Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
Hund geht unvermittelt auf Katze los...
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Also, eigentlich habe nicht ich diese Problem, sondern die Lebensgefährtin meines Vaters.
Erstmal die Vorgeschichte:
Der Hund besagter Lebensgefährtin, eine ca. 6 Jahre alte Labrador-Bernersennen-Mix-Hündin namens Laika, ist von dieser mit ca. 2 Jahren aus schlechten Verhältnissen übernommen worden. Sie und ihr damaliges Frauchen sind dort wohl widerholt misshandelt worden. Laika kam mit starker Leinenagression, als Kläffer und völlig unerzogen in ihr neues Heim.
Mit viel Geduld hat die Lebensgefährtin meines Vaters Laika so gut hinbekommen, dass ich sie heute im allgemeinen für einen lieben und relativ ausgeglichenen Hund halte. Sie gehorcht selbst mir recht gut, bellt draußen keine Fremden mehr an und kommt inzwischen gut mit fremden Hunden aus. Zwar ist sie ziemlich dominat und benimmt sie sich an der Tür noch immer, als wolle sie einen auffressen, aber sobald selbige aufgeht, und sie einen erkennt, ist Ruh.
Im Haushalt wohnen noch 4 Kinder und zwei Katzen. Mit den Kindern gab es noch nie auch nur igendeinen Zwischenfall, im Gegenteil, die dürfen mit Laika machen, was sie wollen, ohne auch nur einen scheelen Blick zu ernten. Und im allgemeinen ignoriert Laika auch die Katzen völlig.Jetzt zum eigentlichen Problem:
Manchmal, und meiner Meiunung nach völlig situationsunabhängig, schießt Laika bellend, geifernd und schnappend auf die Katzen (mal nur auf eine, mal auf beide) zu und zwar so lange, bis die sich irgendwo verkrochen hat, wo Laika sie nicht mehr sieht. Ersthaft passiert ist dabei noch nichts, aber ich kann schlecht einschätzen, ob das nur an dem Glück und Ausweichgeschick der Katzen lag oder Laika es eben doch nicht so ernst meint, wie es klingt....
Ulkigerweise kann auch die jeweils andere Katze daneben sitzen und wird völlig ignoriert.
Wir dachten erst, es hätte was mit der Situation bei Laika zu Hause zu tun, aber mit unserer Katze macht sie das genauso!
Bei 9 von 10 Zusammentreffen wird die Katze ignoriert, beim 10ten Zusammentreffen explodiert Laika.
Bisher konnte ich noch nichts beobachten, das irgendwie Laikas Verhalten auslösen könnte.
Erst haben wir vermutet, das es Futterneid ist, aber das Verhalten hat sie auch gezeigt, wenn niegendwo Futter in der Nähe war. Sie scheint völlig willkürlich auf Katzen los zu gehen... Und genau das verwundert mich. Ich könnte ja verstehen, wenn sie schlechte Erfahrungen mit Katzen gemacht und deswegen Brast hat, aber meistens ignoriert sie die Katzen ja völlig...Wir stehen vor einem Rätsel.
Vielleicht hat ja jemand hier ähnliche Erfahrungen gemacht oder weiß zumindest Rat, wie wir diese Agressionsexplosionen in den Griff bekommen können.
Laika hat mämlich bei uns schon Hausverbot bekommen, um die Nerven unserer Katze zu schonen. Das ist eigentlich sehr schade, denn sonst ist sie ein wirklich anhänglicher und umgänglicher Hund. -
20. Februar 2009 um 00:25
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Wirklich helfen kann ich nicht. Es klingt für mich nach einem Hund, der nicht "dominant" ist, sondern im Gegenteil unsicher und sehr unter Stress steht. Durch souveräne Führung hat sie gelernt, sich weniger aufzuregen, aber ab und an gehen ihre Nerven noch mit ihr durch. Und die katzen sind schwächstes Glied, an denen kann sie sich abreagieren. Dies ist nur ein Gedanke, der mir beim Lesen durch den Kopf ging...
Was ich in dem Zusammenhang schon gehört habe, ohne selbst Erfahrungen gemacht zu haben: Schilddrüsenfehlfunktion; Bachblüten (kein Zusammenhang mit der Schilddrüse).
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Zitat
Bei 9 von 10 Zusammentreffen wird die Katze ignoriert, beim 10ten Zusammentreffen explodiert Laika.Wie Lucy_Lou schon geschrieben hat, klingt das nach einem sehr stressanfälligen Hund.
Daher würde ich in dieser 10. Situation nicht danach suchen, welcher Auslöser bei den Tieren untereinander die Ursache war, sondern auf die Menschen schauen: Wie wurde Laika den Tag von ihnen ausgelastet? Gibt es gerade Stress/Streit im Familien-Zusammenleben? Ist das Zusammentreffen zwischen der Lebensgefährtin Deines Vaters und Dir immer richtig entspannt gewesen? usw.
Ein Hund, der aus schlechten Verhältnissen kommt, ist unglaublich feinfühlig für zwischenmenschliche Beziehungen. Auch wenn wir Unstimmigkeiten/Probleme nicht als so dramatisch sehen, weil sie zum Leben dazu gehören, man sich nicht immer zurücknehmen muss und sie auch angesprochen und geklärt werden, können für ihn diese "Schwingungen" das absolute Drama sein.
Denn er hat vielleicht nicht viel gelernt, aber bestimmt, dass wenn was "in der Luft hängt", dann gibt es gleich ein riesen Donnerwetter, obwohl er überhaupt nix dazu kann. Und diesen indirekten Stress, den das bei ihn verursacht, reagiert er vielleicht mit dieser Übersprungshandlung auf die Katzen ab.
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Vielen Dank für eure Denkanstöße.
Das Laika streßanfällig ist, kann ich mir schon denken - mit der Vorgeschichte. Und bei ihr zu Hause läuft es sicherlich auch nicht immer total entspannt - mit 4 Kindern.Ich werde eure Theorien mal weiter geben und vor allem selbst drauf achten, ob in solchen Situationen "was in der Luft" liegt. "Wegtrainieren" wird da dann wohl auch nicht unbedingt möglich sein... nunja... am besten halt überhaupt Streßsituationen vermeiden...
Normalerweise könnt mir das ganze ja egal sein, aber mir tut der Hund halt irgendwie leid. Es wäre eben sehr viel schöner, wenn sie am Wochenende mit bei uns sein könnte. Aber ich verstehe auch, das mein Vater Angst um seine Katze hat.... verzwickt, das Ganze.Vielen Dank nochmal
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Zitat
"Wegtrainieren" wird da dann wohl auch nicht unbedingt möglich sein...
Wegtrainieren ist auf jeden Fall angesagt! Aber halt nicht beim Hund, sondern bei Eurem Verhalten.

Wenn Laika gestresst ist, dann wird sie erst recht ignoriert, und der Spiegel, den sie Euch durch ihr Verhalten vorhält, genauesten beleuchtet, angeschaut, untersucht, analysiert und die Stresssituation, die in Eurem Zusammenleben irgendwo da ist und ihre Übersprungshandlungen auslöst, vielleicht erkannt, auch wenn sie für Euch völlig irrelevant und selbstverständlich zum Alltag gehört.
Auf jeden Fall finde ich es klasse, dass Du Dir Gedanken um Laika machst. Aber noch schöner wäre, wenn Dir der Hund nicht Leid tuen würde (denn das ist ein undefinierbare emotionale Äußerung für Laika), sondern Du die erklärte Absicht hättest, dass sie am WE ganz entspannt bei Euch sein kann und darauf hin arbeitest.

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Vielen Dank für den Tipp, Steffi! Den Futtercheck werde ich mir definitiv mal ansehen. Besonders die kostenlosen Futterproben finde ich natürlich spannend - das probiere ich gleich mal aus. 😄
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Zitat
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Auf jeden Fall finde ich es klasse, dass Du Dir Gedanken um Laika machst. Aber noch schöner wäre, wenn Dir der Hund nicht Leid tuen würde (denn das ist ein undefinierbare emotionale Äußerung für Laika), sondern Du die erklärte Absicht hättest, dass sie am WE ganz entspannt bei Euch sein kann und darauf hin arbeitest.

Tja, würd ich ja gerne... aber da gehören ja schließlich verschiedene Leute dazu...und letztendlich ist es meines Vaters Haus.
Wir sind am WE 6 Personen, mein Vater, dessen Lebensgefährtin, meine Oma, meine behinderte Schwester, die oft ziemlich aufgedrehte Tochter der Lebensgefährtin und schließlich ich. Da kommt es garantiert immer wieder zu Situationen, die Laika sicher als stressig empfinden kann. Disskusionen mit bockigen Kindern etc...
Sie ist ja nun eben nicht mein Hund, und ich kann mich weder die ganze Woche mit ihr beschäftigen noch möchte ich da irgendwen bevormunden.
Ich werd nun erstmal eure Vermutungen vorbringen und das Ganze mit der Familie besprechen.Aber je länger ich darüber nachdenke, desto mehr habe ich das Gefühl, das sie tatsächlich auch zu wenig ausgelastet ist - da hab ich schon einige Diskussionen zwischen der Lebensgefährtin und deren Kindern gehört, von wegen: "Geht doch bitte mal mit dem Hund raus!" Und da hab ich nun wirklich keinen Einfluß drauf.
Wenn ich Laika zum Spaziergang mitnehme ist sie total gut drauf -wenn auch aufgedreht, gehorcht gut, und geht entspannt mit Skadi um. Ich muß sie vielleicht einfach noch öfter mitnehmen.
Vielleicht kann ich sie am WE einfach mit zu mir nach oben in meine "Wohnung" nehmen. Das würde zwar nur Symptombekämpfung sein, aber das einzige, was ich wirklich von mir aus für den Hund tun kann....vielleicht besser als nichts.Ansonsten werd ich versuchen einfach besser auf den Hund achten und präventiv eingreifen, bevor er sich auf die Katze stürtzt. Die entprechenden Situation verhindern geht eben nur, wenn alle da mitmachen. Und gerade in Bezug auf die jüngste Tochter seh ich da relativ schwarz.
Meint ihr, es wäre eventuell sinnvoll Laika mit irgendwas abzulenken, wenn man bemerkt dass sie angespannt ist? Aber das wäre dann doch verstärken des Verhaltens.... Eventuell lieber mit "Arbeit"? Also einfach eine Aufgabe geben, und wenns nur "Sitz" oder ähnliches ist? Oder stresst sie das dann noch mehr?
Ihr seht, viele vielleichts. Ich fühl mich ein wenig überfordet mit der Situation, da ja nicht nur ich auf den Hund einwirke.
Aber ich hoffe ihr seht, dass mir Laika eben nicht nur leid tut, sondern dass ich was ändern will (habe manchmal das Gefühl, das ich da die einzige bin :/ ) sonst hätte ich diesen Thread nicht eröffnet.

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Zitat
Ich werd nun erstmal eure Vermutungen vorbringen und das Ganze mit der Familie besprechen.Das ist doch auch schon mal ein Anfang. Und auch wenn die ganze Familie so tut, als hätte sie es nicht gehört, wirkt es vielleicht nach und zeigt auf lange Sicht vielleicht durchaus Veränderungen.
Was Du auf jeden Fall in dem Moment, wo Du es ansprichst, gleich bewirkst, ist, dass sich alle auf Dich konzentrieren und nicht mehr nach Laika schauen. Ist für sie jedenfalls was ganz Neues.
Zitat
Wenn ich Laika zum Spaziergang mitnehme ist sie total gut drauf ...
Vielleicht kann ich sie am WE einfach mit zu mir nach oben in meine "Wohnung" nehmen.Finde ich klasse, dass Du Laika mitnimmst und auch, wenn Du für sie aus den durchaus komplizierten Famlienstrukturen heraus eine Entlastung in Deiner ruhigen Wohnung findest.
Auf Dauer sollte es natürlich anders laufen, aber da müssen alle Familienmitglieder mitspielen und an einem Strang ziehen. Aber solange das nicht gegeben ist, würde ich genau das machen, was Du schon machst.
Zitat
Meint ihr, es wäre eventuell sinnvoll Laika mit irgendwas abzulenken,
wenn man bemerkt dass sie angespannt ist?Auf jeden Fall!
Gibt es nicht ein Lieblingsspielzeug, auf das sie richtig anspringt? Oder ist sie richtig lernwillig und liebt Leckerlies und den Clicker? Oder ein Super- oder Lieblingskommando, wo sie richtig aufblüht und gleich dabei ist?
Wie ich schon sagte, das Katzenjagen ist wohl eine Übersprungshandlung aus einer großen Anspannung heraus. Und wie Du richtig erkannt hast, kann man die lösen, in dem man den Hund umlenkt auf etwas, was man positiv bestätigen kann, so dass alle Seiten zufrieden sind und Laika dazu noch die Bestätigung hat, dass ihre Befindlichkeiten erkannt wurden und sie sie im Gegensatzt zu früher auch noch richtig toll umsetzen konnte.
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An alle, die soviel Interesse an Laikas "Katzenproblem" gezeigt haben (und natürlich auch an alle anderen Interessierten

Ab heute habe ich Laika zwei Wochen in Pflege! Ich habe also einige Zeit mich vernünftig auf den Hund einzulassen.
Bin mal gespannt, wie sich der Hund in dieser Zeit entwickelt, und ob er sich den Katzen gegenüber anders verhällt, wenns 2 Wochen "Hunde-Wellness-Urlaub" gibt!
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