Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
Sozialisation im Erwachsenenalter? Hilfe!
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Hallo zusammen,
ich Suche für Freunde von mir nach Rat. Sie haben zwei Terrier, einen aus dem Tierheim (aber um den geht es nicht) und einen, den sie mit etwa einem Jahr von einer Familie übernommen haben.
Die beiden machen jede Menge Probleme, von denen einige schon besser geworden sind. Aber eines häkt sich hartnäckig:
Der inzwischen fast zweijährige, kastrierte Rüde nervt auf Spaziergängen alle anderen Hunde zu Tode (auch meine Kleine). Er rennt kläffend hinter ihnen her, schnappt manchmal sogar nach Schwänzen oder Ohren. Und das obwohl die anderen Hunde häufig viel souveräner sind. Er reagiert nicht auf die Abwehrgesten der anderen Hunde und macht immer weiter.
Wenn dann mal einer der anderen Hunde auf Konfrontation geht, unterwirft sich der kleine Terrier keinesfalls. Er lässt es drauf ankommen, als wüsste er, dass der andere Hund eh gleich abgerufen wird.
Woran liegt das? Er scheint ziiiemlich wenig Selbstbeherrschung gelernt zu haben (seine Besitzer sind leider sehr lieb und nicht konsequent) und seine Frustrationsgrenze scheint auch recht niedrig. Ist er einfach schlecht sozialisiert worden? Und wenn ja, kann man das noch ändern? Oder muss den Kerlchen einfach mehr gezeigt werden, was er sich erlauben darf und was nicht?
Viele Grüße.
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21. Dezember 2009 um 21:28
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Sozialisation im Erwachsenenalter? Hilfe! - Vor einem Moment
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LG Steffi mit Buddy
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Zitat
Oder muss den Kerlchen einfach mehr gezeigt werden, was er sich erlauben darf und was nicht?
Genau! Und zwar mit viel Geduld und - Konsequenz!
Unser Bobby war/ist auch so ein Macho. Sein Verhalten wurde/wird besser durch
a) Verbesserung der Bindung an uns
b) sichere Abrufbarkeit (üben, üben, üben)
c) bei Rumgezicke mit anderen Hunden auf Abstand gehen plus b)
d) eine gelassenere Grundeinstellung bei uns
Bobbys Sozialisierung war offenbar auch nicht gerade der Hit. Aber auch ein erwachsener Hund kann dazulernen! Sind Deine Freunde mit ihren Hunden in einer Hundeschule?
Liebe Grüße
Wauzihund -
Hallo Wuzihund,
vielen Dank für Deine Antwort!Sie waren in der Hundeschule. Und eigentlich hört der Gute auch ganz gut. Abrufen ist zum Beispiel an sich kein Problem. Nur leider machen die Besietzer das eben nicht konsequent immer dann, wenn er anfängt. Und wenn sie es machen - und der Hund kommt - kriegt er gleich ein Leckerchen. Ich hab das Gefühl er fühlt sich dadurch für das Kläffen belohnt.
Puh, ich weiß wirklich nicht, wie ich ihnen Verständlich machen soll, dass sie konequenter sein müssen und auch mehr tun müssen, statt immer nur zuzugucken.
Und was ich genau weiß ist: Sie werden fragen woher dieses Verhaten denn wohl kommt. Und bevor ich ihnen das nicht beantworten kann, machen die bestimmt gar nix.
Viele Grüße.
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Naja, dann sag ihnen doch, dass dieses Verhalten daher kommt, dass sie dem Hund nicht vermitteln können, welches Verhalten sie von ihm erwarten. Das ist nämlich der Grund, letztendlich.
Dann können sie damit anfangen, etwas über Hunderziehung zu lernen, dann wirds auch mit dem Hund besser klappen.Jedenfalls kann ich aus eigener Erfahrung (Snoop) sagen, dass auch erwachsenen Hunde lernen können, wie sie sich bei Hundebegegnungen ordentlich verhalten. Macht etwas Mühe, man muss sich schon auch für Hundeverhalten interessieren, aber es geht.
Ich wusste auch nicht, warum er das macht. Aber ich wusste, was ich tun muss, damit er es nicht mehr macht. Und dieses Wissen wird deinen Bekannten (und ihrem Hund) auch helfen.
Also;am besten wieder in eine gute Hundeschule und lernen!!
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Also gut, ich werde mein bestes geben es ihnen verständlich zu machen - und sie zu motivieren wieder in die Hundeschule zu gehen. Um bis dahin schonmal ein wenig zu üben, würdet ihr auch folgendermaßen vorgehen?
Wenn der Hund kläfft, kräftig "Nein" sagen, ihn zurückrufen und bei Fuß ein Stück von den anderen entfernen. Leckerchen gibt dabei nur ab und zu und wenn dan auch erst am Ende des Fußgehens. Erst wenn er sich wieder beruhigt hat, darf er wieder zu den anderen laufen.
Der Gute ist ein ziemlich harter Brocken. Er lässt sich seeehr schlecht beeindrucken. Während meine schon fast stirbt, wenn ich sie zu böse angucke, kann man ihn am Schlawittchen packen und es ist ihm völlig egal. Ich bin also gespannt, wie lange er braucht, um die Maßnahme zu verstehen.
Vielen Dank schonmal für eure Hilfe.
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Was bedeutet denn "am Schlawittchen packen"? Doch nicht Nackenfell schütteln *hoff* ?
Das Wichtigste: Der Hund sollte sich nichts Tolleres vorstellen können, als bei Herrchen und Frauchen zu sein - beim Üben des Heranrufens also mit alberner Stimme herumquietschen
und die besten Leckerlis der Welt anbieten, und zwar immer.Das kann schon mal ein halbes Jahr dauern, bis man die Leckerlis quasi ausschleichen und dann variabel belohnen kann, besonders, wenn das Verhalten schon so gefestigt ist. Zuerst natürlich ohne Ablenkung üben, vielleicht mal öfter mit dem "Problemhund" alleine Gassi gehen und sich verstecken, wenn er nach dem Rufen nicht gleich kommt. Da guckt er aber blöd (jedenfalls unser Bobby
).Liebe Grüße
Wauzihund -
Nein nicht hochheben und schütteln. Von oben ins Fell greifen und ihm eindringlich sagen "Neeein".
Ja, das mit dem allein Spazierengehen halte ich für eine gute Idee. Bin gespannt, ob sie's umsetzen. Da könnten sie sich halt besser auf den einen Hund konzentrieren. Der andere ist nämlich wegen seeeeeehr ausgeprägtem Jagtverhalten (kaum ansprechbar) leider nur an der Schleppleine und somit häufig einfach im Weg.
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Ich würde die kleine Krawalltöle ebenfalls an die Schleppe nehmen, nicht nur den Jäger.
So können sie immer verhindern, dass er zu anderen Hunden hin zischt.Ein eindringliches NEIN hilft natürlich nur, wenn der Hund die Bedeutung versteht. Stell dir vor, sie würden dem Hund ins Fell packen und eindringlich "Erdbeerkuchen" sagen. Dann kannst du dir vorstellen, wie es auf den Hund wirkt.
Zu dem Thema findet sich vielleicht was unter dem Stichwort Abbruchsignal.Außerdem sollten die Leute drauf achten, dass sie ihren Hund zu sich rufen BEVOR er zu dem anderen Hund rennt, und zwar freundlich und positiv. Der Erfolg wird größer sein, wenn der Hund gern zu den Leuten läuft.
Wenn er es als Strafe ansieht, kommt er weniger freudig und schnell.Darum sollte er auch nicht mit Fußübungen "gequält" werden. Man kann stattdessen ein fröhliches "Schau" üben, dass für den Hund mit freudiger Erwartung verbunden ist, wenn man es richtig aufbaut. (Auch dazu findet sich sicher was).
Und Leckerli kanns fürs erste gar nicht genug geben, damit der Hund sich in seinem Verhalten (bei seinem Mensch zu laufen) bestätigt fühlt. Erst später, wenn das schon richtig gut klappt, gibts weniger und variabel.
Und natürlich alles an verschiedenen Orten mit verchiedenen Hunden üben. Erst mal sehr einfach, mit Hunden, die ihn eh nicht interessieren und großen Abständen und dann darf es langsam schwieriger werden. Aber immer nur soviel schwieriger, wie es noch klappt.
Man merkt schon, dass der Mensch da mehr Ahnung haben muss, als der Hund. Deshalb den Vorschlag der Hundeschule (die eigenlich Hundehalterschule heißen sollte).
Und bitte unbedingt eine, die mit viel Lob und ohne Strafe arbeitet.
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