Zu dem Video: Ich finde die Videos von Stephanie Salostowitz zwar sehr langatmig erzählt, aber inhaltlich durchaus anregend.
Recht hat sie z.B. mit der großen Wiese, die man überblicken kann, wo der Hund aber auch alles sieht und dann hinter dem Hasen her ist (oder hinter anderen Hunden, Joggern oder was sich sonst am Horizont bewegt). Und wenn er damit Erfolg hat und den Rückruf ignoriert, wird es nicht einfacher.
Ich bin bisher eigentlich immer der Meinung gewesen, dass Freilauf durch nichts zu ersetzen ist und auch notwendig, damit der Hund Energie loswerden kann. Wenn meine Hündin nicht mindestens 2 Stunden Freilauf gehabt hätte (eher mehr), wäre sie an der Leine ein Springteufel gewesen. Der Ort spielte für sie keine Rolle.
Bei dem Kleinen muss ich aber umdenken. Auf langweiligen, vertrauten Straßenrunden an normaler Leine entspannt er sich, ist ansprechbar und die Leine locker. Der geht nach "Auspowern" nicht unbedingt besser an der Leine, sondern scheint seine neugewonnene Freiheit beibehalten zu wollen. Motto: "Ich habe jetzt die Freilauf-Lizenz, also bin ich erwachsen und Mutti kann mich mal." 
Er hebt dann auch vermehrt das Bein, während er sonst nur im Sitzen pinkelt. Neue oder selten gegangene Wege findet er aufregend, läuft dort schlechter an der Leine und würde soooooo gern rennen. Vor allem im Wald, wo man als Mensch Ruhe und Entspannung findet, scheint dieser Hund absolut alles aufregend zu finden und diese Aufregung in (schnelle) Bewegung umsetzen zu wollen. So weit reicht keine Schleppleine.
Plausibel klingt für mich auch, dass wenn man dem Hund an der Leine noch nicht in jeder Situation begreiflich machen konnte, was man von ihm erwartet, dass es dann im Freilauf erstrecht nicht klappen kann.