misshandelter Tierheimhund(Schafspudel)

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  • Hallo, der Hund, von dem ich berichte lebt noch nicht bei mir, das Problem welches mich daran hindert die Huendin(ca. 1Jahr) mitnehmen zu koennen, ist, dass sie, ebenso wie die beiden anderen Hunde, die dem gleichen Halter entnommen wurden absolut kein Vertrauen zu Menschen haben- in dem Fall ist das hinderliche, neben sehr vielen anderen Auffaelligkeiten, dass sie nicht aus der Hand frisst und auch erst beginnt aus dem Napf zu fressen, wenn man mindestens 3m Abstand haelt.
    Es handelt sich um die altdeutsche Huetehundrasse Schafspudel mit der ich bereits Erfahrung, leider aber wenige, sammeln konnte.
    Dieser Fall eignete sich laut der Informationen, die ich habe nicht zum hueten (die drei Tiere kamen vom gleichen Schaefer) und wurde an einer kurzen Eisenkette gehalten- niemand kuemmerte sich drum und sie wurde mit Abfaellen gefuettert.
    Was das fuer eine Misshandlung ist sollte jedem klar sein, noch dazu bei einer solchen Rasse..

    Kann mir bitte jemand allgemeine Ratschlaege und Erfahrungen mitteilen, damit ich dem Tier mehr Vertrauen vermitteln kann.
    Mir ist klar, dass es auf Details ankommt, die ich hier nicht in ihrer Komplettheit aufzaehlen kann, daher helfen evtl Verallgemeinerungen, die ich dann konkretisieren kann.

  • Hallo,

    mit Geduld ist vieles machbar.
    Solche Hunde muss man ganz langsam an die Gesellschaft von Menschen gewöhnen.
    Wenn Du sie aufnehmen möchtest, dann sorge für einen ruhigen Raum in den sie sich zurückziehen kann.
    Geh ab und an zu ihr und setz Dich in einiger Entfernung auf den Boden. Schau sie nicht an und versuche auch nicht sie zu streicheln. Les ihr z.B. aus einer Zeitung vor und wirf ihr ab und an ein super tolles Leckerchen entgegen.

    Mit der Zeit wird sie sich an Dich gewöhnen und nicht mehr so ängstlich sein. Nimmt sie die Leckerlis, dann wirf sie nicht mehr ganz so nah an sie, sondern eher näher zu Dir. Holt sie sich diese auch, dann biete ihr mal eines aus der Hand an. Kommt sie nicht, dann wirf es wieder hin.

    Mit einem Jahr ist sie auch noch relativ jung und da sollte es schon schnell gehen mit dem Vertrauen.
    Achte darauf sie nicht zu überfordern und fordere nichts von ihr. Pass auf Deine Körpersprache auf, das heißt geh in die Knie und dreh Dich seitlich zu dem Hund und nicht frontal.

    Ich würde sie lediglich zum Pipimachen in den Garten bringen und nicht mit ihr spazieren gehen, denn sie soll sich erstmal an Dich gewöhnen. Auch würde ich immer eine Leine (Hausleine) an ihr dran lassen, denn so musst Du sie nicht am Halsband anfassen, sondern kannst etwas Distanz behalten.

    Es wird nicht leicht werden, aber solche Hunde verstehen sehr bald, dass Du es nicht böse mit ihnen meinst und fassen Vertrauen. Meist bleiben sie Fremden gegenüber reserviert, aber das ist ja nicht sonderlich tragisch.
    Auch wirst Du immer wieder in Situationen kommen wo sie überfordert ist und sei es nur eine Mülltonne. Hier brauchst Du wirklich Zeit und Geduld.

    Wenn Du das nicht aufbringen kannst, dann nimm die Hündin nicht, denn nichts ist für so einen Hund schlimmer als herum gereicht zu werden.
    Ist nicht böse gemeint, aber man muss sich da schon drüber im klaren sein.

    Liebe Grüße und viel Erfolg

    Steffi

    PS: unterstützend könnten Bachblüten helfen um ihre Ängste etwas abzuschwächen.

  • Hast du dich denn schon entschieden sie zu nehmen? Würde ich toll finden, wenn so ein Hund ne Chance bekommt! :gut:

    Allerdings muss man glaub ich echt viel Geduld aufbringen und vor allem viel Feingefühl für Körpersprache haben.

    Ich find´s toll, dass du dich vorher informierst, was alles dazu gehört! :gut:

  • hallo,wir haben auch seit 6 wochen einen total verängstigten Hund vom Tierschutz.Ich kann nur sagen:Geduld,Geduld und nochmals Geduld.Keine Unruhe-gewohnte Abläufe,kein Geschrei.Langsam stellen sich kleine Fortschritte ein und das sagt uns daß wir auf dem richtigen Weg sind.So eine Entscheidung kostet viel Mut ,trotzdem würd ich`s immer wieder tun!Viel Glück!LG Simone

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