Unbekümmertheit, ihrer Freundlichkeit, ihrem Mut und der geballten Ladung Lebensfreude. Und natürlich auch bildschön.

    Meine Hündin habe ich als Gassihund kennengelernt, die Chemie stimmte, und als ich hörte, sie soll abgegeben werden, habe ich zugegriffen. Sie war mein Traumhund, meine kleine große Liebe, ein typischer Boxer, und so einen Hund wie sie einer war, wollte ich wieder haben. Der jetzige ist ihr charakterlich sehr ähnlich und somit ein würdiger Nachfolger.

    Ich würde mich immer wieder für einen Boxer entscheiden. Noch bin ich körperlich fit; da ich aber auch nicht jünger werde, würde der nächste Hund wahrscheinlich kein Welpe sein. Man vergisst ja schnell, wie anstrengend ein junger Boxer sein kann. Ich weiß von Leuten, die immer welche hatten und sich mit 70 auch nochmal einen Welpen zugetraut haben. Die hatten dann aber ganz schön zu kämpfen damit. :D

    Mein Hund hat leider falsch gelernt, dass er sich um Außenreize kümmern muss.

    Wie hätte er es denn stattdessen lernen sollen?

    Ich versuche es mit ablenken. Also mit "schau zu mir" und Leckerli. Manchmal schaut er dann schon von selbst zu mir.

    Wie verhält sich deiner Zuhause? Ich weiß, dass das Thema bei uns schon Zuhause beginnt. Er ist sehr distanzlos, löst schnell Grenzen auf, bedrängt uns gerne am Sofa und wir haben das früher teilweise als "Freude" oder "Liebe" fehlinterpretiert. Er folgt mir auch gerne überall hin, bewacht die Wohnung usw.

    Haha, ja. Als Welpe hat er mich ständig belagert, aber nicht, um ruhig zu kuscheln, sondern er ist auf mir rumgeturnt, wollte meine Haare fressen, hat überall reingebissen, an den Klamotten gezerrt, sich in die Ärmel oder Hosenbeine gehängt (Spitzname: Schnappi, die Schnappschildkröte :lol: ). Und Ansagen hat er nicht akzeptiert. Im Gegenteil, da hat er noch eins draufgesetzt. Ich musste mir anfangs mit der Wasserpistole Abstand verschaffen. :D

    Inzwischen ist er zuhause aber umgänglich, bleibt auf seiner Seite von Couch und Bett und kommt auch gut zur Ruhe. Manchmal auch erst nach einer strengen Ansage oder wenn ich ihn immer wieder auf seinen Platz schicke, damit er mir nicht hinterherkommt. Alleine bleiben kann er gut und es interessiert ihn wenig, was im Treppenhaus los ist. Nur wenn jemand direkt an der Tür ist, wufft er kurz.

    Dieses Hörbuch über Stress beim Hund habe ich fast zur Hälfte durch. Besonders gut gefällt mir der Tipp, dass man den Spazierweg immer wieder vor und zurück laufen soll, damit der Hund weniger Eindrücke verarbeiten muss. Denn mir ist auch vorher schon aufgefallen, dass er ruhiger ist, wenn ich x mal die gleiche Runde um den Block laufe und dann erst eine neue Strecke, als wenn ich gleich einen weiteren Weg gehe.

    Hinsetzen könnte aber auch ein Zeichen sein, dass er deine Begrenzung akzeptiert. Vielleicht warst du zu stark und dein Hund würde darauf sogar ganz fein reagieren.

    Das würde mich wirklich sehr wundern, denn sensibel ist er eigentlich nicht.

    Aber ich kann es ja nochmal probieren.

    Ja, so ungefähr geht's mir auch. Ab und an draußen im Restaurant haben wir probiert, aber innen nur sehr selten, weil ich niemandem seinen Restaurantbesuch versauen will. Die Leute möchten ja auch entspannt ihr Essen genießen und nicht einem jodelnden und quietschenden Collie zuhören.

    Ja, es ist ein Dilemma :hear_no_evil_monkey:

    Ich stelle mir gerade meinen kleinen Chaoten in einem Restaurant vor. :lachtot:

    Er würde sich blitzschnell das Essen von den Nachbartischen klauen, das Tischtuch als Zerrspielzeug nutzen und sich anschließend in den Scherben wälzen. Nicht-betroffene Leute würden sich amüsieren, ich bekäme lebenslanges Hausverbot und eine gesalzene Schadensersatzrechnung. :lol:

    Nein, ich glaub, ich könnte ihn schon dazu bringen, dass er ruhig auf einem Platz liegenbleibt, aber es würde ständiges Eingreifen und Beobachten erfordern und man könnte sich nicht entspannt unterhalten.

    Da ich einen verträglichen Hund habe, wäre es mir hundertmal lieber, wenn die fremden Hunde zu uns rennen würden und guten Tag sagen, statt knurrend und bellend an der Leine an uns vorbeigehen würden. Man weiß aber natürlich nicht, ob der ankommende Hund nur guten Tag sagen möchte.

    Ja, sehe ich auch so. Lieber ist mir, der freilaufende Hund kommt zu uns (wenn er nett ist) als das Gezerre an der Leine. Um Leinensalat zu vermeiden, musste ich mich gestern an einer Laterne festhalten, meinen Hund am Halsband gepackt, welcher auf zwei Beinen stand bzw. zappelte und sprang, weil er unbedingt zu dem Flexileinenkleinhund hinwollte, dessen Frauchen mit ihrer Leine fast den ganzen Weg für sich beansprucht hat und gar nicht verstehen konnte, warum man mit angeleinten Hunden keinen Kontakt möchte.

    Er war so aufgeregt, dass er dem noch hinterhergebellt hat (will was heißen, er bellt sonst eigentlich nie). Hätte ich ihn einfach losgelassen, hätte er das Gespann verfolgt bis sonstwohin. Das wäre dem Frauchen garantiert auch nicht recht gewesen.

    Grundsätzlich halte ich die Leine fest in der Hand. Dadurch habe ich auch gleich mal eine andere Körperhaltung/Sprache.

    Ich auch. Und zwar leider eine unentspannte.

    Idealerweise sollte man ja entspannt und zielstrebig mit aufrechter Körperhaltung gehen und nicht auf den Hund achten. Wenn ich das mal hinbekomme, reagiert er auch ganz gut darauf. Aber ich muss ja meistens drauf achten, dass er keinen Blödsinn macht und nicht plötzlich in die Leine springt, weil irgendwo irgendwas auftaucht, was ihn interessiert. Und sei es ein zerknülltes Taschentuch, das durch die Luft wirbelt. Also halte ich natürlich die Leine sehr fest und achte stark auf ihn und die Umgebung. Das ist alles andere als entspannt.

    Zu Beginn habe ich ihn mit meinem Körper abgeblockt, wenn er überholen wollte und „Ksss“ gezischt. (könnte man auch ein Wort nehmen).

    Ja, das habe ich schon vor einigen Monaten versucht. Da blieb er dann einfach stehen oder hat sich hingesetzt. Vor mir laufen darf er ja, aber die Leine muss locker bleiben. Ist sie locker, lobe ich ihn. Ansonsten sage ich nein und ziehe ihn zurück. Das klappt so einigermaßen. Und eigentlich auch nur, wenn man sehr streng mit ihm umgeht. Und selbst dann probiert er es immer wieder.

    Richtungswechsel und Stehenbleiben mache ich öfter, denn er soll ja lernen, auf mich zu achten. Anstatt sich zu benehmen als wäre er allein unterwegs und einfach das zu tun, was ihm gerade in den Sinn kommt.