• Habe da mal wieder eine Frage...

    Wir haben unseren Marley (Entlebucher) nun knapp vier wochen bei uns. er wird am 14.08.2009 5 Monate alt. Er hat sich in dieser Zeit vom schlafenden Faulpelz zum Energiebündelchen gewandelt. Nun hat er gestern was gemacht, mit dem ich nicht richtig umzugehen weiß. Mein Mann kam abends von der Arbeit heim und hatte jemanden dabei den Marley nicht kennt. Die beiden haben noch vor der Haustüre geredet. Marley saß im Wohnzimmer und ist plötzlich zur Terrassentüre gelaufen und hat fürchterlich zu bellen angefangen. Wie reagiere ich am besten darauf? Ich finde es einerseits normal und auch gut, das er sein Revier verteidigen möchte. Andererseits möchte ich ja auch nicht, das er in Zukunft jeden anbellt der vorbei kommt. Sollte man ihn also schimpfen, wenn er bei Fremden bellt oder das Ganze akzeptieren?

    Danke schon mal für die Antworten

    Steffie

  • Zitat

    Habe da mal wieder eine Frage...

    Wir haben unseren Marley (Entlebucher) nun knapp vier wochen bei uns. er wird am 14.08.2009 5 Monate alt. Er hat sich in dieser Zeit vom schlafenden Faulpelz zum Energiebündelchen gewandelt.

    Aus einem Welpen wird ein Junghund, der natürlich viel bewegungsfreudiger ist und sich jetzt auch Aufgaben sucht, Grenzen testet usw.


    Zitat


    Nun hat er gestern was gemacht, mit dem ich nicht richtig umzugehen weiß. Mein Mann kam abends von der Arbeit heim und hatte jemanden dabei den Marley nicht kennt. Die beiden haben noch vor der Haustüre geredet. Marley saß im Wohnzimmer und ist plötzlich zur Terrassentüre gelaufen und hat fürchterlich zu bellen angefangen. Wie reagiere ich am besten darauf?

    Von Anfang an verhindern, dass er auf die Treasse rennt um zu bellen, ruhiges Verhalten belohnen.

    Zitat


    Ich finde es einerseits normal und auch gut, das er sein Revier verteidigen möchte.

    Es stand ja nicht ein Fremder alleine vor eurer Tür, sonder zusammen mit deinem Mann. Oder hat er deinen Mann vielleicht gar nicht erkannt und als Fremder gesehen/gehört?

    Aber auch in dem Fall würde ich es nicht toll finden, wenn meine Hunde Rabatz machen.

    Meine Kleine schlägt manchmal kurz an, wenn die Haustür aufgeht, wenn sie meinen Freund erkennt ist alles okay.

    Aber Anschlagen (hier ist einer!) und verbellen (hau ab du...) ist in meinen Augen zwei verschiedene Schuhe....

    Zitat


    Andererseits möchte ich ja auch nicht, das er in Zukunft jeden anbellt der vorbei kommt. Sollte man ihn also schimpfen, wenn er bei Fremden bellt oder das Ganze akzeptieren?

    Du hast ja schon selber gesgat, dass du nicht möchtest, dass er jedesmal bellt wenn einer bei euch vorbei läuft (vor allem wird das Verhalten schlimmer, er hat jedesmal ein Erfolgserlebnis wenn die Leute bei euch vorbei gehen ( Jaa, ich hab den verbellt :D )

    Wenn der Hund alleine im Garten liegt wird er natürlich den Job übernehmen, aber bei mir zu Hause, wenn jemand am Fenster vorbeiläuft, möchte ich nicht, das meine Hunde anschlagen oder versuchen Personen zu verbellen.

    LG

  • Hallo Steffie,

    Entlebucher (habe ja auch einen) sind bellfreudig und Fremden gegenüber zurückhaltend und außerdem Hütehunde, die früher überwiegend als Hofhunde und zum Kühe eintreiben gehalten wurden.
    Unser Entlebucher kündigt jeden Besucher mit Gebell an.
    Er darf es, bis zu einer gewissen Grenze!
    Ankündigen darf er - verbellen nicht!

    Wichtig ist, dass du in Zukunft den Besucher "regelst". Du öffnest die Türe und den Entli schiebe in den Hintergrund.
    Wenn es bei uns klingelt, bellen beide Schweizer los, ich sage sinngemäß "danke" für die Meldung, jetzt übernehme ich den Job.
    Hundis werden von der Tür weggeschickt, bekommen ein Bellabbruchkommando (muss deiner noch lernen) und gut ist.

    Schimpfen solltest du auf gar keinen Fall!
    Hole ihn aus der Situation heraus und biete ihm erst mal ein Alternativverhalten an. Vermittel ihm, dass alles in Ordnung ist.

    Kannst du dich daran erinnern, dass ich dich in einem anderen Thread darauf hingewiesen habe "sozialisiere bzw. präge ihn gut auf fremde Menschen"???

    Genau deswegen!

    Pass gut auf, dass er auf Spaziergängen nicht auch bald damit anffängt, Fremde zu verbellen!
    Das hat unser Großer Schweizer nämlich gemacht und zwar sehr heftig.

    Ich empfehle dir, nun möglichst viel Besuch einzuladen und diese Situationen zu üben!
    Kaufe dir das Buch "Das andere Ende der Leine"! Die Autorin hat selbst Hütehunde und beschreibt darin sehr gut, wie du vorgehen kannst.

    Gruß
    Leo

  • Beim Spazierengehen hat er eher Angst vor anderen Menschen bzw. Hunden. Zu Hause fühlt er sich da wesentlich sicherer. Er ist im Allgemeinen noch ein kleiner Schisser, gehe aber darauf nicht ein. Das Buch werde ich mir besorgen. Habe schon eins auf die Rasse bezogen, Der Entlebucher Sennenhund von Christel Fechler. Das er meinen Mann nicht erkannt hat, glaube ich eigentlich nicht. Er hat zwar von Anfang an mehr Kontakt zu mir gehabt, da mein Mann zur Zeit viel unterwegs ist, er freut sich aber mittlerweile wenn mein Mann heim kommt und begrüßt ihn gleich (macht er erst seit einer Woche, vorher hat er ihn ignoriert). Mir geht es eigentlich mehr darum, das ich ihm ja nicht sein "hundetypisches Verhalten" verbieten möchte. Natürlich soll er nicht jeden Fremden angehen und ein Theater veranstalten. ich denke, es ist eine gute Lösung ihn kurz bellen zu lassen, und das Weiterbellen dann zu unterbinden...

  • Tja das sind die Wachhunde :D

    Aber die begreifen schnell den Unterschied von ich-melde-mal-bellen zu hau-ab-bellen.

    Draußen im Dunkeln machte das meine Kleine auch: ein leiser Beller in die Richtung, ich sagte: "Danke hab´s gesehen" und gut war.

    Mittlerweile schaut sie mich vorher an, wenn sie was endeckt hat, guckt ob ich es auch bemerkt hab, wenn ja ist sie ruhig, wenn nicht, bellt sie einmal kurz. Das finde ich eigentlich nicht schlecht =)

  • Steffie,

    das Buch über den Entlebucher habe ich auch.
    Es ist ja ganz nett, aber beinhaltet nicht viel Erziehungshilfen, die dich wirklich weiterbringen werden.

    Wenn er schon jetzt beginnt, draußen vor Fremden Angst zu haben, solltest du heute anfangen, gegen zu konditionieren, bevor das Kind in den Brunnen fällt.

    Übe dazu das Kommando "schau". Nimm ein Superlecker in die Hand, führe es zu deinen Augen, sodass der Hund deinen Blickkontakt aufnimmt.
    Bestätige ihn sofort, wenn er es macht (loben, Lecker geben) und "schau" dabei sagen.
    Wenn das zu Hause gut klappt, machst du das auch bei Frembegegnungen draußen. Fremden Menschen sichten, Blickkontakt aufnehmen, halten, loben und bestätigen.
    So lernt dein Entli, dass Fremde nichts Schlimmes sind und dass es bei diesen Begegnungen Lecker gibt.

    Gehst du zur Hundeschule?

    Ich empfehle dir außerdem noch:

    Kosmos Welpenbuch
    Kosmos Erziehungsprogramm
    Hunde sind anders

    Gruß
    Leo

  • Habe auch festgestellt, dass das buch sehr allgemein ist. ich gehe nicht in die hundeschule, aus folgendem grund:

    hatte ja wie gesagt vorher einen labrador. ich war mit ihm insgesamt bei drei hundeschulen. in der ersten (welpenstunde) waren ungefähr 20 hunde vom yorki bis zur dogge. die hunde wurden dort total vermenschlicht, mit leckerlies nur noch so vollgestopft. wir mussten dann aufhören, weil unser hund sehr krank geworden ist. bei der zweiten wars dann das andre extrem. dort wurde mir gesagt, der hund darf auf gar keinen fall mit anderen hunden kontakt haben, er hat sich nur auf sein rudel, sprich uns als familie zu konzentrieren. die hunde sollen blind gehorchen. das war mir zu krass. bei der dritten habe ich dann 10 euro die stunde dafür bezahlt, dass wir ein dreiviertel stunde im kreis gelaufen sind und die hunde lediglich sitz und platz geübt haben. das kann ich zu hause auch. wenn man wirklich mal ein problem angesprochen hat, hieß es nur das hast du ihm zu lange durchgehen lassen, das lernt er nicht mehr. gegen ziehen an der leine wurde dort ein stachelhalsband empfohlen...
    ich habe also die nase ziemlich voll von hundeschulen...

    ich habe mit marley - auch wenn er schon knapp 5 monate alt ist - noch nicht so wahnsinnig viel trainiert. er soll erst mal seine zeit zum einleben haben. was mir sehr wichtig ist, ist das er sofort kommt wenn ich rufe. und das klappt prima. wenn er draußen im garten ist, reicht ein ruf von drinnen und er ist sofort da.

    werde mir deine buchtipps und auch die tipps was bellen angeht auf jeden fall zu herzen nehmen.

    liebe grüße
    steffie

  • Zitat

    Habe auch festgestellt, dass das buch sehr allgemein ist. ich gehe nicht in die hundeschule, aus folgendem grund:

    hatte ja wie gesagt vorher einen labrador. ich war mit ihm insgesamt bei drei hundeschulen. in der ersten (welpenstunde) waren ungefähr 20 hunde vom yorki bis zur dogge. die hunde wurden dort total vermenschlicht, mit leckerlies nur noch so vollgestopft. wir mussten dann aufhören, weil unser hund sehr krank geworden ist. bei der zweiten wars dann das andre extrem. dort wurde mir gesagt, der hund darf auf gar keinen fall mit anderen hunden kontakt haben, er hat sich nur auf sein rudel, sprich uns als familie zu konzentrieren. die hunde sollen blind gehorchen. das war mir zu krass. bei der dritten habe ich dann 10 euro die stunde dafür bezahlt, dass wir ein dreiviertel stunde im kreis gelaufen sind und die hunde lediglich sitz und platz geübt haben. das kann ich zu hause auch. wenn man wirklich mal ein problem angesprochen hat, hieß es nur das hast du ihm zu lange durchgehen lassen, das lernt er nicht mehr. gegen ziehen an der leine wurde dort ein stachelhalsband empfohlen...
    ich habe also die nase ziemlich voll von hundeschulen...

    Was kann man zu diesen HuSchu´s noch sagen :schockiert:

    Na ich denke, die Wichtigstens Signale sind: Hier (Komm), Nein und ein Lobwort. Mehr braucht man eigentlich nicht.

    Die Erziehung (was darf er, was nicht) sollte schon vor Anfang an konsequent durchgezogen werden (dazu gehört für mich auch die Leinenführigkeit, die deifinitiv nicht über nen Stachel- oder Würger beizubringen ist).

    Prinzipell muss auch keine Welpengruppe besucht werden, viele positive Kontakte (Menschen, Tiere, Umweltreize) reichen aus.

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