• Guten Morgen,

    leider find ich über die Suchfunktion nix, obwohl es wahrscheinlich schon hunderte Beiträge dazu gibt :ops:

    Jenny war im Jänner dieses Jahres zum dritten Mal läufig und erst jetzt ist sie das erste Mal scheinträchtig. So richtig aufgefallen ist es uns erst gestern, sie hat zwar die letzten Tage immer herumgejammert, aber das konnte ich erst nicht zuordnen.
    Gestern hat sie ihre ganzen Kuscheltiere am Sofa zusammengetragen und richtig "aufgeschlichtet".
    Ich hab erst mal alle Tiere weggeräumt.
    Jennys Milchleiste ist auch angeschwollen aber Milch kommt keine und sie frißt auch weniger. Ausserdem schläft sie sehr viel.

    Einzig beim Spaziergang und Toben mit anderen Hunden ist sie noch die "Alte".

    Jetzt würde ich gerne wissen, wie lange das ungefähr dauern kann und ob ich ausser sie ablenken und die Tierchen wegräumen noch etwas für meine Maus tun kann?

  • Hallo,
    Du hast völlig richtig gehandelt. Das Problem hatte ich auch. Die Leute auf dem Hundeplatz sagten mir, ich sollte meine Maus mal zulassen aber das wollte ich nicht.
    Ich habe auch alle Kuscheltiere weggenommen und die Milchleisten gekühlt. Das hat gut geholfen.
    LG Konsul

  • Kann es sein, dass die Hündinnen auch schlechter hören? Oder sonst sich anders verhalten? Kaja war auch im Januar läufig und seit neuestem hört sie schlecht, ist nur noch am winseln, frisst fast gar nichts mehr. Heute kam ich nach Hause, da war ihr Spielzeug unter ihrem Bett versteckt und und sie hat drübergebrochen. Wollte sie es irgendwie füttern??? Ich hab jetzt alles weggeräumt und morgen renn ich sofort zum TA, des kann ja net gut sein.
    :sad2:

  • Skadi ist jedes mal scheinträchtig, zwar mit wenig Körperlichen Syptomen, dafür aber mit um so mehr psychischen. Sie ist generell zwischen Läufigkeit und "Geburtstermin" (also ca. 2 Monate nach der Läufigkeit) ziemlich ruhig, spielt fast nicht (und sie ist erst 1 1/2 Jahre), verteidigt Resourcen vehementer als sonst und ist auch sonst manchmal etwas nickelig. Sie versucht dann auch Höhlen im Gaten zu graben, schleppt Plüschtiere und zerwühlt ihr Körbchen. Andererseits ist sie superschmusig und anhänglich, sie gehorcht sogar besser :???:....
    Am besten, wie dus schon gemacht hat, Kuscheltiere verbieten, am besten ganz wegräumen. Und meide Kleintiere, meine hat letzes mal nen Megaschub bekommen - inclusive Milcheinschuß - als sie bei meinen Bekannten die Frettchen gesehen hat.... :roll:

    übrigens hab ich mal gehört, das jede Hündin scheinträchig wird, nur, das man es nicht bei jeder merkt. Das muß wohl noch son Relikt aus den Wolfsgenen sein - bei denen wird nämlich nur die Alphawölfin gedeckt, und alle anderen Wölfinnen werden scheinträchtig, damit sie notfalls als Amme einspringen können...

  • Meine Beiden wurden auch zwei mal scheinträchtig, erst ohne Milch, dann mit Milcheinschuss...
    das Problem ist, dass die Milch nicht mehr abfliessen kann, d.h. es kann zu Gesäugeleistenentzündung (Mastitis) kommen. Ich musste dann beim TA das Mittel Galastop geben, eine Woche bis zehn Tage, bis die Milch langsam verschwand.
    Mein TA erklärte mir, dass von Scheinschwangerschaft zu Scheinschwangerschaft das Risiko von Gesäuge- und Gebärmuttertumoren rapide ansteigt. Er ist kein Befürworter von Kastrationen, aber das Risiko steigt bei Scheinschwangerschaften nicht um ein Prozent, sondern wirklich rapide.

    Es gibt auch Hündinnen, die damit gar nicht zu tun haben, natürlich sollte man dann auch keine Kastra vornehmen lassen.


    Nach zwei Scheinschwangerschaften meiner Hündinnen, habe ich mich zur Kastration entschlossen, weil nichts anderes half. Für sie war es auch immer sehr stressig.

    Vorher habe ich das Futter minimiert, weil die Milchbildung dann oft nachlässt, weil der Körper sich erstmal selbst versorgen muss. Also am besten ab sofort sehr wenig füttern!
    Dann habe ich noch die homeöphatischen Mittel Pulsatilla (das gibt man bei den ersten Anzeichen der Scheinschwangerschaft, hilft vor allem bei Hündinnen ohne Milcheinschuss) gegeben, 2-3 Mal täglich 10 Globuli und es dann vorbeugend mit Ignatia probiert. DAs gibt man nach der Läufigkeit jede Woche 10 Globuli, 8 Wochen lang. Es soll vorbeugend helfen, nur leider bei uns nicht.

    Ganz viel Glück euch und informiert euch mal bei euren Tierärzten, was sie raten.

    Edit: Pulsatilla hat bei uns sehr gut gegen die Symtome der Scheinschwangerschaft geholfen, die für den Hund ja nicht unstressig sind. Probiert es aus, schaden könnt ihr damit nicht. Gibt es sehr günstig in der Apotheke.

  • Zitat


    übrigens hab ich mal gehört, das jede Hündin scheinträchig wird, nur, das man es nicht bei jeder merkt. Das muß wohl noch son Relikt aus den Wolfsgenen sein - bei denen wird nämlich nur die Alphawölfin gedeckt, und alle anderen Wölfinnen werden scheinträchtig, damit sie notfalls als Amme einspringen können...


    Genauso ist es.
    Jede Hündin wird scheinträchtig. Es ist bei jeder Hündin individuell ausgeprägt.
    Bei der einen merkt man es gar nicht, bei der nächsten sind die Symptome, die auch von Hündin zu Hündin unterschiedlich sind, schwach zu merken und bei einer andere Hündin schwillt das Gesäuge an und die Milch schießt ein. Entzündungen des Gesäuges sind auch nicht selten.

    Es gibt auch Hündinnen die auch den kompletten Geburtsvorgang erleben und eben richtige Wehenschmerzen haben.

    Malis Scheinträchtigkeit macht sich durch Lustlosigkeit, Müdigkeit bemerkbar. Außerdem ist sie dann noch anhänglicher und schmusebedürftiger (wenn das überhaupt möglich ist :D ).

    Sie mag dann auch nicht gern fressen und ist sehr mäkelig. Das kenne ich sonst gar nicht von meiner Fressmaschine.

    Ihr Gesäuge schwillt etwas an und sie hat auch Milch. Die Leiste ist aber nicht heiß bzw. entzündet. Mali leckt sich auch nicht, so dass zum Glück nicht die Milchproduktion angeregt wird.

    Eine besondere Macke hat sie dann aber doch noch. Mali "nuckelt" inklusive Milchtritt während der Läufigkeit und dann auch noch mal während der Scheinträchtigkeit immer wieder an ihren Decken. Sie quiemt dabei leise vor sich hin, so richtig leidend. Dieses Verhalten unterbinde ich, weil sie das wirklich nur in dieser Zeit macht und sie sich da richtig reinsteigert. Wie andere Hündinnen ihre Kuscheltiere bemuttern.

    Uns helfen lange Spaziergänge und kleinere Extra-Spieleinheiten zum Ablenken.

  • Guten Morgen,

    danke für eure ausführlichen Antworten!
    Also das Futter reduziert Jenny eigentlich selbst, sie kommt morgens und abends je 200 g, die Abendportion lässt sie schon mehrere Tage stehen. Auch mag sie kein Knabberzeugs.
    Und wie gesagt, sie schläft sehr sehr viel.
    Ich hab mich gestern auch ein bisschen "schlau" im I-net gemacht und hab da gelesen, dass man nicht auf die Anhänglichkeit eingehen soll, weil dass die Scheinträchtigkeit zusätzlich noch fördern soll und was ich noch gelesen hab - es soll keinen bewiesenen Zusammenhang zwischen Scheinträchtigkeit und Mammatumoren geben - was ich mir irgendwie nicht vorstellen kann.

    Für mich ist die ganze Situation neu, denn bei den ersten beiden Läufigkeiten hab ich nichts von einer Scheinträchtigkeit bemerkt, aber vielleicht liegts ja am Alter, Jenny ist jetzt ca. 2 Jahre alt.

    Achja, mit Spiel motivieren funktioniert nicht, eher noch lange Spaziergänge.

    Noch was - bekomm ich dieses Pulsatilla in der Apotheke oder muss ich zum TA? Und wie kühlt ihr die Milchleiste, mit einem nassen, kalten Tuch ? Danke nochmals :roll:

  • Pulsatilla gibts in der Apotheke :D
    TA hat das meist nicht, nur wenn er mit Tierheilpraktikern o.ä. zusammenarbeitet.

    Also meine Beiden haben das auch erst mit 3 Jahren bzw. 2 Jahren entwickelt. Ich musste dann immer dieses doofe Medikament geben, weil das den Milchabfluss beschleunigt. Das wurde mir irgendwann zuviel. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, dass es gut ist, wenn immer wieder Milch einschiesst, zwei Mal im Jahr, die dann eben nicht abfliessen kann. Gesund kann das ja nicht sein. Und das Medikament ewig geben? Nee...meine Mutter hatte eben auch eine Hündin, die 6 Jahre lang immer wieder scheinschwanger wurde...sie starb dann an Tumoren, die bewiesen damit zusammenhingen...sie hasst sich bis heute dass sie nichts dagegen unternommen hat.
    Zudem taten mir meine Beiden dann einfach nur leid. Mit Pulsatilla habe ich zwar etwas verbessern können, aber Luni war wahnsinnig unruhig und steckte Maya damit an....dieses Theater über Wochen wollte ich dann einfach nicht mehr...

  • Zitat

    Ich konnte mir auch nicht vorstellen, dass es gut ist, wenn immer wieder Milch einschiesst, zwei Mal im Jahr, die dann eben nicht abfliessen kann. Gesund kann das ja nicht sein.

    Die Milch wird vom Körper resorbiert - das ist kein unnatürlicher Vorgang. Vom Körper wird alles mögliche resorbiert - Zelltrümmer, abgetötete Krankheitserreger, Sekrete u.ä..

    Zitat

    meine Mutter hatte eben auch eine Hündin, die 6 Jahre lang immer wieder scheinschwanger wurde...sie starb dann an Tumoren, die bewiesen damit zusammenhingen...

    Es gibt - wenn man sich die wenigen Studien, die sich finden lassen, ansieht - keinen erwiesenen Zusammenhang zwischen Scheinträchtigkeiten und erhöhtem Tumorrisiko. Das Wachstum vorhandener Tumore kann allerdings gefördert werden.

    Statistisch gesehen hat eine unkastrierte Hündin ein bis zu 4fach erhöhtes Risiko, Mammatumore zu entwickeln (meist im forgeschrittenen Alter). Aber nicht jeder Tumor ist bösartig und nicht jeder maligne Tumor führt letztlich zum Tod der Hündin.
    Gezeigt hat sich lediglich, dass eine Frühkastration das Mammatumorrisiko fast eliminiert und eine Kastration nach der 3.Läufigkeit keinen positiven Einfluss auf dieses mehr hat.

    Tumorentstehung ist kein Geschehen, dass sich formularisch auf einen bestimmten gemeinsamen Nenner bringen läßt (es wäre schön, wenn es so einfach wäre). Was Mammatumore bei der Hündin betrifft sind die hormonell bedingten Veränderungen des Drüsengewebes im Zyklusverlauf sicher ein Faktor, aber es kommen auch Dinge wie die Neigung zur Bildung von Ovarialzysten und (erstaunlicherweise , wie ich finde) Übergewicht im 1.Lebensjahr mit ins Spiel. Gerade letzteres scheint ein nicht unbedeutender Faktor zu sein.


    Ich persönlich finde es sehr schwer, die Frage nach Kastration im Falle von Scheinträchtigkeiten mit klinischer Symptomatik eindeutig zu beantworten. Meine eigene Hündin wird mit schöner Regelmäßigkeit scheinträchtig inkl. Milcheinschuss. Bislang war das immer recht problemlos und medikamentös wurde nie eingegriffen. Der Spuk war immer nach etwa 2 Wochen wieder vorbei.
    Aber das kann sich natürlich in Zukunft durchaus ändern und eine Hündin, die in dieser Phase wirklich leidet, würde ich kastrieren lassen (auch wenn der hemmende Effekt im Hinblich auf Gesäugetumore nicht mehr gegeben ist). Solange alles im bekannten Rahmen bleibt, gehört die Scheinträchtigkeit zum Zyklus meiner Hündin.
    Ob es nun die richtige Entscheidung ist, der Natur ihren Lauf zu lassen, kann ich natürlich nicht sagen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!