Hündin jagt sich schnell bewegende kleine Objekte

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  • Hallo ihr,

    meine Hündin Maya (Golden-Retriever, 8 Monate alt) ist total fasziniert von Dingen (z.b. Blätter, Schmetterlinge, Stroh), die sich schnell bewegen. Sonst hört sie gut auf Befehle, aber sobald sich irgendwas bewegt, ist jedes Wort machtlos. Wenn sie merkt, dass ein Wind geht, schaut sie die ganze Zeit panisch hin und her, ob nicht irgendwo etwas fliegt. Vor kurzem waren wir im Urlaub an der Nordsee. Am Meer hat sie ständig die Gischt gejagt. Alles andere ist dann völlig uninteressant.... Menschen, Hunde, Leckerlies... Besonders schlimm ist es, wenn wir an der Straße laufen. Wenn Autos vorbeifahren, schaut sie immer auf die Straße, ob sich nicht vom Wind der Autos etwas bewegt. Es kann sein, ich unterhalte mich mit jemanden, und es weht plötzlich etwas vorbei, und sie zieht dann natürlich unüberrascht heftig. Fahrradfahrer, Motorräder, Vögel, Hasen und auch Rehe interessieren sie nicht. Es sind eher die kleinen sich bewegenden Dinge.
    Ich weiß nicht mehr, was ich noch tun soll. Wir gehen regelmäßig (2 mal die Woche) in die Hundeschule, dort ist sie vorbildlich, solange kein Wind geht. Auch sonst benimmt sie sich gut.
    Ich habe es natürlich mit dem Klassiker "Nein" probiert, worauf sie sonst gut hört und versucht ihre Aufmerksamkeit auf mich zu lenken (mit Spiel, Leckerlies.)
    Eine zeitlang habe ich versucht das Verhalten zu ignorieren, was das gleiche Ergebnis brachte, wie das Nein.
    Dann habe ich eine Rasseldose gebastelt und sie immer auf die Blätter geworfen, die sie fangen wollte. Auch das führte nicht zum erwünschten Verhalten.
    Vielleicht hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht, oder kann mir mit Tipps helfen.

    Die verzweifelnde
    Nicole

  • Das ist Jagdverhalten. Mit Ignorieren kommst Du da nicht weiter. Du hast mit einem Retriever einen klassischen Sichtjäger und sie ist nun in dem Alter, in dem sie die Prägung auf "ihre" Jagdobjekte erfährt.

    Das heißt, Du muss mit ihr eine Ersatzarbeit dafür beginnen (Dummytraining ;) ) und üben, den Jagdtrieb zu kontrollieren an den Stellen, an denen sie nicht jagen darf (also immer dann, wenn Du nicht mit dem Dummy trainierst).

    Gib mal Anti-Jagd-Training hier in die Suche ein, da wirst Du unzähliges finden.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Danke schonmal für Deine Antwort. Ich habe mich in einige Treats eingelesen (alle sind aufgrund der Anzahl nicht möglich ;-)).
    Was mich bei meiner Hündin wundert: Sie nimmt keine Fährten auf, lebende Tiere interessieren sie nicht, wir laufen oft ohne Leine an Weiden vorbei. Baut sich das dann alles schleppend auf? Ich habe noch keine andere Besitzer gefunden, bei denen das Blätter jagen so extrem ist, wie bei meiner Hündin. Ich habe mir jetzt mal das Buch zum "Anti-Jagd-Training" bestellt. Die Hundeschulen in meiner Region bieten das leider nicht an.

    Liebe Grüße
    Nicole

  • Jeder Jeck ist anders...

    Tiere, die einfach so auf der Weide rumstehen, erfüllen nicht das Beuteschema. Heißt, die Beute muss sich schnell vom Hund wegbewegen oder zumindest vorbei.

    Meine Hunde sind auch ganz unterschiedlich. Während meine Älteste nur Karniggel anglotzt, hat meine Mittlere sich auf Züge jagen eingeschossen im jugendlichen Alter. Kurzzeitig fand sie Autos auch mal spannend. Und Kaninchen. Rehe, Fahrradfahrer usw. vielen durchs Raster. Warum auch immer :nixweiss: Mein Jüngste dagegen interessierte sich in der Phase nicht die Bohne für Autos, Züge oder so ein Zeug. Die ging auf Wildschweine ab - und da reicht nur die Witterung, da bekommt sie Sternchen in die Augen! Im Notfall auch Rehe und Hasen.

    Mittlerweile ist es bei allen unter Kontrolle und sie wissen, dass sie nur noch Dummies oder Schafe jagen dürfen - mit mir zusammen, versteht sich :D

    Viele Grüße
    Corinna

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