• Hallo liebe Leute... heute geht es nicht um meinen Hund sondern den Golden Retriever meiner Kollegin. Er wird im Juni 14 und hat extrem abgebaut im letzten Jahr.

    Früher war er ein sehr bellfreudiger Hund, total agil, freundlich zu jedem. In letzter Zeit hat er sich sehr verändert. Die Rippen stehen raus (früher war er richtig gut beieinander), das Fell struppig. Bellen tut er gar nicht mehr, er scheint kaum mehr zu hören (keine Angst vor Gewitter, reagiert nicht auf seinen Namen) und zu sehen. Das einzige was er im Prinzip noch hat ist seine Nase. Spielen tut er seit 2 Jahren nicht mehr. Gassi reicht es nur noch vor die Haustür ca 5min zum Kacka und Pisi. Er macht ganz kleine Dippelschritte und ist sehr unsicher beim Gehen. In letzter Zeit ist er beim Ausladen ab und zu aus dem Auto gefallen oder die 3 Stufen die er ins Büro laufen muss hinuntergefallen und hat sich die Nase aufgeschlagen und gehumpelt.

    Sein Tagesablauf:

    Morgens 00.30 Uhr geht es los ins Geschäft. 15min Autofahren, auf dem Parkplatz Pisi und Kacka. Schlafen im Geschäft bis 6, da geh ich mit ihm 5-10min raus für die Geschäftchen. Um 7 Uhr wird er heimgefahren und bleibt dann alleine bis ca 14/15 Uhr. Meist kann er noch alleine aufstehen, manchmal liegt er allerdings noch am gleichen Fleck wie er verlassen wurde. Gesellschaft hat er 2 Katzen. Wenn Frauchen heimkommt vor die Türe für die Geschäftchen. Dann geht das Frauchen ins Bett und Hund schläft weiter. Bis der Tag von Neuem anfängt.

    Ca 2x in der Woche macht er beide Geschäftchen in der Wohnung. Meldet sich nicht mehr. Er bekommt Tabletten für die Hüfte. Beim Gassigehen vergisst er inzwischen zu pinkeln, gestern und heute. Da will er gleich wieder rein wenn er Kacka gemacht hat.

    Jetzt meine Frage: Wir haben uns heute im Geschäft Gedanken gemacht in wie weit dieses Hundeleben für den Hund noch ein Leben ist? Was meint ihr?

    Ach so: Seither wurde er im Sommer geschert, das dauert 2h. Frauchen hat sonst immer Hund abgegeben beim Friseur und danach abgeholt. Er plagt sich wohl bei der Hitze. Mir ist ganz undiplomatisch rausgerutscht:"Den Denny brauchst nimmer scheren dieses Jahr!" Sie war ganz entrüstet und hat gemeint dass er sich plagt über den Sommer :???:

    Tja... Ich persönlich finde es ist ne Qual den HUnd auf den Tisch zu stellen mit Fremden die er nicht mehr sieht und hört. Und das noch 2h obwohl er ja kaum gehen kann. Ehrlich gesagt denk ich nicht dass das noch sooo schrecklich lange geht...

    Was würdet ihr tun? Sie hat mich um meine Meinung gebeten, deshalb frage ich Euch!

  • Wenn dem Hund nach dem scheren deutlich leichter ist, wieso soll man ihm das verwehren. Persönlich würde ich meinen Hund niemals an fremde Leute übergeben, ob jung oder alt. Eher dann selber machen..Zum rest kann ich nicht viel sagen, da ich weder Hund noch Frauchen kenne und mir daherkein urteil erlaube.

  • Ich würde einen Hund dieser Rasse nicht scheren, weil es ihm nur wenig hilft. Ich würde die Unterwolle entfernen.
    Aber generell würde ich so einen alten Hund mit Einschränkungen selbst pflegen. In gewohnter Umgebung mit seinem gewohnten Menschen etappenweise, mit vielen Pausen, insgesamt über mehrere Tage.

    LG
    das Schnauzermädel

  • Wieso, solche Pflegemassnahmen beim Senoir gehen am schonensten für den Hund bei der abendlichen Schmuserunde. Dem Hund ist es dann egal, wie an ihm herumgepusselt wird. Einige Tage eine knappe halbe Stunde und man ist durch, danach vielleicht noch 20min. 2 mal in der Woche.

    LG
    das Schnauzermädel

  • Das braucht ihr mir nicht zu sagen... mein Hund ist gepflegt! Aber nach 15h Arbeit hätte ich da auch keine Lust mehr dazu.

    Hmm... ich wollte eigentlich eher wissen - wann ist das Leben für den Hund noch lebenswert und wann nicht? Was macht ein lebenswertes Hundeleben aus? Wann hört "einfach abwarten" auf und fängt "Qual" an? Ist Hundeleben nicht rennen, hüpfen, spielen, erleben, Erfahrungen machen...? Ist dann Dennys Leben überhaupt noch ein Hundeleben das es Wert ist ein Leben zu sein? Wie empfindet der Hund wenn die Sinne schwinden, der Körper nach und nach versagt... er nur ein Anhängsel ist.... Gezwungen werden muss Gassi zu gehen, ins Büro gezwungen werden muss die Treppen hoch und wieder runter, gezwungen werden muss ins Auto, sonst alleine daheim bleibt..

    DAS wollte ich eigentlich wissen... Lieber so ein Leben als gar keines oder lieber kein Leben als so eines??? Diese Frage brennt mir auf dem Herzen. :???:

  • Die meisten älteren Hunde sind irgendwann an dem Punkt wo das laufen auf ein minimum reduziert wird. Die Sinne werden bei allen irgendwann nachlassen das gehört aber zum älter werden und hat meiner meinung nach nichts mit Quälen zu tun. Wenn der Hund Schmerzen hat ist mir klar das der Hund ungerne treppen steigt, oder ins Auto einsteigt. Da sollte er dann eigentlich auch getragen werden. Der Hund sollte dringend einem TA vorgestellt werden. Ist da schon was in die Richtung unternommen worden? Das er abbaut wenn er nicht viel laufen möchte ist scnell durch den vermutlichen muskelschwund erklärt, und dan beginnt der nächste teufelskreis. die gelenke werdenimmer stärker belastet die eh schon vorhandenen scmerzen werden immer stärker. da muß einfach was gegen unternommen werden.

  • Das kann nur der Hund sagen.
    Es gibt Hunde, die haben einen unbändigen lebenswillen und kommen mit wenig Helfe gut klar, bei anderen, die eigentlich weniger Beschwerden haben, kann man alles nur mögliche unternehmen und die Hunde haben trotzdem keinen Lebenswillen mehr.
    Es ist wie beim Menschen auch. Mit dem Alter und den Einschränkungen kommt jeder anders zurecht.
    Allerdings ist es eine :zensur: seinen alten Hund möglichst pflegeleicht nebenherlaufen zu lassen!

    LG
    das Schnauzermädel

  • Sie hat nicht einmal ein Geschirr für ihn um ihm zu helfen. An Zugkettenhalsband und Flexileine die sich nicht mehr kurz stellen lässt taumelt er dann die Treppe runter.

    Er ist halt total wackelig auf den Beinen und macht ganz kleine Hühnerdäpperchen. Sie möchte am Samstag (wenn sie es einrichten kann) bei der Tierärztin vorbiefahren. Bin gespannt ob sie ihm noch helfen kann...

    Ich habe nicht das Gefühl dass er unerträgliche Schmerzen erleidet, eher dass er total verplant und tatterig ist, wie ein Greis eben. Blickts nicht mehr...

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