Hund in Pflege - aggressiv ?

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    Zeig mir 5 Hunde aus einer Gruppe von 20 (darunter keine Pekinesen und ähnliche Handtaschenmischungen), mit denen du das bringen kannst.. die sich von wildfremden Menschen, am besten in Abwesenheit des Halters, ohne Gegenwehr auf den Rücken drehn lassen.

    Ob du´s glaubst oder nicht, das ist bei uns an der Tagesordnung. Egal ob Schäferhund oder Berner Sennenhund. Für Sono, Röntgen und Verbandswechsel muss man sie nun mal so händeln können und erstaunlicher Weise sind da 90% der Hunde sehr kooperativ, auch ohne Besitzer ! (im Gegensatz zu manch katze )

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    Tja, die Probleme treten immer dann auf, wenn du dem Hund körperlich zu nahe trittst.
    Und offenkundig bist du nicht imstande seine diesbezüglichen Signale zu lesen, sonst wär es ja kein Problem, ihn in 1-2 Sitzungen an Sachen wie das Baden etc. zu gewöhnen...

    Ihr könnt immer so schön schreiben und besser wisst ihr es sowieso, aber ich möchte gerne sehen, wie ihr mit dieser Situation umgeht.
    Natürlich kann ich seine Signale lesen und merke, wann er was nicht will.....aber wenn ich dann aufhören würde.....würde er dieses Verhalten erst recht an den Tag legen, da er merkt, dass ich ihn durch knurren in Ruhe lasse. Ich bin mir sicher, dass er damit schon öfter durchgekommen ist. Zumal er ja merken soll, dass es nichts schlimmes ist.


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    Zu deiner Information - die von dir genannten Rassen glänzen, sofern aus guten Zuchten, durch charakterstärke. Also das genaue Gegenteil einer niedrigen Reizschwelle. Die haben schlicht Selbstbewusstsein und himmeln einen Menschen nicht, an, nur weil er Mensch ist. Die stehen erst mal auf dem Standpunkt "Du willst was von mir? Okay.. und.. das setzen jetzt durch.. du.. und.. welche Armee...?"

    Das ist deine Meinung, ich habe eine andere. Ich sehe, was in den Tierheimen als "beschlagnahmt" eingeliefert und "schwer vermittelbar" eingestuft wird. Kein Hund kann etwas dafür, es liegt immer am Halter. Aber sobald da etwas in der Prägungsphase oder Sozialisierung falsch gelaufen ist, nimmt es ein Hund dieser Rasse meiner Meinung nach ernster, als z.B. ein Dalmatiner, Bobtail...was weiß ich...und dadurch entstehen eben die so genannten "Problemhunde". Diese Rassen erlauben dem Halter nicht soviele "erziehungsfehler", was sicher auch in ihrem Selbstbewusstsein liegt. Aber jede logische Erklärung ändert nichts an der Tatsache.

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    Dann verhälst du dich in der Situation falsch.
    Lass raten - du nimmst den Ball nur dann, wenn du ihn wegräumen, ihm also wegnehmen willst?
    Da hätt ich als Hund auch keinen Bock drauf, irgendwas her zu geben.

    Sehr falsch. Du hast eine völlig falsche Sichtweise, ich möchte nicht gegen den Hund, sondern mit dem Hund arbeiten.
    Wir üben täglich das ablegen von Gegenständen....z.b. durch einen Schleuderball....da hat man zur Not noch eine Kordel, an dem man dem Hund den Ball aus dem Maul nehmen kann. Wenn er es gut macht, darf er den Ball/Stock etc. danach auch sofort wieder aufnehmen ohne dass ich ihm den wegnehme :roll:

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    Wurde er denn wenigstens an den Maulkorb gewöhnt, oder ist das auch so ne Sache, die du halt einfach mal machst, der Hund gefälligst hinzunehmen hat und so lang er nicht sofort durchdreht, sobald das Ding drauf ist, wird schon alles in Ordnung sein...?

    Wieder eine sehr negative Einstellung....er kennt den Maulkorb vom Straßenbahn fahren ^^

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    Währenddessen oder danach?
    Sei mir nicht bös, aber so ganz passt das hier nicht in die restliche Schilderung. Dieser Hund nimmt IN der Situation garantiert kein Leckerlie durch den Maulkorb... never..

    Währenddessen ist schlecht möglich, oder ? Wenn er mit Maulkorb fressen könnte, bräuchte ich keinen drauf machen. Während wir ihn gebürstet haben, wurde er verbal gelobt und sobald er aufhörte zu knurren, legten wir eine Pause ein. Das hat er auch recht schnell begriffen und am ende gab es leckerlie, die er auch sehr gerne annahm, denn sobald sich die Situation entspannt hat, ist alles wieder ok.
    Jetzt müssen wir natürlich daran arbeiten, dass er auch während des bürstens, abtrocknens etc. entspannt ist und versteht, dass es nichts schlimmes ist.

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    Sorry, aber spätestens jetzt hast du praktisch bewiesen, dass du nicht ausreichend Hundeahnung hast, um dich um diesen Hund zu kümmern. Nur weil ein Hund sich nicht jeden Sch.. gefallen lässt - auf den Rücken drehen, Umarmen und alles, was danach aussieht etc. - und noch dazu von jedem hergelaufenen, dominiert er noch lang nicht seine Menschen.

    Er soll sich nicht jeden Sch**** gefallen lassen, aber die Dinge die notwendig und alltäglich sind und das ist bestimmt nicht zu viel verlangt.
    Dominieren war vielleicht falsch ausgedrückt, aber irgendeine Dahergelaufene bin ich deswegen noch lange nicht. Man sollte bedenken, dass ich zur Zeit die Jenige bin, die mit ihm gassi geht, ihn bespielt und das wichtigste: sein Dosenöffner bin und dadurch entsteht ein gewisses Abhängigkeitsverhältnis, welches der Hund sehr wohl einschätzen kann udn sich dementsprechend mit mir gut stellt, wie er es auch mit seinem Rudelführer tun würde.
    Wenn du so schnell einschätzen kannst, wer mit dem Hund umgehen kann und wer nicht, na dann würden wohl einige Hunde ihren Besitzer wechseln müssen.
    Nur wegen eines bestehenden Problems, heißt das doch nicht das Ende. Wie gut man daran arbeiten kann ist entscheidend.
    Und du solltest nicht vergessen, dass er das bei der Besitzerin auch macht und sie ist bestimmt nicht "eine Dahergelaufene" für ihn.

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    Logisch.
    Weil alle nicht kaputtgezüchteten Hunde sowas von Zeit zu Zeit bringen.. u.a. weil ihnen jedweder "saubergeruch" komplett unangenehm ist.

    ich möchte sehen, wie dein Hund mit kacke im Fell in deiner Wohnung rumläuft, nur weil es in seinem Instinktverhalten verankert ist.
    Man kann es auch übertreiben ;)
    Natürlich vermeide ich es, dass er soetwas nochmal macht...indem ich ihn sofort abrufe oder mit einem Spielzeug ablenke, wenn er anzeichen macht sich im gras zu wälzen ohne dass ich sehe, was da ggf. im gras versteckt ist ^^.
    Aber ihn deswegen angeleint zu lassen, dass würde seinem Bewegungsdrang nicht gerecht werden.


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    Mich würde ja mal interessieren, woher du deine "Hundeahnung" hast. Und zwar a) wieviele Hunde es waren und b) von welcher Rasse.


    Ich hab nämlich das unbestimmte gefühl, da wird versucht Erfahrung aus ein paar Retriever oder Labradore auf einen Hundetyp zu übertragen, bei dem sowas in der Regel irgendwann im Krankenhaus endet.

    Ist das jetzt nicht kleinkariert und albern ?
    Ich glaub ich hatte schon mit mehr hunden verschiedenster rassen zu tun, als manch vermeintlich "erfahrener" hundehalter hier ;) und dabei ging es leider nicht nur um die schönen seiten des hundelebens. Ich habe lernen dürfen einen hund und sein verhalten einzuschätzen, nicht zu letzt aus selbstschutz.
    Meine Mutter züchtete übrigens ...zwar nur kleine Papillons, aber auch diese Verhalten sich wie ein Hund.
    Und aufgewachsen bin ich mit 3 Deutschen Doggen, Schäferhund und Co.


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    och herrje is des n süsser lachen

    ich hoffe auf jeden fall,des ihr die problemchen in den griff bekommt....ich finde der tip von schnauzermädel einfach in allem was mensch vom hund will konsequent zu sein ist auch sehr wichtig und solltest du ebenfalls beherzigen (wenn du es nicht schon tust)...und versuch doch auch mal seiner besitzerin das ganze etwas näher zu bringen zwinkern da haben ja dann alle etwas davon

    ja er ist ein süßer fratz :smile: ...ich hoffe und denke auch, dass wir das mit viel üben schnell in den Griff bekommen. Die Tips von Schnauzermädel finde ich auch gut, aber ich behaupte, dass ich von Anfang an sehr konsequent mit ihm umgehe. Wobei natürlich eine entsprechende Belohnung nicht fehlen darf. :smile:

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    Ich denke auch, dass es sehr gefährlich werden kann, wenn man versucht einem Hund diese Größe, Masse und Charakterstärke seinen Willen aufzudrücken. Und ich finde es ehrlich gesagt auch ziemlich unfair, von einem Lebewesen zu verlangen, dass es alles von jedem mit sich machen lassen muss.

    Ich möchte ihm nicht meinen Willen aufdrücken, sondern verständlich machen, dass ich nichts schlimmes von ihm möchte. Und die Dinge ,um die es geht sind nun mal notwendig für ein entspanntes zusammenleben. ich bin mir sehr sicher, dass er nach 2 Wochen schon gut einschätzen kann, dass ich im moment eine wichtige Person für ihn darstelle (wie oben schon genannt gassi-geher, dosenöffner , um es mal in Hundeaugen zu sehen).

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    Würdest du dich von einem Fremden an den Hintern fassen lassen?


    Ich plädiere immer dafür, ein Tier nicht zu vermenschlichen, sondern den Mensch zu "vertieren".
    Die Frage ist, wie lange ich für den Hund "fremd" bleibe. Wir können gerne einen Versuch starten und es in 3 Monaten nocheinmal versuchen. Ich bin mir zu 99% sicher, dass sich das Problem bis dahin trotzdem nicht in Luft aufgelöst hat.
    Zumal ER ES BEI SEINER BESITZERIN AUCH MACHT !!!

    Auch wenn ich noch fremd für ihn bin, ändert es nichts an der Tatsache, dass wir an dem problem arbeiten müssen.

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    Du ignorierst seine Warnzeichen, so etwas kann, auch mit Maulkorb sehr böse enden. Mein Rüde z.B. kann unglaublich nachtragend sein. Er merkt sich jede Erfahrung und zieht daraus seine Schlüsse. Falls das auch auf diesen Hund zutrifft, könnte es sein, dass dieser sich ohne Maulkorb plötzlich anders dir gegenüber verhält.
    Und da du sein Knurren ignorierst muss er wohl deutlicher werden.
    So etwas kann wirklich in die Hose gehen, ich würde dir dringend empfehlen, mit dem Hund schwierige Situationen sehr behutsam zu trainieren.

    Festellungen sind schön, aber Vorschläge besser. ich würde wirklich zu gerne sehen, wie ihr diese Situation mit diesem Hund meistert (am besten noch ohne maulkorb).
    ich muss seine warnzeichen ignorieren, um ihm zeigen zu können, dass bürsten etc. angenehm sein kann. Wenn ich bei jedem knurren zurückweichen würde, dann würden wir eine stunde dastehen, ohne einmal durchs fell gefahren zu sein (übertrieben ausgedrückt). Ich habe mich dazu entschlossen sein knurren zu ignorieren und statt dessen mit lob zu arbeiten, wenn er es eben akzeptiert.
    Ich hoffe einfach mal, dass er nicht nachtragend ist...etwas anderes bleibt mir ja nicht übrig. Außerdem ist es für ihn in dieser Situation zwar unangenehm, aber keine schlimmer erfahrung mit schmerz oder so. und danach gibts ja immer was tolles...das Risiko muss ich einfach eingehen, um an dem problem arbeiten zu können.

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    Ich denke, dass dein Pflegi ein sehr stark ausgeprägtes Bedürfnis nach einer hohen Individualdistanz besitzt und du dieses erst einmal respektieren solltest. Du musst dir dein Vertrauen erarbeiten, so etwas geht nicht mit Zwang.

    Zum Beispiel, wenn du ihn bürsten willst. Vielleicht wäre es ein Ansatz, wenn du ihm die Bürste schmackhaft machen würdest? Liebt er Streicheleinheiten? Wenn ja, kannst du dazu eine weiche Babybürste mitbenutzen, wenn er gerade so richtig am Genießen ist. Oder so einen Massagehandschuh.
    Beobachte seine Signale ganz genau, zeig ihm, dass du ihm nichts böses willst. Sprich ruhig mit ihm und stell deine Handbewegungen ein, wenn du bemerkst, dass es ihm unangenehm wird (BEVOR er knurren muss).
    Wenn es ihm dann gefällt nimmt die Bürste einen immer wichtigeren Platz beim Streicheln ein. Du kannst die Bürsten wechseln und immer, wenn er etwas genießt, vorsichtig im Fell herumzupfen, so als ob du eine Zecke entfernen möchtest.

    Danke für diesen Tip, das klingt super und ich werde mich da ran tasten, um das Bürsten in den Griff zu bekommen.
    Er schläft jetzt nachts auch auf seinem handtuch, dann akzeptiert er es vielleicht eher, weil es nach ihm riecht...mal sehen.

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    Mit dem Baden wäre ich wirklich sehr vorsichtig. Das ist für viele Hunde einfach furchtbar. Ich würde, gerade in dieser sensiblen Eingewöhnungszeit solche Situationen auch vorbeugen und später mit dem Baden o.ä. Stresssituationen anfangen.

    Ja vorbeugen werde ich es natürlich (schon alleine, weil mein bad danach schwimmt ^^...eigentlich muss er ja gar nicht gebaden werden...das war leider eine doofe situation, aber er stank wirklich zum himmel. Das baden an sich findet er ja nicht schlimm...er springt sogar alleine in die badewanne, wasser ist sowieso sein element. das Problem tritt erst beim shampoonieren (anfassen an stellen, wo er es vielleicht nicht möchte) und vorallem aber beim abtrocknen auf. Ich habe es ja dann auch nur soweit gemacht, wie er es akzeptierte und ihn dann direkt aus dem bad zur wohnungstür raus geschleust.


    Was ich an sich schade finde, dass man hier so schnell abgestempelt ist und sich so extrem rechtfertigen muss. Ich finde die Einstellung ist zu negativ, es sollte nicht immer davon ausgegangen werden, dass jeder keine ahnung hat oder nicht fähig ist mit einem hund umzugehen, nur weil es ein Problem gibt. ich denke jeder von euch hat irgendein Problemchen mit seinem Hund, was ja auch normal ist - schließlich sind wir alles nur menschen und auch jedes tier ist individuell. Worauf es meiner Meinung nach ankommt, ist der Wille mit dem Hund zu arbeiten und etwas zu ändern ! Und ich denke jeder user, die hier im Forum ein Problem mit seinem hund postet, ist gewillt etwas zu ändern. lg

  • ich finde es übrigens gut, dass du den hund bei dir aufgenommen hast, obwohl er dir ganz schön unheimlich ist.
    allerdings wäre es wichtig, dass du dir hilfe holst, bevor die situation eskaliert.

    es ging übrigens auch nicht darum, dem hund alles durchgehen zu lassen ...keinesfalls!!
    sondern um ein behutsames erarbeiten der aufgaben. dazu gehört auch, ein knurren als warnung zu respektieren. anmaßend bin ich hoffentlich dabei nicht geworden.

    ich finde, es ist auch ein unterschied, ob ein hund knurrt, weil er nicht von der couch gehen will, also quasi meinen platz besetzt und mich damit austestet oder ob er knurrt, weil er nicht angefasst werden will.

    wenn ich genau weiß, dass mein hund sich gerade ein neues recht erobern möchte (z.b. die couch für sich in anspruch zu nehmen), reagiere ich definitiv ganz anders, als wenn ich merke, dass sein vertrauen zu mir so gering ist, dass er meine nähe nicht zulassen kann.

    würden meine hunde mein bett besetzen und mich dann anknurren würden sie auch vom bett fliegen.
    anders wäre es, wenn sie knurren würden, weil sie z.b. einen knochen hätten und ich ihnen diesen abnehmen möchte.

    ich meinte auch nicht, dass du beim knurren an sich zurückweichen solltest, sondern eher die reizschwelle halten, aber nicht erhöhen solltest.

    also beim streicheln: hand liegen lassen, aber nicht weitermachen.
    oder einen alternativen befehl ausführen lassen. das kann bei einigen hunden auch sehr gut funktionieren.

    luca z.b. hat anfangs geknurrt, wenn ich ihm zu nahe kam, weil er ein rinderohr hatte. ich habe ihn das ding auf befehl ausspucken lassen (das klappte wieder sehr gut) und ihn herangerufen. dann griff ich das rinderohr und gab es ihm mit einem "fein" zurück".

    vielleicht solltest du bälle auch erst einmal nicht benutzen, wenn er sie so stark in beschlag nimmt. hat er immer zugang zu seinem spielzeug oder teilst du es aus? es wäre wichtig, dass du ihm klarmachen kannst, dass du die liebe tante bist, die das spielzeug austeilt und aber auch wieder einsammelt, damit er merkt, dass es DEIN spielzeug ist und nicht seins.
    vielleicht fängst du mit einem neuen spielzeug an, welches er noch nicht in beschlag genommen hat. am besten auch ein spielzeug mit einer schnur. vielleicht kennt er noch gar kein abbruchkommando...das müsstest du ihm eventuell noch beibringen.

    Bianche: ich wollte mit dem polizeihundvergleich auch nicht unbedingt auf die qualität der diensthundausbildung eingehen. ich weiß, dass es da mehr schwarze schafe als alles andere gibt. einfach schrecklich, was dort teilweise hinter den kulissen abgeht.
    ich wollte lediglich etwas zum allgemeinen wesen von "schutzhundrassen" sagen. sie sind nun einmal nach einer gewissen härte und auch einem gewissen durchsetzungsvermögen selektiert. und viele von ihnen fühlen sich vor allen dingen einer person zur treue verpflichtet und kommen mit wechselnden bezugspersonen oft eher schwer klar. im gegensatz zum labrador haben sie einen sehr starken schutztrieb, der beim schutzhund gewünscht ist, aber zum beispiel beim therapiehund eine wahre katastrophe darstellen würde.
    und dieses misstrauen gegenüber fremden und die anschlussfähigkeit an eher wenige personen führen eben auch dazu, dass schäfis und co. nicht mal eben so einfach mit jedem mitgehen und auf jeden hören.
    natürlich bestätigen auch hier ausnahmen die regel.

    lg marika

  • Du vergleichst da Äpfel mit Birnen.

    Wenn ich einem Hund während der Behandlung selbstverständlich den Verbnd wechsle, einen Zugang lege oder was auch immer, dann gehe ich mit einem fremden Hund in fremder Umgebung um. Ein nicht panischer Hund wird den Ball flachhalten.

    Wenn ich allerdings einen selbstbewußten Hund bei mir daheim aufnehme und seine neue Bezugsperson werde, dann muss ich mit Gegenwind rechnen, wenn mein Verhalten nicht ganz eindeutig für den Hund ist, bei manchem Hund selbst dann wenn es das ist.

    Du hast da einen Arbeitshund, der bestimmte Eigenschaften mehr oder weniger aufweisen muss, weil er sonst seine Arbeit nicht machen könnte. Solche Hunde kann man nicht einfach in eine Umgebung mit neuen Menschen setzen und davon ausgehen, dass die das einfach so mitmachen.

    Deshalb finde ich es sehr unfair von eigentlichen Besitzer den Hund für lange Zeit und ohne Alternativen bei jemandem zu parken, dem die Erfahrung auf dem Gebiet fehlt.

    LG
    das Schnauzermädel

  • @ marika ...ok,damit kann ich konform gehen :)
    und ich meinte auch nicht dich,mit dem anmassend sein,denn ich finde,des du nicht schreibst,als wenn du böse vorwürfe machen möchtest,sondern du bietest ja auch gute lösungsansätze an wie ich finde...vor allem das mit der hand drauflassen wenn er knurrt aber nicht weitermachen...sprich die reizschwelle halten aber nicht erhöhen,so hab ich das ja auch mit louise gemacht

    und nur nml kurz zum verständnis von louise...er hat stets aus angst/unsicherheit geknurrt und auch dann nur,wenn es dunkel wurde(weiss der geier,was der vorbesitzer mit ihm angestellt hat) und ich ihm für sein empfinden zu nahe kam....ich habe es zwar verstanden aber ihm trotzdem so nicht durchgehen lassen und mich eben einfach neben ihn gesetzt,meine hand auf seinem rücken liegen lassen und das ganze ausgesessen,bis er aufgehört hat zu knurren(also ihn weder weiter bedrängt,noch nachgegeben)...dann hab ich ihn mit worten gelobt und hab ihn dann auch in ruhe gelassen und die methode griff wirklich gut,denn inzwischen pennt er wie gesagt bei mir,liebt kontaktliegen und kuscheln(solang er auf einem liegen kann und nicht umgekehrt ;) ),was früher undenkbar war...das der gute bub mich heut nacht angegrummelt hat war sicher ne andre geschichte von ihm und hatte eher mit "stör mich net beim pennen du doofe kuh" zu tun gehabt (um es mal niedlich auszudrücken ^^) und ich habs ihm "zurückgegeben" indem ich der ebenfalls der meinung war "lass MICH pennen du dussel und mach dich von der couch" ^^

  • o.k., jetzt haben wir uns verstanden ;)
    möchte ja nicht wissen, was dein hund vorher alles durchgemacht hat...hört sich ja furchtbar an!

    das mit dem anfassen kenn ich von anouk...sie wollte anfangs nicht, dass man ihr beim liegen zu nahe kommt....war also gar nicht der kuschelhund. sie ist dann immer urplötzlich mit einem quietsch-brummen aufgesprungen und weggesprungen.
    damals hab ich immer einen gang zurückgeschaltet, hab mich intensiv mit dem thema "anouk-anfassen" beschäftigt und sie immer sehr viel massiert und so, aber immer nur so lange, bis sie irgenwie unglücklich aussah. mittlerweile kann ich sie richtig knuddeln, meinen kopf überall auf ihr ablegen und schlabbert dabei fröhlich an mir herum. aber hätt ich ihre bedürfnisse nicht respektiert, hätte ich das niemals so hinbekommen.

  • Zitat aus deinem Anfangsthread


    Natürlich ist es möglich,dass er mich testet. Dabei kann ich aber sonst nicht bestätigen, dass er sich in irgendeiner Weise aufmüpfig verhält. Natürlich geb ich ihm dazu auch keine Chance. Er darf nicht aufs Sofa/bett etc, muss warten bevor ich zur Tür hinein/hinaus gehe....darf erst an sein Fressen, wenn ich es ihm erlaube...und halt so lauter kleine alltägliche dinge, die ihm verdeutlichen sollten, wer das sage hat.

    ----------------------------------------

    Was sind das denn für - lauter kleine alltägliche Dinge - die du ihm noch verdeutlichst.

  • Zitat

    o.k., jetzt haben wir uns verstanden ;)
    möchte ja nicht wissen, was dein hund vorher alles durchgemacht hat...hört sich ja furchtbar an!

    das mit dem anfassen kenn ich von anouk...sie wollte anfangs nicht, dass man ihr beim liegen zu nahe kommt....war also gar nicht der kuschelhund. sie ist dann immer urplötzlich mit einem quietsch-brummen aufgesprungen und weggesprungen.
    damals hab ich immer einen gang zurückgeschaltet, hab mich intensiv mit dem thema "anouk-anfassen" beschäftigt und sie immer sehr viel massiert und so, aber immer nur so lange, bis sie irgenwie unglücklich aussah. mittlerweile kann ich sie richtig knuddeln, meinen kopf überall auf ihr ablegen und schlabbert dabei fröhlich an mir herum. aber hätt ich ihre bedürfnisse nicht respektiert, hätte ich das niemals so hinbekommen.

    oh ja....teilweise möchte ich das auch nicht wissen,weil ich glaub sonst platzt mir der kamm..aber es deutet alles darauf hin,des der vorbesitzer alkoholiker war und mit dem hund wohl net gscheit zurecht kam,hat ihm eine gegeben,wenn er net "gespurt" hat und dann wahrscheinlich,als louise grösser wurde,hat der typ wahrscheinlich doch mal muffensausen bekommen,wenn ihn ne dogge anknurrt und ihn deshalb wohl abgegeben...zum glück für mich und hfftl auch für louise...der übrigens grad in der sonne liegt und sich den pelz bräunt (denk wohl er kann des schwarz zu einer guten sommerbräune umpolen ;) )

  • Zitat


    Wenn ich allerdings einen selbstbewußten Hund bei mir daheim aufnehme und seine neue Bezugsperson werde, dann muss ich mit Gegenwind rechnen, wenn mein Verhalten nicht ganz eindeutig für den Hund ist, bei manchem Hund selbst dann wenn es das ist.

    Du scheintst immer noch nicht verstanden zu haben, dass es nicht unbedingt (vielleicht begünstigend - ok) an der neuen Bezugsperson liegt, denn er macht es ja bei seiner besitzerin auch. Und selbst wenn es so wäre - daran arbeiten müssen wir trotzdem...egal ob ich damit rechnen muss, dass da Gegenwind kommt oder nicht.

    Zitat


    Du hast da einen Arbeitshund, der bestimmte Eigenschaften mehr oder weniger aufweisen muss, weil er sonst seine Arbeit nicht machen könnte. Solche Hunde kann man nicht einfach in eine Umgebung mit neuen Menschen setzen und davon ausgehen, dass die das einfach so mitmachen.


    Er ist sonst so super unkompliziert und pflegeleicht, man sollte nicht alles auf eine neue umgebung schieben, zumal er das zuhause auch macht und es ihm hier wirklich gut (vielleicht sogar besser ?) geht.

    Zitat


    Deshalb finde ich es sehr unfair von eigentlichen Besitzer den Hund für lange Zeit und ohne Alternativen bei jemandem zu parken, dem die Erfahrung auf dem Gebiet fehlt.

    Wie soll die Erfahrung auf diesem Gebiet aussehen ? Wir hatten eine probe-Woche und, da lief alles problemlos....da wollt ich ihn auch nicht waschen, abtrocknen oder zecken rausmachen :lachtot:

    Zitat


    also beim streicheln: hand liegen lassen, aber nicht weitermachen.
    oder einen alternativen befehl ausführen lassen. das kann bei einigen hunden auch sehr gut funktionieren.

    Das kuriose ist ja, dass er morgens vor meinem bett liegt und sich streicheln und kraulen lässt, sich auf den rücken dreht und alles...er lässt sich auch sonst normal anfassen, keine abwehrhaltung, kein knurren, kein nichts.....nur wenn man irgendwas anderes von ihm will, was er in der situation vielleicht nicht möchte...dann wird er gleich so "krebelig". Aber wenn ich das immer akzeptieren würde, dann würden wir nie zum Ziel kommen. Wenn er das nur in einer bestimmten situation machen würde...z.b. wenn er seinen knochen kaut und ich ihn bürsten will oder so, dann könnt ich damit leben.

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    vielleicht solltest du bälle auch erst einmal nicht benutzen, wenn er sie so stark in beschlag nimmt. hat er immer zugang zu seinem spielzeug oder teilst du es aus? es wäre wichtig, dass du ihm klarmachen kannst, dass du die liebe tante bist, die das spielzeug austeilt und aber auch wieder einsammelt, damit er merkt, dass es DEIN spielzeug ist und nicht seins.
    vielleicht fängst du mit einem neuen spielzeug an, welches er noch nicht in beschlag genommen hat. am besten auch ein spielzeug mit einer schnur. vielleicht kennt er noch gar kein abbruchkommando...das müsstest du ihm eventuell noch beibringen.

    Es ist so, dass wir in der Wohnung gar nicht spielen, das geht einfach mit so einem großen Hund nicht und muss auch nicht sein. Deswegen liegt auch keins rum und wir nehmen es nur mit, wenn wir raus gehen. In Beschlag nimmt er sie eigentlich nicht so direkt, er gibt sie halt ungerne her...aber wir haben das bis jetzt so geübt, dass ich den ball werfe, er ihn holt...ich ihn ranrufe...ablegen lasse, dafür leckerlie und dann darf er es wieder nehmen. Natürlich nicht immer, irgendwann werfe ich es natürlich auch mal ;)
    Schlimm ist es nur, wenn er etwas gefunden hat. da ist er so unheimlich stolz drauf....letztens hat er leider ein altes brötchen gefunden , bevor ich reagieren konnte...und da es ziemlich an der straße war, hab ich es halt so hingenommen, in dem augenblick sah ich da keine chance.
    Aber er hat es nicht gefressen....er ist fast eine stunde (obwohl es ziemlich warm war) brav neben mir her gelaufen, ohne zu hecheln und ohne das brötchen zu fressen, auszuspucken oder sonstwas....erst zuhause wollte er es in seinem körbchen wieder ausspucken, was dann leider nicht mehr ging, da es sich an seinem Gaumen festgesaugt hatte hahahah....er hat fast 2 stunden gebraucht, um es raus zu bekommen ^^.

    Spielzeug, das man ihm "zuteilt" gibt er zwar nicht gerne her, aber wir üben dran...."aus" klappt schon ganz gut.dinge, die er selbstständig gefunden hat da ist es schwer, aber die situation hatten wir auch noch nicht so oft.
    Da er eigentlich kein Spielzeug "mitgebracht" und wir immer mal was neu gekauft haben (in der kurzen zeit haben wir leider schon 3 bälle im see versenkt und diverses spielzeug zerstört)...gibt es nichts, was er so wirklich in beschlag nimmt. das ist auch mehr, dass er sich übertrieben freut und vielleicht angst hat, dass ich es ihm wegnehme. :???: Vielleicht auch, weil in der vergangenheit nicht so oft und ausgiebig mit ihm gespielt wurde.

    Zitat


    Was sind das denn für - lauter kleine alltägliche Dinge - die du ihm noch verdeutlichst.

    es sind kleine, einfache dinge mit wie ich glaube großer wirkung. Zum beispiel hat er am anfang extrem an der leine gezogen (seine besitzerin geht mit ihm nur mit halti + geschirr und einer ca. 1m langen leine (halbiert, da einmal am halti und einmal am geschirr) spazieren).....wir haben von anfang an aufs halti verzichtet und ich bin konsequent immer stehen geblieben, sobald er gezogen hat. das hat er so schnell innerhalb von 2 tagen verstanden und wir können nun sogar sehr entspannt an der Flexi spazieren gehen. Außerdem muss er z.b. sitz machen und bleiben, wenn ich ihn ableine...erst auf kommando gehts "ab". Das gleiche an der Straße...Zuhause muss er aus dem Weg gehen, wenn er z.b. im eingang liegt , das klappt auch super...und er muss auch mal auf seinem platz liegen bleiben, wenn ich z.b. aus dem raum gehe. um auch mal die positiven seiten dieses hundes zu bestätigen. Das mit dem Spielzeug und "aus" daran üben wir halt im moment.
    ich bin zuversichtig, dass wir die problemchen alle in den griff bekommen.

  • Bei einem solchen Hund, der damit vorher durchgekommen ist, wird es schwerer. Das Theater, das er macht, bleibt aber das gleiche.

    Erfahrung bekommt man nur durch Erfahrung sammeln. Nicht durch eine Probewoche, sondern durch Leben mit solchen Hunden.

    Du verstehst mich falsch, ich mache dir keinen Vorwurf, der geht an die Besitzerin.
    Wenn man solche Hunde liebt, schätzt und einfach mag, dann sucht man sich das aus lebt damit. Einem mit solchen Hunden unerfahrenen einen solchen Hund aufzudrücken, das ist einfach dreist.
    Ich möchte dir auch nicht vorwerfen, dass du keine Hundeerfahrung und keine Ahnung hast, du hast sie nur nicht in diesem Bereich. ;) Und warum solltest du sie haben, wenn du selbst keinen solchen Hund hast?

    Un nur mal zur Verdeutlichung: Wenn der Hund sich morgens zum Kraulen geradezu anbietet, dann ist das eine ganz andere Geschichte als etwas von ihm zu wollen, das er grade nicht möchte. Und die Schmuserei am Morgen kann ihn sogar in seinem Verhalten bestätigen. Er liegt und bietet an, du folgst brav und kraulst.
    Niemand sagt, das du dich nicht durchsetzen sollst. Aber das eben mit Vorplanung und Köpfchen, damit du auch gewinnst.

    LG
    das Schnauzermädel

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