sind beagle doch dumm?

  • mein junger hund barney macht mich wahnsinnig - nein, eigentlich weniger er, sondern eher alle anderen. er hört nicht. und er denkt nicht mal dran. wenn man ihn ruft, kann man sehen - zumindest bin ich der meinung - wie er kurz darüber nachdenkt, ob er kommt oder nicht. manchmal tut ers, manchmal eben auch nicht.
    und wenn er kommt, dauerts ewig, bis er dann da ist. hier ne spur, da n toller duft....
    er ist ein kluger kleiner hund und er freut sich auch wie doll und verrückt, wenn ich da bin, aber ich kann ihm einfach nicht vertrauen.

    wie kann ich ihm beibringen, direkt und ohne langes zögern zu kommen wenn er gerufen wird?
    wie gewöhne ich ihm nachts das bellen ab (er ist ein reiner hofhund)?
    wie gewöhne ich ihm das jagen der vielen vögel auf dem hof ab?
    warum zerkaut er alles außer seinem kauspielzeug?

  • Na, so ganz ohne Infos ist es schwer zu Antworten.
    Wie alt ist dein Hund?
    Welche Rasse?
    Wo ist er her?
    Wie ist euer Tagesablauf?
    Warum meinst du, das er dir nicht vertraut?
    Ein bißchen mehr müßten wir schon wissen, um dir helfen zu können ;)

  • er ist acht monate alt und ein beagle-mischling. seine mutter ist letztes jaht stiften gegangen oder der beagle kam auf unsern hof, jedenfalls war barney das resultat der begegnung zwischen den beiden. sein tagesablauf ist recht unterschiedlich, je nachdem, wer zuerst vom hof muss gibt ihm sein frühstück. hab ich frei, ist er den ganzen tag mit mir unterwegs, im garten oder was sonst an hausarbeit ansteht. bin ich nicht da, ist er mit meinem mann unterwegs, wir haben einen landwirtschaftlichen betrieb, also ist da immer viel beschäftigung.
    ich denke auch nicht, dass er mir nicht vertraut. wo ich hingeh, geht er mit. manchmal zu anfang etwas ängstlich, aber ich hab auch das gefühl, dass er sich da an mir orientiert, also autofahren oder die traktoren/maschinen und rinder sind für ihn kein problem.
    nur hat er eine aufmerksamkeitsspanne von 30 sek. und wenn man nicht ständig aufpasst ist er entwerder weg oder macht irgendwelchen mist.

    nur kann ich mich nicht tag und nacht um ihn kümmern, da ich im schichtdienst tätig bin und auf den rest der familie hört er überhaupt nicht.

  • hallo!
    also, ich hab keine erfahrung mit beaglen, deren mischungen oder anderen jagdhunden etc.
    was mir aber beim lesen eben aufgefallen ist, dass sich es so anhört, als ob noch nie einer wirklich mit dem hund sich beschäftigt hat :/ eher so, als ob der hund eben mal so nebenher mitläuft. nicht falsch auffassen, aber ich denke, dass "eure beschäftigungen" auf dem hof noch lange keine beschäftigung für den hund sind.
    und wenn ich richtig liegen sollte, dann wird sich wahrscheinlich auch nicht viel am verhalten des hundes ändern!
    LG, melissa

  • so ist das nun auch wieder nicht. er kommt halt überall mit hin, damit er nicht den ganzen tag allein zu haus im zwinger sitzen muss.
    und er läuft keinesfalls nur nebenbei. ist die arbeit erledigt oder gibts ne pause für uns, gibts die zeit für den hund. dann wird gassi gegangen, getobt und gespielt - und das ist auch nicht wenig. ich bin dann mittags eher mit der arbeit beschäftigt, wenn er in der sonne pennt als am morgen oder abend, wo er toben will. und er is ja auch nicht der einzige hund aufm hof. zwei unserer leute haben auch je einen hund der den ganzen tag da ist. die spielen auch den halben tag miteinander. aber ich hab das gefühl, dass er manchmal sein eigens ding machen will und dann geht er halt los....

    das machen die andern beiden wieder nicht, die bleiben immer in sichtweite oder wenigstens in rufweite.

  • Zunächst mal sind Beagle definitiv nicht dumm. Im Gegenteil, sie besitzen sogar soviel Intelligenz unterscheiden zu können, ob es sich grade lohnt zu kommen oder lieber weiterhin das zu tun, was sie grade tun.
    Dazu kommt dass dein Hund mit 8 Monaten in der Pupertät ist - da gehts ihr wie den Menschenkindern - die Ohren sind auf Durchzug. Da hilft nur ganz viel Geduld - und er Hund gehört an die Schleppleine solange er nicht zuverlässig hört.
    Da kannst Du dann auch wunderbar den Rückruf trainieren. Mit viel Elan, Durchhaltevermögen, guter Laune und unbeirrbarem Optimismus und natürlich den guten Leckerchen.

    Wieso ist Dein Hund denn ein Hofhund? Ein Beagle ist nicht nur ein Jagdhund und somit als Hofbewacher völlig ungeeignet, er ist vor allem auch ein Meutehund. Ist er also nur im Hof sehnt er sich wohl nach seiner Meute - solange er das nicht hat, wirst du ihm auch nicht das Bellen abgewöhnen können.

  • Um es mal auf den Punkt zu bringen, er hat überhaupt keine Erziehung.

    Wie ich das so lese, hast du keine Zeit für ihn und wirst sie auch nicht haben.

    So bekommst du ihn nie hin.

    Ein Hund braucht immer EINE Bezugsperson, damit er sich sicher fühlen kann.

    Aber mit deinen Aussagen, er bekommt mal was zum fressen von dem, der gerade mal früh genug da ist, ohne irgendeine Struktur, da kann ich dir auch nicht weiterhelfen.

    Um es mal grob auszudrücken, gib den Hund ab zu jemanden, der Zeit für ihn hat, und ihm vor allem die nötige Liebe gibt, die dieser kleine Hund verdient hat.

    DU kannst es ja nicht.

    Du kannst mich jetzt steinigen, aber du bist der typische Fall, der niemals einen Hund haben dürfte.

  • und das is genau der grund, warum mich interessiert, was ich machen kann, damit er eben nicht ins tierheim muss oder zu irgendwem sonst.
    ich gebe zu, ich bin eher ein katzenmensch, aber ich habe auch die einstellung, wenn er da ist, muss man sich auch drum kümmern. nur hatte ich nie vorher nen hund und hab keinen plan, wie er ein zufriedener hund sein kann, der nicht ständig an selbstmord denken muss.

    aber ich kann auch nicht meinen job kündigen oder das haus vernachlässigen. und er kann auch nicht nr 2 in der familienrangfolge sein, denn da sind außer mir noch vier leute...

  • um jetzt ganz böse zu klingen- er ist halt ein beagle.

    und die sind genau das gegenteil von dumm, sie sind sogar um einiges klüger als manch anderer hund. du darfst intelligenz nicht mit gehorsam verwechseln. gerade die seit jahrhunderten angezüchtete selbstständigkeit ist es, welche den hund intelligent macht, denn er soll ja selbst probleme lösen können, die dich aber in der erziehung mehr beansprucht.

    abruf kann konditioniert werden, allerdings musst du dir wircklich zeit dafür nehmen. je nach dem wie stark der jagdttrieb ausgebildet ist bei deinem mix, wird es fruchten oder in best. sitationen eben nicht.

    aber ein beagle ist nun der letze hund der einfch nur im betrieb mitläuft, die meisten die ich kenne sind richtige arbeitstiere, dh. si wollen ihrer veranlagung etsprechend ausgelastet werden, da reicht etwas spielen nicht. das ist bei beageln eben nasenarbeit. du könntest auf euren hof sachen verstecken und ihn suchen lassen kleine suchspielchen, viell. eine essensration, damit ist sein gehirn etwas gefordert, und er sollte sich dann besser führen lassen.

    allerdings bedeutet das wieder arbeit für dich, die du investieren musst, ohne arbeit geht es eben nicht. du musst wissen ob du das willst, wenn nicht müsstest du überlegen, ob die situation so glücklich ist.

    es kann sehr schwer sein ihm das jagen "abzugewöhnen"- er ist ein jagdhund- es liegt in seinem wesen. es ihm zuverbieten ist nicht fair- du solltest ihm ersatz bieten.

    je nach stärke des instinkts bzw. der gefestigten verhaltensweise (ich hab verstanden er durfte das ne zeitlang machen) und des erfolgs wird das umlenken dieser handlung wieder zeit und training beanspruchen.

    soviel erstmal, lass dir das mal durch den kopf gehen. ich weiss ihr habt euch nicht speziell den beagle ausgesucht, er ist aber da. ihr müsst nun überlegen, wieviel zeit ihr in training investieren wollt, denn so wie du es jetzt schilderst ist der hund nicht ganz glücklich (nächtliches bellen). darf er denn nicht ins haus? wäre das ne überlegung?ist er allein im zwinger oder mit den anderen hunden zusammen?
    ist er hof umzäunt, wenn er anfängt zu streunen kriegt ihr erst recht arge probleme.

    gut nacht annia

  • der hof ist sogar neu eingezäunt aber maschendraht ist für ihn kein hindernis.
    dass es zeit erfordert ist mir klar, er kriegt ja jede freie minute seit er auf der welt ist. seine mutter ist auch ganz pflegeleicht (vielleicht liegts auch am alter, 9 jahre), sie weiß, dass sie ihre zeit kriegt in der spazieren oder toben angesagt ist. sie buddelt nicht jeden tag sieben löcher oder knabbert alles an. nur wie krieg ich das barney beigebracht, dass es nicht gut ist, kabel am auto anzufressen?
    auf die idee mit dem futter verstecken bin ich schon gekommen, einfach weil er ja ständig die nase auf dem boden hat. und was ich in ner halben stunde verstecke, hat er in fünf minuten gefunden. auch wenns eingebuddelt ist oder n kleiner stein drüber liegt oder so, das rackt er alles weg.
    ich weiß schon, das er ganz und gar nicht dumm ist, aber einen titel musst ich dem beitrag ja geben ;)

    ich hab auch gelesen, dass er eher auf andere familienmitglieder hört, wenn er von allen das futter kriegt. das soll für ihn wohl bedeuten, dass sie über ihm stehen.
    aber alles was ich über hunde sagen kann, weiß ich aus büchern und bei beaglen heißt es immer nur, dass sie stur seien.

    wenn er mäuse jagt, ist mir das auch ganz recht, nur ist es so schwer, ihm beizubringen: mäuse ja, hühner oder enten nein?
    wie krieg ich das in seinen kopf rein?

    nachts bellt er auch nur, wenn ich dienst hab und nicht da bin. er weiß genau, welches auto meins ist und wenns um die ecke ist, gehts wohl los. ich selbst habs noch nie gehört, nur die nachbarn nervts langsam....

    für mich ist er der coolste hund der welt. er fährt auto mit, da gabs nie probleme. er klettert nicht im auto rum, jault und bellt nicht während der fahrt. da legt er sich hin und pennt, bis das klicken vom gurt wieder kommt - das heißt nämlich, dass wir bald aussteigen. er geht ausgezeichnet an der leine, er weiß genau, wie lang die ist und geht höchstens nen halben meter vor, ohne zu ziehen und zu zerren. in zwei tagen hat er "sitz" und "platz" und für den ta "halt still" gelernt, da zappelt er auch nicht rum. er meldet an, wenn jemand kommt, aber er beißt nicht. und wenn ich "schluss" sage, ist auch ruhe. er springt um einen rum, aber niemanden an. er kackt nicht irgendwo hin sondern geht auf "seine toilette".

    ich hab ihn also ganz und gar nicht vernachlässigt, ich finde (auch wenn ich amateur) bin, dass er schon ganz schön viel weiß für seine paar tage.

    deshalb hab ich ja auch nicht die probleme mit ihm (außer dass er erst überlegen muss, ob er jetzt kommt oder nicht), wenn ich da bin, ist er der liebste und süßeste hund der welt.
    ich wüsste nur gern, wie er lernen oder wirs ihm beibringen können, auf alle zu hören, wenn ich nicht da bin.
    wie schon erwähnt, kanns ja nicht die lösung sein, ihn den ganzen tag im zwinger zu lassen und wenn ich morgens um sieben aus der nachtschicht komme, würd ich auch gern ruhig schlafen können...

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