Ich lese bei der TE eigentlich auch raus, dass sie gerne alles richtig machen möchte und es keinesfalls ihre Intention ist, den Hund zu stressen oder so. Klar wurde da in der kurzen Zeit schon viel ausprobiert, aber jetzt ist doch eine gute Chance, nochmal auf die Bremse zu steigen und von vorn anzufangen. Ist doch gut, wenn man sich an eine Community wenden kann, bei der man nachfragen kann und Antworten ohne Holzhammer bekommt, was bei mir zum Glück bisher hier immer gut geklappt hat (also liebe TE, nicht verärgern lassen).
Tatsächlich denke ich zum Thema, dass Du mit dem neuen Familienmitglied einfach viel Geduld haben musst und zuerst mal alle Erwartungen auf null zurückschrauben. "Nein" / "Aus" würde ich jetzt erstmal noch gar nicht trainieren, wenn sie eh unsicher ist. Das kann man alles auch ohne geübtes Kommando regeln vorerst. Draußen einfach aufpassen und vorbeiführen und drinnen kann man sie ja sanft wegnehmen oder ihr einen Ersatz anbieten oder oder oder. Und wenn dann als Tauschgeschäft, wenn sie sich mal für was interessieren sollte. Keineswegs in der Wohnung mit Futter (also das Futter mit nein belegen). Vielleicht streicht ihr das Wort "Nein" auch komplett aus dem Repertoire und fangt zu gegebener nochmal von vorn an.
Ich würde das Trockenfutter einfach hinstellen, am besten an einen Platz wo sie ungestört (ohne Blickkontakt zu euch) sein kann und das einfach stehen lassen. Mein Hund, den ich seit Welpe habe, frisst nicht gerne, wenn er beobachtet wird und würde ständig Blickkontakt halten... Daher frisst er im Flur, wo er ganz seine Ruhe hat. Nach draußen würde ich nur die Leberwurst mitnehmen, sie schlecken lassen, wenn sie ein paar Meter toll mitgelaufen ist (wenn sie es stressbedingt annehmen kann) und dann zurück in die Wohnung. Du merkst dann schon, wenn sie offener wird, mehr erkunden will, aktiver wird. Dann kommt auch die Zeit, in der mehr "Training" stattfinden kann, jetzt ist erstmal ankommen und Koexistenz akzeptieren