Beiträge von Fenjali

    Da rempel ich Zweifel dann tatsächlich ziemlich unsanft zurück, hab nämlich gar keine Lust auf kaputte Knie wegen Rücksichtslosigkeit.

    Der sagt dann: "He, du willst raufen? Yeeaah!" und setzt noch eins drauf. Für den ist das ein Spiel.

    Ich versuche eher, die Aufregung rauszunehmen. Leine dran und runterkommen.

    Und Ansage im Freilauf? "Haha, fang mich doch, fang mich doch." :lol:

    Da macht der sich nen Spaß draus.

    Ich habe das meinem Boxer (im Welpenalter) in ruhigen Alltagssituationen beigebracht. Also das er mich nicht anzurempeln hat und da selbst darauf achtet. Ich korrigiere es auch wenn er meinen Weg so knapp kreuzt, dass er mich damit ausbremsen würde.

    Mache ich auch so. Würde er im Freilauf aber vergessen.

    In der UO, beim Vorsitz, kommt es aber tatsächlich schon mal vor das er den Bremsweg 2-3cm falsch kalkuliert und meine Beine den allerletzten Schwung bremsen. Aber das hat was mit meinem falschen Aufbau zu tun. Ich habe eine Zeitlang Spielzeug zwischen meine Beine nach hinten geworfen damit er nicht zu früh bremst und die letzten Schritte bummelt.

    Spielzeug kann ich nicht in die Hand nehmen ohne dass er angerannt kommt und es mir wegreißen/mich umrennen würde, wenn ich es nicht rechtzeitig wegschleudere. Ich habe das genutzt, um meinen "Superrückruf" zu trainieren. Wenn er das Signal hört, kommt er angebrettert, weil er das Spielzeug erwartet. Das kann ich eigentlich nur anwenden, wenn ich sicher stehe und niemand im Weg ist. Und ich nehme in kauf, dass er dann eben nicht akkurat zu mir kommt, sondern an mir vorbeirennt zu dem von mir geworfenen Spielzeug.

    Der normale Rückruf, den ich mit Leckerchen trainiert habe, läuft gesittet ab; da kann er sich auch rechtzeitig bremsen und hinsetzen.

    Hach wir waren gestern Abend an dem (inoffiziellen) Hunde- und Pferdeweiher hier in der Gegend. Ich habe mich davor immer gescheut, weil da alle Hunde frei laufen und das bislang immer Stress war für Lima. Gestern haben wir uns hingetraut - gemeinsam mit ihrer besten Hundefreundin. Und was soll ich sagen, es war toll :herzen1: Sie hat mir der anderen Hündin gezockt, gerannt und gemeinsam geschwommen und ist einmal zur Hundegruppe gelaufen, die paar Meter weiter war. Einmal abschnuppern und dann wieder zurück gekommen - so toll, weil vor einem halben Jahr hätte sie sich noch halb tot gefiddelt. Und sie ist auch ganz viel mit uns geschwommen. Danach noch eine Runde um die Weiher gedreht, 6 Hunde, 3 davon an der Schlepp (Lima auch) und es war einfach entspannt. Lima war auch nicht wegen der anderen Hunde an der Schlepp, sondern wegen den Badegästen, die vermutlich eine nassen Goldie auf ihrem Handtuch nicht so toll finden wie ich xD

    Bei Lima ist es auch so, dass ihr Hundebegegnungen in einer größeren Gruppe scheinbar leichter fallen. Wenn wir nur einen Hund treffen, fiddelt sie erst und kann dann den anderen Hund ordentlich nerven, wenn man nicht eingreift. In einer Gruppe reguliert sie sich besser.

    Habt ihr da ähnliche Erfahrungen oder ist es bei euch vielleicht andersrum?

    Hm, also er war einmal im Freilauf mit einem anderen jungen Boxerrüden unterwegs, das hat sehr gut geklappt. Die beiden hatten nur Augen füreinander und sind gemeinsam herumgerannt ohne sich weit zu entfernen. Von anderen Hunden haben sie sich relativ leicht ablenken lassen. Ich hatte überhaupt keine Angst, dass die nicht wiederkommen. Deshalb dachte ich: Hauptsache, es ist ein anderer Hund dabei. War aber ein Trugschluss, denn ein anderes Mal waren wir mit einer jungen erwachsenen Hündin unterwegs. Mit der hat er zwar rumgebolzt und sich gut verstanden, aber ist trotzdem zu einer anderen Hundegruppe abgehauen und wollte partout da mitlaufen, obwohl das dem einen Rüden gar nicht passte und der bei ihm aufgeritten ist. Trotzdem hat er sich ganz besonders an diesen rangeheftet und wäre freiwillig nicht zurückgekommen, wenn ich ihn nicht weggeholt hätte.

    So, fast 3 Wochen Urlaub sind vorbei, Junghund hat sich weitestgehend anständig benommen, wenn überhaupt, war er diesmal eher einen Hauch klettiger und unsicherer als letztes Jahr, wo er noch nicht in der Pubertät war. Zum Abschluss nochmal unser nicht eingezäuntes Grundstück :winking_face:

    Ich sag nicht umsonst, dass er manchmal echt ein langweiliger, weil viel zu braver Hund ist.

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    Musst du aufpassen, dass er dich nicht umrennt oder achtet er da von alleine drauf?

    Wie würden eure Junghunde reagieren:

    FeWo, Tür zur Terrasse ist offen, davor ist nichts eingezäunt, nebenan Wohnungen, Hafen, Uferböschung, Spazierwege und kleine Dorfstraße auf der anderen (Vorder-)Seite des Hauses.

    Würden eure Hunde in unbeobachteten Momenten raus gehen und sich die Beine vertreten, neugierig draußen rumschnüffeln😬?

    Wieso unbeobachtet? :lol:

    Der würde auf jeden Fall rausgehen, wenn ich ihn nicht dran hindere. Er würde aber wiederkommen, wenn er draußen niemanden zum Spielen findet.

    Zu dem Video: Ich finde die Videos von Stephanie Salostowitz zwar sehr langatmig erzählt, aber inhaltlich durchaus anregend.

    Recht hat sie z.B. mit der großen Wiese, die man überblicken kann, wo der Hund aber auch alles sieht und dann hinter dem Hasen her ist (oder hinter anderen Hunden, Joggern oder was sich sonst am Horizont bewegt). Und wenn er damit Erfolg hat und den Rückruf ignoriert, wird es nicht einfacher.

    Ich bin bisher eigentlich immer der Meinung gewesen, dass Freilauf durch nichts zu ersetzen ist und auch notwendig, damit der Hund Energie loswerden kann. Wenn meine Hündin nicht mindestens 2 Stunden Freilauf gehabt hätte (eher mehr), wäre sie an der Leine ein Springteufel gewesen. Der Ort spielte für sie keine Rolle.

    Bei dem Kleinen muss ich aber umdenken. Auf langweiligen, vertrauten Straßenrunden an normaler Leine entspannt er sich, ist ansprechbar und die Leine locker. Der geht nach "Auspowern" nicht unbedingt besser an der Leine, sondern scheint seine neugewonnene Freiheit beibehalten zu wollen. Motto: "Ich habe jetzt die Freilauf-Lizenz, also bin ich erwachsen und Mutti kann mich mal." :hurra:

    Er hebt dann auch vermehrt das Bein, während er sonst nur im Sitzen pinkelt. Neue oder selten gegangene Wege findet er aufregend, läuft dort schlechter an der Leine und würde soooooo gern rennen. Vor allem im Wald, wo man als Mensch Ruhe und Entspannung findet, scheint dieser Hund absolut alles aufregend zu finden und diese Aufregung in (schnelle) Bewegung umsetzen zu wollen. So weit reicht keine Schleppleine.

    Plausibel klingt für mich auch, dass wenn man dem Hund an der Leine noch nicht in jeder Situation begreiflich machen konnte, was man von ihm erwartet, dass es dann im Freilauf erstrecht nicht klappen kann.

    Danke für eure Antworten, spannend hier die verschiedenen Ansichten zu hören :)


    Woran machst du das fest?

    Gute Frage.. Viel ist wohl einfach Bauchgefühl, weil ich meinen Hund inzwischen kenne. Er hatte noch nie allzu grosses Interesse an Fremdhunden, die er nicht kennt. Im Gegensatz zu Hunden, die er kennt, da sieht man richtig wie er sich freut und er möchte unbedingt hin. Bereits in der Welpenstunde, wenn diese spielen durften, hat er oft einfach sein Ding gemacht und den Platz erkundigt oder ist bei mir geblieben oder hat versucht bei den Besitzern Leckerli abzustauben. Ab und zu war ihm ein Hund sympathisch, dann hat er mit ihm gespielt. Man sieht halt ganz klar den Unterschied wie er auf Hunde reagiert, die er nicht kennt und auf solche die er kennt.

    Ich finde es auch schwierig für einen Hund, entgegenkommende fremde Hunde an der Leine einzuschätzen. Woher sollen die Hunde wissen, dass der jeweils andere nur vorbeigeführt wird, wenn sie aufeinander zugehen. Schwierig, dem Hund dann klarzumachen, dass ihn der andere Hund nichts angeht.