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Meine Hündin bleibt nicht alleine (etwas schwieriger Fall)
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Hallo,
ich habe schon etwas durchs Forum gestöbert, aber keine wirkliche Hilfe finden können... Es gibt viele Beiträge zu diesem Thema, aber keinen, der mir weiterhelfen konnte...
Seit einigen Jahren habe ich eine süße Yorkshire Terrier Hündin. Lilly stammt aus einer etwas zerrütteten Familie und aus schlechten Verhältnissen. Abgemagert und ungepflegt zog sie dann bei uns ein. Schon vom ersten Tag an lässt sie mich keine Minute aus den Augen, klebt förmlich an meinen Beinen. Mit der Zeit ist es etwas abgeschwächt, aber immernoch so, dass es wirklich extrem ist. Alleine bleiben kann sie gar nicht- sie bellt und jault, kratzt auch an den Türen rum.
Wir haben schon alles ausprobiert: In eine Transportkiste Schutz vermitteln, Radio anstellen, mit anderen Hunden (habe noch einen Zweithund) zusammen, immer nur 5-10 Minuten wegbleiben und das ständig wiederholen, Rituale durchbrechen ( wir haben uns ne Zeit lang ständig in die Situation begeben weggehen zu müssen, also Autoschlüssel nehmen, Jacke anziehen usw., sind aber nicht aus dem Haus gegangen.)
Uns wurde dann eine Rütteldose und ein Sprayhalsband empfohlen, das hat die Sache auf kurz oder lang noch mehr verschlimmert.Sie hat sich in den Jahren so gebessert, dass sie allgemein ruhiger geworden ist, aber alleine bleibt sie trotz Training immer noch nicht. Auch Rescuetropfen usw. haben nichts gebracht. Ein T-Shirt von mir hat sie auch nicht dazu bewegen können, ruhig zu bleiben.
Wenn ich alleine wegfahre, macht sie die Leute Zuhause so wahnsinnig, dass ich mir ständig nörgeleien anhören muss. Der Hund würde nerven usw.! Ich nehme sie dann schon ab und zu mit, muss mich aber jedesmal mit Papiertüchern und einer "Brechtüte" bewaffnen, da meine Süße nicht Autofahren kann (sie erbricht nach ca. 10km). Auch da hat bisher nichts geholfen.Das Hauptproblem ist aber, dass sie nicht alleine bleiben kann. Ich liebe sie über alles und will sie auf gar keinen Fall weggeben.. Ich sehe aber für die Zukunft schwarz, weil schon alle genervt sind...

Sie zeigt im alltäglichem Zusammenleben allerdings auch noch mehrere Auffälligkeiten: Wenn mich jemand umarmt, aus Spaß schubst oder ähnliches, fängt sie an zu bellen und regt sich tierisch auf. Außerdem neigt sie zu autoagressiven Verhaltensmustern: sie leckt und beißt sich ständig die Pfote, hört aber nach einigen Ermahnungen auf. Es passiert mindestens 6x täglich. Wenn wir Möbelstücke rücken oder tragen, flippt sie richtig aus: rennt um uns herum und bellt in voller Lautstärke.
Zu anderen Hunden ist sie ziemlich freundlich und verträglich.
Egal ob sie sich freut oder sauer ist: sie wedelt immer mit dem Schwanz. Andere Hunde scheinen damit nicht viel anfangen zu können- hab ich das Gefühl...Eine Bekannte hat mir geraten, sie aus meinem Zimmer zu verbannen (sie hat immer in meinem Zimmer in einem Körbchen geschlafen). Dann habe ich meine beiden Hunde in ein anderes Zimmer geschickt- da bellt oder jault sie kein einziges mal.. Am Tage kann ich ihr die Tür vor der Nase zu machen und das gejaule ist groß! Ignorieren hilft da auch nicht viel..
Wer hat mit solch einem Verhaltensmuster noch Erfahrung gemacht und konnte Erfolge erzielen? Ich hatte schon eine Therapeutin hier, ihre Ratschläge haben aber selbst nach konsequentem Training nichts gebracht. Bachblütentherapie ebenfalls nicht.
Freue mich über Ratschläge für meine Lilly und mich....
Liebe Grüße,
Brina -
22. Juni 2009 um 13:37
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Meine Hündin bleibt nicht alleine (etwas schwieriger Fall) - Vor einem Moment
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Hallo,
für mich klingt es, als wolle sie dich kontrollieren.
Du hast geschrieben, dass sie bellt, wenn du umarmt oder aus Spaß geschubst wirst...
Du hattest schon eine Trainerin bei dir zu Hause und die Therapie hat nichts gebracht, wie wurde vorgegangen?
Zuerst musst du unbedingt mal unterbinden, dass sie ständig hinter dir her dackelt. Ob es ihr passt oder nicht. Mache erst mal nur ein paar Sekunden die Tür hinter dir zu, Hund bleibt da!
Sie muss es erst mal in deiner Anwesenheit lernen.Gruß
Leo -
Vielleicht hattest du die falsche Therapeutin?
Es gibt ja so viele davon...
Ich bin auch gerade auf der Suche nach einer/einem weil mein Hund nicht alleine bleiben kann. Morgen ist der Termin beim 3. , dann werde ich mich wohl entscheiden wen ich nehme. Schau dir mehrere an, da gibt es himmelweite Unterschiede. -
Hi,
dankeschön

Also das hinterher dackeln versuche ich ja schon zu unterbinden, indem ich ihr oft die Tür vor der Nase zu mache. Wenn ich ins Bad gegangen bin, ist sie immer sofort hinterher. Da ich das nicht so toll fand, habe ich sie draußen gelassen. Das klappt manchmal auch.. Trotzdem bleibt das Problem bestehen. Ich weiss nicht, wie ich weiter vor gehen soll... mir gehen die Ideen aus.
Die Trainerin hat mit dem besagten Sprühhalsband gearbeitet und mir geraten, eine Höhle oder Transportkiste als Sicherheitsraum zu benutzen. Außerdem sollte sie nachts aus meinem Zimmer heraus. Damit hat Lilly erstaunlicherweise auch kein Problem, wenn sie im Nebenzimmer schlafen muss. Am Tage allerdings macht sie Alarm.
Ne andere Therapeutin hat mir wiederrum am Telefon gesagt, dass ich ihre Verhaltensweisen nicht mehr ändern kann, weil es zu eingefahren ist- wenn ich den Hund liebe, solle ich ihn damit akzeptieren. Das geht aber nicht mehr lang gut, Nachbarn fühlen sich allmählich auch gestört...

LG,
Sabrina -
Sorry, eine Trainerin die mit Sprühhalsband arbeitet?
Und dann aufgiebt weil es zu eingefahren ist?
Es gibt bessere, glaube
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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Definitiv hast du die falschen Trainerinnen gehabt!!!
1. Sprühhalsband löst das Problem nicht (hast du ja schon selber angemerkt)
2. Dass es nun nicht mehr zu ändern ist, glaube ich nicht.Suche dir eine kompetente Trainerin, alle anderen waren hilflos!
Weise deiner Hündin erst mal einen festen Platz zu, auf dem sie mal einfach eine Weile bleiben muss, erst nur ein paar Sekunden, Zeitraum langsam verlängern. Anfänglich in der Nähe bleiben, dann die Tür mal schließen. Fülle ihr mal einen Kong, mit dem sie sich beschäftigen soll.
Du solltest das Alleinebleiben konsequent von vorne üben, wie bei einem Welpen.
Übe es, dass andere Leute dich umarmen dürfen, dazu verweist du sie auf ihren Platz. Dort hat sie dann auch zu bleiben, notfalls anbinden.
Ich vermute, dass sie dich kontrolliert.
Das ganze Theater sieht nach Kontrollverlust aus.
Wie verhält sie sich draußen?
Bleibt sie dort auch an deiner Seite oder geht sie mal stiften?
Wie oft gehst du mit ihr heraus und was macht ihr auf den Spaziergängen, bitte ehrlich sein.
Dann kann man besser helfen.Gruß
Leo -
Also mit Spielzeug oder besser gesagt dem Kong macht sie gar nichts- das interessiert sie in der Regel gar nicht. Auch mit Futter/Leckerlies kann man bei ihr nichts werden. Verfressen ist sie absolut nicht. (Haben wir schon ausprobiert....)
Da wir ein sehr großes Grundstück haben, gehen wir seltener spazieren, vielleicht einmal am Tag. Meist sind die Hunde, wenns nicht in strömen regnet tagsüber überwiegend mit uns draußen. Dort spielen wir mit dem Ball, wobei Lilly nicht dem Ball hinterjagt, sondern eher den anderen Hunden. Sie hat mich aber immer Blick, sie ist ein richtiger "Stalker" :|
Wenn wir außerhalb des Grundstückes sind, ist sie auch dort bei mir, wendet sich vielleicht mal zehn Meter von mir ab- ist dann aber sofort wieder da. Hinter her rufen muss ich da überhaupt nicht. Auch wenn wir fremde Hunde treffen bleibt sie bei Fuß- das war schon immer so.
Gut erzogen sagen dazu die Meisten, ich würde mich aber eher darüber freuen, wenn sie mal nen bisschen auf eigene Faust machen und unbeschwerter leben würde.. Ich kann mir vorstellen, dass das ein anstrengendes Leben für sie sein müsste...Stiften geht sie also überhaupt nicht.. Ist noch nie vorgekommen.. Wenn ich alleine ins Haus gehe und sie im Garten ist, wartet sie vor der Tür.. :/
Ich habe auch schonmal gedacht, dass sie Langeweile hat und sich so ihre Lebensaufgabe zusammenstellt.. Als ich dann aber keinen Stress und mehr Zeit hatte, habe ich mich intensiv mit ihr beschäftigt, versucht sie zu fördern und zu fordern. Das Problem besteht weiterhin. Egal wie müde sie ist, sie nimmt ihre letzte Kraft zusammen und macht alleine nochmal richtig Stimmung. Als ich oft weg musste, ich sie nicht mit nehmen konnte und Zuhause mit meiner Großmutter gelassen habe, hat sie in der Zeit knapp über 1kg abgenommen
Für den Hund scheint das echt Stress zu sein. Sie ist in manchen Situationen sehr ängstlich und ein unsicherer Hund. Ich weiss daher nicht, ob es eine Art Kontrollzwang ist.. Die einen sagen ja, die anderen tendieren auf verstärkte Unsicherheit/Trennungsangst..
Die eine Trainerin hat nach dem Muster der Trainerin gearbeitet, die immer im Fernsehen war (weiss gar nicht mehr, wie die heißt...) und die hatte wohl auch mit solchen Mitteln gearbeitet.
Die Andere hat sich meinen Hund erst gar nicht angesehen und mir halt deutlich gemacht, dass es sinnlos wäre. Der Hund würde schon zu lange mit der "Macke" leben. Vielleicht habe ich auch zu viel Fragen gestellt- ich versuche schon am Telefon von den Verhaltenstherapeuten genügend auszuquetschen, weil ich die Preise mancher Trainer als eine ungeheuerliche Unverschämt sehe. Als ich dann mit meiner Fragerei durch war, wusste sie vielleicht keine Lösung mehr- keine Ahnung... Dann hatte sie mir vorgeschlagen, an einer normalen Hundeschule teilzunehmen. Ich weiss jedoch nicht, ob das so sinnvoll ist, da ich die Probleme ja hier Zuhause habe und Grundgehorsam soweit bei ihr vorhanden ist.
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In welcher Gegend wohnst du denn? Eventuell kennt hier ja jemand einen guten Trainer bei dir in der Gegend.
Gibt nciht auf, das lässt sich mit Sicherheit lösen. -
Ob nun Kontrollverlust oder Verlustangst, das kann dir mit Sicherheit keiner via Internet sagen, wahrscheinlich spielt alles zusammen.
Ich würde an deiner Stelle jetzt konsequent das Alleinebleiben von vorne üben, habe dir ja schon geschrieben wie...
Ganz ehrlcih:
Vielleicht einmal am Tag spazieren gehen, ist zu wenig.
Power sie mal ordentlich aus, mindestens 2 Stunden am Tag, das bei jedem Wetter.
Ich denke schon, dass da Kontrollzwang mit einspielt, denn sie ist ja keineswegs ausgelastet, da sucht sich ein Hund gerne mal 'ne Aufgabe.Gruß
Leo -
Du kannst z.B. auch toll Nasenarbeit mit ihr machen wenn sie das mag. Das macht auch total müde.
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