Wieviel Aufmerksamkeit abgesehen von Spaziergängen?

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  • Bitte immer klar unterscheiden zwischen einem Hund, dem gezielt Apathie beigebracht wird, damit seine Menschen ihre Ruhe haben - das ist dann Kategorie "wie gehen 2 Stunden am Tag spazieren, ansonsten soll er schlafen" und einem Hund, der vernünftig ausgelastet wird, dadurch eben auch "hellwach" ist und entsprechend solide Erziehung braucht.

    Ich halte dieses "Hund hochdrehen" und "muss Ruhe lernen" für grundsätzlich problematisch und steh damit hier auf relativ einsamem Posten.

    Dass ein Hund ausgelastet und beschäftigt wird ist eine gute Sache - gleichzeitig ersetzt das keine Erziehung. Im Gegenteil. Und ein Hund, der Füße jagt, auf Tische springt und seine Menschen einfach so lange nervt - steigernd - bis er bekommt, was er will, offenbar kein wirkliches Abbruchsignal kennt etc. dessen Problem ist weniger die Auslastung sondern vielmehr mangelnder Grundgehorsam und normale UO für den Alltag.

    Dass nahezu alle Hunde irgendwann Ruhe lernen müssen, einfach weil die Begeisterung darüber, beim Menschen zu sein, etwas überdreht, ist keine Frage.

    Da sprechen wir von der Verantwortung des Hundehalters. Ein Hund ist eben teils wie ein Kind, das selbst nicht weiß, was ihm gut tut. Wenn der Hund seinen Schlaf nicht mehr bekommt vor lauter Toben, Spielen und Wuseln, dann muss man ihm das beibringen, so wie man Kinder eben auch um 8 ins Bett schickt, auch wenn sie das doof finden.

    Aber eines muss immer klar gezeichnet sein: Die Grenze zwischen Ruhe, die der Hund braucht und lernen muss und anerzogener Apathie.

    Ich würde dein Programm lassen, wie es ist. Wenn es den Hund nicht überfordert - wieso nicht?

    Dass er Ruhen lernt steht auf einem ganz andren Blatt.
    Und dass er vor allem "Nein" lernt auf einem wieder anderen.

  • Zitat

    Ich würde dein Programm lassen, wie es ist. Wenn es den Hund nicht überfordert - wieso nicht?

    Was ist aber, wenn das Programm, den Hund vielleicht wirklich überfordert? Und er dadurch nicht zur Ruhe finden kann?

    Ich stimme dir prinzipiell zu, dass Auslastung und Erziehung zwei paar Schuhe sind. Beides sollte stimmen. Aber man muss auch immer schauen, wie das eine mit dem anderen zusammenhängt.

    Es kann zum Beispiel sein, dass es in der Erziehung nicht kappt, weil der Hund zu wenig oder zuviel Auslastung hat.
    Es kann aber genauso gut in der Auslastung nicht klappen, weil der Hund zuviel (ja das kann es geben ;) ) oder zu wenig Erziehung genossen hat.

    Ich finde, man sollte immer darauf schauen, dass beides in einem guten Zusammenhang steht.

  • Fusselflitz, und wie würdest du den mangelnden Grundgehorsam, der sich in der Fußbeißerei, dem Essensklauen wenn wir den Raum verlassen und das Dauernerven wenn er nicht Mittelpunkt ist dann korrigieren?
    Ignoranz, feste Hand, Strafe etc war ja alles wirkungslos...das liegt wahrscheinlich an seiner Vergangenheit.

    Time-Out ist irgendwie die letzte Lösung :???: !

  • Ich würd mich vor allen Dingen mal für eine Herangehensweise entscheiden und die auch durchziehen.

    Ein Hund muss nicht "Fuße pfui", "Tisch springen böse", "Essen klauen nein, nein, nein!" unterscheiden können. Ein Hund muss schlicht wissen, was "Nein" oder - je nachdem wie man arbeitet - ein entsprechendes einzelnes(!) Signal für "das lässt du bleiben" kennen.

    Und das tut eurer nicht.

    Ihr habt alles mögliche mal durchprobiert - das macht es nicht besser.

    Er ist ja immerhin schon bis zum Füßebeißen gekommen. Das hat sich aufgebaut. Er hat irgendwann gelernt "wenn ich es weit genug treib, dann KRIEG ich, was ich will". Ihm das jetzt wieder abzugewöhnen ist natürlich ein Stück arbeit.

    Ihr braucht irgendetwas, das den Hund beeindruckt. Schreien tut´s offenbar nicht - tut es übrigens seltenst. Gewalt ist grundsätzlich ausgeschlossen.

    Jetzt müsste man deinen Hund sehen und erleben können.. sehen, worauf er denn überhaupt noch reagiert. Da er schon beim "beißen" angelangt ist, nicht ganz einfach.

    Wenn das mit dem Aussperre funktioniert - schön.
    Aber ich würde es schon jetzt mit einem "Signal" verbinden, denn sonst hast du ein Problem, wenn dein Hund z.B. draußen rumspinnt - was willste tun? Ihn aussetzen?

    Er braucht irgendein "Abbruch"-Signal, das er ganz klar einem "Aufhörn!" zuordnet.

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