Hermann - Liegt eine Demenz vor?

  • Ich denke, daß Hermann zwar Blockaden durch einen Schock durch deinen Unfall und die Begleitumstände bekommen haben kann, daß aber diese Nervensachen nicht allein durch Blockaden zu erklären sind.

    Der Unfall selbst in der Halle wird einen Schock sowieso nicht ausgelöst haben - wenn, dann der Krankenhausaufenthalt danach und daß er plötzlich bei der Trainerin war.

    Hat sie eigentlich mal gesagt, daß er bei ihr irgendwie verwirrt oder geschockt wirkte? Danach war er doch auch nicht sofort so merkwürdig, sondern wurde zunächst nur zunehmend unnormal ruhiger, oder?
    Es dauerte doch noch eine ganze Weile bis zu den "Anfällen"? Deshalb denke ich da gar nicht unbedingt an einen Zusammenhang.

    Wenn du ihn touchst, kann er sich dann entspannen / geniessen? Kannst du die Ohren touchen, wenn er anfängt zu zittern?

    Damit könntest du wenigstens lindern. Mache ich bei meinen Pferden immer, wenn sie Silvester Angst haben.


    Barbara vom Hundeverein

  • Durch diesen Unfall und durch den Schock KANN ein altes, bereits lange zurückliegendes Ereignis (oder mehrere Ereignisse) wieder hervorgerufen werden.
    Du schreibst er ist ein Tierheimhund. War sehr ängstlich. Eventuell hat er so eine unerwartete Abgabe an eine fremde Person bereits schon damals hinter sich gebracht und es hat ihn damals schon bis ins Mark verunsichert. Durch Deine Fürsorge und Liebe konnte er das Ganze verdrängen und auch vergessen. Aber bei nochmaligem Erleben....!!!
    In der Homöopathie finden sich sehr oft solche Muster, die sich ähneln, und wieder alte oder auch neue Krankheitsbilder hervorrufen.

    Ich traue in der Regel auch KEINEM Tierarzt, aber wie Du schon sagst, in einem solchen Fall MUSS man den TA einschalten und die Werte alle abklären. Aber wenn man hier durch ist und der TA am Ende seiner Weisheit angekommen ist, dann ist der Tierheilpraktiker dran. Das ist bei den Menschen oft auch so. Kann der Arzt nicht mehr helfen, kommen sie wieder auf die Alternativmedizin zurück. Hat auch sein Gutes, die medizinische Seite hast Du auf jeden Fall schon komplett abgecheckt!!!

    In meiner homöopathischen Ausbildung hatten wir oft ' schulmedizinisch austherapierte' Fälle, denen aber geholfen werden konnte.
    Du musst nur sehr gut aufpassen, auch hier gibt es sehr viele 'Möchtegerns'!! Ich drück Euch gaaaanz fest die Daumen!!!

    Der 10-jährige Hund meiner Schwester war vor zwei Wochen auch gaaaanz schlecht. Sie wusste nicht mal genau was war. Er hat nicht mehr gefressen, konnte kaum noch laufen und wollte auch nicht mehr trinken. Ich habe mit der Einhandrute Globuli ausgetestet, die haben wir ihm verabreicht (2 verschiedene relativ kurz hintereinander - das habe ich aber ganz genau ausgerutet) und nach einer Woche ist er wieder hinter den Mofas hergesprungen und hat sie verbellt. Und meine Schwester hatte schon mit dem Schlimmsten gerechnet...!!!!
    Hätte die Rute angezeigt, dass es für ihn zu Ende geht, hätte ich trotzdem versucht ihm was zu geben und hätte meine Schwester schonend darauf vorbereitet - das war aber GsD nicht nötig!!
    Sprich mit den Leuten. Erst nachdem ich diesen Rutenkurs gemacht hatte, und mit einigen Leute sprach, fand ich heraus, dass wirklich viele Leute mit einem Pendel oder mit der Einhandrute arbeiten. Du wirst überrascht sein!!

  • Homöopathie kann natürlich manchmal hilfreich sein - aber wohl eher nicht, wenn man gar keine Ahnung hat, womit man es zu tun hat.

    Und das Austesten mit der Rute .... Eine befreundete TÄ wollte mir beweisen, daß das funktioniert und hat dabei sowohl bei mir selbst (kostenlos) als auch bei meinem Hund - leider nicht kostenlos - voll daneben gelegen.

  • Ist das schön, so viele gute Ratschläge zu bekommen!!!
    Danke Euch allen.
    Auch Dir Barbara, die Du Dich immer so lieb um uns kümmerst.
    Stellt Euch vor, ein kleines Wunder ist passiert. Nach dem ich gestern in der Klinik war und man endlich mal auf mch gehört hat ( wegen der totalen Wesensveränderung, dem Nichtmarkieren usw. ) konnte man sich auch eine Hormonstörung vorstellen.
    Hermann bekam testweise eine Hormonspritze.
    Siehe und staune: Er markierte heute 2 Mal, fast noch ein drittes Mal.
    Er lief auch elastischer. Leider hat er noch nichts gefressen. Gestern auch nicht. Aber er liegt auf seiner Wärmeflasche ganz entspannt und "schläft" sich hoffentlich gesund.
    Ich schreibe nachher mehr.
    Muss jetzt einkaufen. Das kann ich endlich mal wieder, da der Hund schmerzfrei scheint.
    Bis später
    Doris

    PS. Ja, der Hund war stark traumatisiert. Eigentlich brauchte ich Jahre, damit er beim Arbeiten sich mal richtig an mich drückte und Körperkontakt aufnehmen wollte.
    Das ist ein sehr interessantes Thema!!!

  • Ich sage ja auch, dass man sich schon genau umhören sollte, dass es sehr viele Scharlatane gibt, die den Leuten nur das Geld aus der Tasche ziehen, aber auch wirklich gute Tierheilpraktiker gibt.
    Es MUSS ja nicht unbedingt Homöopathie sein. Es muss ja auch nicht die Rute sein. Es gibt noch ne Menge anderer Alternativen.
    Ich hatte damit schon guten Erfolg und auch schon Keinen. Dann muß man eben weitersehen. Aber wenn der Arzt sagt: Austherapiert! Was bleibt dann noch???
    TT ist ebefalls ne gute Methode. Wenn es dem Hund hilft. Meine Hunde mögen das leider nicht.
    So schreibt eben jeder was ihm schon geholfen hat und die Themenstarterin kann ja dann selber entscheiden, was sie am meisten anspricht.
    Von vorneherein sagen, dass Homöopathie nicht hilft, wenn man nicht weiß womit man es zu tun hat, finde ich nicht gut. Die Tiere können sich uns eben nicht mitteilen und deshalb finde ich die Rute hier sehr sinnvoll. Das muß natürlich jemand beherrschen. Und nach dem ersten Mal gleich aufgeben, wenn es nicht sofort angeschlagen hat, ist auch nicht gut. Zum Arzt gehen die Leute komischerweise immer wieder, auch wenn nach nem Jahr das gleiche Leiden immer noch da ist. Nur der HP soll das immer gleich in den Griff bekommen. Manchmal sind eben mehrere Mittel erforderlich. Das akute zuerst und dann wird so nach und nach in der Zeit zurück gegangen und die Wehwechen alle aufgearbeitet. Die kommen dann auch meistens wieder etwas zum Vorschein. Das ist Hahnemanns Lehre und wer das blöd findet, MUSS ja nicht zur Homöopathie greifen.
    Das liegt im Ermessen jedes Einzelnen!

  • Wurde das Blut auch auf Anaplasmose, Neosporose und Toxoplasmose untersucht?

    Diese Erkrankungen (bzw. Parasiten) können auch zu neurologischen Störungen, Wesensveränderungen, Gelenksteifigkeit und Schmerzen führen.

    Neosporose und Toxoplasmose "schlummern" oftmals unbemerkt im Hund und treten erst durch Streß, Traumata, Impfungen oder körperliche Erkrankungen mit Symtomen auf, weil dann das Immunsystem geschwächt ist.

    Bin nur durch Zufall in einem anderen Forum auf diese recht unbekannten Erkrankungen gestoßen. Die TÄ waren ratlos. Meine Nelly hat(te) Neosprose, ist aber dank der Behandlung mit AB fast wieder die Alte.

    Alles Gute für deinen Hund!

  • Wir haben einen Borreliosetest gemacht. Der war negativ.
    Weil aber alle Symptome auf Borreliose wiesen wurde er mit Doxycyclin behandelt. Nach einigen Tagen trat eine Besserung auf, dann wurde es wieder schlechter. Ca. 3 Wochen er das Antbiotikum bekommen.
    Parallel Bachblüten.
    Alles ohne Erfolg.
    Heute ging es. Allerdings frisst er so gut wie nichts. Liegt den ganzen Tag auf der Wärmeflasche.
    Ich werde Deine Vermutungen mitnehmen und nach fragen.
    Bis um 16 Uhr, war ich noch ganz happy, dass ein Hormonmangel eventuell vorliegt. Ich hänge mich an jeden Strohhalm. Nach dem er wieder leise anfing zu zittern, kommen mir wieder Zweifel. Aber außer seiner Schlappheit und dem riesigen Schlafbedürfnis, scheint es ihm i n s g e s a m t etwas besser zu gehen. Jedenfalls hat eine keine größeren Schmerzattacken heute gehabt.
    Ich berichte weiter.

  • Da du auf eigeneBeiträge nicht antworten kannst, muß erst einer was schreiben, damit du weiter berichten kannst.

    Ich dachte, das mit den Hormonen wäre geklärt durch das Blutbild mit Schilddrüse. Die reagiert doch auf Hormone, oder?

    Mann, was man als Nicht-mediziner alles nicht weiß und mühsam rausfinden muß.

    Ich denke dauernd an euch und möchte wissen, wie es Hermann geht.

    LG
    Barbara

  • Danke Barbara,
    Du denkst mit!!!

    Die Schilddrüsenwerte waren okay!
    Das Glück mit den Hormonen war nur von kurzer Dauer. Gestern Nachmittag rutschte er wieder total ab.
    Er wird ja jetzt auf Morbus Addison getestet. Ist aber noch kein Ergebnis da!
    http://www.laboklin.de/de/VetInfo/aktuell/lab_akt_0906.htm
    Ich war heute morgen, um ihn abzulenken im Wald. Wollte gucken was er so drauf macht.
    Da war er etwas interessierter. Aber kein Markieren, kein Kacken.
    (Seit gestern Morgen hat er nicht mehr gekackt...na ja er frisst auch nichts. Hat gestern ca. 100 Gramm oder weniger von so einem komischen Weichfutter ( Cäsars ect. schrecklich , aber man lässt ja nichts untersucht ) gefressen. Aber wie schlecht!!!)
    Dann wollte ich ihn ins Auto setzten, musste die Tür aufmachen und den Arm wechseln, da schrie er wieder auf. Er ist offensichtlich noch schmerzempfindlicher geworden.
    Morbus Addison würde nach den Symptomen passen, aber das ist meist spontaner.
    Ich glaube, der Hund ist einfach schon zu lange krank, um noch mal fit zu werden.
    Eine solche Erkrankung wie MA wäre die Hölle. Zumal Hermann, alles was ihm eingetrichtert wird , wieder erbricht. Tablettenvergabe eine Qual. Wenn ich mir überlege, dass ich ihn u.U. 8 mal am Tag vergewaltigen muss... nein Danke!
    Es wird jeden Tag dramatischer, auch für mich!
    Ja, Barbara, Du hast Recht: Man muss sich schon etwas einfallen lassen.
    Ich glaube, das Hormon hat kurzfristig gewirkt, weil der Kopf gedacht ah.. jetzt ja! Weil aber die Ursache ( vielleicht MA ) der eigentliche Auslöser ist, kann das ja nicht weiter wirken. So denke ich als Laie.
    Was meint Ihr?

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!