Nach dem Hundespaziergang BURNHARD GRILL an und den Feierabend genießen🔥*
Gebirgsschwißhund-Mischling - megadynamisch!
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Hallo allerseits,
nachdem ich viele Beiträge gelesen habe, vieles angewendet habe, aber so ziemlich nichts auf Dauer hilft, möchte ich jetzt mal einen Rat von Euch Hundehaltern einholen.
Dazu die Vorgeschichte:
Ich habe zwei Dackel, Mädel & Bub. Dazu kam leider - in einem Anfall von Mitleid - eine junge Hundedame von einer überforderten Familie. Die haben sich zwar sich sehr bemüht, doch leider ist dieser Hund sehr ruhelos & will ständig beschäftigt werden, was im besten Zuhause einfach nicht geht. Sie ist ein wunderschöner Gebirgschweißhund/Deutsch Langhaar -Mischling, also Jagd- & Stöberhund pur. Die ersten Spaziergänge waren der pure Horror. Ich bin hinter dem 8 Monate alten Hund regelrecht nachgeflogen, sie wollte einfach nur loslaufen, wann immer es möglich war. Das habe ich einigermaßen in den Griff gekriegt, es hilft aber nur ein heftiger Leinenruck oder eine laute Stimme.
Der Hund ist dermaßen dominant, dass die Dackel schon darunter leiden -sie werden einfach verdrängt und angeknurrt oder sogar gebissen.
Langsam weiß ich nicht mehr weiter. Jede Erziehungsmaßnahme - auch spielerische - scheitert daran, dass der Hund zwar kurz aufmerksam ist, dann aber sofort wieder da weitermacht, wo er aufgehört hat. Leckerli werden blitzschnell genommen - dann kehrt gemacht und weiter gehts mit Gebell im Garten, Weglaufen oder Sonstigem. Wenn ich mich aus dem Haus bewege, wird der Hund zum Chef, liegt auf der Couch wo er nicht hindarf, weist die Katzen in die Grenzen usw. Strafe in Form von ignorieren, Schimpfen etc. hilft überhaupt nicht, der Hund gähnt einfach und ignoriert alles. Habe auch schon mal zur Zeitung gegriffen, mit der Hand hingeschlagen, alles das geht an dem Hund vorbei, als wäre es nicht gewesen.
Es gibt sozusagen nichts, was der Hund als Strafe sieht. Unser Hundetrainer meinte, der Hund ist sehr, sehr eigensinnig und es hilft nur extreme Konsequenz und wenn es nicht anders geht, Gewalt. Ich will aber weder dauernd laut reden, schreien oder gar hinhauen.
Auch Freilaufen lassen geht überhaupt nicht, es werden alle Passanten angebellt und "Hier" ist trotz braver Übungen, die im Garten super klappen, draußen nicht möglich. Sie weiß zwar, dass sie ein Leckerli bekommt, aber wichtiger ist, den eigenen Interessen nachzugehen. Leckerli uninteressant, Spielsachen auch.
Spielen im Garten geht überhaupt nur sehr kurz, weil sie sich dauernd was anderes sucht, was für sie interessant ist. Dieser Hund ist ständig am Rennen, Schnüffeln, Bellen oder sonstwas, schläft tagsüber max. 2 Stunden und ist sonst voll in Action!
Auch Eifersucht ist ein großes Thema, wahrscheinlich prägt das das ganze Verhalten. Heute wollte sie die kleine Dackeldame am Hals packen und schütteln. Beide sind kastriert - trotzdem. Ich muss alle Kraft aufwenden, damit die beiden sich nicht beißen und bin nach solchen Situationen immer ziemlich erledigt.
Je mehr ich mich einzeln mit ihr beschäftige, je mehr geht sie auf die anderen beiden los. Andererseits ist sie dann braver und folgt besser.Wer weiß Rat?
Danke vorab & liebe Grüße!
Evelyn -
5. Februar 2009 um 01:07
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hallo Evelyn

Ich kann dich sehr, sehr gut verstehen.
Denn ich hab einen Vizsla-Bracken Mix, der 200% Jagdpower sein eigen nennt.
In deinem Thread habe ich mich sehr gut wieder erkannt - vor allem was unsere Anfangszeit anging.Von der Sache her genau das gleiche Bild wie bei dir:
der Hund ging mit mir Gassi, alles, wirklich ALLES war interessanter, Leckerlies und Spielzeug waren uninteressant usw....
ABer bei uns hatte das nichts mit Dominanz zu tun.
Bei ihr war es einfach so, dass ihre Triebe dermaßen ausgeprägt waren, dass sie wortwörtlich weder Augen noch Ohren für uns hatte.Ich denke das wichtigste ist, dass du zunächst den Trainer wechselst!
Gewalt ist und kann niemals eine Lösung sein.
(Überspitzt gesagt: ) Denn was kann dein Hund dafür, dass er seinen Trieben gehorcht und du (noch) nicht in der Lage bist ihn zu halten?!
Ich halte es für sehr schwierig, extreme Jagdhunde mit anderen Tieren wie Katzen zu halten. Unsere Dicke macht auch jedes andere Tier "rund", welches unter ihr steht (Katzen, Hasen etc). Von Hunden oder größeren Tieren hält sie allerdings abstand.
Zunächst solltest du absolut Konsequent sein, was das Verhalten im Haus angeht. Liegt er auf der Couch, schubs ihn runter (sei bloß nicht zimperlich). Sitzt du /ihr auf der Couch und er macht Anstalten jeden Mom hochzuspringen wehre dies ab (Hand vor die Schnauze halten [wie ein Stop Zeichen) mit einem NEIN unterstreichen) und schick ihn in sein Körbchen.
Wenn ihr es nicht schon macht, wäre es evtl sinnvoll Dinge einzuführen wie zB dass der Hund nach euch isst, im Haus weitesgehend ignoriert wird; sprich du/ihr bestimmst wann ein spiel/streicheleinheit/spaziergang etc losgeht/beendet wird.Für draussen kann ich dir nur empfehlen (gerade bei Jagdhunden) mit einer Schleppleine und echt "tollen" Leckerlies (Putenfleisch, Würstchen, Käse......) zu arbeiten.
Clicker wäre auch eine sehr gute Option (später evtl. im Zusammenhang mit Schleppleine).Und wenn ihr Spiele spielt wäre es ratsamer Dinge zu spielen, die dem Hund auch wirklich Spaß machen.
Bei uns also zB Leckerlies verstecken & suchen, Fährtenarbeit, zusammen buddeln etc pp.
Wenn der Hund nicht "all zu bekloppt" ist und sich dadurch noch mehr reinsteigert sind solche Spiele absolut okay.Bei uns läuft es unter anderem dadurch besser, dass wir mit unserer KLeinen Spiele spielen, die ihrem Wesen entsprechen.
Denn dadurch ist sie 1. besser auszulasten und 2.) sind wir auch viel interessanter zum zurückkommen, wenn man "die gleiche Sprache spricht" :0)puh...ziemlich viel....ich hoffe, das war etwas hilfreich?
du wirst hier bestimmt noch ne menge anderer tipps bekommen ;o)NUR: Wechsle unbedingt den Trainer!
Und gib deinen Hund nicht auf! Wir haben mit viel Arbeit und Konsequenz rund 2,5 Jahre gebraucht bis wir unseren Jagdlappen so weit hatten, dass man relativ ruhige SPaziergänge machen konnte und nicht mehr hinter allem und jedem hergejagt wurde
Wie schaut sonst euer Alltag aus?
Wie beschäftigst du sie, was spielt ihr so, wie gestaltet ihr Spaziergänge, was machst du an Auslastung allgemein? -
Ich hab keinen Jagdhund, aber zwei sehr aktive und jagdfreudige Huskies und einen Tierkiller-yorkie.
Ich finde das Wichtigste bei solchen Hunden ist sehr, sehr viel Geduld und Konsequenz. Es ist ja auch das einzige was hilft.
Daika macht das genau wie deiner, man schickt sie 10 mal weg (zb Sofa, oder betteln am Tisch) und sie kommt immer wieder und probiert es noch mal. Da hilft nur sturer sein als der Hund! Und ja, irgendwann ist es dann beim Hund angekommen. Daika hat von einem Tag auf den anderen aufgehört, daheim andauernd nach Zetteln zu suchen um die zu zerreissen. Vorher hatten wir sie aber echt STÄNDIG im Auge, um ihr sofort jeden Zettel mit einem NEIN abzunehmen.
Der Schmäh ist bei uns, einerseits den Hund immer abzusichern. Also draussen nur mit Leine spazierengehen, drinnen immer im Auge behalten um bei Blödsinn sofort eingreifen zu können. Auf diese Art, hat der Hund zumindest schon mal keine Erfolgserlebnisse, wenn er nicht auf dich hört.
Und andererseits mit viel Geduld erziehen. Sehr, sehr viel Geduld
! Immer und immer wieder mit den gleichen Massnahmen eingreifen. Je gewaltloser, desto besser. Denn wenn du über monate deinem Hund JEDES mal wenn er zb zieht einen Leinenruck reinhaun musst (und das wirst du anfangs alle 2 Meter machen müssen) schlagt das nicht nur dem Hund, sondern auch einem selber total auf die Nerven (man ist permanent genervt während den Spaziergängen).Das Leinenziehen haben wir mit einer "jedes mal wenn du ziehst, gehen wir in die andere Richtung" Methode gemacht. Fast 4 Monate lang bin ich echt JEDES mal in die andere Richtung (an normales Spazierengehen ist da nicht mehr zu denken, ich konnte so auch keinen anderen Hund mitnehmen sondern bin erst mit Berny und dann noch mal mit ihr alleine raus). Aber nach 4 Monaten hat es angeschlagen und sie kann jetzt fast normal an der Leine gehen.
Sowas haltet man echt nur aus, wenn man sich schon vorher darauf einstellt, dass es halt sehr lange dauern kann und man stur immer konsequent seine Methoden weiter anwedet und echt JEDES mal eingreift (zb nie den Hund einfach in der Leine ziehen lassen, weil man angenervt ist).
Wichtig ist auch, dass du was findest, wo sie sich so richtig austoben kann. Bei uns ist es das Toben mit anderen Hunden und das Zugtraining. Vielleicht willst du Fährte oder Dummytraining mit ihr anfangen?
Halte durch und viel Glück!
Du wirst sehen, in einem Jahr wirst du zurücksehen und echt stolz sein auf deinen Hund!
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