Der Gesäuge-/Milchleisten-Thread

  • Hallo!
    Dachte, ich mach mal ein allgemeines Thema dazu auf, wo verschiedenes gesammelt werden kann.
    Meine erste Frage: Stehen Gesäugetumore zwangsläufig in Zusammenhang mit einem intakten und normal verlaufenden Hormonhaushalt bzw. mit vorhandener Gebärmutter und Eierstöcken?
    VG

  • Schweres Thema für mich. :(

    Meine leider inzwischen verstorbene Hündin ist mit 9 Jahren wegen einer gutartigen Zyste an einem Eierstock kastriert worden... also es kam bei der Gelegenheit alles raus. Sie war damals jedes Mal nach der Läufigkeit extrem doll Scheinschwanger mit starker Milchbildung.

    Mit 13 1/2 Jahren ist sie an einer Methastase eines Milchleistentumors gestorben, den sie mit 12 Jahren hatte, weil der TA (bei dem ich natürlich nicht mehr bin!) zu lange mit der Entfernung gewartet und die Probe nicht eingeschickt hat und wir darum nicht richtig therapieren konnten. Wir hatten noch 4 gemeinsame Monate nach der Krebsdiagnose.

    Ob da ein Zusammenhang mit der Kastra besteht, würde mich auch interessieren.

  • Ja, es gibt verschiedene Krebsarten im Gesäuge und einige reagieren auf die Hormonschwankungen mit Wachstum und Vermehrung.
    Aber man sollte bedenken, dass viele Gesäugetumore erst in einem hohen Lebensalter einer Hündin auftreten und sehr langsam wachsen. Meist stirbt die Hündin dann lange bevor der Krebs Probleme machen konnte an etwas anderem.
    Das hilft leider niemandem, dessen Hündin früh betroffen war oder wo es eine der selteneren, aggressiven Arten war.

    Daher ist es ratsam, eine Hündin mit Milchleistenkrebs zu kastrieren.

    Aber das vorsorgliche Kastrieren sollte man auch sehr gut abwägen, denn es senkt zwar das Risiko für Milchleistenkrebs, erhöht aber das Risiko für andere Krebserkrankungen und sonstige Krankheiten wie z.B. Diabetes.

    LG
    das Schnauzermädel

  • Meine kleinste Hündin bekam letztes Jahr 5 Milchdrüsen entfernt. Die Tumore waren alle gutartig. Dabei wurde sie auch kastriert. Zu dem Zeitpunkt war sie 8 Jahre alt. Sie wurde nie offenkundig scheinschwanger, auch das Gesäuge schwoll nach der Läufigkeit nicht an. Insgesamt hatte sie eigentlich nie Schwierigkeiten während der Läufigkeiten, auch keine Stimmungsschwankungen oder Unverträglichkeiten mit den beiden anderen Hündinnen.

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