Guter Rat gefragt

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  • Hallo.

    Erst mal zur Erklärung.

    Mein Hund Jerry ist ein sehr lieber Hund er ist treudoof und tollpatschig, er hört nicht perfekt aber er ist keines falles aggressiv oder dergleichen.

    Ich werde mir jetzt demnächst noch einen Zweithund anschaffen einen Sheltie von einem Züchter und ich habe nun Bedenken.

    Wir hatten schon vor Jerry einen Hund und sozusagen war Jerry damals der Zweithund. Unser erster, Sam, ist vor einem halben Jahr gestorben. Sam war Jerry gegenüber oft aggressiv und hat ihn angegriffen sodass wir die beiden so gut wies gieng getrennt haben. Jerry allerdings hat sich immer nur gewehrt ist also nicht von sich aus auf Sam losgegangen. Anderen Hunden gegenüber ist er auch, zwar aufdringlich was Schnüffeln angeht aber er macht nichts. Vorallem wäre der Sheltie jetzt ein Weibchen also kein Revierverhalten.

    Nun will ich erst mal wissen wie ich die beiden am besten zusammenführe.
    Lieber draussen oder in der Wohnung?
    Soll ich sie auf den Arm nehmen und erst mal schnuppern lassen oder soll ich sie ihm vor die Nase setzen?

    Mein Onkel hatte mal einen Huskie der hat einen Yorkshire Terrier geschüttelt weil er ihn als Jagdbeute angesehen hat. Mein Hund ist ein Brackenmischling also auch ein Jagdhund... Und so ein Sheltie ist schon recht klein als Welpe. Ich glaub zwar nicht das er das tun wird aber ich habe etwas Angst...was wenn doch? Hunde müssten doch riechen ob sie Ihresgleichen vor sich haben oder? Und Welpen haben doch diesen Welpenschutz...

    Was meint Ihr?

  • Hallo,

    Zitat

    Vorallem wäre der Sheltie jetzt ein Weibchen also kein Revierverhalten.

    Warum das? Ist Revierverhalten (wie Du es nennst) geschlechterabhängig?

    Zitat

    Mein Onkel hatte mal einen Huskie der hat einen Yorkshire Terrier geschüttelt weil er ihn als Jagdbeute angesehen hat. Mein Hund ist ein Brackenmischling also auch ein Jagdhund... Und so ein Sheltie ist schon recht klein als Welpe. Ich glaub zwar nicht das er das tun wird aber ich habe etwas Angst...was wenn doch?

    Hat er denn schonmal ansatzweise ein solches Verhalten gezeigt? Du sagst, er sei nicht aggressiv anderen Hunden gegenüber. Hat er Erfahrungen mit Welpen und wenn ja, wie geht er auf diese zu?

    Zitat

    Und Welpen haben doch diesen Welpenschutz...

    :gott: Ich kann nur mit dem Kopf schütteln, wenn ich sehe, wie viele noch immer an dieses Ammenmärchen glauben.

    Es gibt KEINEN generellen Welpenschutz. Der "Schutz" gilt nur im eigenen Rudel und auch da nur bedingt.

    Der neue Welpe und Dein Rüde sind sich völlig fremd. Und einem Hund, der andere nicht mag oder sein Revier verteidigt oder was auch immer, ist es (sorry) scheiß egal, wie alt der andere Hund ist. Ich kenne viele Hündinnen, die mit Welpen so gar nicht können und massive Aggressionen fremden Welpen gegenüber zeigen (besonders wenn sie selbst grade heiß sind oder gar eigene Welpen haben), das ist normal.

    Zitat

    Soll ich sie auf den Arm nehmen

    NEIN...!!! Bitte nicht...

    Führt die Hunde auf einem neutralen Terrain zueinander (angeleint) und schaut erstmal, wie sie aufeinander reagieren.

    VOR DEM EINZUG solltest Du dringend noch ein (besser mehrere) gute Hundebücher lesen.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Nein er hat keine Erfahrungen mit Welpen aber bei uns im Dorf gibt es eine Westi Hündin mit der Spielt er wenn er Sie mal sieht.

    Er hat auch kein richtiges Revierverhalten.

    Zu der Sache mit dem Hundebuch. Ich habe eines und auch gelesen. Da steht nicht wirklich etwas darüber wie man 2 Hunde zusammenführt. Außerdem gibts da auch solche und solche Einstellungen dazu.

    Die Züchterin zum Beispiel hat gesagt dass oft ein riesen Trubel um die Erziehung gemacht wird und dass viele Leute dadurch nur verunsichern und fast in Panik geraten. Sie is der Meinung solange man etwas Ahnung hat von Hunden gibt sich dass oft von selbst.

  • Hallo,

    Zitat

    Sie is der Meinung solange man etwas Ahnung hat von Hunden gibt sich dass oft von selbst.

    Aha...!?

    Hat sie Dir das mit dem Welpenschutz auch erklärt...?

    Sicherlich ist man verunsichert und darauf bedacht, nichts falsch zu machen, aber "etwas Ahnung" reicht meiner Meinung nach auch nicht aus, um einem Hund ein artgerechtes Leben zu schenken.

    Man sollte sich durchaus über die Bedürfnisse des Hundes informieren und sich selbst ausreichend schulen, wie ein Hund "tickt", wie er lernt und wie ich ihm gewisse Dinge vermittele.

    Wenn "etwas Ahnung" haben bedeutet, daß man sich auf den Welpenschutz des Hundekindes verläßt oder in Erwägung zieht, den Welpen auf den Arm zu nehmen, wenn er den "alten" Hund kennenlernt, dann würde ich dieser Züchterin nicht vertrauen. Ein guter Züchter sollte einem mehr mit auf den Weg geben als "Das gibt sich oft von selbst".

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Sie züchtet im Club für Britische Hütehunde e.V. Landesgruppe Bayern-Nord.

    Ich weiss im Prinzip schon dass man Hunde nicht auf den Arm nehmen soll. Aber ich hatte mir nur Gedanken gemacht dass wenn mein Hund evtl sieht dass speziell ich als seine Bezugsperson das Tier sozusagen mitbringe dass er anders reagieren könnte.

    Wie gesgat ich habe Bücher gelesen. EInmal das von Katharine Schlegel-Kofler vom GU Verlag. Und einmal eines dass über die Erziehung auf Art eines Wolfsrudels basiert. Ich würde nicht sagen dass ich 0 Ahnung habe. Natürlich weiss ich auch nicht alles und ich bin eben verunsichert aus dem Grund frage ich hier ja auch um Rat. Aber deswegen gleich so vorwurfsvoll zu klingen ist iwie etwas unpassend wie ich finde. Vielleicht ist es auch nicht so gemeint in diesem Fall entschuldige ich mich hierfür aber so sehe ich das im Moment.

    Und ja das mit dem Welpenschutz hat mir die Züchterin auch erzählt allerdings ist sie nicht die einzige von der ich das habe.

    Und das mit dem Revierverhalten meinte ich eher so dass mein Hund bei männlichen Tieren beispielsweise ganz anders klingt als bei weiblichen. Wenn wir Gassi gehen und wir sehen einen Hund und es ist ein Weibchen vielleicht sogar seine kleine Freundin Kira(ein Golden) dann klingt sein bellen eher flehend und bettelnd als wolle er zu Ihr hin. Wenn es allerdings ein Rüde ist dann klingt es oft richtig Tief und ja fast Blutrünstig wobei ich weiss dass er nur eine große Klappe hat Face-to-Face ist er trotzdem ein kleiner Schisser.

    Letzten Sommer als ich mit ihm am Weiher schwimmen war ist ein älteres Paar mit Ihrer kleinen Mischlingshündin unangeleint hergekommen... Jerry war zuerst total perplex weil man bei uns auf dem Land nicht so oft andere Hunde trifft. Dann hat er sehr extrem angefangen zu beschnüffeln was die andere nicht mochte, daraufhin ist sie ihm dann ins Gesicht gesprungen und hat ihn sozusagen zurechtgewiesen. Mein Hund hat sich dann hinter mich gestellt und sie von hinter mir aus verbellt^^. Er ist dann zwar noch ein paar mal hin und jedesmal das gleiche...solange bis er aufsteigen wollte dann hab ich ihn angeleint. War eigentlich ganz süss sein verhalten aber er ist wirklich nicht aggressiv.

  • Hallo,

    Zitat

    Und ja das mit dem Welpenschutz hat mir die Züchterin auch erzählt allerdings ist sie nicht die einzige von der ich das habe.

    Die Züchterin hat Dir erzählt, daß Welpen einen generellen Welpenschutz genießen...???

    Das kann ich ja fast nicht glauben, sorry.

    How ever, es ist jedenfalls Quatsch.

    Ich wollte auf keinen Fall irgendwie patzig oder so rüberkommen, wobei ich mir dennoch beim Lesen so meine Gedanken gemacht habe, gebe ich zu.

    Von Welpenschutz zu reden und gleichzeitig zu sagen, man hätte Ahnung...schließt sich irgendwie aus. Aber so ist das eben in einem Forum und mit dem geschriebenen Wort. Man kennt den Menschen dahinter nicht und sieht auch nicht seine Mimik ect..

    Sollte ich Dir in irgendeiner Form an den Karren gefahren sein, dann entschuldige bitte.

    Ein gutes Buch zu lesen, sollte ebenfalls kein Vorwurf sein, sondern eher ein Rat, sich mal neuere Literatur "reinzuziehen. Da Du Vorkenntnisse hast, lege ich Dir "Das andere Ende der Leine" von P. B. McConnell ans Herz. Die Ratgeber aus dem GU-Verlag sind jetzt nicht wirklich sooo die tollen Bücher.

    Naja, und daß man Fragen stellt, ist ja auch selbstverständlich. Manche Dinge muß man einfach in einem Forum hinterfragen, um sinnvoll antworten zu können.

    Zum Beispiel, wie Du zu Deiner Erfahrung bezüglich Hunde gekommen bist, da Du ja "erst" (sorry) 19 bist. Eigene Hunde in dem Sinne hattest Du bisher wohl eher nicht, oder?

    Noch eine Frage...: Wer ist für die Hunde denn verantwortlich? Gehören sie Deinen Eltern? Wohnst Du noch zu Hause? Wer erzieht die Hunde bzw. den neuen Welpen...?

    Alles so Dinge, die einem durch den Kopf gehen, wenn man solch ein Posting liest. Wird die kleine Hündin DEIN Hund sein? Also mit allen Konsequenzen, TA, Steuer, Hundeschule, Erziehung...oder übernehmen Deine Eltern das alles und Du gehst "nur" mal mit ihr Gassi und spielst mit ihr?

    Was Du so beschreibst, scheint Jessy ein wenig unsicher im Umgang mit anderen Hunden zu sein. Das wäre zwar kein Hinderungsgrund für einen zweiten, aber dennoch etwas, woran man arbeiten kann/sollte. "Süß" finde ich es nicht, wenn ein Hund einen anderen bedrängt, seine Warnungen nicht versteht und dann auch noch besteigen will. Hätte da früher eingegriffen/angeleint.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • Zitat


    Zum Beispiel, wie Du zu Deiner Erfahrung bezüglich Hunde gekommen bist, da Du ja "erst" (sorry) 19 bist. Eigene Hunde in dem Sinne hattest Du bisher wohl eher nicht, oder?

    Ich habe seit ich klein bin mit Hunden zu tun gehabt. Fast meine ganze Familie hat Hunde und ich habe viel im Fernsehn gesehen viel mit Hundehaltern gesprochen und auch aus eigener Erfahrung mit Hunden gelernt. Wie gesagt ein Pro bin ich sicher nicht.

    Zitat


    Noch eine Frage...: Wer ist für die Hunde denn verantwortlich? Gehören sie Deinen Eltern? Wohnst Du noch zu Hause? Wer erzieht die Hunde bzw. den neuen Welpen...?

    Ich. Ich kümmere mich auch soweit es meine Arbeit zulässt um unseren anderen Hund. Mein Vater ist Rentner und ist Tagsüber zuhause. Aber Erziehung und Kosten sind mein ding. Das Tier wird auch bei mir im Zimmer "Wohnen". Mein anderer Hund ist allerdings nur Nachts und bei Witterung drin ansonsten ist er ein Hofhund er ist es in der Wohnung auch gar nicht gewohnt.

    Zitat


    Was Du so beschreibst, scheint Jessy ein wenig unsicher im Umgang mit anderen Hunden zu sein. Das wäre zwar kein Hinderungsgrund für einen zweiten, aber dennoch etwas, woran man arbeiten kann/sollte. "Süß" finde ich es nicht, wenn ein Hund einen anderen bedrängt, seine Warnungen nicht versteht und dann auch noch besteigen will. Hätte da früher eingegriffen/angeleint.

    Wie soll ich daran denn Arbeiten?

  • Hallo,

    wie alt ist Jerry denn? Und was für eine Rasse ist er?

    Selbstverständlich kann man daran arbeiten, indem ich meinem Hund rechtzeitig zeige, daß sein Verhalten zu weit geht bzw. unerwünscht ist.

    Wie bereits erwähnt, würde ich Jerry viel früher aus einer solchen Situation herausnehmen, nämlich dann, wenn er auf die erste Warnung/Zurechtweisung nicht reagiert, bzw. wenn er dann ein zweites Mal hin will.

    Außerdem würde ich daran arbeiten, daß er seinen Willen (zu einer Hündin hin zu wollen) nicht durchsetzen kann. Mit dem Gebelle und Gezerre hatte er bisher sicherlich immer Erfolg, oder? Er kam letztenendes hin.

    Das würde ich so nicht mehr zulassen. Kontakt an der Leine nur noch bedingt und nur noch ohne "Theater". Beginnt er zu Bellen und zu Fiepsen, würde ich mich kommentarlos umdrehen und in die andere Richtung gehen. Führt er sich so auf, kommt er nicht zum anderen Hund.

    Hast Du eine solche Situation, daß ein anderer ihn zurechtweist und er dann bei Dir Schutz sucht (wie von Dir beschrieben), gib ihm diesen Schutz, leine ihn an und entferne Dich. Läßt Du ihn erneut zu dem anderen Hund und er kassiert wieder ne Abfuhr, lernt er nur, daß er es eben doch selbst regeln muß. Er will sich aber auf Dich verlassen können, das will jeder Hund. Also leine ihn an und verlasse die Situation. Dann ist er auch nicht in der Bedrängnis, da was regeln zu müssen (den anderen z.B. zu besteigen).

    Wie gut ist er denn im Freilauf abrufbar? Klappt das gut?

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

  • :???: Hm? Ich dachte die TS möchte wissen, wie sie die beiden Hunde möglichst gefahrlos zusammenführen kann? Dazu gehen die Antworten doch jetzt etwas am Thema vorbei, oder?

    Ich kann nur raten:

    deine beiden Hunde sollten sich zuerst auf neutralem Terrain begegnen, also nicht direkt im Haus oder im Garten, sondern auf einer neutralen Wiese, die der ältere Hund nicht als sein Revier ansieht.
    Dann würde ich den kleinen Hund nicht auf den Arm nehmen, da der ältere Hund das missverstehen kann. Wenn du glaubst, dass der ältere Hund mit dem Kleinen ein Problem haben könnte, dann lass ihn zuerst an der Leine. Es empfiehlt sich auch, dass sich eine Person (am besten die Bezugsperson) ausschließlich um den älteren Hund kümmert und sein Verhalten beobachtet, dabei aber den Welpen ignoriert. Der ältere Hund darf nicht das Gefühl kriegen, dass alle nur um den süßen Welpen herumtüddeln, dann fühlt er sich zurückgesetzt und kann das auf den Welpen übertragen.
    Würde um die Erstbegegnung auch nicht so einen Wind machen. Wenn der ältere Hund schnüffeln will, dann lasst ihn (Vorsicht: Körpersprache beachten!), wenn nicht, dann drängt ihm den Welpen auch nicht auf. Zuhause sollte auch darauf geachtet werden, dass der Welpe - nur weil er neu und klein ist - nicht die ganze Aufmerksamkeit bekommt und dass der ältere Hund eine Rückzugsmöglichkeit vor dem für ihn manchmal nervigen Welpen hat.

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