Welpe ist zurückgezogen und will keinen Kontakt

  • Versuche es doch mal andersrum zu sehen:

    Dein Hund ist gesund, beißt nicht, macht nix kaputt, hört wohl relativ gut, ist stubenrein und was es sonst noch alles für Probleme gibt, die ihr anscheinend nicht habt!

    Die Hauptsache sollte doch sein, dass der Hund glücklich und zufrieden ist oder hast Du den Eindruck, dass es ihm nicht gut geht? Dass er "unglücklich" ist, wenn er mit Dir zusammen sein muß? Wie Du sagst, spielt er ja, zwar mit sich alleine, aber er spielt und tobt, also scheint es ihm ganz gut zu gehen?!

    Sicherlich kannst Du nicht´s erzwingen und ich glaube auch, dass Du mit Deiner momentanen Einstellung nicht weiter kommen wirst. Dein Hund wird wohl merken, dass Du ihm gegenüber zur Zeit komisch eingstellt bist, dass Du traurig bist usw.

    Vielleicht ist er wirklich ein Einmann-Hund oder es gibt sich mit der Zeit und er wird Dir gegenüber auch zutraulicher, aber das wird nur die Zeit zeigen und da wirst Du nicht viel dran ändern können...

    Eine meiner Katzen (die ich übrigens beide seit klein auf habe, zwei Brüder) interessiert sich auch einen feuchten Dreck für mich, außer wenn es Futter gibt. Ich habe immer behauptet, dass er einfach so ist, dass er nicht viel Streicheleinheiten braucht, weil er das bei mir nur ab und an geduldet hat. Tja, dann zog mein Freund ein und der Kater schnurrt, läßt sich streichelen und all so Dinge, die ich seltener erlebt hatte.
    Er hat sich wohl sein Herrchen ausgesucht, trotzdem habe ich ihn genauso gerne wie meine anderen Tiere und möchte nicht auf ihn verzichten!
    Und: Der Kater ist glücklich, was will ich mehr?!

  • Ist dein Hund eigentlich verspielt?
    Wenn ja, dann hätte ich eine Idee: such dir das Lieblingsspielzeug deines Hundes aus& schmeis es rum und spiel alleine damit. Du musst richtig rumhampeln& dich freuen& das so, dass es dein Hund mitbekommt. Wenn er dann zu dir herkommt ignorier ihn weiterhin& pack das Spielzeug weg. Das machst du ein paar Tage lang, aber vergiss nicht, hab spaß& lass ihn nicht mitspielen! Wenn er dann nach ein paar Tagen unbedingt das Spielzeug haben will, dann lässt du ihn kurz mitspielen, aber nicht zulange ;)
    So kannst du versuchen dich ein bisschen interressanter zu machen ;)

  • Hi,
    vieles ist ja tatsächlich an deinem Hund positiv, vllt ruht er einfach auch gut in sich. Das wilde Schwanzgewedel, das oft als "sich freuen" hingestellt wird, ist doch oft auch Beschwichtigung und Unsicherheit.
    Unsere Hündin war anfangs auch selten zum Schmusen zu bewegen, tagsüber sucht sie es bis heute nicht, duldet es aber. Ihre Zeit zum Streicheln und Betüteln ist erst abends, auch da musste sie den Genuss daran erst lernen, drehte sich bis vor kurzem niemals auf den Rücken!
    Sie kommt von einem guten Züchter, fühlt sich anscheinend bei uns superwohl und brennt nicht unbedingt aufs Spazierengehen. Wenn man unterwegs ist, ist sie voll dabei- braucht dann aber keinerlei zusätzliche Bespaßung. Da in unserem Haus ein ständiges Kommen und Gehen ist, weiß Akira meistens gar nicht, wer alles da ist und begrüßt auch nur sehr verhalten. Wir wollten das so, es ist für sie am wenigsten Stress und sie hat kein Problem damit, allein zu bleiben.
    Lass deinem Kleinen Zeit. So wie du es schreibst, machst du vieles richtig, die "Wärme" muss doch eigentlich kommen :gut: .
    herza

  • Hi, danke für die Tips.

    Die hauptsächliche Sorge ist aber immer noch, dass er uns gegenüber insgesamt und immer so zurückgezogen ist. Es geht nicht speziell darum, wen er bevorzugt. Nicht deswegen war ich traurig. Sondern wegen der Allgemein Situation. Ich brauch auch keinen Hund der hinter mir herwieselt und immer auf den Schoss will. Meinen Mann bevorzugt er etwas mehr, aber nur etwas, aber auch ihm geht er meist aus dem Weg. Er ist allgemein von UNS BEIDEN zurückgezogen. Er weicht uns aus und will nicht in unserer Nähe sein. Wenn er nur mir ausweichen würde, wüßte ich genau, dass er einfach kein Interesse an mir hat.

    Meine Sorge war ob mir dem Welpen was nicht in Ordnung sein kann oder ob ich etwas ändern kann.

    Ich hoffe dass es stimmt und es sich nach und nach auflöst wenn er älter wird. Bin froh dass auch andere so ähnliche Erfahrungen gemacht haben!
    :smile:

  • Hm, das klingt als ob ihr unglücklich seit.

    Meinen Henry habe ich mit 9 Jahren übernommen, er hatte auch kein Interesse an Menschen.

    Er stammt auch von einen VDH Züchter und wurde in den 9 Jahren als nebenbeiHund gehalten.

    Immer viel Gassi, aber nur an der Flexi, weil er wegrannte.

    Null Erziehung, er hat nie gelernt, dass ma mit Menschen Spaß haben kann.

    Er ist jetzt 12 und im Vergeich zu meinem 1 jährigen Hund, den ich als Welpen bekam immer noch ein Autist. Aber für seine Verhältnisse ist er heute sehr aufgeschlossen.

    Er hat nie Kontakt gesucht und immer ein paar Meter weiter weg gelegen, kam nie ins Bett und wollte scho gar nicht kuscheln, so war er als Junghund nach Aussage meines Mannes und vorherigen besitzers auch schon.

  • Ich hatte mit dem Bär das selbe Problem. Gewöhnt von Boomer keinen einzigen Schritt alleine zu tun... dann kam der Bär. Er wollte nicht im Schlafzimmer übernachten sondern alleine auf der Terrasse, er wollte nicht zu uns hinliegen sondern alleine ins Bad usw.. ich war total gefrustet und hab gedacht ich hätte den falschen Welpen rausgesucht und dass der Bär mit uns nicht zufrieden wäre. Irgendwann kam er immer näher und seit er ca 8 Monaten alt ist schläft er auch mit im Schlafzimmer, legt sich neben mich hin usw... ganz normal halt.

    Lass ihm Zeit, das wird von allein :gut: .

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