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"FUN"Sport kein Hundesport? Oder nur Zeitvertreib?

  • Hallo ihr Lieben!


    Immer öfter lese ich, das Agility und Co nur "Blödsinn" sind.
    Das es nur Fun-Sport und kein richtiger Hundesport ist.
    Ich habe selber mit Agility angefangen bzw war schon fast Tunierbereit, als eine familiäre Sache mich aus dem Training riss, und jede weitere Stunde sinnlos machte, da ich keine Konzentration mehr dafür hatte.


    Ich persönlich sehe die Tuniervorraussetzung als nebensächlich, aber es reizt mich schon ab und an an einem Tunier teilzunehmen.
    Ausschlaggeben ist für mich die Teamarbeit und der Spaß an der Sache. Natürlich bin ich auch ehrgeizig, aber dabei sein ist alles. ;)
    Auch bin ich der Meinung, dass das Training für Cindys Ausgleich, körperlich wie Kopfmäßig, förderlich ist. Natürlich nicht nur.
    Für mich ist es schon ein Sport, der mir und meinem Hund Spaß bereitet und wir uns auspowern können.
    Es gibt mit Sicherheit auch hier wieder viele schwarze Schafe, aber wo gibt es das nicht?


    Nun würde mich interessieren wie die Hundesportler hier darüber denken. Alles Blödsinn, oder wirklicher Sport?


    Ebenso wie Obedience, Flyball usw.
    Warum macht ihr diesen Sport?
    Oder bei den "alten" Hundesportarten.
    Es gibt doch bestimmt irgendetwas was euch daran reizt, sonst würdet ihr das nicht machen.


    Ich finde es schade das gerade Agility (bei den anderen weiß ich das nicht so genau ob es da auch so ist) so verschriehen ist.


    Mir UND Cindy macht es einfach nur Spaß und ich finde das es das Team Mensch/Hund zusammenschweißt.


    Bin gespannt auf eure Meinung.



    LG
    Jessy

    LG
    Jessy und Cindy
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    Bekennender Wanderpaketsüchtling!


    FOTOGALERIE DER USERHUNDE SEITE 10
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    Im Herzen Torri
    *21.04.94 +10.03.05!

  • Welcher Hundesport ist denn kein "Fun-Sport" ?
    Letztendlich macht man es doch, um Spass mit dem Hund zu haben und einen ruhigen, ausgeglichenen Hausgenossen um sich zu haben.
    Gut VPG wird selten zum FunSport gezählt, aber wenige, die dies mit ihrem Hund betreiben, tun das aus "beruflichen" Gründen - sprich der Hund arbeitet zB. als Schutzhund bei der Polizei


    Und ich bin nicht der Meinung, dass Agility verschrien ist, es ist immer noch im Kommen, würde ich sagen, auch wenn es schon eine hohe Popularität unter Hundefreunden erreicht hat.
    Was ich nicht nachvolziehen kann ist, dass manche übermotivierte Hundesportler sich extra Border Collies anschaffen, um eine gut geeignete Rasse für Agility zu haben und guckt man sich dann mal auf Tunieren um sieht man lauter überdrehte Border, die schon richtige Workaholics sind in der Nähe eines Parkours.


    Von Obedience halte ich eigentlich sehr viel, der Hund arbeitet mit dem HH zusammen und wird geistig ausgelastet, eine körperliche Auslastung ist das eher weniger.
    Eine Kombination aus Obedience und Agility finde ich immer noch am besten ;)
    Ich bevorzuge eher die Hundesportarten, in denen der Hund mit Ruhe und Gelassenheit an die Aufgaben ran geht (Fährtenarbeit, Dummyarbeit...)


    Von Flyball bin ich ein absoluter Kritiker. Ich verstehe den Sinn des Spiels nicht, hat der Hund einmal den Ablauf raus, gehjt es nur noch um Schnelligkeit.
    Die Hunde werden total aufgestachelt und regelrecht zu Balljunkies erzogen :/


    LG Jana

    Hunde kommen, wenn sie gerufen werden. Katzen nehmen die Mitteilung zur Kenntnis und kommen gelegentlich darauf zurück


    Mary Biy

  • Ok, nun mal meine Meinung dazu: Ich sehe alles, den sogenannten richtigen Hundesport und den "Funsport" Wobei ich selber bei Agility noch einmal trennen würde.


    Ich bin in einem SV Verein, wo natürlich hauptsächlich Schutzdienst gemacht wird, die Hunde auf die BH vorbereitet werden, Fährte etc. Nun haben wir aber auch Hunde dabei, die für Schutzdienst z.b. nicht geeignet sind, meiner eingeschlossen. Für mich steht auf SV Seite die RH 1 im Vordergrund und es hat sehr viele Gründe, warum Agility bei mir nur unter "Fun" im Verein gilt.


    Ich mache Agility, einmal wöchentlich richtig mit einer Trainerin aus der Hundeschule. Hier geht es aber nicht darum, den Hund "Wettkampffertig" zu machen, sondern vielmehr geht es darum, die Hund-Mensch Beziehung zu stärken, die Sauberkeit heraus zu arbeiten und dass alles nicht in einer Geschwindigkeit, wo man selber nicht mehr weiß, wo man gerade läuft. Dieses Training macht mir richtig Spaß und bringt mich und Karli gerade in unserer Bindung sehr viel weiter. Zumahl hier auch wirklich seitens der Trainerin gute Lösungsansätze kommen, fals es Fehler gibt.


    Dann hab ich den vollen Gegensatz. Einmal in der Woche treffen sich einige aus dem Verein zum Agility. Zum einen kann man wirklich sagen, dass es nur Frauen sind. Zum anderen ist hier die s.g. Trainerin selber jemand, die ihre ersten beiden Hunde hat, auf Tunieren startet und genau so sieht dann auch das Training aus, es wird hauptsächlich auf Schnelligkeit trainiert, wenn ich Einwände habe, dass ich mit meinem etwas langsamer machen möchte, kommt mir der Satz entgegen : " Ja aber wenn du mal auf Tunieren starten möchtest".... ich möchte mit Karli nicht auf Tunieren starten und das ist auch bekannt. Mir geht es mehr um das gute Zusammenarbeiten. Deshalb sehe ich dieses Training auch wirklich mehr als Fun, wo ich einfach mein Ding durchsetze. Was mich persönlich einfach ärgert, ist dass es einige gibt, die Trainer sein möchten, aber außer ihren eigenen Hund die anderen Hunde nicht einschätzen können, denn auch im Agility ist nicht jeder Hund gleich.


    Da ich wie gesagt beide seiten kenne, vereinsmäßig und Hundeschulmäßig ist es für mich eher wirklich eine Funsportart.

    Nein, mein Hund ist nicht geschminkt, der sieht immer so aus!

  • Ich mache ja eher den "angesehenen" Hundesport :lachtot: .


    Ich finde ein Wertigkeit zwischen den verschiedenen Hundesportarten aufzustellen sehr vermessen.
    Wenn Hund und Halter Spass haben, dann machen sie den richtigen Sport.
    Nur für die Zuchtsauslese bei den Gebrauchshundrassen sind die neuen Hundesportarten eben nicht wichtig.
    Trotzdem ist es nicht zum Schaden eines Züchters, wenn der Hund in einer "Fun"-Sportart geführt wird. Leistungswillig und gesund muss der Hund da nämlich auch sein und das ist wichtig.


    LG
    das Schnauzermädel

    Wer die Dunkelheit fürchtet, kennt die Grausamkeit des Lichtes nicht.


    Es ist gut zu wissen, dass der Hund an sich gar keine Fehler zu machen in der Lage ist. Er reagiert höchstens anders, als wir es wünschten und erhoffen.
    (Helmut Kettelake)

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