Wie das Bellen abgewöhnen?

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  • Mein Zwergpudel nun knapp etwas über ein Jahr, hat sich nun etwas blödes angeeignet. Immer wenn er ein Geräusch im Treppenhaus hört, fängt er an zu bellen, brummen etc. Er hat wohl Angst, da er er dann zu uns kommt bzw. sich unterm Tisch verkriechen möchte oder in der Wohnung brumment auf und ab läuft. Ein "Nein" hilft leider auch nix, auch ein "Nein" + Schnauze zuhalten hat nix gebracht. Er ist eigentlich ein sehr ruhiger Hund, der auch keine anderen Hunde anbellt und selbst im Spieltrieb nur sehr selten ein Beller von sich gibt. Er liebt alle Menschen, fängt immer gleich an zu wedeln, wenn ihn jemand anschaut und Besuch wurde bisher auch stets freundlich empfangen. Am Anfang hat er nur bei lauten Geräuschen im Treppenhaus mit brummen angefangen und auch nur bei Tag, er hat sich dann immer unterm Tisch verkrochen. Dann kamen Beller hinzu. Er wird immer empfindsamer, schon kleine Geräusche in der Nachbarwohnung od. Lichtschalter im Treppenhaus haben ihn dann zum Bellen gebracht. Inzwischen ist es leider so schlimm, das er Nachts beim kleinsten Geräusch (teilweise weis ich nicht was er gehört haben könnte) anfängt zu bellen. Wir wohnen auf zwei Etagen, alles ohne Türen, bis aufs Bad. Er schläft stets bei uns oben, doch die letzten Nächte bin ich öfter von ihm aufgewacht. Wir haben ihn die letzten zwei Nächte unten in der Stube schlafen lassen- die erste Nacht ging, doch in der zweiten Nacht fing er sehr laut an zu bellen und das Nachts um eins. Hab schon Angst das es bald ärger mit den Nachbarn geben könnte, aber ich kann ihn doch auch nicht Nachts ins Bad sperren. Im Bad ist er zwar immer wenn wir außer Haus sind (unser Bad ist rießig) und noch kein Nachbar hat ihn dort gehört, aber eigentlich soll der Hund doch bei seinem "Rudel" schlafen oder? Ich Frage mich wieso er plötzlich so Ängstlich ist. Da fällt mir noch ein, das wir kürzlich Besuch hatten (Mann und Frau) und er ein paarmal gebellt hat, wenn der Mann vom Sofa aufgestanden ist. Wenn die Frau aufstand hat er sich nicht gerührt!? Kommt mein Hund vielleicht jetzt erst so richtig in die Pupertät, er hat sehr spät angefangen das Bein zu heben!? Wir haben ihn von Welpe an und ich bin einfach ratlos, was in meinem Hund vorgeht!
    Hoffe es kann mir jemand weiterhelfen! - Danke

  • Zitat

    Mein Zwergpudel nun knapp etwas über ein Jahr, hat sich nun etwas blödes angeeignet. Immer wenn er ein Geräusch im Treppenhaus hört, fängt er an zu bellen, brummen etc. Er hat wohl Angst, da er er dann zu uns kommt bzw. sich unterm Tisch verkriechen möchte oder in der Wohnung brumment auf und ab läuft. Ein "Nein" hilft leider auch nix, auch ein "Nein" + Schnauze zuhalten hat nix gebracht.

    Warum machst du sowas?
    Wieso wendest du einen Schauzgriff bei einem offensichtlich verunsicherten, ängstlichen Hund an?


    Zitat

    Er ist eigentlich ein sehr ruhiger Hund, der auch keine anderen Hunde anbellt und selbst im Spieltrieb nur sehr selten ein Beller von sich gibt. Er liebt alle Menschen, fängt immer gleich an zu wedeln, wenn ihn jemand anschaut und Besuch wurde bisher auch stets freundlich empfangen. Am Anfang hat er nur bei lauten Geräuschen im Treppenhaus mit brummen angefangen und auch nur bei Tag, er hat sich dann immer unterm Tisch verkrochen.

    Und gennau da ist das Problem entstanden.
    Der Hund hatte offensichtlich Angst und weil es für euch nicht weiter unbequem war, habt ihr nichts unternommen, um ihm da Selbstsicherheit zu geben.

    Zitat

    Dann kamen Beller hinzu. Er wird immer empfindsamer, schon kleine Geräusche in der Nachbarwohnung od. Lichtschalter im Treppenhaus haben ihn dann zum Bellen gebracht. Inzwischen ist es leider so schlimm, das er Nachts beim kleinsten Geräusch (teilweise weis ich nicht was er gehört haben könnte) anfängt zu bellen.

    Na logisch.
    Die Steigerung ist nur logisch, weil ihr euch scheinbar - der Beschreibung nach - nicht um das Problem des Hundes gekümmert habt. Gekümmert habt ihr euch lediglich um euer Geräuschproblem.

    Zitat

    Im Bad ist er zwar immer wenn wir außer Haus sind (unser Bad ist rießig) und noch kein Nachbar hat ihn dort gehört, aber eigentlich soll der Hund doch bei seinem "Rudel" schlafen oder?

    Wenn der Hund vernünftig dran gewöhnt ist, ist dem wurst, ob er "beim Rudel" schläft oder nicht.

    Zitat

    Ich Frage mich wieso er plötzlich so Ängstlich ist.

    Ist er nicht. War er schon die ganze Zeit, ihr habt euch nur nicht drum gekümmert, weil es euch nicht behindert hat.

    Zitat

    Da fällt mir noch ein, das wir kürzlich Besuch hatten (Mann und Frau) und er ein paarmal gebellt hat, wenn der Mann vom Sofa aufgestanden ist. Wenn die Frau aufstand hat er sich nicht gerührt!? Kommt mein Hund vielleicht jetzt erst so richtig in die Pupertät, er hat sehr spät angefangen das Bein zu heben!? Wir haben ihn von Welpe an und ich bin einfach ratlos, was in meinem Hund vorgeht!

    Dasselbe wie von Anfang an + Erfahrung.

    Er hatte von Anfang an Angst vor den Geräuschen. Ein Hund, der sich verkriecht, hat ganz klar Angst.

    Ihr habt es sich entwickeln lassen, bis er anfing, das Ganze nach vorn umzusetzen, indem er verbellt.

    Grundsätzlich wäre die erste Baustelle, ein Vertrauensverhältnis zum Hund aufzubaun, das seh ich nämlich nicht. Das heißt:

    Kein Schnauzgriff und ähnlicher Quatsch bei einem ängstlichen Hund!

    Grundsätzlich dem Hund erst mal klarmachen, dass er bei euch Schutz suchen kann, er muss solche Situationen nicht selbst regeln - heißt, wenn der Hund wieder hochdreht, dann schickt ihr ihn an einen Platz, an dem er sich sicher fühlt (Körbchen etc.) und lobt, sobald er ruhig ist.

    Wenn es sein muss, wird das so oft wiederholt, bis er es verstanden hat.

    Was gar nicht geht ist ein quer durch die Wohnung gebrülltes "NEIN" wenn der Hund bellt.

    Mit Ruhe und vor allem ohne agressive Aktionen ala Schnauzgriff.

  • Zitat

    Warum machst du sowas?
    Wieso wendest du einen Schauzgriff bei einem offensichtlich verunsicherten, ängstlichen Hund an?

    Mache das erst seit es so schlimm ist, das er auch vor der Haustür bellt und sich nicht ängstlich unterm Tisch versteckt.


    Zitat

    Und gennau da ist das Problem entstanden.
    Der Hund hatte offensichtlich Angst und weil es für euch nicht weiter unbequem war, habt ihr nichts unternommen, um ihm da Selbstsicherheit zu geben.

    Das stimmt nicht, das wir nix unternommen haben - wieso behauptest du so etwas? Wir haben ihn am Anfang unterm Tisch vorgeholt und in sein Körbchen gesetzt und wenn er dann noch bei weiteren Geräuschen gebrummt hat ein "Nein" erteilt. Wir waren auch stets in seiner Nähe.

    Zitat

    Dann kamen Beller hinzu. Er wird immer empfindsamer, schon kleine Geräusche in der Nachbarwohnung od. Lichtschalter im Treppenhaus haben ihn dann zum Bellen gebracht. Inzwischen ist es leider so schlimm, das er Nachts beim kleinsten Geräusch (teilweise weis ich nicht was er gehört haben könnte) anfängt zu bellen.

    Zitat

    Na logisch.
    Die Steigerung ist nur logisch, weil ihr euch scheinbar - der Beschreibung nach - nicht um das Problem des Hundes gekümmert habt. Gekümmert habt ihr euch lediglich um euer Geräuschproblem.

    Das Geräuschproblem besteht erst seit etwas über ner Woche. Und das stört mich auch am wenigsten. Hatte auch bisher immer das Gefühl das er Vertrauen zu uns hat. Wenn er vor was Angst hat z.B. raschelnde Tüte oder so, dann hab ich ihm immer gezeigt das das nix schlimmes ist, in dem ich zum Beispiel das "Gruselobjekt" in ein Spiel mit einbezogen habe. Du stellst mich hier hin, als wär mir mein Hund egal und es würde mich nur die Lärmkulisse stören, find ich etwas mies, man kann doch auch mal genauer Nachfragen und nicht gleich Behauptungen aufstellen bitte!


    Zitat

    Wenn der Hund vernünftig dran gewöhnt ist, ist dem wurst, ob er "beim Rudel" schläft oder nicht.

    Finds trotzdem traurig, wenn der Hund so abseits vom "Rudel" gehalten wird. In der Nacht allein und wenn ich auf Arbeit bin ...hmm...


    Zitat

    Ist er nicht. War er schon die ganze Zeit, ihr habt euch nur nicht drum gekümmert, weil es euch nicht behindert hat.

    Mir ist nun auch klar, das er wohl etwas ängstlicher ist als gedacht, aber seit ich das merke beschäftige ich mich auch damit und nicht erst seit er lauthals seine Angst mitteilt.

    Zitat

    Da fällt mir noch ein, das wir kürzlich Besuch hatten (Mann und Frau) und er ein paarmal gebellt hat, wenn der Mann vom Sofa aufgestanden ist. Wenn die Frau aufstand hat er sich nicht gerührt!? Kommt mein Hund vielleicht jetzt erst so richtig in die Pupertät, er hat sehr spät angefangen das Bein zu heben!? Wir haben ihn von Welpe an und ich bin einfach ratlos, was in meinem Hund vorgeht!

    Dasselbe wie von Anfang an + Erfahrung.

    Was soll ich denn dagegen unternehmen?

    Zitat

    Grundsätzlich dem Hund erst mal klarmachen, dass er bei euch Schutz suchen kann, er muss solche Situationen nicht selbst regeln - heißt, wenn der Hund wieder hochdreht, dann schickt ihr ihn an einen Platz, an dem er sich sicher fühlt (Körbchen etc.) und lobt, sobald er ruhig ist.

    Wenn es sein muss, wird das so oft wiederholt, bis er es verstanden hat.

    Das hab ich schon versucht. Er brummt aber in seinem Körbchen weiter, sogar wenn man ihn auf den Arm nimmt :???: . Loben kann ich ihn dann nicht, weil er nicht aufhört. Oder bringt das noch was, wenn er nach ein paar Minuten sich wieder beruhigt hat!?

    Zitat

    Was gar nicht geht ist ein quer durch die Wohnung gebrülltes "NEIN" wenn der Hund bellt.

    Ich habe mit meinem Hund bei Komandos Augenkontakt und brüllen tu ich schon garnicht - naja vielleicht wär ich dann lauter als der Hund und die Nachbarn könnten sich über mich anstatt über ihn beschweren :headbash:

    [/quote]Mit Ruhe und vor allem ohne agressive Aktionen ala Schnauzgriff[/quote]

    Naja dann wohl weiter mit Körbchen und hoffen oder hat noch jemand andere Tipps?
    :hilfe:

  • Grundsätzlich:

    Hör auf ihn für seine Angst zu bestrafen.

    Unterm Tisch rausholen und ins Körbchen setzen ist keine Lösung. Dann auch noch "Nein" wenn er brummt, erstrecht nicht.

    Der Hund muss das Vertrauen in euch haben, dass ihr das alles im Griff habt und das hat er nicht.

    Das heißt:
    Klare Ansagen für den Hund.

    Keinesfalls das Knurren verbieten!! Es ist ein extrem schmaler Grad, wenn es kippt, dann beißt er irgendwann mal ohne vorher zu warnen und das will niemand. Einem Hund das Knurren wieder beizubringen ist ein Akt ohnesgleichen.. also lass ihm sein brummen.

    Ignorieren und Loben sobald Ruhe ist, ist das Stichwort.
    Demonstrative Ruhe eurerseits.

    Kein "aufspringen" wenn´s klingelt etc.

    Wie ich sag - der hat die Angst jetzt nach vorne umgesetzt...
    Das heißt es jetzt erst mal komplett runterzuregeln.

  • Gab ist in der letzten Zeit mal eine Reaktion eurerseits, also das ihr euch erschrocken habt, oder der Hund sich erschrocken hat und ihr habt ihn dann betuddelt und getröstet? Ihn in so einer Situation auf den Arm genommen?

    Gegen die Angst solltet ihr auf jeden Fall etwas tun, denn wie Fussel schreibt, er hat die Angst nach vorne umgesetzt. Geht ihr in eine Hundeschule? Hat er Kontakt mit anderen Hunden?

    Lg

    Snoepje

  • Soll ich ihn dann gleich ignorieren oder erst in sein Körbchen schicken. Und dann kein Augenkontakt, kein Komando, also so tun als ob nix wäre!?
    Wir üben grad auch immer, das wenns klingelt wir ihn erst ins Körbchen schicken und dann die Tür öffnen und, wenn er ruhig ist kommen darf zum begrüßen. Er ist dann zwar unruhig in seinem Körbchen, aber inzwischen hält er sich dort bis zum Komando.
    So als ein richtiges knurren würd ich sein brummen nicht deuten. Er ist in dem Zustand kein bisschen aggressiv. Weil du meinst er könnte beisen. Sobald er Menschen sieht wedelt er, es sind wohl nur die Geräusche, die ihn ängstigen.
    Soll ich ihn dann die erste Zeit nun im Bad schlafen lassen, damit er die Geräusche vom Treppenhaus nicht mehr so hört, bis sich das alles gebessert hat. Habe aber Angst, das es eine zusätzliche Belastung, wegen der Umstellung sein könnte und er noch unausgeglichener wird.
    Untern Tisch haben wir allgemein als tabu erteilt. Sein Körbchen soll sein Platz sein.

  • Zitat

    Gab ist in der letzten Zeit mal eine Reaktion eurerseits, also das ihr euch erschrocken habt, oder der Hund sich erschrocken hat und ihr habt ihn dann betuddelt und getröstet? Ihn in so einer Situation auf den Arm genommen?

    Gegen die Angst solltet ihr auf jeden Fall etwas tun, denn wie Fussel schreibt, er hat die Angst nach vorne umgesetzt. Geht ihr in eine Hundeschule? Hat er Kontakt mit anderen Hunden?

    Lg

    Snoepje

    Er erschrickt sich bei den Geräuschen, das merkt man. Auf den Arm genommen haben wir ihn am Anfang mal, um zu schauen ob er sich dann gleich beruhigt, aber er brummt dann weiter bei neuen Geräuschen - also war das eher schlecht als recht. Erschrecken tu ich Nachts wenn ich schlafe und er aus heiterem Himmel anfängt zu bellen ;) !
    Wir haben viele neue Nachbarn im Haus, die Wohnung neben uns und unter uns waren zuvor leerstehen, vielleicht machen ihm die neuen Geräusche plötzlich solche Angst!

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