Wie würdet ihr dieses Verhalten deuten?

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  • Zitat

    Natürlich muss ich *jederzeit* und *ausnahmslos* die Möglichkeit haben ihm etwas aus dem Maul nehmen zu dürfen OHNE das er giftig wird.
    Und das Prinzip mit dem tauschen finde ich ansich eine gute Sache, aber wie soll ich das umsetzen wenn er bei Dingen anfängt zu knurren die vorher absolut okay für ihn waren?
    Vorallem entstehen in solchen Momenten seine Drohungen innerhalb von Sekunden.

    Beispielsweise streichel ich ihn, merke aber an seinen Zügen ob er gerne weiter gestreichelt werden will oder ob er lieber seine Ruhe haben will.

    Das stimmt, du musst die Möglichkeit haben, dem Hund JEDERZEIT etwas aus dem Maul nehmen zu können, egal ob er nun von der einen zur anderen Sekunde meint, "aufmucken" zu müssen.

    Und an dem Beispiel, dass er nach einiger Zeit anfängt, seine Gesichtszüge zu verändern, wenn er nicht mehr gestreichelt werden will und du dann auch noch aufhörst, erkennt man leider, dass dein Hund vielmehr Herr über dich ist als umgekehrt.

    Du solltest nochmal neu mit dem Dominanztraining beginnen, denn dein Hund scheint dich nicht mehr richtig "ernst" zu nehmen, wenn er mittlerweile unberechenbar SCHEINT. Ds geht so nicht, dann tanzt der Gute dir irgendwann völlig auf dem Kopf herum.

    Also:
    Der Hund muss sich ALLES erarbeiten. Streicheleinheiten, Futter, Leckerchen, Kauknochen.
    Du isst zuerst, dann der Hund.
    Du passierst Engstellen VOR deinem Hund.
    Ist der Hund auf der Couch, wird er kommentarlos runtergeschubst.

    Und knurrt dein Hund dich an, ignorierst du das und gibst ihm DEFINITIV keine Wurst o.ä. - aber das hast du ja selbst schon gewusst. Knurrt oder bellt er dich an, schickst du ihn entweder raus, knurrt er dich im Vorbeigehen an, ignorierst du das.
    Jedes Zurückschrecken gibt dem Hund Bestätigung.

  • Dominanztraining.... Oh mein Gott, in welchem Jahrhundert lebt ihr denn????
    Und Eure Hunde wollen an die Weltherrschaft, gelle????

    Aaaaaargh, ich krieg hier echt was zu viel.

    Und nein, ich muß meinem Hund nicht kompromißlos alles jederzeit aus dem Maul rausholen können. Das ist Quark. Selbst der unterste Wolf würde sein Futter sogar gegenüber dem Alphawolf verteidigen...

    Ich kann meinem Hund beibringen, daß egal wann ich an sein Zeug ranpacke, er noch was tolleres bekommt. Somit wird er nie Probleme haben, wenn ich mal ranpacken muß. Oder ich bringe meinem Hund bei, daß er mir auf Befehl alles in die Hand ausspuckt. Oder einfach nur so ausspuckt. Bei all diesem ist die Motivation das A und O. Hat der Hund jedoch gelernt, daß ich ihm einfach alles entreiße und er bei Aufmucken auch noch Ärger kriegt, wird er ungenießbares wohl nur noch schneller abschlucken oder sogar in Sicherheit bringen und man kommt nicht mehr an ihn ran. Oder das ganze eskaliert... Was auch nicht selten ist... Ihr müßt Euch mal vorstellen: Ihr habt nen Heidenhunger, Euer Lieblingsessen steht vor Euch auf dem Tisch und jemand kommt ohne Kommentar und ohne Vorwarnung und will es Euch wegnehmen. Beim ersten mal guckt ihr doof. Beim zweiten Mal werdet Ihr stinkig, beim dritten mal kriegt der andere wahrscheinlich Ärger und ihr werdet bei jedem erneuten Herannahen umso schlechter gelaunt bis ihr total ausflippt. Kommt aber jemand und bietet Euch was noch besseres an, immer und immer wieder, werdet Ihr Euch immer mehr freuen, wenn derjenige beim Essen in Eure Nähe kommt.
    Ebenso ist es auch mit allen anderen Dingen.
    Und natürlich ist es super wichtig seinen Hund im Auge zu behalten und zu merken, wann er bei Körperkontakt Streß bekommt. Allerdings sollte man den Hund nie so lange oder so sehr bedrängen, daß er überhaupt in Streß bekommt. Man sollte den Kontakt schon so aufbauen, daß er dem Hund nur Freude bereitet und eher früher aufhören, so lange er es noch toll findet..

    Alle, die immer noch der Dominanztheorie nachjagen, sollten sich besser Hühner anschaffen, denn an denen wurde das ganze beobachtet...

  • Natürlich dulde ich Fehlverhalten seinerseits nicht und gehe auch keinen Kompromiss mit ihm ein.
    Wenn er aufs Bett springt hole ich ihn da wieder runter egal ob er knurren würde, oder Spielchen mit mir treiben wollen würde.
    Fakt ist er darf es nicht und ich will es auch nicht.

    Es war nur ein Beispiel indem ich beschreiben wollte das ich sein Verhalten einschätzen kann was er vielleicht als nächstes tun wird.
    Ich hätte auch dieses Beispiel nehmen können:
    Wir sind draussen meine Freundin kommt mir entgegen will Monty begrüssen und ich sehe *bevor* er es überhaupt umsetzen will,
    das er sie anspringen würde.

    Zitat

    Und knurrt dein Hund dich an, ignorierst du das und gibst ihm DEFINITIV keine Wurst o.ä. - aber das hast du ja selbst schon gewusst. Knurrt oder bellt er dich an, schickst du ihn entweder raus, knurrt er dich im Vorbeigehen an, ignorierst du das.
    Jedes Zurückschrecken gibt dem Hund Bestätigung.

    Wenn er mich grundlos anknurrt schenke ich dem sowieso keinerlei Bedeutung. Wenn er aber etwas im Maul hat was er nicht darf (egal ob draussen oder drinnen), dann wird es wohl denke ich sehr schwer werden ihn aus dem Raum zu verweisen, denn das würde er dann ja mitnehmen :lachtot:

    Also muss ich ihm das aus dem Maul nehmen dürfen,egal ob er mich anknurrt oder eben nicht.
    Die Frage ist dann halt nur wie?
    Mit dem *Tauschgeschäft* komme ich da ja wohl auch nicht weiter.
    Folgende Situation:

    Bitte nur als Beispiel ansehen:

    Er mopst sich irgendetwas was er nicht darf.
    Ich bekomme es nicht mit.
    Er geht auf seinen Platz.
    Ich gehe an ihm vorbei und sehe das er etwas im Maul hat was er nicht darf.
    Nehmen wir mal an es ist ein Handy.
    Ich gehe hin will es ihm wegnehmen.
    Er knurrt wenn ich nur in die Nähe komme.
    Da kann ich doch nicht erst in die Küche oder sonstwohin rennen um ihm ein Tausch-Gegenstück-anbieten zu können.
    Also versuche ich es mit AUS.
    Mit Pfui.
    Mit Ablenkung.

    Und was ist wenn er sich auf nichts von dem einlässt?

  • Wenn er sich auf nichts von dem einlässt? Dann hast Du im Vorlauf nicht genug geübt. Es ist nicht sein Fehler, wenn Ihr die Kommandos nicht richtig aufbaut.

    Aus und pfui muss man stetig aufbauen und gegebenfalls immer wieder zur Auffrischung üben.
    Da fängt man nicht gleich mit den tollsten Dingen an, mit Spielsachen, mit essbaren Dingen, die nicht ganz so lecker sind und steigert sich.
    Dann wird es auch klappen, wenn es wirklich wichtig ist. Ohne dass man ein Leben lang Tauschgeschäfte machen muss.

    Aber bis er es sicher kann, würde ich persönlich IMMER ein Tauschgeschäft der Einschüchterung oder gar körperlichen Bedrohung vorziehen.

  • Genau. Üben, üben, üben und eben dafür sorgen, daß der Hund an nichts kommt, was er nicht haben darf.

  • Zitat

    Dominanztraining.... Oh mein Gott, in welchem Jahrhundert lebt ihr denn????
    Und Eure Hunde wollen an die Weltherrschaft, gelle????

    Aaaaaargh, ich krieg hier echt was zu viel.

    Immer schön ruhig bleiben.

    Es ging mir darum, dass der Hund auf MICH als einen zuverlässigen Partner hochblicken soll und kann.
    Es geht darum, dass der Hund in mir eine gute Leitperson erkennt.
    Und das kann ich ihm nur dann bieten, wenn ich mich wie ein "Rudelführer" verhalte.
    Das heißt nicht: der Stärkere hat das sagen oder derjenige, der allen Angst einjagt hat das sagen.

    Es geht darum, loyal zu sein.
    Nichtsdestotrotz kannst du deinen Hund nicht vermenschlichen. Im Rudel ist es nunmal so, dass der Rudelführer zuerst frisst. Willst du, als "Rudelführer" auf deine Couch, macht der Hund die Couch für dich frei.

    Meine Ansicht.

    Ich finde deine Aussage wirklich ganz schön frech.


    Und was das Mopsen angeht:
    Ich denke mal, du musst ihm das AUS neu beibringen. Es scheint ihn ja herzlich wenig zu interessieren.

  • Ich finde Deine Aussaugen viel frecher, weil sie an der Realität vorbei gehen...

    Jedes Rudelmitglied wird einen ihm wichtigen Platz verteidigen, auch dem Obersten gegenüber. Siehe Bloch und andere...
    Und auch, daß der Rudelführer zuerst frißt, ist Quatsch mit Soße. Gibt es genug zu fressen, fressen alle gleichzeitig, jeder an ner anderen Ecke, JEDER wird seine Ecke verteidigen. Gibt es wenig, frißt jeder erst recht was er bekommen kann, die Einzelnen jagen öfter und kleinere Tiere. Jeder frißt sein selbst erjagtes auch selbst. Da geht keiner hin und fragt erst den Cheffe, ob er haben will...

    Du kannst ja mal mit Deinen steifen Ritualen versuchen meinem Bluey zu zeigen, daß Du der Chef bist. Der würde das sowas von durch schauen und Dich gar nicht mehr Ernst nehmen. Jemand der so viel TamTam um alles machen muß (erst essen, erst durch die Tür usw.) ist in seinen Augen nämlich nur unsicher und geltungssüchtig.

    In einem ECHTEN Rudel geht man vertraut miteinander um. Vertrauen und Bindung sind das wichtigste, dann darf auch der Sohn zur Alphawölfin kuscheln kommen, oder sie zum Spiel auffordern.

  • Zitat

    Ich finde Deine Aussaugen viel frecher, weil sie an der Realität vorbei gehen...


    In einem ECHTEN Rudel geht man vertraut miteinander um. Vertrauen und Bindung sind das wichtigste, dann darf auch der Sohn zur Alphawölfin kuscheln kommen, oder sie zum Spiel auffordern.

    1. Mit frech meinte ich eher deine Art zu zeigen, wie empört oder angewidert du dich von Aussagen anderer User fühlst.
    DAS war frech.

    Und wenn du etwas weiter gelesen hättest, hättest du auch gelesen, dass ich das Wort LOYALITÄT benutzt habe. Und mit Loyalität ist nichts anderes als Geduld, Annehmen, Verstehen, Fehlerakzeptieren etc gemeint.

    OKay, hier jetzt mal nachgeschlagen:

    Obwohl man auch einzelne Wölfe in der Wildnis antrifft, ist die normale Sozialordnung des Wolfes das Rudel. Das Wolfsrudel besteht im Regelfall aus dem Elternpaar und deren Nachkommen, es handelt sich also um eine Familie. [...] Die vorjährigen Jungwölfe unterstützen das Elternpaar bei der Aufzucht der neuen Welpen. [...] Mit Erreichen der Geschlechtsreife wandern die Jungwölfe in der Regel aus dem elterlichen Territorium ab und suchen ein eigenes Revier. Die Elterntiere sind grundsätzlich dominant gegenüber ihrem Nachwuchs, Kämpfe um die Rangordnung gibt es daher nicht.

    Wiki

    Und davon mal abgesehen.. ich komme ganz gut mit meinen "Ritualen" zurecht.
    Mein Hund vertraut und gehorcht mir. Mein Hund schnappt nicht nach mir und hat mich in der Zeit, seitdem wir sie haben ( und auch meine Hunde vorher ) niemals angeknurrt. Alles, was ich ihr aus der Schnauze nehmen möchte, kann ich ihr ohne Tamtam entnehmen usw.

    Und vielleicht stoße ich hier auf Kopfschütteln, aber ich habe hier einen kleinen "Pocketratgeber" zum Thema Hund (Erstauflage 2008) und JA, es gibt noch immer Literatur zum Thema Hund, die fraglich ist, aber ich komme damit sehr gut zurecht. Mein Hund wird ohne Schläge, ohne Angst, mit positiver Bestärkung und weiß der Geier was noch erzogen.
    Warum sollte das denn so falsch sein?

  • Wenn es bei dir funktioniert, ist das ja schön. Aber mit Deinem Halbwissen anderen dubiose Ratschläge zu erteilen ist ne andere Sache... Das Wissen aus dem Wiki ist leider überholt. Was Bloch und andere schon längst bewiesen haben. Jungwölfe wandern mitnichten immer ab, sondern bleiben sehr wohl auch bei den Eltern und übernehmen dann weiterhin für die nächsten Welpen die Patenschaft. Auch wandern immer mal wieder Fremdwölfe zu einem bestehenden Rudel... Dominanz ist immer eine Beschreibung einer Beziehung zueinander. Auch AlphaWölfe sind NICHT NUR oder IMMER dominant gegenüber ihrem Nachwuchs.

    Wie schon beschrieben, würdest Du bei ECHTEN Problemhunden mit Deinen Ritualen extrem auflaufen. Ein intelligenter Hund, der tatsächlich versucht bestimmte Ressourcen zu kontrollieren und/oder selbstbewußt ist, wird solche Rituale durchschauen und damit dann locker Dich kontrollieren.
    Ein Beispiel:
    Es ist Fressenszeit: Du möchtest, daß Dein Hund vor dem Futter Sitz macht. Nach wenigen Tagen hat er das durch schaut und bietet von sich aus Sitz an. Gibst Du ihm jetzt Futter, hat er Dir mit seinem Sitz befohlen, ihm das Futter zu geben. Hast Du einen intelligenten Möchtegern-Kontrolletti wird er das auf alle möglichen Situationen versuchen auszuweiten, er wird Dich manipulieren und gelangt er nicht freundlich bettelnd ans Ziel, wird er je nach Veranlagung Aggressionen und Gewalt einsetzen.
    Hast Du jedoch die Kontrolle ist ein solch tägliches Ritual nicht nötig. Du wirst mal ein Sitz von ihm verlangen, mal ein Platz, mal ein Steh, mal ein Kunststück, mal wirst Du ihm kommentarlos das Futter hinstellen und immer wenn Du etwas verlangst, wird er es ohne Protest tun.

  • Ohoh ich hätte nicht gedacht das ich mit meiner Frage so eine Diskussion vom Zaun breche.
    Sorry das war natürlich nicht meine Absicht!!!

    Na gut er hat mich angeknurrt weil er es als ganz besonderes Leckerchen empfunden hat.
    Und wir haben uns indem Moment falsch verhalten.
    Deshalb habe ich hier einfach mal mein Problemchen geschildert.
    Und ich habe mal einfach weitergesponnen,was ist wenn er es nicht rausrückt trotz eines AUS!!!
    Was soll ich sagen? Natürlich muss ich vielleicht das Kommando AUS nochmal üben,aber Fakt war doch in diesem Moment reichte das Kommando AUS nicht aus. (Püh was für ein Satz).
    Im nachhinein das Kommando AUS zu üben ist ja sogesehen kein Dingen und im nachhinein kann ich auch immer gewisse Dinge korrigieren sowie anders einschätzen,aber,wenn man so eine Situation vorher noch nie hatte sieht das ganz wohl etwas anders aus zumindestens bei mir :/

    Ich finde es gar nicht so unabwegig was FräuleinWolle geschrieben hat.
    Ich will kein *Oberhaupt* für meinen Hund sein, ich möchte mit ihm zusammen leben. Natürlich gibt es Dinge die Monty einfach nicht darf und in der Regel würde ich wirklich mal behaupten ist er für sein Alter schon verdammt gut erzogen und auch wenn es mal nicht sofort klappt, ich darf für mich nicht vergessen das Monty gerade mal 25 Wochen alt ist. Ich will mit ihm zusammenleben.
    Ich bin sehr stolz darauf das Monty schon so viel kann und es wird in den nächsten Wochen/Monaten/Jahren natürlich auch noch viel mehr werden.

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